Home/Sewing library/Haid & Neu
Sewing machines

Haid & Neu Vibrating Shuttle — User manual

User manual for Haid & Neu Vibrating Shuttle. 18 pages in German. Read the original PDF, download or print a copy without registration.

18 pagesGerman2.6 MB PDF
Haid & Neu Vibrating Shuttle manual cover
Read the manual Original PDF
Download PDF
Loading your manual…Open PDF directly

Document details

Brand
Haid & Neu
Model / document
Haid & Neu Vibrating Shuttle
Document type
User manual
Language
German
Pages
18
File size
2.6 MB
Category
Sewing machines
Document date
Not specified in catalog

Search available document text

Find a term, then jump to its page in the original PDF. Image-only pages may not be searchable; check the PDF for exact wording and diagrams.

Page 1 · Read text
Gebrauchsanleitung

                   für die

  Schwingschiff-
  Nähmaschine





F. 3519
View original page 1
Page 3 · Read text
Inhaltsverzeichnis

                                                      Seite
  1. Die Hauptteile der Nähmaschine
  2. Allgemeines                         6
  3. Auslösen des Handrades
 4. Ölen und Reinigen                   7
  5. Das Treten                            10
  6. Nadel und Faden                      10
  7. Einsetzen der Nadel                       11
  8. Aufspulen des Unterfadens               12
  9. Herausnehmen des Schiffchens              13
 10. Einfädeln des Schiffchens                14
 11. Einlegen desSchiffchens                16
 12. Einfädeln des Oberfadens                 16
 13. Einstellen des Stiches                     18
14. DasNähen                         18
 15. Einstellen der Fadenspannungen             19
 16. Druck des Nähfußes einstellen              21
    Apparate und Füße
 17. Der gewöhnliche Nähfuß                 22
 18. Das Lineal                                22
 19. Der verstellbare Säumer                   23
 20. Das Wattierlineal                       24
 21. Der Kantenfuß                        25
 22. Der Kapperfuß                        25
 23. Der Säumerfuß                        26
 24. Nützliche Winke bei Störungen            27
View original page 3
Page 4 · Read text
Bitte lesen Sie zuerst die Gebrauchsanweisung durch,
ehe die Maschine in Bewegung gesetzt wird. Befolgen
Sie genau die Angaben dieser Anleitung.

         1. Hauptteileder Nähmaschine.





                       21


                                     . 11  10



    Abb, 1




  1. Handrad                7. Spuler
    Auslösungsschraube    8.Schwungra
  3.Fadenhebel           10.Zugstange
  4. Stoffdrückerfuß       11 Fußtritt
  5.Fadenspannung         12. Stichsteller
  6. Garnrollenstifte         21. Tretkurbel
View original page 4
Page 5 · Read text
2. Allgemeines.
  Ehe die Maschine das erste Mal in Bewegung gesetzt                               3. Auslösen des Handrades.
wird, spritzt maneinige Tropfen Petroleum in jedes                                                                             Das Handrad darf nurÖlloch der Maschine.
                                                                                            der durch den                                                                                                          Pfeil  Der Nähfuß muß vorher hochgestellt und der Deck-                                         in                                                                                                          Drehrich-                                                                                                   angezeigten
schieber geschlossen sein, ehe die Maschine inBewe-                                        tung der Maschine be-
gung gesetzt wird.                                                              wegt werden.Um das
  Dann setzt man die Nähmaschine in der vorgeschrie-                                    Handrad     auszulösen,
benen Drehrichtung einige Minuten in Bewegung und                                            hält man dieses mit der
gibt nachher an jede Ölstelle am Oberteil undam                                 linkenHandfest und
Gestell einen Tropfen gutes Nähmaschinenöl.                                              dreht dieAuslösungs-
                                                                                 schraube in der Rich-
  Der Nähfuß darf                  nur wenn Stoff darunter liegt                                    tung des  Pfeiles  bisniedergelassen               werden.
                                                                                          zum Anschlag auf.
  Bei voller Spule und eingefädelter Nadel darf die
Maschinenur dann laufen, wenn Stoff unterdem                                           Soll das Handrad mit
Nähfuß liegt.                                                                          der Maschine fest ver-
                                                                                       bunden werden, so hält
  Beim Nähen darf nicht am Stoff gezogenwerden,                                                                                                 man dieses mit der lin-
da sonst die Nadel bricht. Die Hände dürfen den Stoff                                    ken Hand und  dreht
nur führen.                                                                                  die Auslösungsschraube
  Bei Beginn des Nähens muß stets zuerst der Unter-                                          der Pfeilrichtung ent-
faden hochgeholt, beide Nähfädenunter dem Nähfuß                                                 gegen fest.
nach hinten gelegt und solange festgehalten werden,                        Abb. 2
bis die ersten Stiche genäht sind.
  Der Antriebsriemen muß genügend straff sein, da-
mit er nicht gleitet,aber nicht zu straff. da sonst die                            4. Ölen und Reinigen der Maschine.
Maschine schwer läuft.
  Das Handrad darf nur in der vorgeschriebenen Dreh-          Zum Ölen darf nur bestes harz- und säurefreies
 richtung bewegt werden.                                        Nähmaschinenöl verwendet werden.
                                                                       Es ist darauf zu achten, daß die Maschine öfter ge-
                                                                    ölt wird. Bei täglich ununterbrochenem Gebrauch, muß
                                                                       dies täglich ver Beginn der Arbeit geschehen. Für jede
                                                                     Olstelle genügt ein Tropfen Öl, mehr.Öi fließt sonst
                                                                  unverbraucht ab und beschmutzt die Näharbeit.
                                                       Auch der Spuler, sowie die Treteinrichtungsind
                                                            von Zeit zu Zeit an allen Bewegungspunkten und
                                                                         Ölstellen zu ölen.
                                                                         Wichtige Ölstellen sind in den Abb. 1, 3 und 4 durch
                                                                     o › bezeichnet.
                                                                                    7
View original page 5
Page 6 · Read text
BeimOlen des Oberteiles beachte man außer allen
 an der Oberseite sichtbaren Öllöchern auch das Ölloch               Nach dem Umlegen des Oberteiles sind alle Öllöcher
 im Handrad, sowie die Regulierschraube für den Stoff-              an der Unterseite, sowie die Teile an ihren Bewegungs-
• drücker.                                                           punkten zu ölen.
   Von Zeit zu Zeitsollen auch der Kopfdeckel, sowie
 der Deckel an der Rückseite des Oberteiles abgeschraubt
 und alle sichtbaren Teile an ihren Bewegungspunkten
 geölt werden, ebensodieGleitbahn des Schiffchens.
 Das Ölloch für diese Gleitbahn wirdnach demAuf-
 ziehen des vorderen Schiebers sichtbar.





                                                                                    Abb. 4

                                                                  Reinigen der Maschine.

                                                             Wenn das Ö1 in den Lagerstellen dick geworden
                                                                     ist und die Maschine schwer geht, so muß sie gereinigt
                                                          werden.
                                                              Dazu verwendet man am besten Petroleum, das an
                                                             die Bewegungspunkte der einzelnen Teile desOber-
                                                                    teiles, sowie der Treteinrichtung gegeben wird. Es ist
                                                               zweckmäßig, Kopfdeckel und Deckel an der Rückseite
                                                                    des Oberteiles abzuschrauben.
                                                                 Dann setzt man die Maschine einige Zeit in Bewe-
                                                                      gung, bis sie wieder leicht läuft und gibt nun an jede
                                                                       Ölstelle einen Tropfen Öl.
                                                              Haben sich nach längerem Gebrauch in den Nuten
                                                                    des Transporteurs unter der Stichplatte Stoffasern und
                                                                  Nähstaub angesammelt, so sind diese nach Abschrauben
                                                                   der Stichplatte zu entfernen.
                                    Abb. 3                       Bei ständiger Benutzung der Maschine soll dies jede
                                                                Woche einmal geschehen.

                                                                                  9
View original page 6
Page 7 · Read text
5. Das Treten.                                                              Nadel-
                                                                    stärke                                                                           Nr.         Nähfaden
  Vor Beginn des Nähens übt man zuerst das Treten.
Der Nähfuß muß durch den Lüfterhebel hochgestellt,                 alt  neu   Nähgarn     Seide    Schappeseide
der    Deckschieber                 geschlossen                             sein.                                                 7   70    100-150      000        200/3  Man      setzt sich nahe                      an die                             Maschine und stellt beide
Füße so auf denTritt, daß man mit den Fußspitzen                  80     80-100      00         150/3und Fersen gleichmäßig Kraft entwickelt.
  Das Handrad darfnur indervorgeschriebenen          9   90     60-80                                                          0        100/8
Drehrichtung bewegt werden (Abb. 2 und 5).
  Man übt das Treten solange, bis man die Maschine                                                     10   100     40-60     0—A       80/3
gleichmäßig schneller oder langsamer bewegen,oder
nach Belieben anhalten kann.                                                     11   110     36-40                   70/3
  Besonders            lerne                  man                      die                          Maschine                                   nach                                        dem                                            Anhal-            12   120    30-36      C D        50/8ten    nur so in              Bewegung                       zu                          setzen,                                  daß                                      sich                                           das Handrad
stets in der vorgeschriebenen Richtung bewegt!
  Nach dieser Übung kann Stoff unter den Nähfuß               Geglättete Zwirne eignen sich nicht zum Maschinen-
 gelegt,dieser heruntergelassen und die Maschine            nähen.Ober- und Unterfaden sollen von gleicher
 ohne einzufädeln — in Bewegung gesetzt werden.                   Stärke sein.
  Nun versuche man, den Stoff nach geradenoder               Der Unterfaden kann jedoch schwächer als der Ober-
                                                                       faden sein.
 bogigen Linien zu leiten, vermeide aber jedes Ziehen
 am Stoff, die Hände dürfen den Stoff nur führen.                 Keine stumpfen, krummen oder minderwertigen
                                                              Nadeln benutzen.

                                                              Nur mit einer guten Nadel und gutem Faden kann
                                                                 die Maschine einwandfrei arbeiten.


                 6. Nadel und Faden.
                                                                                        7. Einsetzen der Nadel.

   Für diese Maschine dürfen nur Nadeln Nr. 705 ver-              Zuerst dreht man das Handrad, bis die Nadelstange
 wendet werden.                                                      ihre höchste Stellung erreicht hat.
   Nur wenn Nadel- und Fadenstärke zusammenpassen,             Dann wird die Schraube 15 Abb. 10 im Nadelhalter
 kanneine gute Naht entstehen,Nadelbrechen oder            etwas losgedreht.
 Fehlstiche vermieden werden.                                         Jetzt faßt man die Nadel so mit dem linken Zeige-
   Man wählt die Stärke der Nadel in Ubereinstim-           finger und Daumen,daß die lange Rille links steht und
 mung mit dem Nähfaden nach der Tabelle und ver-            schiebt nun die Nadel in der Nadelstange so hoch als
 wendet bei dickeren Stoffen eine stärkere Nadel.                möglich. Dann dreht man die Schraube wieder fest.

 10                                                                                                  11
View original page 7
Page 8 · Read text
8. Das Aufspulen des Unterfadens (Abb. 5).
                                                                                       9. Das Herausnehmen des Schiffchens.

                                                                     Der Deckschieber 27 wird so weit als möglich nach
                                                               vorn gezogen. Durch Drehen am Handrad bringe man
                                                                        das Schiffchen 28 in die äußerste vordere Stellung.





                              20



                            19
                26





                                      Abb. 5

  Zuerst ist das Handrad auszulösen siehe Absatz 3
und die Garnrolle auf den Garnrollenstift 6 Abb. 5 zu
stecken. Dann führe man den Faden durch die Faden-
führung 18 und das Auge 19 zum Schlitz 20. Nun wird
der Faden zur Spule 22, geführt, von innen nach außen                          28
durch das Loch der Spule eingefädelt und das Fadenende
zwischen Spule und Spulerwelle 23 geklemmt. Es ist
darauf zu achten, daß das Loch der Spule über den
Mitnehmerstift der Spulerwelle faßt. Nun wird der                                 27
Federbolzen 13 seitlich herausgezogen,bis das andere
Ende der Spule in der Lagerung festgehalten wird,
wobei darauf zu achten ist, daß die Spulenspitze in                                  Abb. 6
der Vertiefung des Federbolzens 13 sitzt.
  Durch Druck auf den Hebel 26 wird der Spuler in                Dann drücke man den roten, geriffelten Schiffchen-
 Tätigkeit gesetzt. Ist die Spule gefüllt, so schaltet sich               auswerfer 29 ganz nach rechts,wodurch das Schiffchen
 der Souler selbsttätig aus.                                              so hoch gehoben wird, daß es leient herausgenommen                                                               werden kann.
12
                                                                                                       13
View original page 8
Page 10 · Read text
11. Das Einlegen des Schiffchens (Abb. 6).
                                                                                        18

  Man achte darauf, daß beim Einlegen des Schiffchens
der Schiffchenkorb 41 in seiner vordersten Stellung
steht. Dann lege man das Schiffchen mit der Spitze
nach vorn ein und schiebe den Schieber 27 wieder zu.
Es ist darauf zu achten, daß der heraushängende Un-
terfaden nicht eingeklemmt wird.


                                                                     25


      12. Das Einfädeln des Oberfadens (Abb. 10).

  Zuerst         wird              das Handrad                          gedreht                                  bis                                      der                                          höchste
Stand      des          Fadenhebels                      erreicht                               ist.                                    Der                                        Nähfuß                                               muß                               36
dabei hochgestellt sein.
  Man ziehe von der Garnrolle den Faden durch die                               5
Fadenführung 18 am Kopf der Nähmaschine.                38
  Nun wird der Faden nach unten geführt und von
rechts zwischen die Spannungsscheiben 35 gezogen;
dann aufwärts hinter den Bügel 36 über diesen hinweg
durch die Fadenauszugsfeder 37 zum Fadenhebel 3.
Nun wird der Faden von vorn durch das Loch im Fa-                          15
denhebel 3 gefädelt und abwärts weiter in die Fa-           16
denöse 38 und die Nadelstangenöse 39 am Nadelhalter 16
gezogen. Dann wird von links nach rechts durch das
Nadelöhr eingefädelt und der Faden etwa 6 8 cm lang         32
herausgezogen.





                                                                  Abb.10



16                                                                                                    17
View original page 10
Page 11 · Read text
13. Die Stichstellung.                           Nun legt man beide Fäden unter dem Nähfuß nach
  Das Einstellen der Stichlänge erfolgt durch den Stich-           hinten, legt den Stoff darunter und läßt den Nähfuß
stellerhebel (43) (Abb. 5). Steht dieser Hebel auf dem          durch den Lüfterhebel herab.
Nullpunkt, so macht der Stoffschieber keine Bewegung;            Dann wird die Maschine in Bewegung gesetzt,die
derStoff wird also nicht transportiert. BeimNähen            Nähfäden jedoch solange festgehalten, bis einige Stiche
darf die Maschine niemals so eingestellt sein. Bewegt            genäht sind.
man den Stichstellerhebel 43 nach dem Zurückdrehen
                                                           Wenn der Stoff gedreht werden soll, hält man die
der Regulierschraube 44 nach unten, so wird der Stich
                                                        Maschine an,lassedie Nadel jedoch halb im Stoff.immergrößer, bis die größte Stichlänge erreicht ist.                                                                Dann hebt man den Nähfuß etwas hoch, dreht den Stoff
Die Zahl auf der Skala gibt dann die eingestellte Länge
                                                            in die gewünschte Lage, läßt den Nähfuß herab unddes Stiches an. Nachdem die gewünschte Stichlänge
                                                                   näht weiter.
eingestellt ist, wird die Regulierschraube 44 nach rechts
festgedreht.                                                    Das Fortnehmen der Näharbeit.
  Das Rückwärtsnähen wird hauptsächlich zum Befesti-             Zuerst bringt man den Fadenhebel in seine höchste
gen der Naht angewendet. Man drückt dabei den Stich-           Stellung. Dann stellt man den Nähfuß hoch und zieht
stellerhebel43 so weit als möglich nach oben. Die           die Näharbeit nach hinten fort und schneidet die Näh-
Länge des Stiches bleibt ungefähr die gleiche wie beim           fäden etwa 7 cm hinter der Nadel ab.
Vorwärtsnähen. Um wieder vorwärts zu nähen, drückt
man den Stichstellerhebel nach unten bis zum An-
schlag. Der Stichsteller kann auch während des Nähens
betätigt werden.                                                     15. Das Einstellen der Fadenspannungen.

                                                                Um eine einwandfreie Naht zu erhalten, müssen die
                                                           Spannungen des Ober- und Unterfadens richtig ein-
                   14. Das Nähen.                                gestellt,sowie zum Stoff passende Nadel und Faden
  Die Maschine ist stets gleichmäßig zu treten und nur          verwendet werden.
in der vorgeschriebenen Drehrichtung zu bewegen.               Ober- und Unterfadensollen von gleicher Stärke,
  Nachdem der Oberfaden eingefädelt und das Schiff-           der Unterfaden jedochkann etwas schwächer sein.
chen mit Spule eingesetzt ist,beachte man,daß der          Beim Nähen von dünnem Stoff muß stets auch ein
Fadenhebel in seiner höchsten Stellung stehen muß.               entsprechend feiner Nähfaden verwendet werden, da
  Dann holt man den Unterfaden nach oben. Dazu hält            sonst keine gut eingezogene Naht entstehen kann.
man das Endedes Oberfadens mit dem linkenZeige-              Bei hochgestelltem Nähfuß ist die Spannung für den
finger und Daumen ganz lose, damit die Nadel nicht            oberen Faden ausgelöst.
verbogen wird und dreht das Handrad 1 mal in der            Die Spannungfür den oberen Faden wird durch
Drehrichtung der Maschine, bis der Fadenhebel wieder           Drehen der Mutter 5 an der Fadenspannung Abb. 10
seine höchsteStellung erreicht hat. Durch das Hoch-            eingestellt. Dreht man die Mutter nach rechts,wird
ziehen des Oberfadens wird der Unterfaden aus dem                                                                 die Spannung stärker, dreht man sie nach links, wird
Stichloch gezogen.                                              die Spannung schwächer.
18                                                                                        19
View original page 11
Page 12 · Read text
zu stark, dieser reißt leicht, oder die Unterspannung
  Die Spannung des Unterfadens wird durch die             ist zu schwach.
  Schraube 40, Abb. 9 reguliert.

   Wird diese Schraubemit dem kleinen Schrauben-
  zieher nach rechts gedreht, wird die Spannung des                                                Abb. 13
 Unterfadens stärker, dagegen links gedreht schwächer.
   Die Spannungen sollen nie zu stark eingestellt wer-         In  diesem  Fall  muß  die Oberfadenspannung
 den, damit der Faden nicht reißt, sondern so schwach,         schwächer,oder die Spannung des Unterfadens stär-
 als für eine gut eingezogene Naht zulässig ist.
                                                                  ker gestellt werden.
   Ober- und Unterfadenspannung müssen soeinge-
 stellt sein, daß die Verschlingung der Fäden in der
 Mitte des Stoffes liegt.                                                   16. Druck des Nähfußes einstellen.


                                                                Harte oder dicke Stoffe erfordern einen stärkeren
                                                   Druck durch denNähfuß, als dünne oder weiche
                                           Abb. 11             Stoffe.
                                                           Ist beim Nähen von dicken oder harten Stoffen
                                                     der Druck des Nähfußes zu schwach, kann beim
                                                    Hochgehen derNadel auch der Nähfuß angehoben
   Ist also Ober- und Unterfaden gleich gut in den         werden, wodurch leicht Fehlstiche oder unsaubere
 Stoff eingezogen, so ist die Naht gut, die Spannungen
                                                               Nähte entstehen.
 für Ober- und Unterfaden sind richtig.
                                                              Um den Druck des Nähfußes auf den Stoff zu ver-
   Liegen die Verschlingungen der Fäden auf der Un-           stärken, dreht man die Regulierschraube 45, Abb. 5
 terseite des Stoffes, so ist entweder die Oberfaden-            nach rechts, soll der Druck schwächer gestellt werden,
 spannung zu schwach, oder die Unterfadenspannung           nach links herum.




                                          Abb. 12



zu stark. Es muß entweder die Oberfadenspannung
etwas stärker, oder die Unterfadenspannungetwas
schwächer gestellt werden.

  Wenn die Verschlingungen an der Oberseite des
Stoffes liegen, so ist die Spannung des Oberfadens
                                                                                                                                                        21.
20
View original page 12
Page 13 · Read text
Apparate und Füsse.                 gegendasDer StoffLinealmuß geleitetwährend werden.des Nähens stets leicht
                                                                  Soll die Naht sehr nahe an der Stoffkante liegen,
                                                    verwendet man den Kantenfuß, nachdem mandas
             17. Der gewöhnliche Nähfuß.                        Wattierlineal abgeschraubt hat.
   EinfacheNähte werden mitdem gewöhnlichen -
  Nähfuß genäht (Abb. 14). Auch inVerbindungmit                        19. Der verstellbare Säumer.
  einem anderen Apparat findet er Verwendung. Beim                                welcher auf der Grundplatte
  Nähen über dicke Quernähte ist die Anwendungdes            befestigtMit diesemwird,Säumer,könnenäume von verschiedener Breite
  Gelenknähfußes vorteilhaft.                                     hergestellt werden, Es wird der gewöhnliche oder der
                                                               Kantennähfuß dazu benutzt.





                       Abb. 14


                 18. Das Lineal (Abb. 14).                                                  Abb. 15
   Dieses wird benutzt, um eine oder mehrereNähte              Die gewünschte Saumbreite wird durch die kleine
 in gleichmäßiger Entfernung von der Stoffkante zu             Einstellschraube neben der Skale des Säumers ein-
 nähen.
  DasLineal wird mit der Knopfschraubeauf der                 gestellt.Damit die Naht dicht an den Saumrand kommt,
 Grundplatte befestigt.  Je weiter das Lineal von der         muß der Säumer entsprechend  seitlich verschoben
 Nadel nach rechtsgestelltwird, desto größer wird          und dann durch die Knopfschraube auf der Grund-
 der Abstand der Naht von der Stoffkante.                            platte festgeschraubt werden.
22                                                                                                     23
View original page 13
Page 14 · Read text
Der Stoffrand wird in Saumbreite nach links um-                        21. Der Kantenfuß (Abb. 16).
gebogenund so in die Saumführunggeschoben, daß
 der Stoff zum Saum umgelegt wird.                                                               Um Nähte dicht an der Stoffkante, zunähen, be
  Die Führungdes Stoffes erfolgt in derbeim           dient man sich des Kantenfußes ohne Wattierlineal,
Säumerfuß beschriebenen Weise.                              welches sich durch Lösen der Befestigungsschraube
                                                                  am Nähfuß leicht entfernen läßt. Da er auf der einen
            20. Das Wattierlineal (Abb. 16).                        Seite ganz schmal gehalten ist,kann man die Arbeit
  Dieses ist in dem Loch des Kantenfußes seitlich             während des Nähens besser verfolgen.
 verstellbar und wird durch die Befestigungsschraube
 gehalten.
  Es dient dazu, gleichlaufende Nähte, auch in grö-                       22. Der Kapperfuß (Abb. 17).
Berer Entfernung vonder Stoffkante oder schräg
dazu herzustellen.                                        Bei der Kappnaht werden 2 Stoffstücke durch
  Das Wattierlineal muß entsprechend dem Abstand,           2 Nähte zusammengenäht.  Nachdem der Kapperfuß
den die Nähtevoneinander haben sollen, eingestellt            befestigt ist, werden die beiden Stoffe so überein-
werden. Der Linealbügeldarf jedoch nicht auf die             ander gelegt, daß die Kante des unteren Stoffes etwa
Naht drücken, • diese muß leicht darunter gleiten        3 mmrechts neben der Kantedes oberenStoffes
können.                                                         vorsteht. Die vorstehende Stoffkante wird nach links
  Wenn eine Naht genäht ist, muß bei der nächsten            umgebogen und so in die Öffnung des Kappers ge-
Naht der Stoff so geführtwerden,daß die letzt-            führt, daß sie sich nach links legt. Nachdem der
genähte Naht genau unter dem Linealbügel läuft.





                     Abb. 16                                                       Abb. 17

                                                                                          25
View original page 14
Page 15 · Read text
Kapperfuß herabgelassen ist, werden beide Stoffe zu-                 24. Nützliche Winke bei Störungen.
sammengenäht, nachher auseinandergeschlagen und             Wenn die Maschine nicht einwandfrei nähen sollte..
gut ausgestrichen.  Dieaufrechtstehende Stoffkante          vergleicht man zuerst,ob alle Vorschriften der Ge-
 wird nun wieder so in den Kapper geführt,daß sie          brauchsanleitung befolgt sind.
sich     nach          links                legt:                      Jetzt                            wird die zweite Naht                                                 ge-            Sehr oft sind minderwertige Nadeln, schlechtes Garn                                         fertig-näht     und         damit               die                    sogenannteKappnaht
gestellt.                                                   oder Öl Ursache, daß die Maschine nicht einwandfrei
                                                                  näht.
                                                              Auch können Stoffasern oder Appretur und Faden-
                                                             reste, die sich auf dem Fadenweg in den Spannungen
               23. Der Säumerfuß.                           oder der Schiffchenbahn festgesetzt haben, Anlaß zu
                                                                 Störungen sein.
                                                           Außer nach den in der Gebrauchsanleitung ent-
                                                                 haltenen Angaben darf sonst kein Teil an der Maschine
                                                                   verstellt werden.
                                                                Sollte trotz genauen Befolgens aller Vorschriften
                                                     und Hinweise der Gebrauchsanleitungsowie nach-
                                                           stehende Winke die Maschine nicht mehr ordnungs-
                                                            gemäß nähen, so wende man sich nur an einen Fach-
                                                     mann um Rat.

                                                    Die Maschine läßt Stiche aus ..
                                           Man vergleiche, ob die Nadel nach Vorschrift ein-
                                                                  gesetzt ist (siehe Abschnitt 7).
                                                              Weiter kann die Ursache sein:
                                                                       1. Die Nadel ist stumpf.
                                                                           2. Die Nadel ist verbogen.
                      Abb. 18                            3.Die Nadel ist für den Nähfaden oder für den Stoff                                                          zu schwach. (Bei dicken, hartenStoffen oder Gar-
                                                             nen nimmt man eine stärkere Nadel.)
  Der Säumerfuß hat zum Führen und Umlegen des          4. Beim Nähen über Quernähte oder beim Übergang
Stoffes eine Schnecke, in welche der Stoff geleitet             vom dicken auf dünnen Stoff kann Stichauslassen
werden muß.                                                     entstehen. (An solchen Stellen istes zweckmäßig,
                                               dendünnen Stoff mit demZeigefinger nieder-
                                                               zuhalten, bis der Nähfuß selbst auf den dünnen
                                                                        Stoff drückt.)
                                                                 5. Nur beste Nadeln verwenden, minderwertige Na-
                                                                     deln arbeiten nicht einwandfrei.

 26
                                                                                                    27
View original page 15
Page 16 · Read text
Die Maschine transportiert nicht richtig.
                                                          Schwerer Gang der Maschine
1. Es befinden sich  gewöhnlich Stoffasern oder            kann entstehen:
   Appretur unter der Stichplatte in denNuten des         1. Der Riemen hat sich während des Gebrauches ge-
   Transporteurs, SOdaß dieser nicht mehr genügend             streckt, er zieht infolgedessen nicht mehr durch.
   an der Stichplatte hervortreten kann.                         In diesem Falle den Riemen kürzen.
2. Kann der Druck des Nähfußes zu schwach sein        2. Der Riemen ist zu stark gespannt, also zu kurz,
   (siehe Abschnitt 16).                                           man achte also darauf, daß der Riemen nie zu viel
3. Beim Nähen über dicke Quernähte muß ein wenig             gekürzt wird.
   nachgeholfen werden, indem der Nähfuß leicht an-         3. Die Maschine ist verharzt,dann mußsie, wie in
   gehoben wird. Es darf jedoch nicht am Stoff gezogen             Abschnitt 4 beschrieben, gereinigt werden.
   werden, da sonst die Nadel brechen kann.
Der Faden reißt:
  Wenn der Oberfaden öfter reißt, so kann die Ur-
sache sein, daß:                                               ZumÖlen nehme man nur ein harz- und säure-
  die Spannung für den Oberfaden zu fest ist,              freies Nähmaschinen-Ö1.
2. die Nadel zu dünn für den Nähfaden ist,                Am besten beziehe man Öl, Nadeln und auch
   die Nadel scharfkantig oder krumm ist,                    sonstige Ersatzteile von dem Nähmaschinengeschäft,
4. das Stichloch rauh ist,                                   wo man die Maschine gekauft hat. Es besteht dann
5. dasGarn knotig oder ungleich stark ist,                  die Gewißheit, daßman keine falschen Teile erhält.   die Nadel nicht richtig eingesetzt wurde,
7. falsch eingefädelt wurde.

Beim Unterfaden
   wenn die Spannung für den Unterfaden zu fest ist
   oder das Stichloch rauh ist.

Die Nadel bricht:
 1. wenn die Nadel verbogen ist,
2. wenn die Nadelspitzestumpf ist und die Nadel
  daher beim Durchstechen desStoffesabgelenkt
   wird.
3. wenn die Nadel für harten oder dicken Stoft zu
4 schwachwenn währendist,    des Nähens am Stoff gezogen wird,
5. wenn die Nadel zu tief steht,
6.wenn schlechte Nadeln verwendet werden.
28                                                                                      29
View original page 16

From the ISMACS International. Original publisher and archive notices are retained.
Check the model and edition against your equipment.

PDF verified 2026-10-11.