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Haid & Neu Vibrating Shuttle — User manual
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Document details
- Brand
- Haid & Neu
- Model / document
- Haid & Neu Vibrating Shuttle
- Document type
- User manual
- Language
- German
- Pages
- 18
- File size
- 2.6 MB
- Category
- Sewing machines
- Document date
- Not specified in catalog
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Inhaltsverzeichnis
Seite
1. Die Hauptteile der Nähmaschine
2. Allgemeines 6
3. Auslösen des Handrades
4. Ölen und Reinigen 7
5. Das Treten 10
6. Nadel und Faden 10
7. Einsetzen der Nadel 11
8. Aufspulen des Unterfadens 12
9. Herausnehmen des Schiffchens 13
10. Einfädeln des Schiffchens 14
11. Einlegen desSchiffchens 16
12. Einfädeln des Oberfadens 16
13. Einstellen des Stiches 18
14. DasNähen 18
15. Einstellen der Fadenspannungen 19
16. Druck des Nähfußes einstellen 21
Apparate und Füße
17. Der gewöhnliche Nähfuß 22
18. Das Lineal 22
19. Der verstellbare Säumer 23
20. Das Wattierlineal 24
21. Der Kantenfuß 25
22. Der Kapperfuß 25
23. Der Säumerfuß 26
24. Nützliche Winke bei Störungen 27View original page 3Page 4 · Read text
Bitte lesen Sie zuerst die Gebrauchsanweisung durch,
ehe die Maschine in Bewegung gesetzt wird. Befolgen
Sie genau die Angaben dieser Anleitung.
1. Hauptteileder Nähmaschine.
21
. 11 10
Abb, 1
1. Handrad 7. Spuler
Auslösungsschraube 8.Schwungra
3.Fadenhebel 10.Zugstange
4. Stoffdrückerfuß 11 Fußtritt
5.Fadenspannung 12. Stichsteller
6. Garnrollenstifte 21. TretkurbelView original page 4Page 5 · Read text
2. Allgemeines.
Ehe die Maschine das erste Mal in Bewegung gesetzt 3. Auslösen des Handrades.
wird, spritzt maneinige Tropfen Petroleum in jedes Das Handrad darf nurÖlloch der Maschine.
der durch den Pfeil Der Nähfuß muß vorher hochgestellt und der Deck- in Drehrich- angezeigten
schieber geschlossen sein, ehe die Maschine inBewe- tung der Maschine be-
gung gesetzt wird. wegt werden.Um das
Dann setzt man die Nähmaschine in der vorgeschrie- Handrad auszulösen,
benen Drehrichtung einige Minuten in Bewegung und hält man dieses mit der
gibt nachher an jede Ölstelle am Oberteil undam linkenHandfest und
Gestell einen Tropfen gutes Nähmaschinenöl. dreht dieAuslösungs-
schraube in der Rich-
Der Nähfuß darf nur wenn Stoff darunter liegt tung des Pfeiles bisniedergelassen werden.
zum Anschlag auf.
Bei voller Spule und eingefädelter Nadel darf die
Maschinenur dann laufen, wenn Stoff unterdem Soll das Handrad mit
Nähfuß liegt. der Maschine fest ver-
bunden werden, so hält
Beim Nähen darf nicht am Stoff gezogenwerden, man dieses mit der lin-
da sonst die Nadel bricht. Die Hände dürfen den Stoff ken Hand und dreht
nur führen. die Auslösungsschraube
Bei Beginn des Nähens muß stets zuerst der Unter- der Pfeilrichtung ent-
faden hochgeholt, beide Nähfädenunter dem Nähfuß gegen fest.
nach hinten gelegt und solange festgehalten werden, Abb. 2
bis die ersten Stiche genäht sind.
Der Antriebsriemen muß genügend straff sein, da-
mit er nicht gleitet,aber nicht zu straff. da sonst die 4. Ölen und Reinigen der Maschine.
Maschine schwer läuft.
Das Handrad darf nur in der vorgeschriebenen Dreh- Zum Ölen darf nur bestes harz- und säurefreies
richtung bewegt werden. Nähmaschinenöl verwendet werden.
Es ist darauf zu achten, daß die Maschine öfter ge-
ölt wird. Bei täglich ununterbrochenem Gebrauch, muß
dies täglich ver Beginn der Arbeit geschehen. Für jede
Olstelle genügt ein Tropfen Öl, mehr.Öi fließt sonst
unverbraucht ab und beschmutzt die Näharbeit.
Auch der Spuler, sowie die Treteinrichtungsind
von Zeit zu Zeit an allen Bewegungspunkten und
Ölstellen zu ölen.
Wichtige Ölstellen sind in den Abb. 1, 3 und 4 durch
o › bezeichnet.
7View original page 5Page 6 · Read text
BeimOlen des Oberteiles beachte man außer allen
an der Oberseite sichtbaren Öllöchern auch das Ölloch Nach dem Umlegen des Oberteiles sind alle Öllöcher
im Handrad, sowie die Regulierschraube für den Stoff- an der Unterseite, sowie die Teile an ihren Bewegungs-
• drücker. punkten zu ölen.
Von Zeit zu Zeitsollen auch der Kopfdeckel, sowie
der Deckel an der Rückseite des Oberteiles abgeschraubt
und alle sichtbaren Teile an ihren Bewegungspunkten
geölt werden, ebensodieGleitbahn des Schiffchens.
Das Ölloch für diese Gleitbahn wirdnach demAuf-
ziehen des vorderen Schiebers sichtbar.
Abb. 4
Reinigen der Maschine.
Wenn das Ö1 in den Lagerstellen dick geworden
ist und die Maschine schwer geht, so muß sie gereinigt
werden.
Dazu verwendet man am besten Petroleum, das an
die Bewegungspunkte der einzelnen Teile desOber-
teiles, sowie der Treteinrichtung gegeben wird. Es ist
zweckmäßig, Kopfdeckel und Deckel an der Rückseite
des Oberteiles abzuschrauben.
Dann setzt man die Maschine einige Zeit in Bewe-
gung, bis sie wieder leicht läuft und gibt nun an jede
Ölstelle einen Tropfen Öl.
Haben sich nach längerem Gebrauch in den Nuten
des Transporteurs unter der Stichplatte Stoffasern und
Nähstaub angesammelt, so sind diese nach Abschrauben
der Stichplatte zu entfernen.
Abb. 3 Bei ständiger Benutzung der Maschine soll dies jede
Woche einmal geschehen.
9View original page 6Page 7 · Read text
5. Das Treten. Nadel-
stärke Nr. Nähfaden
Vor Beginn des Nähens übt man zuerst das Treten.
Der Nähfuß muß durch den Lüfterhebel hochgestellt, alt neu Nähgarn Seide Schappeseide
der Deckschieber geschlossen sein. 7 70 100-150 000 200/3 Man setzt sich nahe an die Maschine und stellt beide
Füße so auf denTritt, daß man mit den Fußspitzen 80 80-100 00 150/3und Fersen gleichmäßig Kraft entwickelt.
Das Handrad darfnur indervorgeschriebenen 9 90 60-80 0 100/8
Drehrichtung bewegt werden (Abb. 2 und 5).
Man übt das Treten solange, bis man die Maschine 10 100 40-60 0—A 80/3
gleichmäßig schneller oder langsamer bewegen,oder
nach Belieben anhalten kann. 11 110 36-40 70/3
Besonders lerne man die Maschine nach dem Anhal- 12 120 30-36 C D 50/8ten nur so in Bewegung zu setzen, daß sich das Handrad
stets in der vorgeschriebenen Richtung bewegt!
Nach dieser Übung kann Stoff unter den Nähfuß Geglättete Zwirne eignen sich nicht zum Maschinen-
gelegt,dieser heruntergelassen und die Maschine nähen.Ober- und Unterfaden sollen von gleicher
ohne einzufädeln — in Bewegung gesetzt werden. Stärke sein.
Nun versuche man, den Stoff nach geradenoder Der Unterfaden kann jedoch schwächer als der Ober-
faden sein.
bogigen Linien zu leiten, vermeide aber jedes Ziehen
am Stoff, die Hände dürfen den Stoff nur führen. Keine stumpfen, krummen oder minderwertigen
Nadeln benutzen.
Nur mit einer guten Nadel und gutem Faden kann
die Maschine einwandfrei arbeiten.
6. Nadel und Faden.
7. Einsetzen der Nadel.
Für diese Maschine dürfen nur Nadeln Nr. 705 ver- Zuerst dreht man das Handrad, bis die Nadelstange
wendet werden. ihre höchste Stellung erreicht hat.
Nur wenn Nadel- und Fadenstärke zusammenpassen, Dann wird die Schraube 15 Abb. 10 im Nadelhalter
kanneine gute Naht entstehen,Nadelbrechen oder etwas losgedreht.
Fehlstiche vermieden werden. Jetzt faßt man die Nadel so mit dem linken Zeige-
Man wählt die Stärke der Nadel in Ubereinstim- finger und Daumen,daß die lange Rille links steht und
mung mit dem Nähfaden nach der Tabelle und ver- schiebt nun die Nadel in der Nadelstange so hoch als
wendet bei dickeren Stoffen eine stärkere Nadel. möglich. Dann dreht man die Schraube wieder fest.
10 11View original page 7Page 8 · Read text
8. Das Aufspulen des Unterfadens (Abb. 5).
9. Das Herausnehmen des Schiffchens.
Der Deckschieber 27 wird so weit als möglich nach
vorn gezogen. Durch Drehen am Handrad bringe man
das Schiffchen 28 in die äußerste vordere Stellung.
20
19
26
Abb. 5
Zuerst ist das Handrad auszulösen siehe Absatz 3
und die Garnrolle auf den Garnrollenstift 6 Abb. 5 zu
stecken. Dann führe man den Faden durch die Faden-
führung 18 und das Auge 19 zum Schlitz 20. Nun wird
der Faden zur Spule 22, geführt, von innen nach außen 28
durch das Loch der Spule eingefädelt und das Fadenende
zwischen Spule und Spulerwelle 23 geklemmt. Es ist
darauf zu achten, daß das Loch der Spule über den
Mitnehmerstift der Spulerwelle faßt. Nun wird der 27
Federbolzen 13 seitlich herausgezogen,bis das andere
Ende der Spule in der Lagerung festgehalten wird,
wobei darauf zu achten ist, daß die Spulenspitze in Abb. 6
der Vertiefung des Federbolzens 13 sitzt.
Durch Druck auf den Hebel 26 wird der Spuler in Dann drücke man den roten, geriffelten Schiffchen-
Tätigkeit gesetzt. Ist die Spule gefüllt, so schaltet sich auswerfer 29 ganz nach rechts,wodurch das Schiffchen
der Souler selbsttätig aus. so hoch gehoben wird, daß es leient herausgenommen werden kann.
12
13View original page 8Page 10 · Read text
11. Das Einlegen des Schiffchens (Abb. 6).
18
Man achte darauf, daß beim Einlegen des Schiffchens
der Schiffchenkorb 41 in seiner vordersten Stellung
steht. Dann lege man das Schiffchen mit der Spitze
nach vorn ein und schiebe den Schieber 27 wieder zu.
Es ist darauf zu achten, daß der heraushängende Un-
terfaden nicht eingeklemmt wird.
25
12. Das Einfädeln des Oberfadens (Abb. 10).
Zuerst wird das Handrad gedreht bis der höchste
Stand des Fadenhebels erreicht ist. Der Nähfuß muß 36
dabei hochgestellt sein.
Man ziehe von der Garnrolle den Faden durch die 5
Fadenführung 18 am Kopf der Nähmaschine. 38
Nun wird der Faden nach unten geführt und von
rechts zwischen die Spannungsscheiben 35 gezogen;
dann aufwärts hinter den Bügel 36 über diesen hinweg
durch die Fadenauszugsfeder 37 zum Fadenhebel 3.
Nun wird der Faden von vorn durch das Loch im Fa- 15
denhebel 3 gefädelt und abwärts weiter in die Fa- 16
denöse 38 und die Nadelstangenöse 39 am Nadelhalter 16
gezogen. Dann wird von links nach rechts durch das
Nadelöhr eingefädelt und der Faden etwa 6 8 cm lang 32
herausgezogen.
Abb.10
16 17View original page 10Page 11 · Read text
13. Die Stichstellung. Nun legt man beide Fäden unter dem Nähfuß nach
Das Einstellen der Stichlänge erfolgt durch den Stich- hinten, legt den Stoff darunter und läßt den Nähfuß
stellerhebel (43) (Abb. 5). Steht dieser Hebel auf dem durch den Lüfterhebel herab.
Nullpunkt, so macht der Stoffschieber keine Bewegung; Dann wird die Maschine in Bewegung gesetzt,die
derStoff wird also nicht transportiert. BeimNähen Nähfäden jedoch solange festgehalten, bis einige Stiche
darf die Maschine niemals so eingestellt sein. Bewegt genäht sind.
man den Stichstellerhebel 43 nach dem Zurückdrehen
Wenn der Stoff gedreht werden soll, hält man die
der Regulierschraube 44 nach unten, so wird der Stich
Maschine an,lassedie Nadel jedoch halb im Stoff.immergrößer, bis die größte Stichlänge erreicht ist. Dann hebt man den Nähfuß etwas hoch, dreht den Stoff
Die Zahl auf der Skala gibt dann die eingestellte Länge
in die gewünschte Lage, läßt den Nähfuß herab unddes Stiches an. Nachdem die gewünschte Stichlänge
näht weiter.
eingestellt ist, wird die Regulierschraube 44 nach rechts
festgedreht. Das Fortnehmen der Näharbeit.
Das Rückwärtsnähen wird hauptsächlich zum Befesti- Zuerst bringt man den Fadenhebel in seine höchste
gen der Naht angewendet. Man drückt dabei den Stich- Stellung. Dann stellt man den Nähfuß hoch und zieht
stellerhebel43 so weit als möglich nach oben. Die die Näharbeit nach hinten fort und schneidet die Näh-
Länge des Stiches bleibt ungefähr die gleiche wie beim fäden etwa 7 cm hinter der Nadel ab.
Vorwärtsnähen. Um wieder vorwärts zu nähen, drückt
man den Stichstellerhebel nach unten bis zum An-
schlag. Der Stichsteller kann auch während des Nähens
betätigt werden. 15. Das Einstellen der Fadenspannungen.
Um eine einwandfreie Naht zu erhalten, müssen die
Spannungen des Ober- und Unterfadens richtig ein-
14. Das Nähen. gestellt,sowie zum Stoff passende Nadel und Faden
Die Maschine ist stets gleichmäßig zu treten und nur verwendet werden.
in der vorgeschriebenen Drehrichtung zu bewegen. Ober- und Unterfadensollen von gleicher Stärke,
Nachdem der Oberfaden eingefädelt und das Schiff- der Unterfaden jedochkann etwas schwächer sein.
chen mit Spule eingesetzt ist,beachte man,daß der Beim Nähen von dünnem Stoff muß stets auch ein
Fadenhebel in seiner höchsten Stellung stehen muß. entsprechend feiner Nähfaden verwendet werden, da
Dann holt man den Unterfaden nach oben. Dazu hält sonst keine gut eingezogene Naht entstehen kann.
man das Endedes Oberfadens mit dem linkenZeige- Bei hochgestelltem Nähfuß ist die Spannung für den
finger und Daumen ganz lose, damit die Nadel nicht oberen Faden ausgelöst.
verbogen wird und dreht das Handrad 1 mal in der Die Spannungfür den oberen Faden wird durch
Drehrichtung der Maschine, bis der Fadenhebel wieder Drehen der Mutter 5 an der Fadenspannung Abb. 10
seine höchsteStellung erreicht hat. Durch das Hoch- eingestellt. Dreht man die Mutter nach rechts,wird
ziehen des Oberfadens wird der Unterfaden aus dem die Spannung stärker, dreht man sie nach links, wird
Stichloch gezogen. die Spannung schwächer.
18 19View original page 11Page 12 · Read text
zu stark, dieser reißt leicht, oder die Unterspannung
Die Spannung des Unterfadens wird durch die ist zu schwach.
Schraube 40, Abb. 9 reguliert.
Wird diese Schraubemit dem kleinen Schrauben-
zieher nach rechts gedreht, wird die Spannung des Abb. 13
Unterfadens stärker, dagegen links gedreht schwächer.
Die Spannungen sollen nie zu stark eingestellt wer- In diesem Fall muß die Oberfadenspannung
den, damit der Faden nicht reißt, sondern so schwach, schwächer,oder die Spannung des Unterfadens stär-
als für eine gut eingezogene Naht zulässig ist.
ker gestellt werden.
Ober- und Unterfadenspannung müssen soeinge-
stellt sein, daß die Verschlingung der Fäden in der
Mitte des Stoffes liegt. 16. Druck des Nähfußes einstellen.
Harte oder dicke Stoffe erfordern einen stärkeren
Druck durch denNähfuß, als dünne oder weiche
Abb. 11 Stoffe.
Ist beim Nähen von dicken oder harten Stoffen
der Druck des Nähfußes zu schwach, kann beim
Hochgehen derNadel auch der Nähfuß angehoben
Ist also Ober- und Unterfaden gleich gut in den werden, wodurch leicht Fehlstiche oder unsaubere
Stoff eingezogen, so ist die Naht gut, die Spannungen
Nähte entstehen.
für Ober- und Unterfaden sind richtig.
Um den Druck des Nähfußes auf den Stoff zu ver-
Liegen die Verschlingungen der Fäden auf der Un- stärken, dreht man die Regulierschraube 45, Abb. 5
terseite des Stoffes, so ist entweder die Oberfaden- nach rechts, soll der Druck schwächer gestellt werden,
spannung zu schwach, oder die Unterfadenspannung nach links herum.
Abb. 12
zu stark. Es muß entweder die Oberfadenspannung
etwas stärker, oder die Unterfadenspannungetwas
schwächer gestellt werden.
Wenn die Verschlingungen an der Oberseite des
Stoffes liegen, so ist die Spannung des Oberfadens
21.
20View original page 12Page 13 · Read text
Apparate und Füsse. gegendasDer StoffLinealmuß geleitetwährend werden.des Nähens stets leicht
Soll die Naht sehr nahe an der Stoffkante liegen,
verwendet man den Kantenfuß, nachdem mandas
17. Der gewöhnliche Nähfuß. Wattierlineal abgeschraubt hat.
EinfacheNähte werden mitdem gewöhnlichen -
Nähfuß genäht (Abb. 14). Auch inVerbindungmit 19. Der verstellbare Säumer.
einem anderen Apparat findet er Verwendung. Beim welcher auf der Grundplatte
Nähen über dicke Quernähte ist die Anwendungdes befestigtMit diesemwird,Säumer,könnenäume von verschiedener Breite
Gelenknähfußes vorteilhaft. hergestellt werden, Es wird der gewöhnliche oder der
Kantennähfuß dazu benutzt.
Abb. 14
18. Das Lineal (Abb. 14). Abb. 15
Dieses wird benutzt, um eine oder mehrereNähte Die gewünschte Saumbreite wird durch die kleine
in gleichmäßiger Entfernung von der Stoffkante zu Einstellschraube neben der Skale des Säumers ein-
nähen.
DasLineal wird mit der Knopfschraubeauf der gestellt.Damit die Naht dicht an den Saumrand kommt,
Grundplatte befestigt. Je weiter das Lineal von der muß der Säumer entsprechend seitlich verschoben
Nadel nach rechtsgestelltwird, desto größer wird und dann durch die Knopfschraube auf der Grund-
der Abstand der Naht von der Stoffkante. platte festgeschraubt werden.
22 23View original page 13Page 14 · Read text
Der Stoffrand wird in Saumbreite nach links um- 21. Der Kantenfuß (Abb. 16).
gebogenund so in die Saumführunggeschoben, daß
der Stoff zum Saum umgelegt wird. Um Nähte dicht an der Stoffkante, zunähen, be
Die Führungdes Stoffes erfolgt in derbeim dient man sich des Kantenfußes ohne Wattierlineal,
Säumerfuß beschriebenen Weise. welches sich durch Lösen der Befestigungsschraube
am Nähfuß leicht entfernen läßt. Da er auf der einen
20. Das Wattierlineal (Abb. 16). Seite ganz schmal gehalten ist,kann man die Arbeit
Dieses ist in dem Loch des Kantenfußes seitlich während des Nähens besser verfolgen.
verstellbar und wird durch die Befestigungsschraube
gehalten.
Es dient dazu, gleichlaufende Nähte, auch in grö- 22. Der Kapperfuß (Abb. 17).
Berer Entfernung vonder Stoffkante oder schräg
dazu herzustellen. Bei der Kappnaht werden 2 Stoffstücke durch
Das Wattierlineal muß entsprechend dem Abstand, 2 Nähte zusammengenäht. Nachdem der Kapperfuß
den die Nähtevoneinander haben sollen, eingestellt befestigt ist, werden die beiden Stoffe so überein-
werden. Der Linealbügeldarf jedoch nicht auf die ander gelegt, daß die Kante des unteren Stoffes etwa
Naht drücken, • diese muß leicht darunter gleiten 3 mmrechts neben der Kantedes oberenStoffes
können. vorsteht. Die vorstehende Stoffkante wird nach links
Wenn eine Naht genäht ist, muß bei der nächsten umgebogen und so in die Öffnung des Kappers ge-
Naht der Stoff so geführtwerden,daß die letzt- führt, daß sie sich nach links legt. Nachdem der
genähte Naht genau unter dem Linealbügel läuft.
Abb. 16 Abb. 17
25View original page 14Page 15 · Read text
Kapperfuß herabgelassen ist, werden beide Stoffe zu- 24. Nützliche Winke bei Störungen.
sammengenäht, nachher auseinandergeschlagen und Wenn die Maschine nicht einwandfrei nähen sollte..
gut ausgestrichen. Dieaufrechtstehende Stoffkante vergleicht man zuerst,ob alle Vorschriften der Ge-
wird nun wieder so in den Kapper geführt,daß sie brauchsanleitung befolgt sind.
sich nach links legt: Jetzt wird die zweite Naht ge- Sehr oft sind minderwertige Nadeln, schlechtes Garn fertig-näht und damit die sogenannteKappnaht
gestellt. oder Öl Ursache, daß die Maschine nicht einwandfrei
näht.
Auch können Stoffasern oder Appretur und Faden-
reste, die sich auf dem Fadenweg in den Spannungen
23. Der Säumerfuß. oder der Schiffchenbahn festgesetzt haben, Anlaß zu
Störungen sein.
Außer nach den in der Gebrauchsanleitung ent-
haltenen Angaben darf sonst kein Teil an der Maschine
verstellt werden.
Sollte trotz genauen Befolgens aller Vorschriften
und Hinweise der Gebrauchsanleitungsowie nach-
stehende Winke die Maschine nicht mehr ordnungs-
gemäß nähen, so wende man sich nur an einen Fach-
mann um Rat.
Die Maschine läßt Stiche aus ..
Man vergleiche, ob die Nadel nach Vorschrift ein-
gesetzt ist (siehe Abschnitt 7).
Weiter kann die Ursache sein:
1. Die Nadel ist stumpf.
2. Die Nadel ist verbogen.
Abb. 18 3.Die Nadel ist für den Nähfaden oder für den Stoff zu schwach. (Bei dicken, hartenStoffen oder Gar-
nen nimmt man eine stärkere Nadel.)
Der Säumerfuß hat zum Führen und Umlegen des 4. Beim Nähen über Quernähte oder beim Übergang
Stoffes eine Schnecke, in welche der Stoff geleitet vom dicken auf dünnen Stoff kann Stichauslassen
werden muß. entstehen. (An solchen Stellen istes zweckmäßig,
dendünnen Stoff mit demZeigefinger nieder-
zuhalten, bis der Nähfuß selbst auf den dünnen
Stoff drückt.)
5. Nur beste Nadeln verwenden, minderwertige Na-
deln arbeiten nicht einwandfrei.
26
27View original page 15Page 16 · Read text
Die Maschine transportiert nicht richtig.
Schwerer Gang der Maschine
1. Es befinden sich gewöhnlich Stoffasern oder kann entstehen:
Appretur unter der Stichplatte in denNuten des 1. Der Riemen hat sich während des Gebrauches ge-
Transporteurs, SOdaß dieser nicht mehr genügend streckt, er zieht infolgedessen nicht mehr durch.
an der Stichplatte hervortreten kann. In diesem Falle den Riemen kürzen.
2. Kann der Druck des Nähfußes zu schwach sein 2. Der Riemen ist zu stark gespannt, also zu kurz,
(siehe Abschnitt 16). man achte also darauf, daß der Riemen nie zu viel
3. Beim Nähen über dicke Quernähte muß ein wenig gekürzt wird.
nachgeholfen werden, indem der Nähfuß leicht an- 3. Die Maschine ist verharzt,dann mußsie, wie in
gehoben wird. Es darf jedoch nicht am Stoff gezogen Abschnitt 4 beschrieben, gereinigt werden.
werden, da sonst die Nadel brechen kann.
Der Faden reißt:
Wenn der Oberfaden öfter reißt, so kann die Ur-
sache sein, daß: ZumÖlen nehme man nur ein harz- und säure-
die Spannung für den Oberfaden zu fest ist, freies Nähmaschinen-Ö1.
2. die Nadel zu dünn für den Nähfaden ist, Am besten beziehe man Öl, Nadeln und auch
die Nadel scharfkantig oder krumm ist, sonstige Ersatzteile von dem Nähmaschinengeschäft,
4. das Stichloch rauh ist, wo man die Maschine gekauft hat. Es besteht dann
5. dasGarn knotig oder ungleich stark ist, die Gewißheit, daßman keine falschen Teile erhält. die Nadel nicht richtig eingesetzt wurde,
7. falsch eingefädelt wurde.
Beim Unterfaden
wenn die Spannung für den Unterfaden zu fest ist
oder das Stichloch rauh ist.
Die Nadel bricht:
1. wenn die Nadel verbogen ist,
2. wenn die Nadelspitzestumpf ist und die Nadel
daher beim Durchstechen desStoffesabgelenkt
wird.
3. wenn die Nadel für harten oder dicken Stoft zu
4 schwachwenn währendist, des Nähens am Stoff gezogen wird,
5. wenn die Nadel zu tief steht,
6.wenn schlechte Nadeln verwendet werden.
28 29View original page 16From the ISMACS International. Original publisher and archive notices are retained.
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