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Hasselblad 500C User manual

User manual for Hasselblad 500C. 24 pages in German. Read the original PDF, download or print a copy without registration.

24 pagesGerman10.3 MB PDF
Hasselblad 500C manual cover
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Document details

Brand
Hasselblad
Model / document
Hasselblad 500C
Document type
User manual
Language
German
Pages
24
File size
10.3 MB
Category
Film cameras
Document date
Not specified in catalog

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Das Princip der einiiugigenS piegelrcflexkamera        ITASSETBTAD
A. Mattscheibe
B, FiIM
c^  s2igs.e!.   Objektiv  @D.

                                                             Bitte holen Sie sich Ihre Kamera, bevor Sie beginnen,
                                                 die Gebrauchanweisurtg  durchzulesen! Wir mdchten
                                                      Sie bitten, die Gebrauchsanweisung sehr sorgfdltig zu
                                                         studieren und dabei die jeweils beschriebenen Kamera-
                                                                                                                            f unktionen durchzugehen, damit Sie die Kamera
                                                     griindlich kennenlernen. Erst dadurch kijnnen Sie
                                                     lernen, alle ihre Mdglichkeiten richtig auszunutzen.
                                                   Trotz ihrer robusten Bauweisg erfordert die Kamera
                                                     eingehende Kenntnis und erst wenn Sie alle ihre Funk-
                                                      tionen richtig beherrschen, kdnnen wir lhnen die be-
                                                       sten Bildergebnisse garantieren.
                                            Wir haben diese Gebrauchsanweisung auf die gleiche
                                                  Weise ausgearbeitet, und wissen deshalb, dass die vor-
                                                      geschlagene Arbeitsweise die einzig richtige ist! Diese
                                                Gebrauchsanweisung  ist nichts anderes als ein Lehr-
                                                     buch, sie gibt lhnen alle notwendigen technischen In-
                                                formationen auf leichtfassliche Weise! IIir  hoffen,
                                                    dass unsere Empfehlung sich von Beginn lhrer Foto-
                                                       arbeit an in gelungenen Bildern bezahlt macht! Und
                                                   wir wilnschen lhnen viele lrohe Kamerastunden!
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 1. Verriegelung des Lichtschachtes und der Ein-      21. Filmziihlwerk
      stellupe                                  22. Markierung der Filmebene
 2. Einstellupe                                           23. Filmtransportkurbel
 3. Lichtschacht                                           24. Filmindikator
 4. Entfernungs-Einstellring                                           25. Kennzeichnung Magazintyp
 5. Bezugsstrich  (Zeit-, Blenden- und Entfernungs-                                                           VerriegelungdesBedienungsrades      einstellung)                        26
                                           27. Einstellmarke fiir Bedienungsrad 6. Sch?irfentiefenanzeiger                                           28. Verriegelung des Magazins 7. Entfernungsskala                                           29. Blendenskala am Blendenring 8. Lichtwertskala                                           30. Synchronkontakt   fi.ir Blitz
 9. Rote Dreieckmarke  filr Lichtwerteinstellung                                           31. Umstellhebel  ftir Synchronisation und Selbst-
10. Verriegelung des Lichtwertes                                   ausliiser
                                             32. Verriegelungshebel  fiir 31   .11. Aussen- und Innenbaionett
                                           33. Zeitskala am Zeitwertring12. Abblendhebel                                           34. Zeit-, Blenden- und Lichtwerteinstellring13. Gewinde ftir Drahtausliiser                                           35. Objektivverriegelungsknopf
14. Ausliiser                                 36. Stativschnellkupplung
15. Zeitsperre                                37. Synchronanschluss fi.ir Hilfverschluss
16. Bedienungsrad fiir Filmtransport und Verschluss-   38. Kabelhalter
     spannung                                 39. Schiene fiir Zubehdr
17. Schnellbelichtungsknopf                                             40. Haken fiir Magazin
18. Befestigungsknopf  fiir Tragriemen               41. Magazinschieber
19. Kontrollfeld ftir Aufnahmebereitschaft            42. Verriegelung des Filmrollentriigers
20. Kontrollfeld fiir Filmtransport             43 Ladesignal
 A
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GRIFF
Fig. 5 veranschaulicht, wie die Hasselblad 500C beim
Fotografieren in der linken Hand mit dem linken
Zeigef.inger am Ausldser gehalten werden soll. Die
rechte Hand kann auf diese Weise alle anderen Hand-
griffe ausfiihren    Filmtransport, Scharfeinstellungu.a.              -
HAUPTELEMENTE DER KAMERA
Fig. 5 zeigt gleichzeitig, aus welchen Hauptelementen
die Kamera besteht. Am Kameragehbuse (E) sind
Filmmagazin (A), Bedienungsrad fiir Filmtransport
und Verschlusspannung (B), Lichtschacht (C) und Ob-
jektiv (D) angebracht. Wir werden diese austausch-
baren Grundelemente und auch die Zubehiirbefesti-
gungsvorrichtungen  nachstehend im einzelnen behan-
deln.
LICHTSCHACHT
Der ichtschacht (3) (Fig.6) ist ein Mattscheibensucher,
der dem Zweck dient, auf die Mattschiebe einfallendes,
stdrendes Seitenlicht abzuschirmen. Durch Verschie-
bung der Verriegelung (1) nach rechts klappen seine
Seitenwbnde automatisch hoch. Die Einstellupe zur
Schlrfenkontrolle wird durch erneute Bet?itigung der
Verriegelung (1) nach rechts hochgeklappt. Beim Her-
unterklappen des Lichtschachtes muss immer zuerst
die Einstellupe verriegelt werden. Im Anschluss daran
werden dann die Seitenwlnde i.iber die Mattscheibe.
danach die Ri.ickwand und schliesslich die Vorder-
wand des Schachtes heruntergeklappt. Wenn ein an-
derer Sucher zur Verwendung gekommen ist oder
kommen soll, ist immer zuerst das Magazin abzuneh-
men. Danach wird der jeweils auszutauschende Sucher
in seinen Schienen nach hinten herausgedr0ckt.
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OBJEKTIV
Das Normalobjektiv Zeiss Planar l:2,8, f  :  80 mmist_ mit eingebautem Synchro-Compur-Zentralver-
 schluss mit automatischer Abblendung unmittelbar
vor der Belichtung, Lichtwertskala, automatischer
 Schiirfentiefenanzeige und vollsynchronisierter M- und
X-Fjnstellung sowie Selbstausldser V ausgestattet und
wird am Kameragehluse durch Bajonetifassung be-
festigt

Blende
Die Blende wird mit dem Blendenring (29, Fig. 7)
auf einen Vorwahlwert eingestellt. Der Blendenring
ist mit dem Zeitwertring (33) gekuppelt, beide werden
durch Betiitigung des Ringes (34) betiitigt. Der Blen-
denring kann zur Verbnderung des Blendenwertes
freigemacht werden, ohne dass deshalb die Verschluss-
zeit gebndert wird. Hierzu dri.ickt man den Ent- oder
Verriegelungshebel (10) nach riickwlrts und dreht den
Blendenring, bis deq gewi.inschte Blendenwert genau
vol          B_ezugsstrich (5) steht. Abblendung deJVor-    -dg1nwahl-Blendenwerts erfolgt automatisch unmittelbar
yor.dgr Belichtung, weshalb die Einstellung der Schiir-
fentiefe normalerweise immer mit dem grcissten Blen-
denwert erfolgt. Durch Betiitigung des Abblendhebels
(12), der die Blende auf den Vorwahlwert  auslijst.
liisst sich die Blendenwirkung immer kontrollieren.      l0
Die Blende wird entweder mithilfe des Bedienungs-
rades.(16) b-eim Spannen nach erfolgter Belichtu;g       l2
oder durch Verstellung des Blendenrin[es (29) auf dei
griissten Blendenwert auf die grtisste Blendeniiffnung
eingestellt.


                                                                 Fie.
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Verschlusszeiten
Der Zeitskalenring (33) hat drei verschiedene Skalen,
eine mit schwarzen (weissen*), eine mit griinen und
eine mit roten Zahlen. Die Drehbewegung des Ringes
ist begrenzt, so dass nur die schwarzen (weissen*)
Zahlen sowie der griine Buchstabe 'B' auf den Bezugs-
strich (5) eingestellt werden kijnnen.
Die schwarze (weisse*) Skala gibt die Belichtungs-
zeiten zwischen 1 und 1/500 Sek. (1-500 demnach: 1,
112, l14, I18, l/15, 1/30, l/60, 11125, 11250 und 1/500
Sek), die mit dem Ring (34) auf den Bezugsstrich (5)
eingestellt werden.
Die griine Skala hingegen gibt die Belichtungszeiten in
Sekunden an (hier entspricht das B der Belichtungs-
zeit 2 Sekunden). Diese Skala wird als Hilfsmittel bei
der Berechnung der Belichtungszeit bcnutzt, wenn die
Belichtung so schlecht ist, dass eine Sekunde nicht
ausreicht (siehe Beispiel 2, Seite 10 und Fig. 9).
Die rote Skala dient der Lichtwerteinstellung.
x4s versteht sich von selbst, dass auf schwarzen Obiektiven
 nicht nur die Zahlen, sondern auch der normalerweise
 schwarze Bezugsstrich WEISS sind.

Lichtwerte
Die Lichtwertskala (33) und die Blendenskala (29)
haben die gleiche Teilung, demnach entspricht jede
'Zahl auf. dem Blendenring einer Zahl auf dem Lichr
wertring. Wie bereits erwbhnt, sind diese beiden Ska-
lenringe miteinander gekuppelt, ktinnen aber durch
Betiitigung des Ent- resp. Verriegelungshebels (10)
voneinander geldst werden.
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Die Belichtung wird durch die auf dem Bezugsstrich
eingestellte Zeit-Blenden-Kombination bestimmt. Jeder
dieser Zeit-Blenden-Kombinationen entspricht ein
Lichtwert auf der roten Skala (8), also der Lichtwert-
skala. Der Lichtwert wird am Belichtungsmesser abge-
lesen (2.B. am Hasselblad Belichtungsmesser) und an
der roten Dreieckmarke (9) eingestellt. Unbeschadet
des mithilfe des Ringes (34) am Bezugsstrich (5) einge-
stellten Zeit-Blenden-I(ombinationswertes ist nach Ein-
stellung des Lichtwertes immer die richtige Belichtung
gewiihrleistet (wir bitten zu beachten: dies gilt nicht
ftir 'B').
Beispiele
Beispiel 1 (Fig. 9). Der Belichtungsmesser gibt einen
Lichtwert 12, der gegen die rote Dreieckmarke  (9)
eingestellt wird. Es ergeben sich 7 verschiedene Zeit-
Blenden-Kombinationen, d.h. die gesamte Blenden-
skala mit Belichtungszeiten zwischen 1/500 und 1/8
Sek. kann ausgenutzt werden. Die Skalen (29) und
(33) geben demnach die gleiche Kombination wie das
rote Feld (Fig. 9).

Lange Belichtungszeiten
Fiir Lichtwert 8 und darunter hingegen kann mit kur-                                                                                                                                                                                                                                                   ezorDozen Verschlusszeiten fiir Momentaufnahmen  nicht
mehr unbegrenzt gearbeitet werden. Die grtinen Zah-
len am Objektiv dienen hier als Hinweiszahlen  fiir
richtige Belichtungszeiten mit Verschlusseinstellung'B'.



                                                          Fig. 8
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Entfernungseinstellung und Schiirfentiefe
 Per Fntfernungs-Einstellring (4) wird solange gedreht,
 bis Sie den Aufnahmegegenstand auf der Mattscheibe
 in griisster Schiirfe sehen. Die Schiirfentiefenwirkung
 kontrollieren Sie dann auf der Mattscheibe durch BeI
 letig.ung des Abblendhebels (12). Grundsbtzlich  gilt:je kleiner die Blende, desto grisser die Schiirfeniefe
 (Fig. 11).
Der gleiche Skalenring enthiilt auch die Entfernungs-
skala (7). Sie ktjnnen den Abstand zwischen Fift-
ebene und Abbildungsgegenstand jetzt ganz einfach
gegen den Bezugsstrich (5) ablesen.

 Schiirf entiefenanzeige
Die beweglichen roten Zeiger (6) rechts und links
vom Bezugsstrich (5) vereinfachen die Entfernungs-
einstellung, weil sie die bei einem bestimmten Blenden-
wert erzielte Schlrfentiefe direkt auf der Entfernungs-
skala (7) kennzeichnen, bzw. den Schiirfentiefenbereich
abgreifen und auf diese Weise nicht nur Schiirfentiefe,
sondern        auch
(5) stehenden           Wert-  wennablesenSie den denvor Abstanddem Bezugsstrichz*ischenKamera und Aufnahmegegenstand-      geben.
Die beiden roten Zeiger sind miteinander gekuppelt,
d.h. ihr Abstand zueinander bndert sich je nach Ande-
rung des Blendenwertes. Ein grosser Blendenwert gibt
geringe Schlrfentiefe (kleinen Abstand zwischen den
Zeigern), ein kleiner Blendenwert grosse Schdrfen-
tiefe _ (und gro-ssen Abstand zwischen den Zeigern).
fig. 1l veranschaulicht den Zeigerabstand bei grdssterBlende (2,8) durch den schmalen und bei kleinster
Blende (22) durch den breiten Ring.

                                                       Fig. l0
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                                                       Praktische Ratschliige fiir die Entfemungseinstellung
                                                Beim Lokalisieren einer bestimmten Sch[rfentiefe emp-
                                                                 fiehlt sich, zunlchst die Nahgrenze fiir den Aufnah-
                                              megegenstand zu suchen und diesen Wert an der
                                                     Entfernungsskala abzulesen. Danach sucht man auf
                                                        gleiche Weise die Ferngrenze auf und verstellt dann
                                                   die beweglichen Schiirfentiefenzeiger auf die beiden
                                                   gefundenen Werte. Diese Einstellung ist zuverlbssig.
                                         Die Schiirfentiefenanzeige ist bei der Entfernungs-
                                                           einstellung demnach sehr wertvoll.
                                               Bei Nahaufnahmen von beweglichen Motiven emp-
                                                                 fiehlt sich die Arbeit mit einer fixierten Entfernungs-
                                                              einstellung und Scharfeinstellung durch Mattscheiben-
                                                         kontrolle bei gleichzeitigem Hin- und Herbewegen der
                                                  Kamera.
                                                   Sportaufnahmen  innerhalb eines begrenzten Sch[rfen-
                                                        tiefenbereiches bereitet man vor, indem man die
                                                             Sch?irfentiefenzeiger von vornherein auf eine be-
                                                   stimmte Schiirfentiefe einstellt.
                                       Wann immer man aber einen bestimmten Abbildungs-
                                               masstab anstrebt (Nahaufnahmen z.B.), kan es rat-
                                                 samer sein, die Entfernung genau zu messen und an
                                           Hand von T'abellenwerten zu arbeiten.
                                           Das Hasselbladsystem hblt Hilfsmittel bereit, die u.a.
                                                                    fiir die Entfernungseinstellung gut zupass kommen
                                                  konnen. Z.B. Einstellhandgriffe, die fiir verschiedene
                                                Aufnahmebereiche mit Reitern/Signalrtihrchen  ver-
                                                  sehen werden ktinnen.



t2                                           Fig. 11
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Selbstausliiser und Blitzsynchronisation
 Der Umstellhebel (31) ftir Selbstausliiser V und Blitz-
 synchronisation M und X ist gegen unbeabsichtige
 Verschiebung durch den Verriegelungshebel (32) ge-
 schtitzt, der, wenn eine Umstellung eifolgen soll, iir-
 mer erst nach vorn gedrtickt werden muss.
 Selbstausliiser
 Das Vorlaufwerk des Selbstauslcisers V muss zuniichst
 durch Umstellung des Hebels (31) auf V gespannt werden. Danach wird die Zeitsperre (lfl auf .f'  g"-
 t-uhr!. Wenl ietzt der Ausliiser 1t+; Uetatilt wird, liiift
 das Vorlaufwerk ab und die Belichtung lrfolgt nach
 etwa 8-10 Sekunden. Dieser Selbstausliiser kinn  fi.ir
 Belichtungszeiten zwischen 1/500 und einer Sekunde
 b_enutzt werden. (Die Aufnahmen erfolgen immer mit
X-Synchronisation.)
 Synchronisation
Der Verschluss ist fi.ir X- und M-Einstellung vollsyn-
chronisiert. Pi" Synchronanschlussbuchse (3-0) ist alsKoaxialkontakt  ausgebildet. Das Kabel zwischen Syn-
chronkontakt und Blitz wird im Kabelhalter (3g) mit
einem besonderen H[ckchen befestigt.
X-Synchronisation
ist die gebriiuchlichste und kommt ftir Elektronen-
blitze mit allen Belichtungszeiten und Blitzlampen mit
Belichtungszeiten zwischen 1 und l/30 Sek. zirr Ver-
wendung. Der Blitz wird bei offenem Verschluss aus-
geltist.
M-Synchronisation
verztigert den Verschlussablauf, bis der Blitz seine
griisste Lichtintensitiit  erreicht hat und kommt nur fi.ir                                      www.butkus.usBlitzaufnahmen in Frage, die kiirzer sind als 1/30 Sek.
                                                       Fig. 12
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          Obiektivwechsel
        Abnahme des Obiektivs
        immer nur bei gespanntem Yerschlussl Man nimmt
         das Objektiv fest in die rechte Hand und driickt mit
         der linken Hand den Knopf (35) ins Kamerageh[use
           ein. Wenn die rechte Hand das Objektiv jetzt eine
          Fiinfteldrehung entgegen dem Uhrzeigersinn dreht,
              liist sich das Objektiv.
         Weiter ist zu beachten, dass das Objektiv nur dann
        abgenommen werden kann, wenn Hilfsverschluss ge-
          schlossen und Lichtschacht heruntergeklappt  sind, also
           nicht, wenn die Kamera auf Schnellbelichtung einge-
            stellt ist.
         Verschlusspannung
       Nach jeder Belichtung spannt man den Verschluss
        durch Drehung des Bedienungsrads (16), was gleich-
            zeitig Transport des Films bewirkt. Wenn kein Objek-
          tiv angesetzt und der Objektiwerschluss geschlossen
             ist, muss er, ehe das Objektiv wieder ans Kamera-
         gehluse angesetzt wird, gespannt werden. Kontrollie-
         ren Sie durch einen Blick ins Objektiv, ob der Ver-
          schluss offen oder geschlossen  ist. In gespanntem Zu-
          stand soll der Schlitz in der Aufzugachse (A, Fig. 13)
         auf die rote Einstellmarke (B) zeigen. Wenn der Ver-
          schluss gespannt werden muss, suchen Sie eine zum
          Schlitz passende Miinze und drehen Sie im Uhr-
           zeigersinn.
         Ansetzen des Objektivs
         Vergewissern Sie sich, dass beim Einpassen des Objek-
          tivs in die Bajonettfassung des Kameragehiiuses  die
         roten Markierungen (O) an Objektiv und Kamerage-
         hbuse (Fig. la) einander direkt gegentiber liegen und
         drehen Sie dann im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag.
Fig. 14
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KAMERAGEHAUSE
 Mattscheibe
 Die Mattscheibe (A, Fig. 15) gibt ein parallaxenfreies
 Bild und ist zur leichteren Kontrolle der Horizontal-
 und Vertikalebene mit einem Kreuz versehen. Fiir
 Magazine mit anderen Bildformaten als 6X6 cm be-
 nutzt man Abdeckmasken, die auf die Mattscheibe
 aufgelegt werden k6nnen.
 Der Spiegel
 dient der Uberfi.ihrung des Sucherbildes auf die Matt-
 scheibe und klappt im Ausliiseaugenblick automatisch
 hoch.
 Riickseite des Kameragehiiuses
 Riickwiirts am Kamerageh?iuse finden Sie Profilhaken,
 die in die beiden Aussparungen am Magazin (Fig. 15)
 passen.- Zahnrad (B) bewirkt durch Kraftiibertragung
den Filmtransport.  Stift (D) dient der Betatigun{ dei
Sperre gegen Doppelbelichtungen einerseits und des
Filmtransportsignals andererseits. Alle hier beschrie-
benen Funktionen sind sehr wichtig fiir die tadellose
Arbeit der Kamera, Sie sollten deshalb darauf achten.
dass insbesondere Zahnrad (B) und Stift (D) nicht ver-
stauben.
Hilfsverschluss
Die Verwendung verschiedener Objektive mit indivi-
duellen Zentralverschli.issen wird bei einer einbugigen
!_n_igeelreflexkamera erst durch einen eingebiulen
Hilfsverschluss mdglich, der, wie Fig. 15 zEigt, aus
zwei senkrecht beweglichen Abdeckplatten (C) Uleitetrt.
Der Hilfsverschluss ist immer geschlossen, wenn der
Spiegel beim Objektivwechsel oder zur Einitellung auf
der Mattscheibe heruntergeklappt ist.
                                                      Fig. 15                                                t5
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            Belichtung
          Sobald der Ausliiser (14) betatigt wird, belichtet die
         Kamera. Der Ausl\seknopf soll, wenn die Zeitsperre
           (15) auf'O' steht, immer solange eingedrilckt bleiben,
             bis der Zentralverschluss fertigbelichtet hat. Besonders
           wichtip bei den Belichtwwszeiten l-1 115 Sek. Wenn
           niimtiih der Ausloseknopl  z.u friih losgelassen wird,
           unterbricht der Hilfsverschluss die Belichtung. Bei
          langen Belichtungszeiten empfehlen wir Benutzung
            eines Drahtausl<isers, der am Gewinde (13) angeschlos-
           sen werden kann.
            Zeitsperre
          Diese Zeitsperre (15, Fig. 16) ist am Ausldser ange-
           bracht und hat zwei Lagen. In Lage 'O' ist sie ausge-
             schaltet, in Lage 'T' dient sie als Sperre des Ausltisers,
          der nach Betiitigung so lange eingedriickt bleibt, bis
            die Sperre wieder auf 'O' zuriickgeschoben worden ist.
          Bei liingeren Belichtungszeiten, wenn der Verschluss
          auf B gestellt ist, kommt die Zeitsperre gut zupass.
        Wann immer der Selbstauskiser V benutzt wird, muss
           die Zeitsperre auf 'T' stehen, da ja der Ausldser bis
             z.ur Belichtung eingedrilckt bleiben muss. Durch Dre-
          hen des Bedienungsrades  (16) kann kein Filmtransport
            erfolgen, ehe nicht der Hebel auf 'O' zuriickgeschoben
         worden ist. Bei Verwendung von Drahtausltjser fbllt
           die Zeitsperrenfunktion  aus.
            Schnellbelichtung
           Bei Verwendung des Schnellbelichtungshebels (17, Fig.
           17) wird der Hilfsverschluss friiher geschlossen und
          der Zeitraum zwischen Abdruck und Belichtung auf
           ein Minimum beschrbnkt. Die Betbtigung des Hebels
              ist nichts anderes als eine Vorwahl, Sie brauchen ihn
           nicht etwa bis zur Auslciserbetiitigung  eingedriickt zu
             halten!
Fig. 16
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Fig. 17
 BEDIEI\IfII\GSRAD FUR FILMTRANSPORT
 fIl\{D YERSCHLUSSPANNLTNG
 Das Bedienungsrad (16) hat zwei Funktionen: einer-
 seits den Filmtransport  bis zum niichsten Bild zu be-
 sorgen, andererseits, die Kamera durch Herunter-
 klappen des Spiegels und Spannung des Verschlusses
 wieder schussbereit zu machen. Diese Funktionen er-
 fiillt das Bedienungsrad, wenn es einmal im Uhrzei-
 gersinn gedreht wird. Gleichzeitig werden auch Be-
 lichtungssignal und Filmtransportsignal (19, 20) durch
 diese Raddrehung beeinflusst. Diese Signale ktinnen
 (Fig. l8) nachstehende Kombinationen  Zeigen:
 l. Beide Signale zeigen weiss. Die Kamera ist schuss-
 bereit.
 2. Beide Signale zeigen rot. Das vorher belichtete Bild
 ist noch nicht transportiert worden, der Verschluss  ist
nicht gespannt. Drehen Sie das Bedienungsrad.
3. Das Kontrollfeld f0r Filmtransport zeigt rot bei
weissem Kontrollfeld  fi.ir Aufnahmebereitschaft. Also
ist dis M_agazin an die gespannte Kamera angesetzt
worden, ehe das letzte Bild transportiert wurde.-Wenn
man jetzt belichtet, erhblt man eine Doppelbelichtung
(was manchmal ja sogar beabsichtigt sein kann). SiE
kcinnen eine solche Doppelbelichtung aber nur so ver-
meiden, dass Sie das Magazin wieder abnehmen und
die Kamera einmal blindbelichten  lassen.
4. Das Kontrollfeld  fi.ir Filmtransport zeigt weiss bei
rotem Kontrollfeld  fiir Aufnahmebereitschaft.  Das
Magazin ist an die Kamera angesetzt worden und
auJnahmebereit, jedoch haben Sie vergessen deir Ver-
schluss zu spannen. Nehmen Sie also. erst das Maga-
zin wieder ab und drehen Sie das Bedienungsrad  (l-6).
Erst dann setzen Sie das Magazin wie er an.
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Regel: Kontrollieren Sie beim Magazinanschluss an
das Kameragehdtse immer, dass die Signalfarbe im
Kontrollfeld am Kamerakiirper mit der im Kontroll-
feld am Magazin iibereinstimmt.

Merken sie sich:
Wenn sich das Bedienungsrad nicht drehen liisst, kann
das folgende Ursochen haben:
Der Film ist fertigbelichtet.
Das Filmziihlwerk zeigt keine Zahl, die automatische
Belichtungssperre  ist in Funktion getreten.
Die Zeitsperre steht auf 'T' der Auslijser ist gesperrt
(siehe Seite 16).
Der Hilfsverschluss wurde mit Schnellbelichtung aus-
geldst, die Belichtung unterbrochen (Seite 16).

Austausch des Bedienungsrades
Die Kamera wird mit einem austauschbaren Rad ge-
liefert, das durch den Belichtungsmesser oder aber die
Schnellkurbel ersetzt werden kann. Hierbei ist zu be-
achten, dass der rote Punkt am Rad (Fig. 19, oben)
mit der roten Dreieckm arke (27') zusammenfallen muss.
Das Rad wird abgenommen, indem die Verriegelung
(26) vom Kameragehiiuse weggedriickt und das Rad
gleichzeitig entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird.
Beim Ansetzen des Rades hingegen wird der rote Ring
(Fig. 19, unten) gegen die rote Dreieckmarke gesetzt
und durch eine Drehung im Uhrzeigersinn festgesetzt.
Bitte iiben Sie diesen Handgrilf ! Aller Wahrscheinlich-
keit nach werden Sie die Riider sehr oft gegeneinan-
der austauschen.
Austausch, aber auch Abnahme und Wiederansetzen
erfolgen womiiglich bei gespanntem Verschluss.
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FILMMAGAZIN
       Magazinaustausch
       Beachten Sie: der Magazinschieber (41) muss immer
     am Platz sein, ehe Sie das jeweilige Magazin abneh-
      men. Drrtcken Sie danach die Magazinverriegelung
       nach rechts und lassen den oberen Teil des Magazins
         riickwbrts ausschwenken. Heben Sie das Magazin vom
       Kamerageh?iuse  ab.
        UnerwiiLnschter  Lichteinfall wird durch die ineinander
        eingreifenden Aussparungen am Vorderrahmen des
       Magazins und dem ri.ickvbrtigen Rahmen des Kamera-
        gehiiuses verhindert, die in Eingriff gehen, wenn das
      Magazin angesetzt wird. Der Magazinschieber (41)
          schiitzt den Film gegen Licht, wenn das Magazin nicht
     an der Kamera sitzt. Vergewissern Sie sich immer,
       dass die Kontrollfenster 19 und 20 beim Masazin-
       wechsel weiss flaggen.
      Der Anschluss des Magazins an die Kamera erfolgt
        so, dass man das Magazin zuniichst auf die Haken
        (40) unten am Kameragehduse aufsetzt. Schieben Sie
         jetzt das Oberteil des Magazines gegen die oberen Pro-
       filhaken (A) bei gleichzeitigem Rechtsdruck der Ma-
        gazinve-rriegelung (28). Sichern Sie die Verriegelung
       durch kurzen Linksdruck. Jetzt erst kdnnen Sfu den
       Magazinschieber herausziehen. Die Kamera ist schluss-
  t       bereit.
       Vergessen Sie nie, dass der Magazinschieber am platz                                 www.butkus.us
       sein muss, wenn das Magazin abgenommen werden
        krinnen soll UND dass eine Belichiung nicht mi)glich
          ist, solange der Magazinschieber  eingeschoben  isi.ll
       Magazinladung
      Das Magazin kann direkt an der Kamera oder separat
       geladen werden. Im letzteren Falle muss der Maeizin-
                                                              Fig. 20
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schieber (41) mit seiner Planflbche zur Verriegelung
(42) eingeschoben sein.
Das Magazin A 12 wird wie  f olgt geladen:
1. Der Verriegelungshebel (42) wird angehoben und
entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, der Filmrollen-
triiger (L) aus dem Magazin herausgezogen.
2. Die Verriegelung (42) wird im Uhrzeigersinn ge-
dreht, die Filmklammer (F) iiffnet sich.
3. Die Spulenhalter (N und R) werden hochgeklappt.
Die Leeispule wird unter Spulenhalter (N) und die
Filmspule unter Spulenhalter (R) gesetzt.
4. Etwa lG-12 cm Schutzpapier werden aus der Film-
rolle herausgezogen und unter die Filmklammer (F)
eingefiihrt.
5. Das lose Schutzpapierende wird in der Leerspule
befestigt, der Spulenhalter mit Rhndelknopf (N) her-
untergeklappt und der R?indelknopf so lange gedreht,
bis der auf dem Bild sichtbare Pfeil (O) auf dem
Schutzpapier genau vor dem roten Dreieck (Pfeilmar-
kierung P auf Spulenhalter R) steht.
6. Die Verriegefung (42) wird jetzt entgegen dem Uhr-
zeigersinn so gedreht, dass das Schutzpapier unter der
Filmklammer festgeklemmt wird.
7. Mit Griff um die Verriegelung (42), (d.h. in diesem
Fal[ den ganzerL Filmrollentriiger als Einheit) wird
diese jetzt wieder ins Magazin eingesetzt und durch
Drehung im Uhrzeigersinn verriegelt. Hierbei iiffnet
sich jetzt auch die Filmklammer (F).
8. Die Filmtransportkurbel (23) wird hochgeklappt
und biz zum Anschlag gedreht (etwa 10 Umdre-
hungen). Im Ziihlwerkfenster  (21) erscheint eine '1'.
Die Filmtransportkurbel wird zuriickgeklappt, das
Magazin ist geladen und gebrauchsfertig.
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Fig. 22                                             Fie.  L)
 Abspulen
Nachdem die '12' transportiert worden ist, tritt die
 automatische Belichtungssperre in Kraft. Die Film-
 transportkurbel (23) wird jetzt zum Abspulen des Rest-
 films benutzt.
 Allgemeines
Die Filmtransportkurbel  des Magazins A-12 ist nach
dem Vortransport des Films gesperrt. Das Ziihlwerk
geht automatisch auf 'O', sobald der Filmrollentriiger
 aus dem Magazin entfernt wird. Das Zentrum der Ver-
riegelung (42) ist mit einem Signal (43) versehen, wel-
ches bei geladenem Magazin weiss und bei Filmver-
brauch mehr und mehr rot flaggt.
Die hier mit E bezeichnete Platte ist mit einer Markie-
rung ftr die Filmplanebene (22) versehen.
Der Filmindikator (24) dient als Gedbchtnisstttze fiir
{i9 _ary Magazin bei Ladung eingestellte Filmempfind-lichkeit in ASA oder DIN (Filmfenster B). Die dies-
beziigliche Einstellung erfolgt dadurch, dass man mit
dem Finger den gezahnten Zentrumrine (C) dreht.
Hinter der Einstelluke ist Platz zum Einschieben einer
Notizscheibe oder aber des abgerissenen Filmkarton-
deckels.
ZUBEHi'RIIALTERfINGEN
Bajonettfassungen am Objektiv
Das Planar 80 mm ist vorn mit einer Innenbaionert-
fassung  fi.ir Filter und Vorsatzlinsen sowie einei Aus-
senbajon-ettfassung                      Gegenlichtblenden                               und Ring-                        -fiir                  22blitz (siehe auch Fig.                       und,23) versehen.
Stativhalterungen
Unter der Kamera ist eine Platte mit 2 Stativgewinden
l%" W und 3A" W) befestigt. Ausserdem finden Siehier auch die Stativschneltkupplung (36, Fig.24).
                                                                  Fig. 24
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             Befestigungskniipfe  fiir Tragriemen
          Die Tragriemen werden an der Kamera befestigt, in-
        dem das Riemenschloss i.iber die beiderseitigen Be-
             festigungskniipfe  (18) gesetzt und mit seinem vorderen
             Teil ans Kameragehbuse angedriickt wird. Die Riemen
           kiinnen durch Anheben des Riemenschlosses an der
          mit Gravur versehenen Platte und Verschiebung des
            Schlosses schrbg nach oben wieder geltist werden.
           Kabelhaken
        Der Kabelhaken zur Halterung des Synchronkabels
          wird im Kabelhalter (38) festgesetzt (und beim Ab-
         nehmen ganz einfach herausgezogen).
            Schiene  fiir Zubehiir
           Diese Schiene (39) dient der Festsetzung von beispiels-
          weise Sportsucher, Wasserwaage und Blitzlampen-
            schuh.
        GARANTIE
           Ihre Hasselbladkamera wurde in Goteborg, Schwe-
          den, von Victor Hasselblad Aktiebolag hergestellt.
          Die Fabrik gewbhrt fi.ir Material- und Herstellungs-
           fehler eine einjbhrige Garantie. Bitte schicken Sie
         uns sofort nach Erhalt der Kamera die beigeschlos-
           sene Kunden-Registrierkarte sorgfiiltig ausgefi.illt zu.
          Wir bestbtigen den Eingang durch Ubersendung eines
            Garantiescheines und tragen Ihren Namen in unser
           Kundenregister
             die kostenlose Ubersendung                           ein -  diesevielerEintragunginteressanterbewirktDruck-u.a.
           sachen. Die Fabrikgarantie  schliesst Schiiden infolge
            ursachsgembsser Behandlung der Kamera aus. Fracht-
           kosten beim Einsenden (und Riicksendung) der Ka-
         mera an die n[chstbelegene, von Hasselblad autori-
            sierte Kundendienststelle sind vom Kamerabesitzer
          zu tragen.
Fig. 25
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From the M. Butkus archive. Original publisher and archive notices are retained.
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PDF verified 2026-10-10.