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Hasselblad 500EL User manual

User manual for Hasselblad 500EL. 26 pages in German. Read the original PDF, download or print a copy without registration.

26 pagesGerman9.0 MB PDF
Hasselblad 500EL manual cover
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Document details

Brand
Hasselblad
Model / document
Hasselblad 500EL
Document type
User manual
Language
German
Pages
26
File size
9.0 MB
Category
Film cameras
Document date
Not specified in catalog

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www.butkus.us
      LICHTSCHACHT
       Der Lichtschacht (A Fig. 5) ist ein Mattscheibensucher
       und verhindert .den Einfall stcirenden Seitenlichts auf
        die Mattscheibe. Er wird durch Druck auf die Ver-
         riegelung (l) nach rechts getiffnet und seine Seiten-
       wlnde klappen danach automatisch hoch (Fig. 5). Die
         Einstellupe (2) dient zur Schiirfenkontrolle und wird
        dadurch betiitigt, dass die Verriegelung (l) erneut nach
        rechts gedriickt wird. Beim Zusammenklappen des
         Lichtschachtes muss immer erst die Einstellupe ver-
          riegelt werden, erst dann werden die Seitenwiinde i.iber
        die Mattscheibe, danach die Riickwand und schliess-
         lich die Vorderwand des Schachts heruntergeklappt.
      Auch Prismensucher und starrer Lichtschacht ktinnen
          als Sucher zur Verwendung kommen. Zum Sucheraus-
        tausch wird immer zuerst das Magazin abgenommen,
         erst dann wird der Lichtschacht in seiner Fi.ihrung
       nach hinten herausgedrtickt.
     KAMERAGEHAUSE
      Das Kameragehluse  enth?ilt die mechanischen und
         elektrischen Funktionseinheiten der Kamera (Fig. 5).
      Im Gehiiuse-Unterteil (C) sind Batterien und Siche-
       rung sowie Motor mit Antrieb ftir die im Gehiuse-
         Oberteil eingebauten Funktionseinheiten  untergebracht.
      Das Oberteil (B) enthiilt Funktionswlhler, Mattschei-
        be, Spiegel und Hilfsverschluss. Das Kameragehiiuse
          ist mit Halterungen  fiir Lichtschacht, Objektiv und
       Magazin versehen und hat Anschli.isse ftir Ausliise-
       und Batterieladegerlte.



Fig.


                                                                                                                                                                                                                       '                                 -  --
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Fig. 6
Batterien
Der Kameramotor wird von einer oder zwei elek-
trischen Batterien angetrieben (C Fig. 7), die nach-
geladen werden kiinnen. Die Kamera hat Raum fiir
zwei slurefreie Nickel-Kadmium-Batterien (DEAC
5/500 DKZ)    siehe A Fig. 7     die je 1000 Belich-tungen pro Ladung-       ermiiglichen.-, Die mit der Kamera
gelieferte Batterie ist separat verpackt. Ehe sie in die
Kamera eingesetzt werden kann, muss die Batterie-
abdeckung (33) auf der linken Kameraseite abgenom-
men werden. indem man entweder eine Hasselblad-
Schliisselplatte oder aber eine Mi.inze zum Drehen der
Verriegelung (34) mit einer Vierteldrehung im entge-
gengesetzten Uhrzeigersinn benutzt, so dass der Ein-
schnitt senkrecht steht. Die Verriegelung iiffnet sich
nach hinten und kann nach vorn herausgeschoben
werden.
Das schmalere Batterieende (Fig. 8) ist mit einem '*'
gekennzeichnet und wird beim Einsetzen der Batterie
ins Kamerainnere eingeschoben. Wenn Sie merken,
dass sich die Batterieabdeckung  nicht schliessen lisst,
haben Sie die Batterie verkehrt herum eingestzt. Erst
nach Aufsetzen der Batterieabdeckung ist Belichtung
mriglich.
Batterieladung siehe Seite 25.
Nach Einsetzen der Batterie ist die Kamera schuss-
bereit.

Sicherung
Eine mitteltrlge Feinsicherung 1,6 A (5X20 mm) ist
im Gehluse-Unterteil untergebracht (B Fig. 7).
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Fig. 9       www.butkus.us                                     1
          Funktionsw&lhler
        Der Funktionswiihler  (13) kann zur Wahl der jeweils
         gewtinschten Belichtungszeit in 5 verschiedene Lagen
         gebracht werden.
     O : Normalstellung  (Fig. 9) bewirkt, dass der Film
        nach erfolgter Belichtung transportiert, der Objektiv-
          verschluss gespannt und der Spiegel in seine herunter-
         geklappte Lage zuriickgefiihrt wird.
      S: Schnellausldsung (Fig. l0) ist lediglich eine Vor-
         wahleinstellung und bewirkt, dass die Reaktionszeit
        der Kamera auf ein Minimum vermindert wird. Bei
         Vorwahleinstellung auf S klappt der Spiegel hoch, der
          Zentralverschluss  schliesst, der Hilfsverschluss Offnet
       und die Blende springt auf den vorher eingestellten
         Wert, wonach also nur noch der Ausliiseknopf zu be-
          tltigen ist. Alle anderen Funktionsmomente erfolgen
        automatisch im Zusammenhang mit der Vorwahl.
       Nach Bet[tigung federt der Funktionswlhler auto-
         matisch in Normalstellung (0) zuriick.
       SR :  Schnellausldse-Repetierstellung  (Fig.  I l) ist, wie
        die Bezeichnung andeutet, lediglich eine Wiederho-
          lungsfunktion von S. Die Kamera bleibt also, statt auf
      O zuriickzugehen, in Schnellausliisestellung (mit Funk-
          tionsw?ihler auf SR).
      A:  Automatikeinstellung (Fig. 12) bewirkt, dass die
       Kamera automatisch ein Bild nach dem anderen
                 solange                         eine Ausldseimpuls         macht,                                                  vorliegt
                Magazin                                         Belichtungen-  und derer-       Film                               ausreicht. Die          im
         folgen im Abstand von je einer Sekunde. Die Automa-
          tik-Einstellung eignet sich nicht fiir llngere Belich-
          tungszeiten als 1/15 Sek. (Nlheres auf Seite 23).
      AS :  Ausliise-Schnellausltise-Stellung  (Fig. l3) ist, wie
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Fig. 12
SR, nur eine Repetierfunktion. Die Kamera bleibt
nach der Belichtung in Schnellausliisestellung (mit
Funktionswlihler auf AS).

Umstellhebel
Dieser Hebel (16) kommt bei langen Belichtungszeiten
(T) und zur Verriegelung und Ladung (L) zur Ver-
wendung. In normaler Arbeitslage steht der Hebel
auf O.
Bei langen Belichtungszeiten  (i.iber I Min.) und Arbeit
mit Selbstausldser (siehe Seite 17) wird der kleine
Hebel (16) (Bild zeigt rechte Kameraseite) auf T um-
gestellt. Bei Zeitbelichtungen steht das Objektiv (Zen-
tralverschluss) auf B und der Funktionswlhler in Stel-
lung O, Vorwahl S oder SR. Die Umstellung des He-
bels (16) von O auf T bewirkt die rein mechanische
Ausldsung der Kamera ohne elektrischen Impuls. Der
Verschluss kann demnach offen stehen, weil die Bat-
terie nicht belastet wird. Erst bei Rtickfiihrung des
Hebels auf O schliesst der Verschluss. Filmtransport
und Verschlusspannung erfolgen automatisch.
Umstellung des Hebels auf L blockiert die Belichtung,
und schliesst damit unbeabsichtigte Belichtungen aus.
Hebellage L wird i.iberdies beim Laden (siehe Seite 25)
benutzt.

Doppelbelichtungen
Wenn doppelbelichtet werden soll, belichtet man zu-
n'ichst durch Umstellung des Hebels auf T, wo er
stehen bleibt, nimmt dann das Magazin ab (siehe
Seite 19), fiihrt den Hebel auf O zuriick, setzt das
Magazin wieder an und belichtet jetzt wie sonst (nur
dann mit Hebel 16, wenn weitere Belichtungen auf                www.butkus.us
dem gleichen Bild gemacht werden sollen).
                                                       Fig. 14
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                                                      Anschluss fiir Ausldsung und Aufladung
                                             Der seitliche Anschluss der Kamera (17) ist ein fiinf-
                                                      poliger Standardkontakt und dient zur Kameraaus-
                                                               liisung mit Kabeln der Typen SK, LK und DK, durch
                                                    Funkbefehl oder Schaltuhr sowie auch zum Anschluss
                                                     der verschiedenen Batterieladegeriite. Das Hasselblad-
                                                 system enthllt einen Schutzdeckel zrt Abdeckung
                                                            dieses Anschlusses.
                                                        Mattscheibe
                                              Die Mattscheibe (A Fig. 15) gibt ein parallaxenfreies
                                         .                                                   Bild und ist zur leichteren Kontrolle der Horizontal-                                 l     und Vertikalebene mit einem Sichtkreuz versehen. FOr                                                  Magazine, die kleinere Negativformate als 6X6 cm    dr{                                                    ergeben, wird eine Mattscheibenmaske mitgeliefert,                                                                   f{rC                                                   die nach Abnahme des jeweiligen Suchers und An-
                                                  bringung auf der Mattscheibe den richtigen Bildaus-
                                                                  schnitt zeigt.
                                                             Spiegel
                                        Der Spiegel befiirdert das Sucherbild wlhrend der
                                                         Einstellung auf die Mattscheibe weiter. Beim Ausltisen
                                                      klappt er automatisch hoch und wird nach erfolgter
                                                       Belichtung ebenfalls automatisch wieder herunterge-
                                                             klappt.
                                                            Riickseite des Kameragehfiuses                                                                                   !
                                           Das Kameragehluse ist an der Ri.ickseite mit Profil-
                                               haken versehen, die in die beiden Aussparungen am
                                               Magazin (Fig. 15) passen. Der Einfall stcirenden Seiten.
                                                                   lichts wird hierdurch wirksam verhindert. Zahnrad (B)
                                                     dient der Krafttibertragung zum Filmtransport. Die
                                                   Sperre ftir Doppelbelichtung und Filmtransport wird

10                                           Fig. 15
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durch den Stift (D) betiitigt! Vergessen Sie nie, gerade
 diese wichtigen Teile der Kamera sorgf?iltig sauberzu-
halten    Verschmutzung oder Verstaubung wirkensich nachteilig-      auf die Kamerafunktionen aus.

Hilfverschluss
Die Benutzung verschiedener Objektive mit indivi-
duellen Zentralverschliissen  in einer einbugigen Spie-
gelreflexkamera  ist durch den Hilfsverschluss gegeben,
der aus zwei senkrecht beweglichen Abdeckplatten (C)
besteht. Der Hilfsverschluss ist geschlossen, wenn der
Spiegel zur Einstellung auf der Mattscheibe herunter-
geklappt ist oder wenn ein Objektivwechsel erfolgt.

Anschliisse
Die Kamera ist mit zwei vorderen Anschliissen (Eig.
16, ll)  fiir Ausliiseknopf (12) oder Anschlusskabel
(Typ FK) versehen.
OBJEKTIV
Das Objektiv Zeiss Planar 1:2,8,  f :80 mm ist, wre
alle anderen Zeissobjektive im Hasselbladsystem,  mit
eingebautem Synchro-Compur-Zentralverschluss   mit
automatischer Abblendung unmittelbar vor der  Be-
lichtung (die auch von Hand erfolgen kann) flir ge-
naue Schbrfen- und Schiirfentiefenkontrolle  auf der
Mattscheibe sowie vollsynchronisierter M- und X-
Einstellung fiir Blitz und Selbstausliiser  ausgestattet.
Das Objektiv wird am Kameragehbuse durch Bajo-
nettfassungen befestigt.


                                                       Fig. 16
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Die grilnen Zahlen geben die Belichtungszeiten in Se-
kunden an (hier entspricht 'B' dem Wert 2 Sekunden)'
Diese Skala wird als Hilfsmittel bei der Belichtungs-
zeitberechnung benutzt, wenn die Beleuchtung so
schlecht  ist, dass eine Sekunde fiir die Belichtung nicht
ausreicht (siehe auch Seite 14, Beispiel 2 und Fig. 19).
Die rote Skala dient der Lichtwerteinstellung.
Lichtwerte
Belichtungszeitskala  (29) und Blendeneinstellung  (25)
haben die gleiche Teilung, demnach entspricht jede
Zahl auf dem Blendenring einer Zahl auf dem Ring
(29). Die Ringe sind, wie bereits erwihnt, normaler-
weise miteinander gekuppelt, lass'en sich jedoch durch
Bet6tigung der Sperre (8) voneinander lijsen.
Die Belichtung wird durch die Kombination  Zeit-
Blende bestimmt, die jeweils vor dem schwarzen Be-
zugsstrich (4) erscheint. Jeder Zeit-Blendenkombina-
tion entspricht ein Lichtwert auf der roten Skalenreihe
(6), d. h. der Lichtwertskala.
Der Lichtwert wird am Belichtungsmesser abgelesen
(2. B. Hasselblad Belichtungsmesser) und an der roten
Dreickmarke fiir Lichtwerteinstellung (7) genau ein-
gestellt. Unbeschadet des mit Ring 29 am schwarzen
Bezugsstrich (4) eingestellten Kombinationswertes
Zeit-Blende wird eine korrekte Belichtung erzielt (bitte
beachten Sie: dies gilt nicht fiir 'B').
Beispiel I     Fig. 19. Der Belichtungsmesser  zeigt       www.butkus.useinen Lichtwert-    12. Dieser wird nun gegen die rote
Dreieckmarke (7) eingestellt. Sie ktinnen jetzt mit ste-
ben verschiedenen Zeit-Blendenkombinationen  arbei-
ten und die gesamte Blendenskala bei wahlfreien Be-
lichtungszeiten zwischen 1/500 und l/8 Sek. ausnutzen.
                                                                 Fig.  18
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Entfernungseinstellung und Schlirfentiefe
       Der Entfernungs-Einstellring (3) wird solange gedreht,
         bis der auf der Mattscheibe sichtbare Aufnahmigegen-
       stand in griisster Schbrfe wiedergegeben  ist. burch
      Abblenden mit Hebel (10) kann auf der Mattscheibe
       die Schbrfentiefe kontrolliert werden. Je kleiner die
        !lgn{e, desto gr<isster die Schdrfentiefe (Fig. 21).       Die Entfern_ung zwischen Filmebene und A6bildungs-I     gegenstand kann nach Aufsuchen der besten Schirfen-
        tiefe auf dem Skalenring direkt vor dem schwarzen
 n      Bezugsstrich (4) abgelesen werden.
         Schiirfentief enanzeige
      Die beweglichen roten Zeiger (5) beiderseits des Be-
       zugsstriches (4) geben die Grenzen des Schtirfenbe-
       reichs an, indem sie sozusagen die Schiirfentiefe auf
      der Entfernungsskala ,,abgreifen.., wobei die bei be-
      stimmter Blende gefundene Schirfentiefe von den
      Zeigern (5) direkt gegen die Entfernungsskala an-
       gezeigt wird. Diese Anzeige gibt demnachlowohl die
        Schiirfentiefe. als auch. (vor dem schwarzen Bezugs-
        strich) den Abstand zwischen Kamera und Aufnahme-
       gegenstand.
      Die beweglichen roten Zeiger sind miteinander ge-
       kuppelt. Ihr Abstand zueininder iindert sich mit d'er
       Blende. Die griisste Blende gibt geringe Schlirfentiefe
                                          den Zei_      -geTund somitw?ihrendgeringeneine kleineAbitandBlendezwiichengrosse Schdrfen-        tiefe -,und grossen Abstand gibt. Auf-Fig. 2l ist die
     Lage der Schiirfentiefenanzeiger bei grii-sster Blende
       (je nachdem, mit welchem Objektiv ian eerade ar_
         beitet._ hier 2,8) durch den leeren Ring und-bei klein_
       ster,Blende thier 22) durch den gefiillten Ring gekenn_
        zeichnet.
                                                                     Fig. 20
E--
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                                                       Einige praktische Winke fiir die Entfernungs'
                                                              einstellung
                                       Wenn Sie eine vorbestimmte Schbrfentiefe schnell zu
                                                             lokalisieren wi.inschen: Suchen Sie zunbchst die Nah-
                                                         grenze fiir den Aufnahmegegenstand und lesen Sie den
                                              Wert an der Entfernungsskala ab. Suchen Sie jetzt in
                                                       gleicher Weise die Ferngrenze des Aufnahmggegen-
                                                         Jtandes. Verstellen Sie nun die parallel zueinander
                                                  beweglichen Schiirfentiefenzeiger auf die beidel ge-
                                                 fundenen Werte und Sie haben eine sichere Einstel-
                                                           lung. Die Schbrfentiefenanzeige kann also bei der Ent-
                                                           fernungseinstellung  sehr niitzlich sein.
                                             Bei beweglichen Aufnahmegegenstanden im Nahbe-
                                                        reich ist es manchmal vorteilhaft, mit einer fixierten
                                                       Entfernungseinstellung zu arbeiten und die Schiirfe
                                                  dadurch einzustellen, dass Sie die Kamera, wenn sich
                                               der Abbildungsgegenstand  bewegt, hin und her be-
                                                      wegen.
                                                      Bef Sportreportagen innerhalb eines begrenzten, Schbr-
                                                          fentiefenbeieichs beispielsweise kdnnen die Scherfen-
                                                               tiefenzeiger vorher schon auf eine bestimmte Schiirfen-
                                                                    tiefe eingestellt werden.
                                                  Bei Nahaufnahmen (auch bei anderen Fotoaufgaben)
                                                       jedoch ist es, wenn man einen bestimmten Abbildungs-
                                                  masstab anstrebt, oft vorteilhaft, den Abstand ordent-
                                                                lich abzumessen und nach Tabellenwerten einzustellen.
                                                  Bei der Entfernungseinstellung  kiinnen die beiden im
                                                      Hasselbladsystem enthaltenen Einstellhandgriffe, die
                                               mit verstellbaren Reitern zur Kennzeichnung vorge-
                                                              wlihlter Einstellpunkte oder Schiirfenbereiche versehen
                                               werden kiinnen, sehr praktisch sein.


l6                                           Fig. 2l
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j
    I    FILMMAGAZIN
     I     Magazinwechsel
       Wichtigste Regel: Vor Abnahme des Magazins IM-
    I    MER den Magazinscheiber (37) einsetzen! Erst dann
   l     die Verriegelung (24) nach rechts driicken und den
1     oberen Teil des Magazins nach ri.ickwiirts ausschwen-
      ken lassen, gleichzeitig von den unteren Haken (B)
       abheben.
       Unerwiinschter Lichteinfall bei angesetztem Magazin
      wird durch die ineinander passenden Aus:parungen
    am Magazinvorderrahmen und Haken am riickwiirti-
      gen Kamerarahmen  verhindert. Beim Magazinwechsel
        ist immer zu kontrollieren, dass das Filmtransport-
        signal (18) weiss zeigt.
     Das Magazin wird, wenn es angesetzt werden soll, zu-
      nbchst auf die unteren Haken (B) der Kamera auf-
        gesetzt, wobei Sie sich versichern miissen, dass Ein-
        griff vorhanden ist. Dann schieben Sie das Magazin
       auf die oberen Haken (A) und driicken gleichzeitig die                 www.butkus.us
       Sperre (24) nach rechts. Dri.icken Sie vorsichtshalber
     auch nach Loslassen des angesetzten Magazins die
       Verriegelung (24) nach links. Erst jetzt kiinnen Sie den
       Magazinschieber (37) wieder herausziehen.1    Um allen Ungliicken vorzubeugen,  ist die Kamera so
  I       konstruiert, dass das Magazin nur bei eingeschobenem
       Magazinschieber abgenommen werden kann. Ausser-,l     dem verhindert der eingesetzte Magazinschieber noch
      die Belichtung des eventuell im Magazin noch vor-
      handenen Filmmaterials.


                                                             Fig. 25
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E. Die Filmtransportkurbel  (21) hochklappen und bis
zum Anschlag kurbeln.(ungefiihr l0 Drehungen). Im
ZlhlwerKenster (19) erscheint jetzt eine 'l'. Kurbel
(21) wieder zusammenklappen. Das Magazin ist gela-
den und gebrauchsfertig.
                                                                                               36
Abspulen
Die automatische Belichtungssperre  tritt in Kraft, so-
bald die '12' wegtransportiert worden ist. Danach     F_                                   35
dient die Filmtransportkurbel  (21) zum Abspulen des
Restfilms.

Allgemeines
Die Filmtransportkurbel  (21) ist nur bei Bild 'l'  ge-
sperrt. Das Filmziihlwerk geht automatisch auf '0', so-
bald der Magazineinsatz aus dem Magazin entfernt
wird.
Im Zentrum der Verriegelung (35) ist ein Signal (36)
angebracht, welches bei vollem Magazin ganz weiss
ist, um bei Filmverbrauch mehr und mehr rot zu
werden, bis schliesslich das gesamte Signalfeld rot
zeigt.                                           B
Das Filmfenster (20) gibt die Filmplanebene an.
Der Filmindikator (22) dient als Gedbchtnisstiitze  fiir                                         c                                        2ldie am Magazin bei Ladung eingestellte Filmempfind-
lichkeit in ASA oder DIN im hierfiir vorgesehenen
Fenster (B). Die Einstellung erfolgt nach Herunter-       22                                     20
klappen des Indikators (22) und Einstellung des ge-
zahnten Ringes (C) auf den jeweils zutreffenden Wert.                                                  l8
Hinter der Einstelluke ist noch Platz zum Einschieben
einer Notizscheibe oder des abgerissenen Filmkarton-                                                  l9
deckels.
                                                                     F.ig. 27                                          2l
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Fig. 29                                       Fig. 30
AUSLOSEMdGLICHKEITEN
Die Kamera kann auf verschiedene Weise ausgeldst
werden: mit Auslijseknopf, durch Kabel yerschiedener
Llinge, mit Schaltuhr, durch Simultansteuereinheit oder
sogar mit Funkbefehl. Regel fiir jede Belichtung bleibt,
dass der Knopf, mit dessen Hilfe ausgel<ist wird und der
den Ausldseimpuls zur Kamera weiterbeftirdert, so-
lange eingedriickt bleiben muss, bis der Mechanismus       Odes Zentralverschlusses abgelaufen ist. Achten Sie hier-
auf insbesondere bei Belichtungszeiten zwischen I und
l/15 Sekunde. Wenn niimlich die Verschlusszeit z.B.
eine Sekunde in Anspruch nimmt und der Knopf vor
Ablauf des Verschlussmechanismus loseelassen wird.
schliesst der Hilfsverschluss    und d'ie Belichtungwird unterbrochen.           -                      (De
Ausliiseknopf
Dieser Knopf (12) wird in eine der beiden vorderen
Anschlussbuchsen an der Kamera eingesetzt und dann
benutzt, wenn aus der Hand gearbeitet werden soll.
Whhlen Sie dann kurze Belichtunsszciten und halten
Sie die Kamera in festem Griff,-wenn Sie aus der
Hand arbeiten.
Kabel
Bei llingeren Belichtungszeiten  sollten Sie immer ein
Stativ benutzen und, womiiglich, wie in Fig. 32 ge-
zeigt, mit Kabel auslcisen. Ausliisekabel normaler
Liinge werden an die vorderen Anschlussbuchsen der
Kamera, lange Kabel und Kabel zum Anschluss von
BatterieladegerAten an den seitlichen Anschluss (17)
angeschlossen.

                                                   Fig.3l                                                                 L)
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Fig.          www.butkus.us
          Schaltuhr
        Sobald in bestimmten Zeitabstiinden viele Belich-
         tungen aktuell sind, ist die Hasselblad-Schaltuhr  (Fig.
          34) ein sehr gutes Hilfsmittel. Der Anschluss erfolgt
       am seitlichen Mehrpol-Steckkontakt der Kamera. Die
          Schaltuhr wird ans Netz angeschlossen. Sie ist auf der
           Riickseite mit einer Steckdose (fiir Aufnahmelampen)
          versehen, die kurz vor dem Ausltiseimpuls Strom er-
         helt. Die Schaltscheibe ermtiglicht Einstellungen
         zwischen zwei und sechzig    wahlweise Sekunden,         Minuten oder Stunden.      -
         Funkempfiinger
          Bei Schwierigkeiten mit der Kabelauslegung kann die
        Kamera auch durch Befehlsgabesender (Fig. 33) aus-
           geldst werden. Beachten Sie: es kann passieren, dass
          unerwiinschte Belichtungen durch Fremdimpulse zu-
          stande kommen. Arbeiten Sie deshalb, womdglich, mit
          Kabeln.

          Allgemeines
         Die Hasselblad 500EL kann, wie das Schaltschema auf
           Seite 26 zeigt, iiber die Kontakte I und 3 auch elek-
          trisch geschlossen werden. Hierbei darf jedoch ein
         Widerstand von 6 Ohm nicht i.iberschritten werden!
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Fig. 35                                              Fig.  36
     BATTERIELADE,ZUBEHTiR
        Batterieladegeriite
      Die Kamera wird mit Batterieladeger?it I (Fig. 35) zur
      Aufladung der Kamerabatterien geliefert.
      Das Hasselbladsystem  enthllt dartiber hinaus noch ein
       Batterieladegerbt mit eingebauter Schaliuhr (Fig. 38)
      sowie eine Miiglichkeit, eine Batterie ausserhalb der
     Kamera in einem Batteriefach (Fig. 37) aufzuladen.
     Zur Batterieaufladung im Freien oder sonst, wenn
       die Mtiglichkeit eines Netzanschluss nicht gegeben ist,
      hat Hasselblad einen Batteriestab (Bild 36) bereit, der
    5 Trockenbatterien enthllt, was fiir die Aufladung
       einer Kamerabatterie ausreicht.
      Aufladen
      Hebel (16) auf L. Batterieladeger[t an den seitlichen
      Kameraanschluss (17) anschliessen. Am Ladegeriit die
       richtige Spannung einstellen (110 oder 220 V Wech-
      seltrom) und dann ans Netz anschliessen.         l[$      Die Ladedauer ftir eine leere Batterie betr[gt 14 Stun-
     den (das Doppelte, wenn zwei Batterien gleichzeitig
      geladen werden sollen). Vermeiden Sie, dass die Bat-
       terien iiberladen werden!
      Wechseln Sie die Batterie oder laden Sie nach, sobald
       sich die Spannzeit merkbar verllngert! Wenn die Bat-
        terie ganz leer ist und die Kamera nicht reagiert (beim
      Spannen stehen bleibt) fohren Sie den Hebel (16) auf
       und schalten das Batterieladegerbt  ein. Sie miissen,   L     immer mit dem Hebel (16) auf L laden, wenn die
     Kamera nicht ganz gespannt ist. Ist sie hingegen ge-
      spannt, kann mit dem Hebel (16) sowohl auf L als
      auch auf O geladen werden.                            www.butkus.us

                                                             Fig. 38                                            25
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      SCHALTSCHEMA
         Spannung         6V
           Batterie                      I od.2 DEAC 5i500 DKZ
         Sicherung             Feinsicherung 1,6 A mittel-
                                   trbge (5X20 mm)
         Kontakt              Preh 8-6404
         Strom beim Belichten
            (Srift I und 3)          0,2 A
      GARANTIE
          Ihre Hasselbladkamera wurde in Gtiteborg, Schweden,
      von Victor Hasselblad Aktiebolag hergestellt. Die
        Fabrik gewbhrt fiir Material- und Herstellungsfehler
          eine einjhhrige Garantie. Bitte schicken Sie uns solort
        nach Erhalt der Kamera die beigeschlossen Kunden-
          Registrierkarte, in Druckschrilt ausgelilllt, zu. Wit
         schicken Ihnen Ihren Garantieschein und nehmen Sie
          in unser Kundenregister auf, was u.a. kostenlose Zu-
          stellung vieler von uns herausgegebener Drucksachen
        zur Folge hat. Die Fabrikgarantie  schliesst Schiiden
          infolge unsachgem?isser Behandlung der Kamera aus.
 1,6 A   Frachtkosten fiir Eisendung (und Riicksendung) der
       Kamera an die nichste, von }lasselblad autorisierte
         Kundendienststelle sind vom Kamerabesitzer' z!  tra-
          gen.


                                                                                                          I

      VICTOR HASSELBLAD AKIIEBOI,AG
          Giiteborg -  SchwedenFig. 39
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