Film cameras
Paxette Brevier User manual
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Document details
- Brand
- Paxette
- Model / document
- Paxette Brevier
- Document type
- User manual
- Language
- German
- Pages
- 74
- File size
- 11.7 MB
- Category
- Film cameras
- Document date
- Not specified in catalog
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Venmo @mike-butkus-camera Ph. 2083 PayPal Name Lynn@butkus.org www.PayPal.me/lynnbutkusView original page 4
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Innerhalb hurzer Zeit hat sidr ilie >>Paxette< auf dem internqtionalen
Fotomqrkt durdrgesetzt, Grundlage dieses anhaltendbn Erfolge,s ist
ihre zwechmiiBige Konstruktion; dabei ist sie formschiin, leistungs'
fiihig, robust und preisgiinstig.
Es kostet nicht aiel Miihe, mit der Paxette schijne Fotos zu erreichen,
'Werdenn ihre Hand.hubung ist denkbar unkompliziert. aber die
Leistung dieser modernen Kleinkamera uoll ousnutzen will, d.h. wer
mehr mit seinen Bildern ausdriidten uill, muB sich sdton ein usenig
,,dahinterknien". Dabei kommt man nidtt um ein wenig Theorie
herum. Hier will dieses FD-Heft dem Paxette-Freund den Fotoweg
ebnen und zu sdtijneren Bildern aerhelfen.
.,rView original page 5Page 7 · Read text
I)ie Paxette rnit ihr:en Bedienungselernenten
I Einstellriidchen fiir den MeBsucher 6 VerschluBstellring (zum Regelrr 13 Ausblidc des MeBsuchers
der Belichtungszeit)
2 Riidrspul-F re i g ab ekno p f 1 D raht auslii se r-AnschluB 14 Schlrfentiefenskalaleiste fiir Objektivwechsel)(zugleit'h Gliff-
3 Aufstecksdruh (2. B. fiir Universal- B Ausliisehebel l5 Drehring fiir Schneckengang- sudrer) 9 Blendenstellring Entfernungseinstellung
4 Schnellaufzughebel (Filmtransport t0 Blendenskala
und YersdrluBaufzug) 1t Spannhebel fiir den Selbstausliiser l6 Buchse fiir Blitzste&er
5 Ausblidcfenster des Entfernunss- l2 Rii&spulknopf (enthiilt audr die 17 Einstellhebel fiir X- unrl
me sse rs Filmmerksdreibe) M.KontaktView original page 7Page 8 · Read text
www.butkus.us
Mike Butkus Digitally DN:email=mike@butkus.org,Date:cn=Mike2022.07.10signedButkus,by17:28:07Mikeo=ButkusButkusc=US-04'00'camera manuals, ou=butkus.org,
. . tlrld. hier bei abgenornrnerler Riidrwand
1 Einstellrdddren fiir den MeBsucher 19 MitnehmerzaPfen zum Film' 22 Festscf,raubenStativgewinde undder Rii&wand)Gewinde zum rii&spulen
3 Aufsteeksdruh 20 Filmlarrf'Zahnrad (reguliert,die 23 Scllitz der Aufwidceltrommel 4 Schnellaufzughebel Doppclbelicrhtungssperre und das (fiir den Filmanfang)
ll Spannhebel fiir den Selbstauslijser Filmziihlwerk) 25 Einblick fiir den MeBsudrer
Riiclspul'D rehknoPfl2 fiir die Filmpatrone 2l Haltebiigel 26 Stellrail fiir das Filmzhhlwerk ( aussdrwenkbar) (aufklappbar)lB Filmandru&platteView original page 8Page 9 · Read text
ffie arn Schniirchen: I)le Handhabung der Paxette Die vorhergegangenen Abbildungen haben matisdr, beinahe ohne unser Zutuno mit- uns die Paxette und ihre Bedienungselemente madren. gezeigt. Das war leider sadrli& sdron hier Da wdre als erster Handgriff das Filmein- notwendig - leider, weil der unerfahrene legen und vorher das Offnen der Paxette zu Leser vielleicht einen Mordss&redren be' nennen. Drehen wir die groBe VerschluB- kommen hat: ,,Ist das kompliziert!o' scheibe am Kameraboden links herum. Sie Das ist aber gar ni&t so! Denken wir mal ist die Sidrerung fiir die Kamerariickwand. an die Sdrreibmasdrine. 'Was gibt es da ni&t Ist sie gelockert, liiBt sidr die Rii&wand alles an Hebeln, Rldern, Kniipfen und Grif' nach unten abziehen. Jetzt kiinnen wir die fen, die alle im richtigen Moment gedrii&t, Filmpatrone einsetzen. Die Paxette wird gezogern oder gedreht sein wollen. Man mit handelsiiblichen Kleinbild-Patronen (mit mij&te meinen, man kommt erst nadr langen 20 oder 36 Aufnahmen im Format 24136rcrn\ Milhen hinter diesen komplizierten Medra- geladen, wie sie von allen Marken-Film' nismus. Ver wird aber ernsthaft behaupten fabriken geliefert werden. wolleno dafi es selwierig sei, Sdrreibmaschine Das ,,Fadroo fiir die Patrone ist der Raumzu sctrreiben! uuterhalb des Riidcspulknopfes (I2). Die Ni&t anders ist es mit der Handhabung der Filmpatrone wird durch den Biigel (21) fest- Paxette. Mit einiger Ubung geht es wie am gehalten, der zum Einlegen und Heraus' Schniirdren, dodr ist es zwed<m[Big, das vor nehmen der Patrone herausgesdrwenkt wer' dem Fotografieren zu iiben. Im Ernstfall den muB. Bei neuen Paxette-Modellen wird wollen wir unsere gesamte Aufmerksamkeit noch vor dem Filmeinlegen die Filmandruck' dem Motiv widmen; die Kamera muB auto- platte (f9) nadr oben geklappt. Der Film-View original page 9
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anfang wird in den Schlitz der Aufwidrel- riegelt, stellen wir die Ziihls&eibe (durclr
spule geste&t. Dazu ist es meist notwendig, das Zahnrad) auf den roten Punkt bei 36
etwas mehr Film aus der Patrone heraus- ein. Jetzt drehen wir den Filmtransport-
zuziehen. (Vorsidrt bei Patronen ohne her- knopf (4) bzw. wir schwenken den Sdrnell-
ausragenden Filmanfang! Yielleicht ist es transporthebel des neuen Paxette-Modells
ein schon beli&teter und zuriid<gespulter zweimal hintereinander bis zum Ans&lag,
Film?) wobei na& Anschlag auf den Ausliiseknopf
(B) gedriickt wird. Nodr einmal wird der Widrtig: das Zahnrad (20) mu8 exakt in die
sehen nuno daBPerforationslii&er des Films eingreifen. Film transportiert, und wir
Ebenso muB der Film geradelaufen und eng die Ziihlscheibe auf dieZalr.l36 weist. (Beim
20anliegen. Dazu wird er dur& Drehen am Einlegen von kiirzeren Fimstreifen mit
Riiekspulknopf in Pfeilri&tung gestrafft. Aufnahmen stellen wir das Zdhlwerk nidrt auf den roten Punkt ein. sondern auf dieBei den neuen Paxette-Modellen wird sdrlieB-
li& dieFilmandrudcplatte wieder na& unten Zahl 22).
geklappt. Vozu belichten wir eigentli& zweimal hin-
Nun hann die Riidcwand zum li&tdi&ten tereinander blind? Der Filmanfang hat beim Einlegen Liclt abbekommen und istVersdrlieBen der Kamera wieder eingesdro-
damit unbraudrbar. Trotzdem bitte den Filmben werden. Dabei aufpassen, daB der Film
dasni&t aus seiner Ruhelage geriit! Auch das nie im direkten Sonnenlidrt einlegen,
Einsihrauben der VerschluBsdreibe nicht madrt man bei keiner Kamera. Also wenig- stens die Paxette und die Patrone im Schat-iibersehen.
ten (notfalls in dem unseres Kiirpers) hal-
No& ist die Paxette nidrt ganz schuBbereit. ten. Auctr belichtete und aus der Paxette
Ist die Filmpatrone eingelegt und die Ka- genommene Patronen sind,,Explosivstoff".
merariiekwand wieder eingesetzt und ver- \ffenn sie in zusitzlidren Schraubdosen qe-View original page 10Page 11 · Read text
liefert wurden, stedcen wir sie da wieder tiert werden, wenn nidrt sdron belidrtet
hinein oder falten Aluminiumpapier herum. wurde.
Auch nidrt in die Sonne legen. Foto-Emul- Das Zlhlwerk registriert automatisdr von sionen sind lic}ts&eu und bevorzugen das 20 bis l). Seine Zahl gibt also Dunkle. 36 bis I (bzw. 8ro wieviel unbelidrtete Aufnahmen wir
Eben haben wir gelesen ,,Drehen des Film- noch auf unserem Film haben.
transportknopfes bzw. Schwenken des Schnell-
aufzughebelsoo. Durdr diese Bewegung wird Der vollbelichtete Film (Ziihlwerk steht da-
.der Film um genau einen Bildabstand weiter- bei auf 1) wird zuriickgespult: auf den
transportiert, das Zdhlwerk um eine Num- Sperrknopf (2) driicken und Riickspulknopf
mer weitergestellt und der VersdrluB ge- (12) herausziehen und in Pfeilrichtung dre-
6pannt. Also drei Funktionen auf einmal! hen. Dabei adrten wir daraufo daB der Sperr-
(Fiir Foto-ABC-Schiitzen sei gesagt: der knopf eingedriickt bleibt, solange wir den
VerschluB regelt die Zeit der Belichtung, Riickspulknopf bewegen. Sobald der Film
einstellbar von I 1/sooSek. und fiir beliebig viillig in die Patrone zuriidcgespult wurde, - lange Zeiten. Weitere Einzelheiten dariiber dreht sieh der Riickspulknopf leidrter. Mit
finden wir auf Seite 16.) Der gekuppelte ein wenig Erfahrung kann man das sogar
Filmtransport spart nicht nur Zeito sondern hiiren. Jetzt darf die Paxette wieder geiiff-
vermeidet audr Doppelbelichtungen. Ebenso net werden: zum Herausnehmen des belich-
kann nidrt versehentlidr der Film transpor- teten und zum Einlegen des neuen Films.
!
ti
t-View original page 11Page 12 · Read text
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Spnung ln dle Praxis: I)le Aulnahrne
Die mit dem Film geladene Paxette ist also Yiillig selbstdndig muB sich die Linse unseres
sdruBbereit. So verlo&end es isto nur auf Auges auf die Entfernung des betradrteten
den Ausliiser zu driicken -wir verkneifen Objekts einstellen. SdrlieBen Sie Ihre Augenuns das und machen uns zum Prinzip: vor mehrere Sekunden lang. Halten Sie Ihre
dem Ausliisen an drei Dinge denken, an Hand etwa 20 cm davor und machen Sie die
Augen auf. Im ersten Moment sehen Sie IhreEntlernung, Blendeo Zeit - Hand unscharf und dann rasch sc{rarf wer-
Damit sind wir am ,,Grundproblemo' der den. Nun halten Sie die Hand so dicht an die
Fototedrnik angelangt, an dem kein Kamera- Augeno wie es gerade nodr geht, ohne daB
jiinger vorbeikommt (streng genommen nicht sie unscharf ersdreint. Jetzt sehen wir uns
einmal der Benutzer einer sdrlichten Box- rascih einen etliche Meter entfernten Gegen-
kamera). Das Vort ,,Grundproblemoo wurde stand an. Er ist zundchst unsdrarf, wird
absidrtlich in Anfiihrungszeidren gesetzt, dann aber sdrnell in allen Einzelheiten deut-
denn es handelt sich zwar um unverriickbare lieh erkennbar: in Sekundenbrudrteilen hat
Tatsachen, aber nicht um Dinge, die sdrwer sich die Linse unseres Auges der Entfernung
zu begreifen sind. Nach dieser Vorrede also zum Objekt angepaBt.
hinein in die allgemeine fotografisdhe Auf- Nic}t anders reagiert das Objektiv unserer
nahmetechnik: I(amera, d. h. die Entfernung zwischen dem
So wie die Linse unseres Auges ein Bild der zu fotografierenden Objekt und der Kamera
Wirklichkeit auf der Netzhaut entwirft. so muB genau eingestellt werden. Dazu be-
wird durch die Optik unserer Kamera das sitzen die Objektive der Paxette einen dreh-
eingefangene Bild auf den Film in unserer baren Ring, in den die Entfernungsangaben
Paxette projiziert. in Metern eingraviert sind. Diese Entfer-View original page 12Page 13 · Read text
nungsskala reicht von oo bis etwa zu I Meter Fiir manetre Aufnahmegelegenheiten ist fol-
(je na& Objektiv). Das Zei&en oo bedeutet gender Trid< sehr niitzlidr: man stellt beide
,,Unendlichoo. Entfernungsskalen, die des Objektivs und
Wer eine Paxette mit eingebautem Ent- die des E-Messers, auf den gleichen Vert.
fernungsmesser besitzt, brau&t die Entfer- Nun ndhert man sidr mit der Paxette seiner
nung nicht zu sdrltzen, denn er kann die Fotobeute und beobadrtet sie durch den E-
Distanz genau messen: Man sdraut durch Messer. Im Moment der Dedcung beider TeiI-
den Sucher das Hauptmotiv an. Zun?idst 'Wiebilder ist die S&?irfe automatis& eingestellt.sieht man in dem hellen Kreis, der in der praktis& ist das - etwa bei einer Por-
Mitte des Su&erbildes liegto doppelt. Ras& trltaufnahme. Man weiB: die Sdr?irfe sitzt
lassen sidr diese Doppelbilder durdr Drehen auf jeden Fall.
am Einstellrldchen zur Deckung bringen. Entf ernung - Blend.e - Schiirlentiele
Sdron kann die Entfernung (Abstand Haupt- Yielleicht scheint es manchem erstaunlidr,
somotiv - Paxette) an der Skala des, Einstell- daB die Entfernungsskala am ObjektivrHdchens abgelesen werden. Mit einem Griff merkwiirdig eingeteilt ist. Bei den nahen
wird sie auf die Entfernungsskala des Ob- \[erten, also bei L, Lrz, Io5 m usw. ist sie
jektivs iibertragen und das anvisierte fein unterteilt. Bei den groBen Entfernungen -Hauptmotiv wird bei der Bildwiedergabe folgt bereits auf 6 m gleidr 12 m und dann
gestodren scharf abgebildet werden. Unendli&.
'Werden Sie ni&t unmutig, wenn das Ein- Die Erkllirung hierfiir liegt auf der Hand:
stellen der Entfernung mit dem E-Messer im Nahberei& ist die Optik einer Kamera
nidrt auf Anhieb klappt. Hier zeigt sidros viel einstellempfindlicher. Man muB fast auf
mal wieder, daB wir Individuen sind. Bei den Zentimeter genau einstellen. Bei griiBe-
einem geht es soforto der andere tut sich ren Aufnahmeentfernungen dagegen braudrt
anfangs etwas schwerer. man es nidrt so genau zu nehmen.View original page 13Page 15 · Read text
Nun kommt noch folgendes hinzu: gltid(- mal dabei und sehen uns dieses Gebiet n[her
lidrerweise wird beim Fotografieren nidrt an. Die -SchHrfentiefeoo verdankt ihre Be-
allein jener Gegenstand scharf, dessen Ent- zeichnung lediglich der Tatsache, daB kurz
fernung zurKamera sdrarf eingestellt wurde, vor oder hinter der Schirfenebene liegende
sondern auch alles, was etwas vor ihm oder Dinge,,noc-h scharfo' abgebildet werden. Diese
hinter ihm liegt. 'Was sic} knapp vor oder noch brauchbare SchHrfe l2i8t mit zunehmen-
hinter dem Hauptmotiv befindet, wird zwar tler Entf ernung von der Hiichstsch6rfen-
nidrt mehr mit hiichster Schrirfe abgebildet, Ebene nach.
aber es erscheint noch brauchbar sdrarf. Die-
sen Raum bzw. seine Ausdehnung nennt man Diese Sdtiirfentiefe kiinnen uir durch, die
elie Scltiirf entiele oder audh ,,Tiefenschdrfeoo. B I e n d. e in ihrir GriiBe ueriind,ern!
Mit der Sdrlrfentiefe ist es wie beim Sdrarf-
einstellen auf die Hiidrstsc}iirfe: bei Nah- Der Schlrfentiefe-Bereich und seine Aus-
aufnahmen haben wir es mit kleinen \X/erten dehnung ist aber nic}t allein von seiner Ent-
zu tun, bei Fernaufnahmen mit groBen. Mit fernung von der Kamera abhHngig. Audr
anderen Worten: bei Aufnahmen aus klei- eine zweite fotografische GriiBe regelt ihn,
nen Entfernungen muB die Sdrarfeinstellung wie wir eben gelesen haben: die Blende.
sehr genau durchgefiihrt werden, denn die Sie wird am Drehring (9) eingestellt
Schdrfentiefe ist sehr gering. Bei Aufnah- durch Verstellen des Ringes. Systematis&
men aus griiBeren Abstlnden muB das An- wie wir Menschen sind, haben wir auch
passen des Objektivs auf die Fotografier. hierfiir genaue MaBeinheiten gefunden: die
Distanz nicht mit Meterbruchteil-Genauig- Blendenwerte. Ihre Reihenfolge ist: 2 - 2,8
keit erfolgen, denn die Sc}iirfentiefe ist groB. - 4 -5,6- B - Il - 16 - 22 -32. Mandre Ob-
Die Sache mit Hiichstsdrirfe und Schiirfen- jektive fangen uidrt bei Blende 2o sondern
tiefe hitten wir nun angepad<t. Bleiben wir erst mit der Blende 2,8,4 oder 5,6 an. Einige
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hiiren bereits bei Blende 16 auf. Die Griinde nuugsskala, die gegeniiber dem roten Drei-
brauchen uns jetzt nicht zu interessieren. eck steht, gibt die Ebene hiichster Schlrfe
an. Links und rechts davon finden wir sozu-
Die Blende regelt die Schiirfentiefe. Je grtis- sagen in doppelter Ausfertigung beide Blen- ser die Zahl der Blende isto um griiBer so ist denreihen mit Teilstridren. Es eehiirt nidlt auch Schlrfentiefe. die Einstellung Bei auf Phantasie viel dazu, das Funktionieren der 2,5 (hiichste m Schlrfe!) 2,8 Blende und bei Skalen ztr erraten: Teilstriche, Blenden- reicht dieSchHrfentiefe von 2,35 m bis 2,80m. 'W'as zahlen und Entfernungsangaben geben die
2,35 m entfernt ist, wird noch scharf Schirfentiefe an. Fiir die jeweils eingestellte
abgebildet, ebenso Motiveinzelheiteno die Entfernung (rote Dreiecksmarke) lassen sichbis zu 2,80 m entfernt sind. Fotografieren die Schlrfentiefen-Bereiche der einzelnenwir mit Blende 16, erstreckt sich die SchHr- Blenden von den gleichlautenden Blenden-
fentiefe von 1,6 m bis 5,80 m. So groB ist zahlen links und rechts neben der Dreiecks-
der Unterschied - so stark die Wirkung der marke zur Entfernungs-Skala hin mit einemBlende. Blick ablesen.
Keine Angst, das alles bedeutet keineswegso Beim Fotografieren wird sehr oft das Motiv
daB der gute Paxette-Fotograf nun auswen- eine bestimmte Schlrfentiefe vorschreiben.
dig lernen miiBte, welche Schdrfentiefe sidr Etwa bei einer Landschaftsaufnahme soll
bei den einzelnen Entfernungs- und Blenden- vom Vordergrund bis oo alles scharf werden.
einstellungen ergeben. Das kann man nlm- Mit der Schlrfentiefenskala haben wir schnell
lidr bequem und mit fiir die Paxette viillig die giinstigste Einstellung gefunden. Dazu
ausreichender Genauigkeit an der Paxette noch zwei Regeln zur Erleidrterung.bzw. ihrem Objektiv selbst ablesen, ndmli&
am Schlrfentiefenring des Objektivs, der Der S chirfentie fenbereich ist von der Htidrst-
hier abgebildet ist. Iene Zahl der Entfer- schiirfenebene aus naeh hinten etwa doppelt
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so gro8 wie nach vorn. In Zahlen ausge- gerade laseno die Schiirfentiefe zu steuerno
driickt: haben wir bei einer Einstellung auf sie regelt ndmlich auch - und das in erster
6 m eine Schdrfentiefe ab 5 m, so hiirt sie Linie - die Menge des auf den I'ilm fallen-
bei 7 m auf. Die Hiichstschirfe liegt mitten den Lichtes.
zwischen dem ersten und zweiten Drittel des
Schdrf entiefenbereiches. l\{an kann die Blende in unserem Objektiv
mit der Iris und Pupille unseres Auges
Vird Schiirfentiefe von einer Nahentfernung verglei&en. Bei Dunkelheit iiffnen sich un-
a verlangt, stellt man die HiidrstschHrfe am sere Pupillen ganz weit, bei hellem Licht
besten auf 2 x a, also das Doppelte der klein- schlieBen sie sich eng. Durch eine groBe
sten Entfernung. Offnung fdllt viel Licht, durch kleine ent-
sprechend weniger. Genau so ist es bei der
Mandrer wird sich nun sagen, ob es nicht Blende des Objektivs. Leider ist es so, daB
einfadrer isto immer die kleinste Blende zu jene (kleinsten) Blenden das wenigste Licht
nehmen. Damit hHtte man doch automatisch einwirken lassen, die die griiBte Schlrfen-
die griiBte Schlrfentiefe. Dieser SdrluB ist tiefe ergeben. Bei ihnen muB auch am ldng-
durchaus logiseh, doch kann man in der Pra- sten belichtet werden und das ist bei
xis die griiBtmiiglichste Sdr?irfentiefe oft gar vielen Aufnahmen ein uniiberwindliches
nicht braucheno z. B. bei PortrHtaufnahmen. [Iindernis.
Es ist viel besser, wenn bloB der oder die
Portrltierte scharf abgebildet wird und der Die Reihenfolge der Blendenwerte haben
Hintergrund unsdrarf bleibt. Denn nur das wir bereits kennengelernt: 2 - 2,8 - 4'
H auptmotiv sollte s charf sein, neben s:i chliehe 5,6 - B - lI - 16 - 22 wf . Sie ist nicht willkiir'
Dinge diirfen den Besdrauer nicht ablenken. lic} gewHhlt: von Blende zu Blende wirkt
Man kann aber nidrt beliebig stark abblen' jeweils die doppelte bzw. die halbe Lidrt'
den. Denu die Blende hat nidrt nur, wie wir menge auf den Film ein. Wenn bei Blende
I4View original page 17Page 18 · Read text
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5,6 rlso Sek. belichtet werden mufJ. dann ist gllseroo unserer Bubenzeit erinnern. Genau
bei Blende 4 L/rc0 Sek., trei Blende 2,8 L/zoo wie ein soldres Brennglas ist auch unser
Sek., bei Blende B l/zs Sek. usw. ridrtig. Fotoobjektiv eine Sammellinse. Sie vereinigt
Die Blenden 2-2,8 und etwa noch 4 nennt alle durch sie hindurchgehenden Lichtstrah-
man ,,groBe Blenden" hier das Ob- len in einem Punkt. (Daher audr die ,,er- -weiljektiv voll oder fast voll geiiffnet ist. Man wdrmendeoo Wirkung von Brenngl6sern: alle
darf sich nicht irre maehen lassen: groBe von der Sonne auf die Linsenoberfliiche
Blenden haben kleine Zahlen (2, 2,8 usw.). fallende Energie -Licht und Wlrme- wird
Kleine Blenden sind z. B. 16, 22 usw. auf einen Punkt konzentriert.)
Die Brennweite ist jene Entfernung, in derGro8e Blenden ermtiglichen kurze Belich- parallel aus oo kommende Lidrtstrahlen nadrtungszeiteno haben aber geringe SchHrfen-
tiefen. Passieren der Linse vereinigt werden.
W'ieso nimmt man fiir die einzelnen Blenden- Diese GriiBe (Brennweite) hat, wie wir sp[-
werte eine so merkwiirdige Zahlenfolge? ter nodr sehen werden, audr groBe Bedeu-
Das kommt so zustande: die Blendenzahl tung fiir unsere Aufnahmen und nicht nur fiir das Errechnen des Blendenwertes.gibt an, wie oft der Durchmesser des Ob-
jektivs bzw. der Offnung der Irisblende in Das war eine ganze Menge Fotowissen: Ent-
der Objektivbrennweite enthalten ist. Blende fernung, Sdriirfentiefe, Haupts&iirfe und
2 heiEt also: der Offnungsdurdrmesser des Blende. Fassen wir das alles nodrmal lcurz
Objektivs ist zweimal in seiner Brennweite zusammen, ehe wir die dritte und letzte
enthalten. Oder mit anderen Worten: die Grundeinstellung unserer Paxette die Ver- -Brennweite ist doppelt so groB. schluBzeit kennenlernen: -
Brennweite - diesen Begriff erklHren wir Unser Paxette-Objektiv muB auf die Ent-
uns am leidrtesten, wenn wir uns der,Brenn- fernung des Aufnahmeobjekts scharf ein-
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gestellt werden. Jene Ebeneo auf die das verlangen lange Belichtungszeiten und geben
Objektiv eingestellt wird, hat die hiidrste groBe Schlrfentiefe. Ubergarrg von einer
SchHrfe. Aber auch kurz davor oder dahinter Blende zrrr nHchst griiBeren bzw. nldrst
liegende Dinge werden nodt mit brauchbarer kleineren setzt Halbierung bzw. Verdoppe-
Schirfe wiedergegeben. Diese Zone nennen Iung der Belichtungszeit voraus.
wir die,,Sdrdrfentiefe'..
Der dritte Hauptpunkt zlum SchuBfertig'
Die Schiirfentiefe ist um so griiBer: madren der Paxette:
Das Einstellen der Versch.Iu&zeit wird durch1. je entfernter das Aulnahmeobieltt liegt' Drehen des groBen Zeiteinstellrings vor-
2. je kleiner die uerwendete Blende ist und genommen (6). Die auf den Ring gravierten
Zahlen geben die Belidrtungszeit in Sekun-
3. je kteiner die Brennueite des Obiektius den bzw. Sekundenbrudrteilen an, von einer
Llzs, Llso, 1/roo bis is t. Sekuntle iiber 1/2, tls, rln,
zrt L/soo Sekunde. Bei Einstellung auf ,,B"
Zur Paxette gibt es - ein entscheidender bleibt der VerschluB solange offen, wie wir Vorteil auswechselbare Objektive sehr auf den Ausliiser driid<en. Solc}e ,,Zeitauf- -unterschiedlidrer Brennweiten. Uber ihre nahmenoo machen wir aber ausschlieBlidr
groBe Bedeutung lesen wir spdter mehr. vom Stativ aus. \
Die zweite Haupteinstellung vor jeder Auf' Normalerweise wird der VersdrluB durdr
nahme ist die Blendeneinstellung. Hiermit Druck auf den Ausliiseknopf (B) ausgeliist'
wird die wirksame Lichtmenge geregelt und Bei Stativaufnahmen ist es vorteilhaf ter,
die Schdrfentiefe. Kleine Blenden (16, 22) einen Drahtausliiser im Gewinde (7) ein-
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Die V erschluBgeschwindiglteit hqt direkten nahmezielen zu tun, tritt noch eine weitere
EinfIuB aul die Schiirf e des Bildes! miigliche Fehlerquelle auf: das Verwackeln
(durch die Bewegung des Fotografierteu).
Ohne zu iibertreiben kann man sagen, daB Ein aus der NIhe mit llzs Sek. geknipster
bei kiirzesten Belichtungszeiten die Bilder Rennwagen in voller Fahrt sieht in der Ver-am schdrfsten ausfallen. Schon die geringste grii8erung wie eine Art fliegende UntertasseBewegung unserer Paxette wHhrend des Be- auf dem Land aus ein amiisantes, jedoch -lichtens kann die Schdrfe der Abbildung unbrauehbares Bild. Je temperamentvollervermindern, ja in ,,heftigen" Fiillen sogar unser Motivo desto kiirzer die Belidrtungs-zu Doppelkonturen und damit unbraudr- zeit! Bei Schnapps&iissen r/roo Sekunde, beibaren Bildern fiihren. Berufsfotografen ar- vielen Sportaufnahmen 1/aoo Sekunde.beiten daher fast ausschlieBlidh vom Stativ
aus. Um 1/roo oder 1/goo Sekunde VerschluBzeit
Der Anflnger sollte seine Paxette kommen wir bei Aufnahmen rasch bewegter -wiejede Kamera iiberhaupt bei ldngeren Ver- Dinge nidrt herum, vor allem dann nidrt, - wenn wir aus groBer Ndhe senkredrt zurscrhluBzeiten als 1,/so 1/roo Sekunde nie ohne -Stativ verwenden. Nur mit einiger Ubung Bewegungsridrtung fotografi eren.
kann man auch bei lHngeren Belidrtungs- Manchmal kann man durch einen seit Jahr-zeiten noch ,,aus der Handoo scharf foto- zehnten bewHhrten Tridc nachhelfen, wenngrafieren. Bei Beli&tungen unter 1/zs Sek. es sich um eine gleichftirmige Bewegung inist aber selbst der Erfahrene ni&t vor Fehl- e i n e r Ri&tung handelt, also etwa einergebnissen sicher. Ergebnis meist unsdrarfe, Flugzeug. Hier wird das Motiv im Sudrer
,,verrissene'o Aufnahmen. verfolgt und die Paxette mitgesdrwenkt.
Dies alles gilt fiir unbewegte oder stille Nadr einigem Training bekommen wir so
Motive. Haben wir es mit beweeten Auf- gute Fotos: Das Haupimotiv, etwa das sau-View original page 21Page 23 · Read text
sende Motorrado sieht in der VergriiBerung Die theoretisehe Patentlijsung fiir scharfe
scharf vor verwisdrtem Hintergrund aus. Der Bilder, immer mit der kiirzesten \rersdrluB-
Eindruck hoher Geschwindigkeit wird an- zeit zu fotografieren, ist leider in der Praxis
schaulich vermittelt! nicht miiglich. Wir wissen ja, daB fiir kurze
Bewegt sich unser Motiv aber nidrt nur in Belic}tungszeiten groBe Blenden unumglng-
seiner Fahrtrichtung, sondern hat man zu- lirfi notwendig sind von der Lidrtfiille am -setzlidre andere Bewegungen (die Beine sommerlichen Meeresstrand oder im Hoch-
eines Rennpferdes ,.8.), dann hilft das Mit- gebirge abgesehen. Und groBe Blenden geben
ziehen nicht allein, man muB auc-h noch mit uns nur geringe Sdrdrfentiefe. Wie steht es
l/soo Sekunde belichten. also mit der Belidrtunsszeit?
Wie wir.d belldrtet?
Eine Faustregel sagt: An sonnigen Tagen ein Notbehelf, besser ist dann schon eine
im Sommer im Freien und mit normalem Beliclrtungssdreibe, wie z.B. Kolumbus HV.
Film aon 17110 DIN , Blende B, 1l no Sekunde. Zwei gegeneinander verdrehbare Metall-
scheiben sind hier mit eingravierten Skalen
Diese Regel gilt nur, wenn wirklidr alle ge- versehen. Mit ihnen lassen sidr die Beleuch-
nannten Bedingungen erfiillt sind. wird die tungsbedingungen? abhhngig von Jahres- und
Aufnahme z. B. unter groBen, dunklen BIu- Tageszeit, Vettero Aufnahmeort usw. fest-
men gemacht, dann muB man etwas llnger legen uncl daraus die nt den einzelnen Blen-
belichten oder eine griiBere Blende nehmen. den gehiirenden, richtigen Belichtungszeiten
Diese Belic}tungsfaustregel ist natiirlidr nur entnehmen.
20
IView original page 23Page 24 · Read text
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Dem fotografisdren Neuling kann soldr ein miiBig, am hellsten erscheint die ZahI l,
Belichtungshelfer - der nur einige DM ko- die 2 ist schon etwas sdrwddrer, die 3 noch
stet - durchaus empfohlen werden. mehr, und so weiter bis zur Zahl 12.
Alle Paxltte-Modelle, die keinen Entfer- Je heller die Beleuchtung ist, um so hiihere
nungsmesser eingebaut haben, besitzen an Zahlen kiinnen gelesen werden. Umgekehrt:
seiner Stelle einen optischen Belidrtungs- bei schwachem Licht sind nur die ersten,
messer. Das ist ein Gerlt, mit dem die niedrigsten Zahlen zu erkennen.
Helligkeit regelrecht gemessen wird. Damit An der Bereitschaftstasche der Paxette fin-leBt sich die Belichtuneszeit sdron recht den wir den Schliissel zu diesen Zahlen, diegenau feststellen. im Fachjargon Lidttuerte gen.alnnt werden.
Neuerdings liefert das Kamera-Werk Carl Aus der Lichtwerttabelle gehen die zu den
Braun auch einen aufsteckbaren optischen einzelnen Zahlen gehiirenden Belichtungs-
Belichtungsmesser, der auf dem Grau-Keil- werte, Verschlu8zeit und Blende hervor. Da-
system aufgebaut ist und fiir wenige DM bei bei ist allerdings noch die ,,Filmempfindlich-
jedem Fotoh[ndler unter dem Namen ,,Opti- keito' zu beriicksidrtigen. Ganz kurz sei hier
lux'o zu erhalten ist. vor\,veg erkllrto um was es sich dabei handelt.
IJnser Film, mit dem wir die Paxette laden,
Wie bei einer Aufnahme, h'dlt man die hat neben anderen die wichtige Eigerischaft,
Paxette vor das Auge, sieht jedodr nidrt lichtempfindlich zu sein. Seine weiBlidr-gelbe
durdr den Sueher, sondern in den daneben oder -graue OberflIdre wird bei Lic}teinfall
liegenden Einblick (25). \Xlas ist zu sehen? und nachfolgender chemischer Behandlung
Ein schwarzer Hintergrund, darin frei schwe' (,,Entwidclung") sdrwarz. Diese,,Schwir-
bend 3 Reihen leuchtender Zahlen von I bis zlungoo ist die Grundlage des ganzen Foto-
12. Die Helligkeit der Zahlen ist nicht gleidr- grafierens.
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Es gibt lidrtempfindliche Filme, die sidr einstellen. Also Filmempfindlichkeit immer stark schwirzen, und weniger lidrtempfind- gleich beim Filmeinlegen mit einstellen, lic.he, die bei glei&er Belichtung eine gerin- denn es ist sehr lrgerlich, wenn man nicht gere Schwdrzvlog ergeben. Auch diese Eigen- weifJ, was fiir ein Film in der Kamera liegto . schaft ist genau bestimmt und mit Zahlen ein hochempfindlicher, ein niedrigempfind- festgelegt, ndmlidr in DIN-Graden. Es gibt licher oder gar ein Farbfilm! Filme von I0/I00-24II00 DIN. Je hiiher Zurii& zu unserer Belichtungsmessung. Die die Zahl. desto empfindlicher der Film. noch lesbare Zahl im Belichtungsmesser der Mehr braucht uns das alles noch nicht zu Paxette gibt uns zusammen mit der Film- kiimmern. Wir wissen, es gibt Filme, die empfindlichkeit die ridrtigen Werte an. dank hoher Empfindlichkeit kurz, und G a n z automatisch und narrensicher geht solche, die wegen geringer Empfindli&keit das freilich nicht. Etwas tJbung muB man ' bei gleic}en Lichtverhdltnissen liinger be- schon haben. Z. B. kann man manchmal ver- lichtet werden miissen. Die Filmempfindlicl- schiedener Ansidrt dariiber sein, welcheZahl keit ist eine (mit wissenschaftlichen Geriten) als ,,no& lesbar" anzuspreehen ist. Mit etwas me8bare GriiBe. Die MaBeinheiten sind die Praxis aber werden wir leidrt hierauf Ant- DIN-Grade. Sie stehen auf der Pa&une wort wissen. Dabei darf man nicht vergessen: unseres Films. IJnser Auge ist keine gleichmiiBig funktio- Beim Messen der Belie}tungszeit darf die nierende Maschine, sondern ein an den Kiir- Filmempfindlichkeit keinesfalls iibergangen per gebundenes Organ, bei dem auch seeli- werden. Eine Belastung des Ged?idrtnisses sche Dinge mitspreehen. Es kann normal ist dazu nicht notwendig, denn im Film- reagieren, aber auch durch starke Anspan- Riickspulknopf (12) der Paxette haben wir nung intensiver als gewohnt wahrnehmen, eine verstellbare Skala, an der wir beim Ein- oder durch libermiidung ,oabgestumpft" sein legen des Fihns seine Lidrtempfindlichkeit und an Empfindliclkeit eingebiiBt haben.View original page 25
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Wer an einem hellen Sommertag iiber einen eine Selenzelle. Fillt auf eine solthe Zelle
groBen, hellen Platz sdrreitend eine dunkle Licht, entsteht ein elektrisdrer StromfluB.
I(irdre betritt, wird zunlchst wenig sehen, Je stlrker das Licht, um so stlrker der
denn erst nadr Minuten kann sich das Auge StromfluB. Dieser dur& das Lidrt gewon'
urnstellen. Es leuchtet daher ein, daB also nene elektrisc,he Strom erzevgt Magnetismus
selbst Messungen mit dem optischen Belidr- und bewegt damit eine Nadel.
tungsmesser zu untersdriedlichen Ergebnis' Die Nadelbewegung isto da sie durch densen fiihren kiinnen. Schuld hat dann nidtt Lichteinfall auf die Selenzelle dirigiert wird,
der Belichtungsmesser! Wer sidr immer direkt abh?ingig von der LichtstHrke. Folg'blindlings auf sein MeBgerdt verllBt und lidr ist es nicht schwierig, aus dem Nadel'
nicht ein wenig mitdenkt, kann ab und zu ausschlag einen SchluB auf die wirksame
mal fehlbelichten. Darum bitte stets vorher Lichtmenge zu ziehen. Tatsiichlic} wird die'
iiberlegen, ob beim Ablesen alles beriick- ses System bei allen Belidrtungsmessern
sichtigt wurde. Bei Ho&gebirgs' und insbe- angewendet.
sondere bei Gletscherwanderungen etwa sind
unsere Sehwerkzeuge iiberanstrengt. Auch Hier haben wir wirklidr ein objektives
eine starke Lic}tquelle kann bluffen. Registriergerito das unbestechlich die Lidrt-
verhdltnisse messen kann und eindeutig sagt:Frei von soldren subjektiven Fehlergebnissen Unter diesen Bedingungen muB bei Blende Bsind nur die fotoelektrischen Belichtungs' mit soundsoviel Sekunden belidrtet werden.messer. wie z.B, der Bertram'Standard,
Ikophot, Horuex, Sixtomqt und andere. Ihr Ganz bewuBt hieB es eben nidrt: ,,die Lic}t'
,,messenErwerb reiBt zwar ein griiBeres Lodr in den verhlltnisse miBt'.. sondern -
Geldbeutel aber dafiir gibt es audr viel kannoo. -weniger AussdruB irnter den Aufnahmen. Mit anderen Worten: Selbst bei einem so
Fotoelektrische Belichtungsmesser besitzen sachlie-hen Gerlt wie einem elektrisdren Be-
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lidrtungsmesser sind Fehlergebnisse miiglidr. Tausende von Zwischenstufeno Zwisdren-
(Damit soll das dicke Kompliment, das die- ttinen: helles WeiB, mitrleres WeiB" helles
sen Gerdten sdron weiter oben gemacht Grau, mittleres Grau usw.
wurdeo nicht zuriierkgenommen werden.)
Physiker haben beredrneto daB das mensch-
'Fiir eine solche Liehtmessung sind verschie- li&e Auge bis zu einer Million Helligkeits-
dene Punkte zu beachten: Die Helliekeit nur werte untersdreiden kann. Dagegen haben wir
der Objekte darf gemessen *"rd"rr, die es im allgemeinen ,,nuroo mit einigen tausend I
man tatsddrlich splter auch fotografieren zu tun. (Bei dickem Nebel siud es dagegen will. Es soll z. B. die Wand eines wenige Zimmers nur Tonnuancen - dies sei nur am aufgenommen werden. Belidrtungs- Bei der Rande erwlhnt.)
't. messung wird jedoch nidrt allein eben diese .l
Wand gemessen, sondern irgendwie fdllt Eine PapiervergriiBerung oder Kopie hat
noch die Sonne dure,h ein Fenster auf das im giinstigsten Fall die Chance, 40 bis 50
MeBinstrument. So kann die Angabe eben Tonwerte zu enthalten. IJnser Aufnahme-
nicht stimmen. Also bei jeder Messung sorg. objekt, etwa ein von der Sonne besehienener
tiiltig darauf achten, daB nicht irgendwelche glitzernder See mit einem uns seine unbe-
,,Nebenlichteroo aul die Selenzelle des Mes- leuchtete Seite zukehrendem Baum im Vor-
sers lallen. dergrund, hat rund 100 000 Helligkeits-
stufen. Zum Fotografieren miissen wir unsVidrtig ist dabei au& noch folgendes: Jedes da mit 40 begniigen.
Motiv baut si& aus einer groBen Skala von
Helligkeitswerten auf. Es gibt am oberen Wo unser Auge in der freien Natur nodr
Ende der Skala helle, grell weiBe Liihtero zwischen hell und sehr hell, dunkel und sehr
am unteren finden wir tiefes Sdrwarz. Da- dunkel untersdreiden kann, gibt es fiir unser
zwisdren liegen Hunderte, ja mandrmal Foto nur Sdrwarz oder WeiB.
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