Film cameras
Leica-Kamera Model D gebrauchs-anleitung User manual
User manual for Leica-Kamera Model D gebrauchs-anleitung. 65 pages in German. Read the original PDF, download or print a copy without registration.
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Document details
- Brand
- Leica
- Model / document
- Leica-Kamera Model D gebrauchs-anleitung
- Document type
- User manual
- Language
- German
- Pages
- 65
- File size
- 26.7 MB
- Category
- Film cameras
- Document date
- Not specified in catalog
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,rleicg"-Ksmerq, Modell ll flir Einzel - Aufnohmen quf Normol - Kinofilmstreifen.
(D. R. P.)
31579 11
r+ 16 18 Z0 Zz Fig. t.
l. Die duBeren Teile der Leicq-Kqmerq.
l. A.ufzug\nonf zlm Spannen des Schritzverschrusses und gleichzeitigem Transport des Filmstreifens.View original page 4Page 5 · Read text
2. Ziihlscheibe, registriert selbstttitig die Anzahl der gemach-
ten Aufnahmen.
3. Einer der beiden Nocken, an denen die ZZihlscheibe nach
links herum, also entgegen der Pfeilrichtung auf dem
dariiber liegenden Aufzugsknopf, drehbar ist, um die
Z?ihlscheibe zu Anfang der Aufnahmen auf 0 zu stellen.
4. Pfeil, der an der Ziihlscheibe die Anzahl der gemachten
Aufnahmen anzeigt.
5. Ausldseknopf, an dem auch ein Drahtauslciser sich auf.
schrauben liiBt, nachdem der Schutzring entfernt ist.
6. Umschalthebel zum Einschalten (nach A) und Ausschalten
(nach R) der Kuppelung vom SchlitzverschluB und Film-
transport zu Anfang und am Ende der Aufnahmen (vol
der Rtickwicklung).
7. Schlitzstellknopf fiir die Geschwindigkeitseinstellung (nach
Spannen des Schlitzverschlusses zu bet2itigen vergl. l). - 7. 8. Indexpfeil fiir die Zahlen des Schlitzstellknopfes
9. Klemme zum Einschieben von Universalsucher etc.
10. Sucher, der das Bildfeld angibt.
.,Jll. Die beiden Oeffnungen des Entfernungsmessers, dessen
,. Einstellmechanismus mit dem Schneckengang des Objek-
tivs gekuppelt ist.
12. Riickwickelknopf (ausziehbar) zum Riickwickeln des Film- :\
streifens in die Kassette nach erfolgter Belichtung. rfl'tt
13. Karneradeckel.
14. Stift, in den sich an der einen Seite der Kameradeckel
beim SchlieBen einhakt. (Siehe auch 2g).
15. Wechselring, der, den beliebigen Wechsel der Leica-Ob-
jel<tive verschiedener Brennweiten ermoglicht.
16. E,ntfernungsskala.
17. Objektiv-Stellhebel auf ,,Unendlich" einschnappend, mit dem die Einstellung des Entfernungsmesser-s- und die
Scharfstellung des Objektivs gleichzeitig erfolgt. (lndex- strich ist nicht sichtbar).
18. Anschlagstift ftir Stellung des Objektives auf ,,Unend-
lich'' (oo). l
19. Tiefensch?irfering (Skala nicht sichtbar. Vergl. Fig. 4l).
20. Rohrstutzen des Objektivs ist versenkbar bezw. auszieh-
bar. Nach dem Ausziehen erfolgt die Verriegelung rechts heru.m (im Uhrzeigersinn) in einen BajonettvErschluB
hinein.
2t. Nocken mit Indexstrich zum Einstellen der Brendendffnung.
22. Objektivrand mit Blenden-Gravierung.
23. Knebel (nicht sichtbar) am Kameradeckel zum oeffnen
und SchlieBen desselben. (Vergl. Fig. 2).
www.butkus.usView original page 5Page 8 · Read text
B. Die leicq-Kqsselte, Modell D.
(Leitz-Agfa-Kassette D. R. p. u. D. R. G. M. angem.). -
l. lhre Besfqndteile.
psD po g5
I
I
p7 D4 p7 ffi K Fig. 4 und 5.
D Vollstrind. Kassette Mod. D Dr - Kasse ttenhi.ilse (Samthiilse) -
D2 - Kassettenschlitz
D D8 - Kassettenknopf D1- Ka.ssettenspule
D5-Feder der Kassettenspule
Du: Spulenknopf
D? - Kassettendeckel.
Die Leica-Kassette Modell D ist besonders eihfach in Forrn
und Ha,ndhalung. Sie besteht aus nur einer tviei"tttitifJe d;l;g!!en!qlse P'), die zur Lichtabdichtung v6tfig- *ii Srili- g._fiittert 1s!, de1 Filmsp_ule (Kassettenspu"re ori*ir'-innern undeinem Schutzdeckel .(Kasseitendeckel'Dr), w6t.iier-'oie Samt-einlag.e e!_een Eindringen von Staub sichert. Dle-LiciiiOiafais_
keit der Kassette ist aber auch schon ot nJ s.h"t;;a6i-;;-wiihrleistet.View original page 8Page 9 · Read text
.fig.6.
2. loden der Kqssette D bei
gedii mpftem Togeslicht.
(To gesl icht-Fi I m po cku n g )
1. Kassettendeckel abnehmen. Zu diesem Zweck halte man die
Kassette, wie Abbildung 6 zeigt, also Daumen und
Mittelfinger am unteren Teil der Kassette (geriefelte
Stelle), und drticke mit dem Spulenknopf nach unten auf
den Tisch. Dann springt der Deckel gegen "die ange-
lehnte hohle Handfliiche. Wtirde man die Kassette vorn
an der Deckelseite anfassen, wie man es sonst gewdhnt ist,
wdre ein Losen des Deckels unm<iglich infolge des Druckes
auf die Fitilse. Also am Ende, rvo das Knopfchen einge-
nietet ist, anfassen!
2. Kassettenspule aus der Samthtilse herausziehen und aufbe-
wahren, da nur fiir Dunkelkammerladung benutzbar.
www.butkus.usView original page 9Page 11 · Read text
Fig. 9.
so' herausziehen,- Papierstreifen zusammen mit5.- Filmanfang Ecke am Aus- da6 die Voisicht, reicht. weiC der Anschnitt
schnitt nicht festhakt.
Fig. 10.
6.- Kassette mit der linken Hand so halten, daB,_der Daumen fest gegen die Filmspule an_dem offenen Kassettenende
drtick"t.-wahrend die iechte Hand den Papierstreifen ganz
heraus'zieht. Sollte dies schwer gehen, so lockere man das
Papier durch einige seitliche Hin- und Herbewegungen'
7. Deckel schlieBen (schnappt von selbst ein).
g. wird die geladene Kassette nicht sofort in die Kamera ein-
gesetzt, s6 verwahre man sie sogleich in- der Aluminium'
Stichse,' damit sie moglichst wenig dem-Tageslicht ausge-
setzt iit. Bei hochempfindlichen Leica-Filmen leitet n?im-
iictr Oer aus der Kassette herausragende Filmanfang das
ticttt leicht weiter in die Kassette und verschleiert so den
Anfang des Films. Dies ist weniger stark der Fall bei den
10
www.butkus.usView original page 11Page 12 · Read text
mit einem Riick- oder ZwischenguB versehenen, lichthof-
freien Filmen. Daher sind diese auch aus diesem Grunde
besonders zu empfehlen.
Tageslicht-Leic_a-Filmp_ackungen liefern die Firmen perutz,
Mimosa,_ Gevaer !, Hauff, Kodak. Jede Packung enth?ilt eineti 1,60 m langen Filrnstreifen, der fiir 36 Aufnah-men im Leica-
Fornrat 24x36 mrn ausreicht. Miniosa liefert auch packungen
frir 18 Aufnahmen. ueber die Agfa- und Perutz-Leica-patroien
siehe unten.
Laden der Kamera, Bildaufnahme und Eniladen der Kamera
siehe Seite 16 bis 20.
3. Die Agfo- und Perufz-Leicq-pqlronen
fi.ir Tageslicht-Ladung und,Eniladung.
Die Lei.tz-Agfa Kassette Modell D, wie sie zu jeder Leica-
Kanrera- geliefert wird, kann zwar bei ragesricht" in die Ka-
rye_ra eingesetzt und wieder entnommen werden, jedoch leBtsich der Film nicht .bei rageslicht aus der Kassettti entrernen,soda8 man unter Umstiinden eine grdBere Anzahl Kassetteri
geftillt mitfiihren rnuB, um ein Entleeren der Kassetten in derDunkelkammer zu umgehen.
Fiir solche Flille bieten die Leica-Filmpatronen der Firmen
Agfa und Perutz.eine_angenehme Erleichterung.-g.iae FirminIiefern niirnlich ihre Filme in besonderen LeiEa-patronen ftirTageslicht-wechsel. Die Patrone hat auBerlich eine iihnliche
Form rvie die Leica-Kassette Modelr D, wird u-nei nu. einmalbenutzt und vor dem Entwickeln in rier Dunlieikanr-.. ge-offnet.
perutz-Leica-patronen Das Einsetzen der Agfa- und in die -Kamera,. sowie das Entliden geschieht derselben in genau
weise wie bei einer geftillten Liica-Kassette it[ooeti D. Neheriihiertiber siehe Seite l6-20.
Solche Leica-Kameras, welche im- Zur getl. Beachtung! t t augeniloit"n Veiiiege-Inneren noch nicht mit. der i1 fis.lungsbrricke v2 ausgeriistet sind, miissen noch damit verseti'en
werden, _bevor die Agfa- und perutz-Leica-patronen benutztwerden kdnnen. Nziheres siehe'auf Seite 12.
llView original page 12Page 13 · Read text
-
I
fiffi V2 D
Fig. i l.
Bemerkung:
Um die Kassette Modell D sowie die Agfa- und Perutz-
Leica-Patronen auch in friiheren Leica-Kameras verwenden zu
konnen, muB dte in Fig. 1l dargestellte Verriegelungsbriicke
Vl durch Losen der beiden Befestigungsschrauben gegen eine
neue Bri-icke Vr von etwas verdnderter Form atrsgewechselt
werden. eine Arbeit, die jeder leicht selbst vornehmen kann.
Die neue Briicke stellen wir kostenlos zur Verfiigung. Nach
Auswechseln der Verriegelungsbriicke passen nicht nur die
Kassetten Modell D, sondern auch die friiheren Kassetten in
die so abgezinderte ?iltere Kamera.
12
www.butkus.usView original page 13Page 15 · Read text
D4 o5
Fig. 13.
3. Kurz zugespitztes Filmende in Pfeilrichtung unter die Feder
Db der Kassettenspule Da stecken (Schichtseite nach innen)
und gut umkniffen.
4. Film auf Kassettenspule mZiBig fest aufwickeln, Schicht
nach innen. Hierzu Aufwickelgriff oder Aufspuler empfeh-
lenwert. Vor"sicht! Schicht nicht beriihren!
Fig. 14.
o. Filmspule mit Knopf nach vorn so fassen. daB das Filmende
2-3 cm frei bleibt.
t4
www.butkus.usView original page 15Page 16 · Read text
Fig. ib,
6. Filmspule rnit Knopf voran in die Samthiilse einfiihren und
dabei gleichzeitig^Filmanfang in den Kassettensitrtitz ein- schieben, bis die Spule aufstbBt.
7. Kassettendeckel schliep.ren (schnappt von selbst ein).
Fig. 16.
8. Filmanfang herausziehen, soweit der Anschnitt reicht.
9. wird die geladene Kassette nicht sofort in die Kamera ein-
gesetzt, so verwahre man sie sogleich in der Aluminium-
P.tichse, nachdem man das hervorslehende Filmende um oie Kassette gelegt hat.
l5
tll,
'Lf,View original page 16Page 17 · Read text
C. Lqden der Komerq
bei gediimpftem Togeslicht.
'l,ln
14 16 18 20 22
Fig. 17.
Vorbemerkung: Das Laden der Kamera muB bei gediimpf-
tem Tageslicht geschehen; der Kassettenschlitz ist mdglichst
verdeckt zu halten. Die Kassette darf keinesfalls lZlnger dem
Tageslicht ausgesetzt werden, als zum Laden unbedingt erfor-
derlich ist.
l. An der Kamera den kleinen Zeiger 6 von R nach A stellen.2. Aufzugknopf I einmal aufziehen und Ausloseknopf 5 ab-
drticken.
l6
www.butkus.usView original page 17Page 19 · Read text
Fig. 20.
(Man vergleiche auch die gestrichelte Filmbahn in Fig. lg).
5. Geoffnete Kamera vor sich stellen, Objektiv dem Korper
gbggy?.ndt,_Kasse_tte rechts-, Gegenspule linkshaltend, Film in Schlitz W einfiihren, Abschriigung nach unten; (wenn
Kassette vorzeitig aufstdBt, Knopf f2 etwas drehen);'Film
miiBig straffen durch vorsichtiges Drehen des Rtickwickel- knopfes 12 in Pfeilrichtung.
23
14,-+
Fig. 21.
b. Kameradeckel 13 (mit Knebel 28 am Anschlag bei ,,auf,. stehend) in Stift l4 einhaken, zuklappen, uncf darauf' . .
,. Knebel 23 ganz nach ,,21J" stellen bis zum Anschlag.
18
www.butkus.usView original page 19Page 20 · Read text
20
Fig. 22.
8. Aufzugknopf I einmar aufziehen und Ausroseknopf b ab- d*icken; d,asselbe noch einmar wiedJrhoien trunn'-weiter- transport des unbrauchbaren Filmanfangai.
9. Ziihlscheibe 2 an den beiden Nocken B anfassend und links
drehend (also entgegen der pfeilrichtu"g-o r"i-a.m ?aruner- liegenden Aufzug[nopf l) auf iiellenl
l9View original page 20Page 22 · Read text
F. Die Stondqrd-Leicq-Kqmercr.
Fig. 23.
Wir verweisen zundchst auf die vorhergehende Gebrauchs-
anleitung zur Leica-Kamera Modell II, die in allen Einzelheiten
auch ftir die Standard-Leica maBgebend ist mit alleiniger Aus-
nahme des Entfernungsmessers.
Bei der Standard-Leica ist keine Kupplung von Ent-
fernungsmesser mit der Objektiveinstellung vorhanden.
In die auf der Kamera neben dem Sucher befindliche
Klemme wird ein besonderer kleiner Halter eingeschoben, in
den man den Kleinbasis-Entfernungsmesser mittels eines Stiftes
in l]orizontallage einsetzt. (Siehe Fig. 28.)
Fig. 24.
Will man mittels des Schlitzstellknopfes die Belichtungs-
zeit einstellen, so braucht man, um den Knopf frei zu bekom-
2lView original page 22Page 23 · Read text
men, das rechte Ende , des Entfernungsmessers nur vorztt-
driicken (siehe Fig. 2a) und nach erfolgter Einstellung in die
ursprilngliche Lage bis zum Anschlag zurickzudrehen.
Man blicke jetzt durch den Entfernungsmesser, drehe den
T riebknopf desselben, bis das sichtbare Doppelbild in eins
verschmolzen ist, und lese die Entfernungszahl ab. Dann stelle
man den Indexstrich des Objektivschneckengangs auf diese
Zahl ein, worauf die Aufnahme durch Auslosen des Druck-
knopfes erfolgt.
Fiir ktirzere Entfernungen wende man besonders folgende
Arbeitsweise an, welche ebenfalls schnell zum Ziele ftihrt.
Man stelle den Index sowohl des Entfernungsmessers als
auch der Objektivfassung von vornherein auf die gewiinschte
Entfernungszahl ein (2. B. 2 m Abstand fiir Portriit-Auf-
nahmen). Dann nlhere man sich dem Objel<t oder entferne
sich von ihm, bis Koinzidenz (Verschmelzung) des im Gesichts-
feld erscheinenden Doppelbildes eintritt. JTtzt rose man den
Verschlu8 aus.
Es sei noch erwdhnt, daB der Entfernungsmesser auch
vertikal benutzt werden kann. Zu diesem zweck entfernt man
den Halter aus der Klemme und schiebt den an der okurar-
seite befindlichen geriefelten Flansch in dieselbe
22
www.butkus.usView original page 23Page 24 · Read text
G. Ergiinzende Angoben
Uber den Gebrcruch der Leicq.
Leirz Anschneideschcrblone
gewZihrleistet einwandfreies Anschneiden des Filmes und be-
wirkt gleichzeitig Filmersparnis.
Fig. 25. Film-Anschneideschablone.
(Filmanschnitt ftir Kassettenspule).
Bei der \/erwendung von fertig zugeschnittenen Leica-
Filnren, wie sie von den verschiedenen Firmen in Packungen
geliefert werden, ist ein besonderes Zuschneiden nicht mehr
notig. Wer dagegen seinen Filmstreifen jedesmal nach Bedarf
von einer groBeren Filmrolle abschneidet, hat auf ein richtiges
Anschneiden der beiden Filmenden zu achten, da dies ftir ein
einwandfreies Arbeiten des F'ilmtransportes in der Kamera un-
bedingt erforderlich ist. Man verwendet hierzu am besten
unsere neue Anschneideschablone, die gegeniiber der frt.iheren
rtoch eine Filmersparnis bewirkt.
Am Anfang der Filmrolle schneidet man sich den keilfor-
migen Anschnitt fiir die Kassettenspule zu und mi8t dann das
gewiinschte Fihnsttick ab. l{ierauf wird der bogenf<irmige
23View original page 24Page 25 · Read text
_ q
.Irnschnitt fiir die Gegeuspule vorgenommen. Es entsteht jetzt
gleichzertig mit diesem Anschnitt auch der richtige Anschnitt
l'iir die Gegenspule auf dem noch auf der Rolle verbleibenden
Filmstreifen. Es ist also nicht mehr notig, wie das bei unserer
bisherigen Anschneideschablone der Fall war, ein nochmaliges
Anschneiden an dem auf der Rolle bleibenden nfrchsten Filnr-
streifen vorzunehmen, sodaB man auf dieSe Weise bei jedem
Filmstreifeu czi. i0 cm Film spart.
Die Anwendung der Anschneideschablone ist folgende:
Unr zundchst den Anschnitt fiir die Kassettenspule vorzu-
nehmen, klappt man die Anschneideschablone auf und ftihrt
den Film, Schichtseite nach unten, von der Seite her in den
schmalen Schlitz der unteren Platte ein. soda8 das Filmende
die S_pitze der Schablone etwas iiberragt. Dann klappt man
die Schablone zn und schneidet die Filmspitze lah-gs der
Fig. 26. Anschneideschablone.
(Filmanschnitt ftir Gegenspule).
Schablone an (siehe Fig. 25). Abgesehen von der Spitze, die
auf der unteren Schablonenplatte liegt, bleibt die Filmschictrt
unberiihrt in der hohlen Hand. Darauf wird das ftir die Gegen-
spule bestimmte Ende zwischen die aufgeklappte Schablone ge-
24
www.butkus.usView original page 25Page 26 · Read text
legt, wobei darauf zu achten ist, qaB die Schichtseite des Fil-
mEs'wieder nach unten zu liegen kommt und nogh ein kleinesStiick iiber das Ende der Schablone herausragt. Die beiden
Stifte in der Schablone miissen in zrvei Perforationslocher ein-
greifen. Dann fiihrt man bei zugekla_ppter Schablone mittels
6ines scharfen Messers direkt an der Kurve derselben entlang
und erh?ilt so den gewiinschten (10 cm langen) Anschnitt
(siehe Fig. 26). Beim-Hantieren mit dem Film halte man ihnnur an der Kante und vermeide jede Beriihrung mit der
Schicht.
Am ndchsten Filmsttick befindet sich nun bereits der An-
schnitt ftir die Gegenspule, so dalJ lur noch der Anschnitt fiir
die Kassettenspule am anderen Ende notig ist.
Achtung! unvorschriftsmriBiges Anschneiden des F-ilmes fiihrt
zu StorungEn im.Film-Transport, wobei die Perforation des Fil'
rnes zernsseu lvtrd und Filmsplitter in das Transportgetriebe
gelangen und dieses hemmen. Da der irilmtransportmechanis-
mus mit dem SchlitzverschluB gekuppelt ist, wird dessenFunktion gleichzeitig gestort. Der Schaden kann nur durch
eine sorgfiiltige Reinigung des Kamera-Mechanismus behoben
werden, welche Kosten verursacht, die sich vermeiden lassen,
wenn man frir vorschriftsmiiBigen Filmanschnitt mittels unse-
rer Schablone sorgt.
Fig. 27. Aufwickelgriff.
Aufspulen des Films. Das Aufwickeln des Films auf die
Kassettenspule erleichtert ein besonderer Aufwickelgriff aus
Metall. Er wird, wie in Pie. 27 dargestellt, in diese Spule ein-
gesteckt, und zwar auf der Seite, wo sich der kleine Quer-
stift befindet, der in den Schlitz des Aufwickelgriffes hineinfaBt.
25View original page 26Page 27 · Read text
Der Aufspuler (Fig. 28) dient demselben zweck. Dieses
kleine Instrunient beiesligt man am besten an einer Tischkante
in- 0". ijunkelkammer.* Ein geschlitzter Dorn nimmt die iG.r.tt""i[ule auf, wobei der Querstift der Qp_ulq in den Schlitz
ti;ifi. Nu.t Befeltigen des Films liigt er sich bequem mittels
Fig. 28. Aufspuler.
der Kurbel auf die Spule aufrollen. Man wickele ihn stets von
vointrirein fest, da durch nachtriigliches Anziehen leicht kleine
l<ritiit entstehen. Eine federnde Gegendruckrolle verhindert,
cal3 oer Film infolge seiner Elastizitiit zurtickschnellt.
Beim Auf- und Abwickeln des Filmes ist besonders darauf
zu achten, da13 kein starker Druck auf den Film ausgeijbt wird
una oi" Filmr?inder beim Durchziehen durch die Hand nicht gepregt werden. Es entstehen sonst in ersterem Falle leicht
Verschleierungen, im letzten Falle sogenannte .Verblitzungen,
d. h. Verschldierungen durch elektrische Entladungen, welche das uo,n fittnrand ausgihend als dunkle gezackte Streifen in
Bildfeld hineinragen.
des Der Filmtransport in der Leica. Die Fortschaltung
Films von Bild zri Bild geschieht einfach durch Drehen des
oh!-e Aufzugknopfes (Fig.'beobachtenI Nr. l) bis zum harten Anschlag, ein Filmfenster zu miissen, wie an anderen Roll-
film-Kameras.
Das Kennzeichen fiir das richtige Transportieren des Fihns beim Aufziehen ist das Sichmitdrehen des Rtick- wickelknopfes 72 entgegen der Pfeilrichtung' was zrt
muB. werden beachtet unbedingt Aufnahmen cier Agfalg" mehrmali- nach auch Sollte Riickwickelknopf der sictr
6 gem Aufzug nicht mitdrehen, so muB der Umschaltehebel
ion A nach- R gestellt werden, der Rfickwickelknopf heraus-
26
www.butkus.usIII;Irl.I
I\View original page 27Page 29 · Read text
I
I
I
.l
II
bei tllizoo und t/uoo Sekunde, werden nur fiir Spor-tauflahmengut.1n- Li.irT-ben<itigt,' dann_.meistens mit voller Objektivoff-
;;;;.' fii Ziiii"fnihmen, die natiirlich nicht aus freier Handge.?.trt werden konnen, verwendet man einen kurzen Draht- I
iuridJ.i, der mittels Schiaubgewinde tiber dem Ausloseknopl 5 i'r
rnn"t,*int wird, nachdem man den Schutzring abgeschraubt l sotra[. lst der SchiitzverschluB afi Z gestellt, so bleibt er
ianee-geoffnet, wie man auf den Knopf 5 oder- 9en Drahtaus- :liti.E. Eruckt. Ftir Stativ-Aufnahmen ist ein Normalgewinde
vorhanden.
Die Geschwindigkeits-Einstellung der Leica III. AuBer dem (siehe 1'tschon bei der Leica II vorhandenen Einstellknopf 7
nig- ta) oben auf der Kamera ist ein zweiter Einstellknopl 7a l der Kamera neben dem Objektiv ange- i1
"n"det'Vorderseitebracht, dessen Index die Ablesung von oben gestattet.
Stellt man zundchst den Knopf 7a durch Drehen auf 20(- 1/zo). so sind die auf dem Knopf 7 eingravierten Geschwin-
f-olgt- ein-aigteiien 'lro-llro, Sek. in der bisherige^n Weise wi'iiEttUu., Man spannt zuerst den SchlitzverschluB durch
oietr"n des Aufzugsknopfes-7 I bis zum Anschlag; darauf zieht die__ gewiinschteman den Einstellknopf nach oben, dreht
g"t.6tungszahl dem indexpfeil-die zu und lii6t den Knopf wiederniiOert"OErn. Jetzt kann Aufnahme durch Driicken 4es
Auitoset<nopfes b (oder des darauf aufgeschraubten Draht-
auslosers) erfolgen.
Sollen die langsamen Zeiteinheiten 1/e, %, %, I Sek' inAnwendung l<ommen, so bleibt der Kn_opf. 7 auf 20- (graviert..20-1") slehen. weihrend man den Knopf 7a auf die ge- wiinsctr[e Belichtungszeit einstellt. Hierauf erfolgt die Aus-
losung.
will man von einer langsamen Zeiteinheit z1J einer denschnellen (t/ro-t/uoo) tibergehen-, so braucht man nur
Knopf 7 enisprechend einzustellen, ohne Riicksicht daragl' wqs
der Knopf 7a anzeigt. Nur bei 1/zo Sek. mtissen beide Kniipfe
auf 20 gestellt sein.
diese
rlro) Der Knopf 7a trdgt noch die Markiergng ^T. Ist eingesiettl (nii gieictrziitiger Stelluns^deg Knopfes 7 auf
unO- O.r Verschi-ug aufgezogen, so offnet sich beim Auslosen
AJi V"r..hluB und verb"leibiin'diesem Zustand. Will man ihn
ri"O.i sihli.Ben, ro geschieht dies nicht durch nochmaliges
o.u.r.ett des Ausloseknopfes, sondern dadurch. daB man den
knopt Za etwas rtickwiirfs dfeht (also etwa auf 1 oder weiter)
worauf der VerschluB sofort ablziuft.
Stellt man den Knopf 7 auf Z und den Knopf 7a aluf Llzo,
den so Utei5t Cer Verschlud solange geoffnet, wie man auf
Ausloseknopf drtickt.
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www.butkus.usView original page 29Page 30 · Read text
Die Drehung der Skalenscheibe des Knopfes 7a geschieht
nach beiden Seiten und ist durch feste Anschl?ige begrenzt.
Die Einstellung des Knopfes 7a kann nach Belieben vor oder
nach Einstellung des Schlitzstellknopfes 7 erfolgen.
Bemerkt sei noch, da8 zwischen den langsamen Zeitein-
heiten 1/s, "/n, %, I Sek. auch alle Zwischenwerte einstellbar sind, wobei die Zeiteinheiten der jeweiligen Indexstellung
entsprechen. (Also z. B. % Sek. die Mitte zwischen %-lr.
Die Ausliisung des Druckknopfes b (Fig. I und la) muB
langsam geschehen, indem man das zweite- Glied des Zeige-
fingers an der Kamerakante auflegt und mit dem ersten ctiea
hebelartig den Knopf niederdriickt. Der iibergeschraubte
Schutzring erleichtert dies. Ein ruckweises Abdriicken wi.irde
Verwackelung der Aufnahme zur Folge haben.
Der Drahtausliiser. Fiir Zeitaufnahmen verwende man
.,il unseren anschraubbaren Drahtausldser mit Feststellschraube,
der gleichzeitig fiir Momentaufnahmen benutzbar ist. Beim
Abschrauben dieses Drahtauskisers vom Druckknopf empfiehlt
es sich, den Schlitzstellknopf festzuhalten, damit sich dei ver-
schluB nicht aufzieht. Sollte dies versehentlich doch teilweise
(oder ganz) geschehen sein, so braucht man nur durch eine
entsprechend geringere Drehung des Aufzugsknopfes (stets
bis zum Anschlag) den VerschluB vollstiindig zu spannen.
Der Entfernungsmesser ist bei den Leicas Modell II und III (zusammen mit dem Sucher) wagerecht zwischen Schlitzstell-
4nopl und Rtickwickelknopf eingebaut. Er ist gekuppelt mit der Scharfeinstellung (Schneckengang) des OOjektivs-, sodaB
beides, die Einstellung des Entfernungsmessers und die.scharf-
einstellung des Objektivs, gleichzeitig erfolgt. Hierdurch ist
die Aufnahmebereitschaft der Leica gegentiber fri.iher noch
wesentlich erhoht worden. Die Scharfeinstellung ist erreicht,
wenn das beim Durchblick durch den Entfernungsmesser sicht-
bare Doppelbild (das im iibrigen niemals vdllig aus dem Ge-
sichtsfeld verschwindet, wie dies bei einem GroBbasis-Ent-
fernungsmesser vorkommen kann) in ein klares Einzelbild verschmolzen ist. (Prinzip der Koinzidenz).
Um die Leichtigkeit der Messung noch zu erhohen, ist bei
der Leica III der Entfernungsmessereinblick mit einem schwach
vergrdBernden Fe_rnrohrsystem mit etwa 1,5facher vergrd8e-
rung versehen. Das subjektive Sehfeld ist dadurch etwa um
die Hlilfte grdBer als bisher und erleichtert auBerordentlich
die exakte und schnelle Einstellung. Das okurar ist verstell-
bar durch Drehen der geriffelten Hebelfassung, sodaB sich
jeder die beste Schiirfe auf Ferne oder Nzihe ei"nstellen kann,
!r.nd zw.ar hochgeklapp.t fiir Niihe bis I m, niedergeklappt ftii Ferne (oo), von etwa l,b bis 5 m halbe Hcjhe.
29
i
lflView original page 30From the M. Butkus archive. Original publisher and archive notices are retained.
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PDF verified 2026-10-10.