Film cameras
Robot Camera User manual
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62 pagesGerman17.8 MB PDF

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Document details
- Brand
- Robot
- Model / document
- Robot Camera
- Document type
- User manual
- Language
- German
- Pages
- 62
- File size
- 17.8 MB
- Category
- Film cameras
- Document date
- Not specified in catalog
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JOACHIM GIEBELHAUSEN
ROBOT. TIPS
IIEERING VERLAG SEEBRUCK AM CHIEMSEEView original page 2Page 4 · Read text
Bitte spenden Sie 2,50 Euro, um diese Website über E-Bay zu unterstützen ... www.PayPal.me/butkusView original page 4
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Zur Tasehenkarnera das Tasdrenbuch
Auf Du und Du miissen wir mit unserer Fotografie aber erst dann, wenn wir syste-
Kamera stehen, wollen wir dauernde Freude matisch an ihrer Vervollkommnung arbei-
an ihr haben. In jeder Lebenslage sollten ten. Das vorliegende Biichlein beginnt also
wir sie mit nadrtwandlerischer Sicherheit dort, wo die Gebraudrsanweisung aufhiirt.
bedienen kiinnen. Nur so wird sie zu dem" Dank seiner genialen Konstruktion er-was uns eine Kamera sein soll: schlieBt uns das groBziigig ausgebaute
Zum lebendigen Tagebuch. ROBOT-System viillig neue Miiglichkeiten
aber auch eine gewisse Gefahr liegt inIst nicht der ROBOT ganz besonders dazu der Automatik unserer Kamera: Sie. ver-
geeignet, unser stlndiger Begleiter zu sein? leitet uns schnell zur wahllosen Knipserei.
Seine einfache Handhabung und enorme Deshalb ist es die Aufgabe dieses Biichleins,Treffsicherheit f iihren sogar in der Hand Oberfliichlidrkeiten vermeiden za helfenUngeiibter zu erstaunlichen Resultaten.
und damit die Freude an der ROBOT-Foto-
Wirkliche Freude bereitet uns die ROBOT- grafie zrr steigern.View original page 5Page 6 · Read text
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Klelner: Rob ot-Steehbr:ief von diesen liistigen Operationen 24 Auf'
nahmen lang befreit. Ein Schutz gegen
Uberdrehen der Feder erlaubt uns, ohneDer ROBOT macht es uns leicht, mit ihm Sorge bis zum SchluB aufzuziehen.vertraut zu werden. Slmtliche Mechanik, Der Durchsichtssucher liiBt sich leicht indie nicht unmittelbar zu seiner Bedienung 'Winkelsuclter umstellen. rDas un-niitig ist, befinclet sich im Innern seines einen beobachtete,,IJm die Eckeo'-Fotografierenkleinen, schmucken Gehduses verborgen.
hat ja, wie wir noch sehen werden, seine
Aber auch schon die Hu8ere Form seines besonderen Reize.
gedmngenen I(amera-GehHuses verriit eine Der Ausliiser liegt so geschiitzt, daB er auch
gliid<liche Vereinigung von PrHzision und im griiBten Truhel nicht unbeabsichtigt be-
Eleganz. Das starre System eriibrigt jeg- tHtigt werden kann. Das ist wichtig, weil
liches Aufklappen und Ausziehen des Ob- cr nur einen sehr geringen Hub besitzt,jektivs und erhiiht die Stabilitdt, die gerade was lviedemm vorteilhaft fiir eine ruhigefiir I(leinbildkameras so unerldBlich ist. und siehere I(amerahaltung ist.
Der ROBOT ist somit imme:r schuBbereit! Die arrswechselbaren Obiektioe besitzen
Indem wir den groBen, griffigen Feder- klare, deutlidre Skalen, deren Ubersicltlich'
werksknopl aufziehen, spannen lvir Ver- keit durch farbige Ziffern noch erhijht
schluB und Filmtransport und sind damit wird.
Federwerkeknopf (f) Durdrsi&tseudrer (2) Winkelsudrer und Verstellhebel (3) Ausliiser (4) Objektiv (5)
Bliglidrtkontakt (6) Einstellknopf fiir dic VerschluB-Gesdrrv. (7)View original page 6Page 8 · Read text
www.butkus.us Der eingebante Blitzhontakt garantiert auch reibungslosen Ablauf zv gewlhrleisteno bei kiirzesten Belichtungszeiten ein Auf- iiffnen sidr die Kassettenschlitze automatisch flammen des Blitzes wiihrend der vollen beim SchlieBen des Gehduse-Deckels der YersdrluBtiffnung. Kamera. Die Belielrtungszeit ist' am Einstellknopf Fiir die sichere Planlage des Films sorgt Yon vorn und von oben abzulesen. eine stdhlerne Andruckplatte. Die Statios chraube mit englischem Gewinde Nebenstehend der VerschluB-Mechanismuso ist im Boden des GehHuses untergebracht. der nach dem Vorbild der I(inokameras Venn wir den ROBOT riickseitig iiffnen, aus einem rotierenden I(reissektor besteht. liegt die Filmbahn vor uns frei. Das Trans- Er hat somit nicht die Nachteile einesport-Zahnrad zieht den Film durch Feder- Sdrlitz-Yerschlusses, die sich vor allem beikraft selbsttiitig nach jeder Aufnahme um der Blitzlidrt - Synchronisation auswirkenein Bild weiter, indem es in die Perforation und ermiiglicht dennoch das Auswechselneingreift. der Objektive, was wiederum ein Zentral- Dies geschieht im Bruchteil einer Sekunde verschluB iiblicher Bauart nicht Eestatten beim Loslassen des Ausliisers. Um einen wiirde.View original page 8
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. . . und hfler: seine Objektive
Jedes der drei ROBOT-Objektive besitzt ROBOT-Xenon
seine eigenen StHrken und FHhigkeiten. Liehtstdrke I : 1,9
AIlen genxeinsqme Merkmale.' Brennweite f :4cm
VerhHltnismlBig kurze Brennweite, bedingt Kennzeichen:
durch das quadratische Negativformat Sehr lichtstark (Siehe Seite 9)
(kurze Diagonale), daher ungewohnt groBe universal-objektiv; besonders geeignet bei
Tiefenschrrfe' ungiinstigen Lichtverhaltnissen, wie Nacht-,
Wischfeste Oberflrichen-Hartvergiitung er- Biihnen- untl Variet6-Aufnahmen.
htiht die Brillanz der Bilder und steigert
die Lichtdurchldssigkeit der Objektive. ROBOT'Tele'Xenar
: 3,8 ROBOT_Xenar r-lcnf,sfarKeLichtstiirke Ir:r.o Brennweite f : 7'5 cm Liclrtstdrke r :2,8
Brennweite f : 3,25 cm Der AbhildungsmaBstab ist bei diesem Ob-
Besitzt bei griiBter Tiefenschdrfe ein sehr le-ktiv doppelt so groB wie bei den ob- jektiven normaler Brennweite' hohes Aufliisungsvermiigen feinster Einzel-
heiten. (Siehe Seite 9) (Siehe Seite 9)
Das Universal-Objektiv fiir alle normalen Anwendung bei Fern- und GroBaufnahmen,
Aufeaben. z. B. Architektur, PortrHt. Stilleben.View original page 10Page 12 · Read text
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XENAR Bl. 5,6 1/roo eee TELE-XENAR Bl. 5.6 1/roo sec
BiId links
Wollten wir diesen Pferden mit einem Objektiv normaler Brennweite (etwa dem Xenar von 3,75 cm) so nahe
auf den Leib riidren, so ergdben sidr bei einer Aufnahme von vorn, wie oben, leicht unnatiirliche Verzeidrnungen
der Kiipfe, die dann viel zu groB ersehienen.
Bild. redrts
Mit dem Tele-Xenar aus doppeltem Abstand aufgenommen, zeigen die Proportionen ihr ridrtiges Verhiiltnis.
10View original page 12Page 13 · Read text
HINTER DEN KULISSEN DER ROBOT. MECHANIK
Vir wollen ietzt einmal den tedrnisdren halb ist die Belictrtungszeit auf dem'Ein'
Vorgang im ROBOT wihrend einer Auf' stellknopf in Bruchteilen von Sekun-
nahme verfolgen: den angegeben.
Sofort nach der Belichtung wird der FiknNachdem auf das Motiv scharf eingestellt um ein Bild (d. h. um 25 mm) weiter'
wurden miiBte das 4 - 6 teilige Linsensystem geschaltet, und der ROBOT ist zur ndchstender Optik ein scharfes Bild auf den Film Aufnahme bereit. Wie wichtig diese Auto' projizieren, \Menn nidrt der geschlossene matik fiir lebendige Fotos ist, wird uns der VerschluB die Lichtstrahlen noeh daran hin-
praktische Teil dieses Heftdrens und sicher dern wiirde. auch bald unsere eigene Praxis zeigen.
Erst durch Druck auf den Ausliiser gelangt
Mit der Ausliisung treten beim ROBOT das Licht durdr den nun offenen VerschluB-
sektor auf den Film. Dies darf'es jedoch noeh weitere Dinge in THtigkeit:
bei bewegten Motiven nur fiir ganz krurze Die Filmzdhl-Uhr schaltet sich automatisdr
Zeit tun, in der jede Bewegung auf dem um einen Teilstrich weiter, der Bligkontakt
Film erstarrt. Denn wir wollen ja keine schlieBt den Stromkreis, sobald ein Blig'
verwischten oder verwae}elten Bilder habeno gerdt angeschlossen ist, und eine besondere
bei denen Ktipfe und Arme nur nodr zu Lic}tschugklappe vor dem VerschluB sichert
unfiirmisen Sdremen zusammenflieBen' Des' vor jedem Lichteinfall sofort wieder.View original page 13Page 14 · Read text
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Das Objektiv genauer betrachtet -
Die E nt I ernung s- Einstellung :
Bei Einstellung auf ,oUnendlich" (-) isf
der Abstand
OB JEKTIV-MITTB _ FILM-EBENE
gleich der Brennweilel
bei den ROBOT-Standard-Objektiven also
3.75 cm bzw. 4 cm.
Alle weit entfernten Gegenstdnde werden rI{'lrl{
bei dieser Einstellune auf dem Film scharf oabgebildet. IWollen wir aber nahe Dinge aufnehmen, o os-oc!dann miissen wir den Abstand OBJEK- nTIV - FILM entsprechend vergriiBern, indem ID 3" uwir den Einstellring am Objektiv auf die
geschltzte oder gemessene Meterzahl stellen. s. OMan nennt den Abstand OBJEKTIV .+a -FILMEBENE nun nicht mehr o,Brennweite'o iflo a .tasondern,,Bildweite'0.
OView original page 14Page 15 · Read text
Dit'ses Bild wurde
lrit eirrcr Einstcllurrg au{
,.r"'aufgenommen.
Die Schiirfe reitht jedot'h
Itier vom l{intergruntl Lis
arrf etrya l0 rn hcran (tlie
lortlcrerr Baurniistc sinrl
noril gcstot'Iren sdrarf ).
Diese Zone. innerhalb
derer rlie Dinge scharf or.
srlrt'inerr. nenncn wir
Tief rrrstilrirfe l ohne sie
wiire eine Fotografie rricht
rlcrrkLar. da wir riumlidre
l)ingc in ihrer Tiefen-
austlchnrrng abbilden
lvo I I en.
Die Tiefensc}Irfe liBt sidr
vergriiBern und regeln.
Dazu tlient die Blcnde arn
Ob jektiv.View original page 15Page 16 · Read text
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Die Blende, der fris des Auges nachgebildet, isr von griiB-
ter Bedeutung fiir die Bildgiitu, wenn wir sie systematisch l'rg anwenden.
Am vorderen Objektivring lesen wir die Zahlenz
2,8, 4, 5,6, B, ll, 16 (beirn Xenar) 2,8
L,9, 2,8, 4, 5,6 B, llo 16 (heim Xenon)
Sie geben das VerhHltnis der Objektiv-Offnung (Dure}-
messer) zur Brennweite an.
Eine Einstellung z. B. auf Blende lI bedeutet demnach:
,,Die Objektiv-Offnung ist im Durchmesser Il mal kleiner
als die Linge der Brennweiteoo. 516
Natiirlich ldBt ein so stark abgeblendetes Objektiv ent-
spredrend wenig Licht hindurch.
Veshalb nun blenden wir unsere lichtstarkenObjektive ab?
Erstens: Erlangen wir einen griiBeren Tiefensdrdrfen-
Bereich. tI
Zweitens: Verbessert sieh die Gesamtschlrfe des Objektivs
(audr Aufliisungsvermiigen genannt).
Drittens: Kiinnen rvir mit der Blende den Lichteinfal, 16
regulieren. (Graphisdre Darstellung)
t4View original page 16Page 17 · Read text
Die Blendenwerte sind so gewHhlt, daB bei einem sprung von einer
niedrigeren zahl zur niichdt hiiheren jeweils die halbe Menge Licht
auf den Film gelangt, daB mit anderen vorten bei der nHchst - - kleineren Blendeniiffnung (htih eren zahl) doppelt so lange belichtet
werden'muB wie bei der vorhergehenden.
Beispiel: wenn bei Blende 4 die Belichtungszeit r/roo sec ist, so wird
bei Blende 5,6 mit l/so sec ricrrtig berichtet sein gleiche
Lichtverhlltnisse vorausgesetzt. -
'Vir wollen uns merken:
Nicht unniitig stark abblendenl vor ailem nicht beim lichtstarken
Xenon. Die allgemeine schHrfe nimmt ab Blende rl nicht mehr zu,
weil das objektiv fiir mittlere Blendenwerte korrigiert ist. Der
Film muB immer die gleiche Lichtmenge erharten, ganz greich unter
welchen Hu8eren umstiinden wir fotografieren; ob bei gleiBender
Sonne oder im dunklen Zimrner.
vir regulieren den Lichteinfall mit Blende und Berichtuneszeit.
'Wir beriicksichtigen dabei:
Die Lichtverhiltnisse
Die Tiefenausdehnung.
Die Bewegung des Motivs.
rcView original page 17Page 18 · Read text
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,,.Blende 2,8 r/soo sec" ..Blende 11 r/za sec"
Dieee beiden Fotos sind gleidrmiiBig belidrtet, da die Belidrtungszeit der jeweiligen Blende angepaBt wurde.
Die zunehmende Tiefensdrhrfe bei kleiuerer Blende verdndert oft den Charakter eines Bildes erheblidr. Hier
tritt der bisher sdremenhafte Hintergrund bei Blende lI in allen seinen Einzelheiten klar hervor. Die Tiefen-
schdrfe reidrt beim ROBOT in diesem Falle von etwa 2m bis Unendlidr ein Bereich, den rvir kaum einmal - ausnuben,
16View original page 18Page 19 · Read text
Bei Aufnahmen aus der NIhe sdrrumpft der gewihlten Blende reicht. Das Bildchen
die Tief enschdrfe allerdinss sdrnell zv- auf Seite lB wurde z. B. aus l,S m Ent-
sammen. fernung mit dem Xenon aufgenommenl
Fiir den ROBOT bekommt sie iiberhaupt es war sonnig, so daB ohne weiteres
erst in 5 m Entfernung und darunter Be- Blende B geniigte. Die Tiefenschdrfe reichte
deutung. also vom griinen Punkt zum griinen punkt
auf der Einstellskala, da ja die Blenden- fmmer wieder begeistern uns aber geracle zahl ,,Boo beim Xenon ebenfalls griin ist. die lebendigen Nah- und GroBaufnahmen - die reizvolle Domdne des ROBOT. Hier befand sieh also alles zwischen 1,2 m
und 2 m Abstand in der Schdrfenzone.
Hier erleichtert uns das Einstellen: Anders liegt die Sache jedoch bei sehr leb-
I)as R O B OT - Far:bpunktsystern haft spielenden I(indern, sie werden uns
kaum den Gefallen tuno nur innerhalb von
Unsere Motive haben immer eine Ausdeh- B0 cm herumzutoben, und wir unsererseits
nung in die Tiefe, wenn wir nicht gerade wollen sie beim SchnappschieBen nicht aus
Bilder oder Sdrriftstiicke reproduzieren. dem Sucher lassen. Das bedeutet fiir uns,
Es gilt also, miiglichst schnell und miihelos es mrrl3 eine Einstellung gefunden werdeno
den Tiefenbereich in der EinstellunE fest- die eine miiglichst groBe Schlrfenzone
zulegen. iiberbriickt.
Wenn man in Ruhe arbeiten kann, dann Wir schdtzen also zunlchst den notwendigen
ist es leicht, an Hand der Farbpunkte fest- Tiefenbereich, den wir unbedingt brauchen
zustellen, wie weit die Tiefenschlrfe bei (beispielsweise 3 m).
17View original page 19Page 20 · Read text
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Nun drehen wir die Entfernungseinstellung
so weit, bis (bei Blende B) von griinem
Punkt zrr griinem Punkt eine Differenz
von 3 m entsteht; das ist etwa bei Ein-
stellung auf 2,5 m.
Hierbei haben wir eine TiefenschHrfe von
1,80 m bis 4,80 m bzw. einen Tiefenbereich
von 3 m. I]nsere kleinen Modelle kiinnen
sich schon fein austoben, ohne gleich aus
der Schdrfenzone zu geraten.
'Wir sollten einmal iiben:
I. Entfernungen schdtzen durc*r das ver'
kleinernde Sucherfenster (".8- wie
groB erscheint uns ein menschlicher
Kopf im Sucher, wenn er I m, 2 m,
3 m usw. entfernt ist; in welchem Mutter ilarf beiBen
Grade fiillt er das Sucherbild aus?
2. Einstellungen ,,Yon Punkt zu Punkto' Blende 5,6 und wie weit miissen wir uns vom
mit verschiedenen Tiefenbereidren' Objekt entfernen, wenn dieser Tiefenbereich
(".8, zwischen welehen Meterzahlen niitig ist?'Wir erlangen so eine gewisseSicher-
liegt ein Tiefenbereich von 2 m bei heit, die uns lebendigere Bilder verbiirgt.)
1B I
IView original page 20Page 22 · Read text
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I)er: Verpschluft
Vir teilen die Offnungszeiten des Ver-
schlusses grunds[tzlich in ,rMoment und
Zeit" ein.
Aus freier Hand kiinnen wir mit Moment-
zeiten bis zur Llzs sec. fotografieren. Alle
liingeren Zeiten erfordern ein Stativ, wenn
auch manchem noch die 1/ro sec. aus freier
Hand verwacklungsfrei gelingt, so wird doch
nie dasLetzte anSdrlrfe dabeierreichbar sein.
Wie bei der Blendeo so bedeutet audr hier
der Intervall von einer VerschluBzeit zur
ndchst kiirzeren, daB nur halb so viel Licht
auf den Film gelangt und umgekehrt bei
der ndchst ldngeren genau doppelt so viel.
Fiir die zu wdhlende Verschlu8zeit ist neben
der Geschwindigkeit der aufzunehmenden
Bewegung auch die Bewegungsrichtung
unseres Objektes von Bedeutung.
20View original page 22Page 23 · Read text
Beim Ausliisen nieht aergessen:
Bei den langen Zeiten (1/r und 1/z sec.) den
Ausliiser erst nach erfolgter Belicltung
wieder loslassen, weil sidr sonst der Ver-
schluB entspredrend zu friih wieder schlie-
Ben wiirde.
Nach jeder ldngeren Sc.huBfolge und Serie
das Federwerk frisch aufzuziehen.
'W'ir miissen ferner wissen, daB man nie
fiir eine Bewegung za kwrz belichten kann,
rvohl aber schnell verwackeln!
Deshalb lieber eine k ifrzere Zeit wlh-
len, rtrenn das Lieht es irgend gestattet.
Es gibt Leute, die verrei8en sogar noc,h
mit l/soo sec.
Ketten-Karussell Blende B, 1/z; sec. Eine kiirzere ,,Mitgehenoo z. B. bei einem Rennen ist -Belichtungszeit hiitte hierbei den Eindru& der Dreh- kein VerreiBen. Im Gegenteil, die Dynamik
Bewegung geschwddrt, der Hintergrund were ,,ein- eines Bildes wird ja hierdurch erst alrs- gefrorentt.
gedriickt, man kann dann audr llngere
Am kiirzesten miissen wir bei einer Be- Verschlu8zeiten nehmen (bei schlechtem
\,regung quer zur Kamerarichtung belidtten, Lidrt), und im Hintergrund erscheinen nicht
wie aus nebenstehender Tabelle hervorgeht. alle unwichtieen Einzelheiten.View original page 23Page 24 · Read text
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I)as Federwerk
Das F e rl e rw e rk gibt uns die Miiglidrkeit, die
treffendsten Augenblidre aus einer gesdrossenen
Serie nach der Entwitklune rles Films in Ruhe
auszuwlhlen. Wir kiinneu
also den Hiihepunkt einer
Bewegung oder einer
kleinen Scene mit illl-
seren Sc*rnellschiissen eir,-
kreisen I
W'eldre Miiglichkeiten derView original page 24Page 25 · Read text
I)er Sueher
Im Durchsichtssucher wird das natiirliche Eine wahrhaft herrliche Einrichtung ist der
Bild um die Hiilfte verkleinert. eingebaute 'Vinkelsucher. Vie viele leben-
digste Schnappschiisse werden durch ihn
Bei allen Aufnahmen bis 90 cm Abstand iiberhaupt erst miiglich!
bekornrnen wir das, was wir im Sucher
sehen, in den Begrenzungen haargenau auf Beim ,,IJm die Ecke SchieBen":
den Film. Ein schrlges Hineinblicken untl Nicht wechseln zwisehen Winkel- und Nor-
damit eine Verschiebung verhindert cler malsucher, weil sonst unsere Opfer bald
ROBOT-Sucher, weil dann das Bild sofort merken, daB der ROBOT ,,Zwei Seiten..
von dem kreisrunden Einblick-Okular an- hat.
geschrritten wird.
Kleiner Trick bei der Bildkomposition:
Bei Nahaufnahmen unter 90 cm miissen Schauen wir uns unsere Motive ruhig ab
wir beriicksichtigeno daB ja das Sucherbild und zu durch den Winkelsucher an; er zeigt
etwas hiiher liegt als das Kamera-Objektiv. nlmlich alles seitenverkehrt und of t er-
leichtert uns dieser ,,ungewohnte.. Blick das
Um diesen Unterschied auszugleichen, Erkennen des wirksamsten Bildausschnittes.
driicken wir unser NIotiv bei derartigen Etwas tJbung erfordert das seitliche Kippen
Aufnahmen etwas in die rechte untere Eclie des ROBOT mit dem Winkelsucler. Der
im Sucher. Horizont muB dabei waagerecht bleiben!
23View original page 25Page 26 · Read text
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Ein sauberes ROBOT-Negativ ld.Bt siclr
ohne weiteres auf 30 x 30 cm vergrii8ern,
wie nebenstehender Aussdrnitt eines sol-
chen Bildes zeist.
Auf rlem Originalnegativ ist tlieser Aus-
sdrnitt nur etwa 12 mm im Quadrat.
Staub und Krager sind demnach der
griiBte Feind unserer Filme' Sie ersdrei-
nen ja dann auth in zehnfadrer Grii8e.
Deshalb Negative sorgftiltig aufbewahrenl
am besten zu 9er-Streifen zerschnitten in
den kriuflichen Pergarnent-Sdrugtasdren'
Die Vollendung der ROBOT'Tedrnik:
Ein sauberes, aufgezogenes Bild im GroB-
format gibt es ein schiineres Geschenk? -
24View original page 26From the M. Butkus archive. Original publisher and archive notices are retained.
Check the model and edition against your equipment.
PDF verified 2026-10-10.