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Voigtlander Rollfilm User manual

User manual for Voigtlander Rollfilm. 23 pages in German. Read the original PDF, download or print a copy without registration.

23 pagesGerman5.7 MB PDF
Voigtlander Rollfilm manual cover
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Document details

Brand
Voigtländer
Model / document
Voigtlander Rollfilm
Document type
User manual
Language
German
Pages
23
File size
5.7 MB
Category
Film cameras
Document date
Not specified in catalog

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5x8
    6x9
     6112x 11



   Gebreu@scrntDeisung
               ||||lllllllllllllllllllllltllllillllllltllllllillililililililililililililillililllillillililitii|iiti1i||it|ii||itl





            Optische und feinmechaniscl're  \Zer.ke
                    Bramnsctrvrrelgl
Nr.2ll9l428.
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Vorvrzort
     Eine VoigtliqderrKamera ist eine Kamera fiir's Leben,  wenn            und                 das                       m6,chten                               wir                                Ihnen                                              ilil;;J";J'"n,         sie -       legen              sachgemiB                           beha"iutt                                       wiia.-                                              Br-iilsi"rro  Ir"y  in    Ihiem           eigenen-                     Interesse,                             t"oo-                                        si.';i;                                         H;";l""b""g





                                      Fig.l
der Kamera an Hand der Gebrauchsa-nweisung sorge
feltig studieren. wenn sio_dagegen an allen u"rr?rirl""Teilen herumdrehen und ,-ctr"ticken, ohne sich umunsere       Ausfiihrungen                zu kiimmern, dann k6;;;  bei                priizisioncinstrumenteinem       solchen                                     ieicht srt-a?li
stehen, deren Beh-ebung dann natiitlich              "ot,
erfolgen muB. Also: Vorsichtl          "uiiiiiJi<-ortuo
                         www.butkus.us
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1

Offnen  d,er l(am,era
   Man fa8t die Kamera von hinten mit der linken Hand
(Fig.l), wobei der linke l)aumen auf den Ausliiseknopf I
(Fig.2) zu liegen kommt. Durch Druck auf Knopf I springt
der Laufboden infolge Federwirkung der Spreizen 8
(Fig.2) so weit heraus, daf3 er mit der rechten Hand





in seine Endstellung, also senkrecht zum Kameragehluse,
bis zum h<irbaren Einschnappen der Spreizen leicht
heruntergedriickt werden kann. Dann fallt man die
beiden Greiferschalen 2  (Fig. 2) mit Daumen und
Zeigefrnger der rechten Hand und zieht den Objektiv,
tr?iger 7 (Fig.2) so weit nach vorn, bis man Widerstand
fthlt. Dann l?if3t man die beiden Greiferschalen  los,
und die Kamera ist damit auf ,,[Jnendlich" (oo) eingestellt.
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-'1

Elnsrellerr
   a,uf nalre  gelegerre   tGegerrsld'rrde
   Die Einstellung au.f ktirzere Entfernungen erfolgt
durch den Radialhebel, und zwar so, daB man mit dem
Daumen der rechten Hand den geriffelten Knopf 3
(Fig. 2) nach unten dri.ickt und ihn dann nach vorn
bewegt, bis er auf der entsprechenden Entfernungsmarke
auf der Skala steht. Dann lliSt man los, und die Kamera
ist auf die gewiinschte Entfernung fest eingestellt.
Ifallerr   der  liannera
   Zun[chst sei erwlhnt, da{] Aufnahmen vom Stativ
im allgemeinen bessere Resultate ergeben als solche aus
freier Hand, sofern man darin nicht einigermafJen Ubung
besitzt. Bei Aufnahmen aus der freien Hand ist es
absolut notwendig, daf3 die Kamera wiihrend der Auf,
nahme vollstindig ruhig gehalten wird, um unscharfe,
sogenannte ,verwackelte" Aufnahmen zu vermeiden.
  Um bei HochformatrAufnahmen  aus freier Hand das
vom Brillantsucher l0 (Fig. 2) entworfene Bild in der
normalen Sehweite (ca. 25 cm) richtig beobachten zu
kiinnen, hilt man dio Kamera in Brusthcihe, wobei man
zweckmdl3ig die Riickwand des Kamerageh?iuses gegen
den Kcirper stiitzt. Die Einstellvorrichtung und den
Verschlu8 bedient man mit der rechten Hand. Be,
lichtungen von r/26 Sekunde bis zur H6chstgeschwindigkeit
des Verschlusses k6nnen bequem aus der Hand gegeben
werden. Bei lingeren Belichtungen mu8 man jedoch
besonders sorgsam vorgehen. Sehr sisher hilt man die
Kamera, wenn man den Laufboden so mit der linken
Hand fa8t, da$ der Daumen oben und die i.ibrigen vier
Finger darunter liegen.
   Bei Queraufnahmen aus der Hand wird die Kamera
oo gehalten, da8 sich der Laufboden in der linken Hand
befindet. Der Brillantsucher wird fi.ir Queraufnahmen
um 900 bis zum fiihlbaren Anschlag nach oben gedreht.
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Ftir Aufnahmen vom Stativ ist die Kamera mit zwii
Stativmuttern versehen, von denen die eine fiir Quep
aufnahmen seitlich am Kameragehiuse, die andere fiir
Aufnahmen im Hochformat unter dem Laufboden an'
gebracht ist. Beim ersten Aufschrauben der Kamera
auf ein Stativ vergewissere man sich, ob die Stativ'
schraube nicht zu lang fiir die vorgesehene Stativmutter             4
ist, da man sonst leicht das Gervinde verletzen kann.
Sollte die Schraube am Stativ zu lang sein, so muB man
sie entweder kiirzen, oder etwas unterlegen.
  Das Aufstellen des Apparates im Hochformat auf
einer ebenen Fl?iche, z. B. auf. einem Tisch, erfolgt ver'
mittelst eines am Laufboden angebrachten umklappbaren         1
Fufjes 5 (Fie. 2).
Sue,Irer
   Die VoigtlinderrRollfilmrKamera  ist mit zwei verr
schiedenen Sucherarten ausgeri.istet, deren Anwendung
nachstehend beschrieben wird:
   Brillantsucher (Aufsichtssucher). Fiir Aufnahmen
in Brusthcihe bedient man sich des lichtstarken Brillant'
suchers 10 (Fig. 2), und zwar fiir Hochaufnahmen  in
Normalstellung, und fiir Queraufnahmen um 900 gedreht.
Bei der Benutzung betrachte man das Bild von oben
aus der normalen Sehweite (ca.25 cm), wobei darauf zu
achten ist, daf3 sich das Auge senkrecht ilber der Mitte
des Suchers befindet. Der Ausschnitt der oberen Fliiche
des Suchers ist so gewdhlt, da[J die Begrenzungen  fi'ir
Hoch, und Querformat erkennbar sind.
   Das zwar helle, aber sehr kleine Sucherbildchen kann
durch Aufsetzen einer Sucherlupe (siehe am Schlufj
unter ,Ni.itzliche Erginzungen") drei' bis viermal ver'
grii8ert werden. Vor dem SchlieBen der Kamera mu8
ler Brillantsucher stets in seine Normallage (fiir Hoch'
aufnahme) gebracht werden, da die Kamera sonst beim
Schlie8en besch[digt wird.
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Rahmensucher (Durchsichtssucher). Dieser besteht
  aus dem an der rechten Seite des Objektivtrdgers (von
  vor.n              -       gesehen) angebrachten Drahtrahmen d Gig. 2)  und dem an der re_chten Ldngsseite des Kame."g"LAur.,
  sit-zenden-Diopter 9 (Fig. 2). Der Drahtrahmen] der in
  seiner Ruhelage das objektivbrett umrahmt, wird zum
  Gebrauch um 1800 nach au8en geschwenkt. In dieser
  Lage wird er durch federnde Lalgerung gehalten. Der
  Diopter ist in seiner Basis ebenfalls feieintl eingelenkt.
 Er rvird zum Gebrauch aufgekrappt, so da8 er "parailer
 zum Drahtrahmen steht. (B;i de; Rollfihn,Kameia 5 x g
  ist der-Diopter in die Riickwand des Kamer"g"hlur",
 eingeschoben.  Fi.ir den Gebrauch wird der DiJpter bis
 zum fi.ihlbaren Anschlag herausgezogen.) U;   den
  richtigen Bildausschnitt zu erhalten, mr.ifj *"o das Auge
 so halten, da8 die Konturen des Rahmens mit dem Diopterausschnitt zusammenfallen.
 VersclrlrrB
    Die Kamera wird entweder mit dem Embezetr, Ibsor,
 g$er      -Cgmpurverschlu8-geliefert.  Die Betiitigr"g Jiuru, Verschli.isse ist folgende-:
 Embezetverschlufi (Fig. 3)
   Momentaufnahmen: Der Embezetverschlu8 ist
'ein automatisch arbeitender verschlu8 und braucht
       nie gespannt zu werden. Die Ausldrung-"itotgt {ahe1
 durch Druck auf den Hebel 12 od,er die in fi  tnie.ll einschraubbare Drahtausl6,su_ng. Die Geschwindigkeits,
 regulierung erfolgt auf der Ei-nstelrsch"ib" ri, u"?l *ie auf                                                                                  t/ou     dieser markiert, kdnnen llomentaufnahmen von     t/,tgoS.t\yn-d"
 !i.            gemacht werden; es ist nur erforderlichl die Einstellscheibe in entsprechendem Sinne zu drehen
und_die gewiinschte Geschrvindigkeit einzustellen.  Ist
die Einstellung erfolgt, so driickt han auf den Hebel-sp"rrn"nt2oder auf den eingeschraubten Drahtausloser. Bin
des Verschlusses ist also wecler n6tig noctr *Oglich.                           www.butkus.us
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Zeitauf,nahmen: Man dreht die Stellscheibe nach
rechts, bis sich der Buchstabe T dem auf der Scheibe
angebrachten Zeiger gegentiber befindet. Der erste
Druck auf den Hebel 12 bzw. Drahtausliiser  iiffnet den





                                     Fig.3
Verschlu8, wiihrend ein zweiter diesen wieder schlie8t.
Buchst'abe B bedeutet Zeitaulnahmen von kurzer Dauer.
Bei Stellung der Stellscheibe 15 und Druck auf den
Hebel 12 oder Drahtausliisung iiffnet sich der Verschlu$
und bleibt so lange offen, wie der Druck anh?ilt.
IbsorverschluB (Fig. a)
  Momentaufnahmen: Der lbsorverschlu8 ist ein
ebenfalls automatisch arbeitender R?iderwerkverschlu8
und braucht daher nie gespannt zu werden: Die Aus,
liisung erfolgt durch Druck auf den Hebel 12 (Fie.4)
oder die in 13 einschraubbare Drahtausl6sung. Die
Geschwindigkeitsregulierung  erfolgt auf der Einstell'
scheibe 15, und, wie auf dieser markiert, kiinnen Moment,
aufnahmen von 1 bis 1/1s6 Sekunde gemacht werden; es
ist nur erforderlich, die Einstellscheibe im entsprechenden
Sinne zu drehen und die gewiinschte Geschwindigkeit
einzustellen. Ist die Einstellung erfolgt, so drtickt man

                             8
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auf den Hebel 12 oder auf den eingeschraubten Draht'
ausliiser. Ein Spannen des Verschlusses  ist also wider
niitig noch mdglich.
   Zeitauf nahmen: llan dreht die Stellscheibe links
oder rechts herum, bis sich der Buchstabe ? dem auf
der Scheibe angebrachten Zeiger gegeniiber befindet.
Der erste Druck auf den Hebel 12 bzw. Drahtausliisung





iiffnet don Verschlu$, wiihrend ein zweitcr diesen wieder
schlie$t. Buchstabe B bedeutet Zeitaulnahmen von
kurzer Dauer. Bei Stellung der Stellscheibe 15 und
Druck auf den Hebel 12 oder Drahtauslcisung iiffnet
sich der VerschluB und bleibt so lange offen, wie der
Druck anhillt.
ConpurverschluB  (Fig. 5)
   D ieser Pr?izisionsverschlu  [l gestattet drei verschiedene
Belichtungsarten (Fig. 5).
  Z eitau  f n ahm en: Mandreht die gerlndelteScheibe 15
mit einem Finger so, da8 der Buchstabe Z dem Index,
strich gegeni.ibersteht. Drtickt man nun auf den Aus,
l6sungshebel 12 oder den bei 13 aufgeschraubten Draht,
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ausliiser, so iiffnet sich der Verschlu8 und bleibt offen
stehen, bis er sich durch cinen zweiten Druck auf
Hebel l2 oder den Drahtausliiser wieder schlie8t. Diese
Art wendet man fiir Zeitaulnahmen liingerer Dauer
und beim Einstellen nach der Mattscheibe an.
  Kurze Zeitaufnahmen: Durch Drehen der ge,
riindelten Scheibe 15 stellt man den Buchstaben D dem
                             18





Indexstrich gegeniiber. Driickt man jetzt auf den
Hebel 12 oder den Drahtausldser, so iiffnet sich der
VerschluB und bleibt so lange offen, wie der Druck
andauert. Gibt m4n den Hebel 12 oder den Draht'
ausliiser wieder  frei, so schlie$t sich der Verschlu$.
  Momentau  f nah men: Durch Drehen der gerlndelten
Scheibe 15 stellt man den Buchstaben .&I auf den Index,
strich. Dann stellt man auf der oben gerZindelten
Scheibe 18 die gewiinschte Geschwindigkeit ein (eskiinnen
Momentaufnahmen bis zu 1/366 Sekunde beim 5 x 8,Modell,
und bis zu Llzaosekunde beim Modell 6x9 und 61/2xll
gemacht werden), wobei darauf zu achten ist, da8 diese

                             10
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W
Scheibe nur in der Richtung des eingraviorten Pfeiles ger
 dreht werden darf. Durch Herunterdrticken des Hebels 16
bis zum Einschnappen rvird der Verschlu8 gespannt
und durch Druck auf den Drahtausliiser oder Hebel 12
ausgel6st.
   Es ist also zu beachten, daB der VerschluB nur fiir
Momentaufnahmen gespannt wird. Ubrigens ist der
Verschlu8 schon so konstruiert, da8 der Spannhebel 16
bei der Einstellung der Scheibe 15 auf Z oder D autor
matisch abgeriegelt ist, w?ihrend bei der Einstellung
aul M der ZeitverschlufJ ausgeschaltet wird, so daf3
Fehlbelichtungen von selbst verhindert werden.
TlelenscJlarie
  Die in unsere Kameras eingebauten Objektive sind
so berechnet, daB sie auch bei voller Offnung ein rand,
scharfes Bild liefern. Handelt es sich aber darum, Objekte,
die sich in verschiedenen Ebenen hintereinander befinden,
gleichzeitig scharf zu bekommen, wi.inscht man also
grtil3ere TiefenschZirfe, so mu8 (und dies gilt fi.ir alle
            Tiefe fiir  f    8.3 cm                      -  Einstellung                      I :45     116.3     l:9                                                         I : 12.5    l:18       | 225     tn m.
   €      15.3-o   10.9-o     t.l-@     5.5-r    3.8-o    2.7-n
       l0        6.1-28    5.2-103   4.4-a    3.6-a    2.8-o   2.2-a
       5         3.8-7.4    3.5-9.r    3.0-I3.9   2.6-47    2.2-*    1.8-o
       3         2.5-3.7    2.1-4.1    2.2-4.e    2.0-6.4     1.7-12.6   1.5-o
       2       t78-2.3   1.70-2.4   t.60-2.7    1.43- 3.1    1.33-rt.0   l.l8-6.6
       1.5       1.37-1.66  1.33-1.73  1.27-1.85  1.202.02  r.10-2.4   0.99-3.1
       t.2        l.l2-1.30  1.09-1.34  1.05-1.41  1.00 -1.51  0.93-1.70  0.85-2.02

        1.0       0.9{-1.06  0.92-t 0e  0.89-1.14  0.86-1.20  0.81-1.31  0.?5-1.50
                       www.butkus.us
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Page 14 · Read text
digkeit nicht mehr ausreicht, die Belichtungszeit herab,
zusetzen.
   Werrn man durch Abblenden einerseits die Tiefen'
schlirfe steigert, so verliingert man aber andererseits die
Belichtungsieit, so da{3 sich hier in vielen Fiillen nati.irliche
Grenzen ergeben. Die Verstellung der tslende erfolgt bei
allen Verschliits"tt durch einen Hebel 14 (Fig' 3, 4, 5),
der beim Embezet, und lbsorverschlulJ auf einer Skala den
Blendenwert anzeigt, w2ihrend beim compurverschlu8
(rig.5) ein auf dem oberen Rande desverschlusses spielen,
 aeiZeig"r 17 (Fig.5) auf der oben sitzenden Skala hierbei
die Offiung angibt. (Bei dem 5 x 8'Rollfilm'Modell ist
der Blend""tt"urt am compurverschluB auf der rechten
Seite sichtbar, und zwar ungefihr in der Hiihe des Spann'
hebels 16.)
ScjrlteBen  der  l(arnera
  Nachdem man sich davon iiberzeugt hat, da8 der
geriffelte Knopf 3 (Fig. 2) wieder auf ,,(Jnendlich" (o")
iteht und soriohl Brillant, als auch Rahmensucher ihre
Noim"lstellung einnehmen (Brillantsucher Stellung filr
Hochformat, Rahmensucher vor den Objektivt{dger  ge'
klappt), faBt man mit dem Daumen und Zeigefinger
aei recttten Hand die beiden Greiferschalen 2 (Fig. 2)und schiebt den Objektivtriiger g^nz in das Kamera'
leh?iuse zuriick. Es ist auBerordentlich wichtig,
iaB der Objektivtrlger vollkommen eingeschoben
wird, da sonst die Laufschienen beim Schlie8en der
Kamera verbogen werden k<innen. Bei diesem Einschieben
iegen sich d;  Kamerabalgen und der Brillantsucher
auiomatisch zusammen. Man achte aber beim Ein'
schieben darauf, da8 die Falten des Balgens nicht irgend'
 wie eingedriickt sind, da sich sonst der Balge-n an dieser
 Stelle riicht in die Falten legt, sondern die betreffende
 Stelle verguetscht.
    Ist das Vorderteil nun Sinzlich ein$eschoben, dann
nimmt man die Kamera in beide Hlnde, drilckt mit
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W
den beiden Daumen die Spreizen aus ihren Arretierungen,
klappt den Laufboden hoch und schlie{5t die Kamera
mit leichtem Druck. (Beim Rollfilm,Modell 5 X 8 werden
die Spreizen am besten mit Daumen und Zeigehnger der
rechten Hand nach innen zusammengedri,ickt, damit die
Arretierung des Laufbodens aufgehoben wird. Dann
kann der Laufboden hochgeklappt und die Kamera
geschlossen werden.)
  Wenn Voigtl?inderrKameras auch besonders fest und
solide gebaut sind, so ist doch jede Anwendung von
Gewalt zu vermeiden, denn cs handelt sich hier um
Prlzisionserzeugnisse, bei denen richtige Handhabung
vorausgesetzt wird.
                                  11
        -/i





                                  ?ig.6
Laden  der  l(nrrrg16
   Offnen. Will man in die Kamera eine unbeliehtete
Filmspule einsetzen, so nimmt man die Kamera ln die
                      www.butkus.us
                               15
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linke Hand, und zwar so' da8 der zugeklappte Laufr
uoa"" auf der Handfliiche liegt und das rote Fenster auf
a"inti.treite der Kamera dem Auge sichtbar wird (Fig. 6).
Dann klappt man den Diopter auf (be-im Modell.S x 8
          und dri,ickt mit dem Zeigehnger-der linken
"f.friHand"6tig)kraliig auf den an der oberen Rundung unter





                                 Fit ?
                                            (Fig' 2, 6 und 7)' derrr Tragriemen sitzenden Knopf ll
afi d".-5x8,Kamera sitzt der Knopf 11 -nichl am Voiaerteil des Kameragehziuses, sondern an der oberen
n""ar"g der Kamera,Riickwand.) Es l2ifit sich dann die
 durch SJharnier am Gehluse angelenkte Kamerari,ickwand
 ;li 6"* roten Fenster leicht herunterklappen (Irig' 6)' \"oaur"n die beiden Kammern, die ftir die Aufnahme
 Jer Filmspule bestimmt sind, frelgelegt werden'
   Einsetzen der vollen spule. um eine neue volle
 rirrnspute in die untere Kammer, die sich am Scharniet
 Lefindet, einsetzen zu kiinnen, mu$ der Filmspulen'
                               t6
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triger 19 (Fig.7) vermittelst des auf der linken Seite
angebrachten Greifers 20 (Eig. 7) so weit nach links
geschoben werden, bis er an der linken Seitenwand des
Kamerageh?iuses anliegt (Fig. 7).  Hierauf wird die
volle Filmspule in die Kammer eingelegt, auf den fest'
stehenden Zapf.en 21 (Fig.7) aufgesteckt und der Film,
spulentrlger 19 so weit nach rechts geschoben, bis dessen
Zrpf,en sich ganz in die Bohrung der Filmspule eingefiigt
hat, was in Anbetracht einer selbstt?itigen Zentriev
vorrichtung ohne weiteres miiglich ist. Es ist darauf
zu achten, da[J die Filmspule so eingelegt wird, dafJ das
spitz zulaufende Ende des Rollfilm,Umhiillungspapiers,
nach oben gedreht, nach der leeren, oberen Filmkammer
hinzeigt.
   Aufwickeln der oberen Spule. f)ie leere Filmspule
mul] so in die obere Kammer eingelegt werden, da8 der
Zapfen des Filmschli.issels 22 (Fig. 7) in die seitliche
Bohrung der Filmspule pa8t. Dann entfernt man den
Klebestreifen, der die volle Filmspule zusammenhiilt,
zieht das Ende des Umhiillungspapiers des Rollfilms bis
zur leeren Filmspule in der oberen Filmkammer heriiber,
befestigt es dort durch Einschieben in den breiten
Schlitz der leeren Spule (Fig. 8) und dreht den Film,
schliissel 22 nach rechts in der Richtung des einr
gravicrten Pfeiles weiter, bis das Umhi.illungspapier des
Rollfilms in seiner grii8ten Breite gleichmi8ig zwischen
die beiden Scheiben der Filmspule zu liegen kommt.
   Schlie8en. Hierauf schliefit man die Ri.ickseite der
Kamera wieder sorgfiltig durch Zusammendri.icken  der
beiden Kamerahllften und dreht, nachdem dies geschehen
ist, den Filmschliissel 22 langsarn weiter nach rechts,
bis im roten Fensterausschnitt der Kamerari.ickwand
eine Hand SIF  und bald darauf die Nummer I
erscheint.
  Die Kamera ist nunmehr fiir die erste Aufnahmb
bereit. Fiir dio zweite und die weiteren Aufnahmen
                      www.butkus.us
                              t7
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wird der Filmschliissel  jeweils langsam  weitergedreht,
bis der Reihe nach die Nummern 2 bis 6 im Fenster
erschienen sind.



                                                                                                                                                                                          .





                                   Fig.8
Entladen    .ler  l(aurera
  Nachdem alle 6 Aufnahmen gemacht sind, wird der
Schli.issel 22 so lange weitergedreht, bis das Ende des
Papiersehutzbandes unter dem roten Fenster durch,
gegangen ist. Dann erst kann der Kamerariicken
ged,ffnet werden, und zwar in der Weise wie auf Seite 15, 16
und 17 unter,,Offnen" beschrieben. Das Papierende wird
nun durch Auflegen des linken Zeigefingers festgehalten,
wiihrend mit der rechten Hand der Filmschltissel  in
der Pfeilrichtung weitergedreht wird, was ein sicheres
Aufwickeln des Schutzpapiers bewirkt. Es mul] jedoch
darauf geachtet werden, daB das Schutzpapier nicht

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        .I
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zu fest aufgerollt wird, auch darf das Offnen der
 Kamera zweckm?i8ig nicht im grellen Sonnenlicht
 vorgenommen werden, sondern am besten im Schatten
 der eigenen Person, da der Film sonst leicht Schaden
 leidet. Am Ende des Schutzpapiers befindet sich ein
 gummierter Verschlu8streifen, mit dem der belichtete
 Rollfilm zugeklebt wird. Die Spule kann dann aus
 der oberen Filmkammer entnommen werclen, indem
man umgbkehrt verfihrt wie beim Einsetzen. Es





mu8 also der Filmspulentrdgerz4 (Fig,7) der oberen
Filmkammer bis zum Anschlag an das Kameragehduse
nach links ausgezogen werden, damit man die Spule
herausnehmen kann. Das Herausnehmen der Spule ge,
schieht am besten in der Weise, dal3 man mit Daumen
und Zeigefinger der rechten',Hand die beiden seitlichen
Scheiben der Filmspule fa8t und die Spule'so aus der
Kammer heraushebt (Fig.9). Die in der unteren Film,
kammer leer gewordene Spule wird dann in die obere
leere Filmkammer fiir den niichsten Gebrauch eingesetzt.
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                              t9
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Es sei hier noch besonders darauf hingewiesen, daB
 bei den Modellen 6 x9 und 61fs x 11 beim Offnen und
Schlief3en der Kamerariickwand stets der Diopter auf,
geklappt werden muf3, da er sonst den Lederbezug der
Kamera verscheuert.
Niitzltefte Drgdnzrrngen
   Die nachfolgend beschriebenen Instrumente sind zwar
nicht'unbedingt erforderlich, aber doch gut und niitz,
lich, denn sie erweitern die Verwendungsm6glichkeit
der Kamera um ein betriichtliches.





Gellefller
   Ein wei8er ausdrucksloser Himmel, schwarze Blumen
auf der Wiese, graue Obstbaumbli,iten gegen wei$en
Himmel, wasserhelle, ausdruckslose Augen und sichtbar
gewordene Sommersprossen sind Dinge, die man ungern
auf seinen Bildern sieht.
 Um die Stimmung des Wolkenhimmels, die zarten
Farben der Bliiten und der Natur iiberhaupt, tonrichtig
wiederzugeben, um blaue Augen, blonde Flaare und
farbige Kleider natiirlich erscheinen zu lassen und um
Sommersprossen zu unterdrticken, wird man immer Filme
mit wirklich orthochromatischer Schicht verarbeiten.

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Das Arbeiten mit solchen Filnen hat aber nur dann
      Zweck, wenn man ein gutes Gelbfilter vor das Objektiv
       schaltet. Voigtl?inder,Gelbfilter,  genau zu dem Objektiv
       Ihrer Kamera passend, werden in zwei Sorten hergestellt:
           fi.ir gewiihnliche F?ille das ,Alpha", Filter (2 x) und fiir
       st?ir[ereWirkung das             (5x). Sie sind durch                             "Beta",Filter                            beziehen. Als Angabe geniigt:      jedes Fachgeschdlt zu
     Kamera (Rollfilm 5 x 8, 6x9 oder 61/gx 11), Objektiv
       (Vdigtar, Skopar oder Heliar) und Dichte (Alpha oder
        Beta).





    Sucherlupe
       Das Bild im Brillantsucher ist   zumal bei Klein'                                            -      Kameras    recht winzig, so da$ es schwierig ist, es                 -                  beurteilen oder Einzelheiten zu erkennen.       richtig zu
      Diesem Ubelstande macht die Sucherlupe ein Ende, denn
       sie zeigt uns das Sucherbild in etwa vierfacher Vev
       gr6llerung, so daB man nicht nur das BiId bequem ber
        urteilen, sondern auch alle Einzelheiten genau und
       deutlich erkennen kann. Die Lupe ist so klein, dafi
       sie zusammengeschoben in der Westentasche getragen
      werden kann; bei Bedarf wird sie ausgezogen und auf
       den Brillantsucher einfach aufgesteckt. Bei der Bestellung
       der Sucherlupe ist anzugeben:
             sucherlup"        t:' Rollrilm\                      T:.t           ;X;'und 6,/sx1r.
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I(Ielne s/lnlse
  Um das Objektiv vom Staub reinigen zu k6nnen,
ist es notwendig, die beiden Objektivhlilften aus dem
Verschlufi herauszuschrauben. Es kann dies nur ge,
schehen, wenn sich kein Film in der Kamera befindet,
also nur, wenn die Kamera nicht geladen ist, da sonst
der Film verdirbt. Man iiffnet also den Laufboden der
Kamera und die Kamerari.ickwand und schraubt dann
die beiden Objektivh?ilften vorsichtig aus dem Verschlu8
heraus. Die Reinigung des Objektivs wird dann
mit einem reinen Leinentaschentuch, ohne Appretur,
vorgenommen. Auf keinen Fall versuche man, das
Vordep und Hinterglied des Objektivs noch weiter
auseinanderzuschrauben, denn selbet bei grii8ter Auf,
merksamkeit und Sorgfalt wird es auch einem ev
fahrenen Amateur kaum miiglich sein, das Objektiv
so zusammenzusetzen, daB seine volle Leistungsf?ihigkeit
wieder hergestellt wird. Wer trotz dieser Warnung
den Versuch unternimmt, wird zu seinem eigenen Schaden
erkennen, welche Pr?izisionsarbeit allein im Zusammen'
setzen eines solchen Objektivs besteht.
   Bei Temperaturwechsel im Winter, zwischen kalter
Aufienluft und warmen Innenriumen, kann die Innen'
seite des Objektivs beschlagen. In diesem Falle mu8 man
eben warten, bis der Beschlag von selbst verdunstet
ist, da ein Trocknen der beiden Objektivhiilften  4US
dem Grunde nicht mdglich sein wird, weil man in den
meisten Flillen seine RollfilmoKamera mit einem  unt
belichteten Film geladen bei sich fiihren wird, was ein
Offnen der Kamerariickwand unmiiglich macht. Solango
der Beschlag auf dem Objektiv vorhanden ist, kiinnen
Aufnahmen nicht gemacht werden, da diese vollstiindig
verschleiert sein wiirden.
  Es empfiehlt sich, von Zeit zu Zeit den Kamera,
balgen innen vom Staub zv reinigen. Am sichersten
geschieht das in der Weise, daB man die Kamera bis

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Ir--

     ?yF A'rschlag auszieht, die Rtickwand tler Kamera
        6ffnet, die beiden Objektivhiilften entfernt urrJ d"rr'
       mit einem feinen staubpinsel den Balgen innen abstaubt,
      wobei man durch den geiiffneten verschlufi hindurch,
          bl?ist, damit der Staub auch wirklich     d", K"-"r"        entfernt wird. Auch leichtes Klopfen mit"u,  derr- Finger
      von auBen auf den Balgen unter gleichzeitigem Hindurch,
       blasen durch den Verichlu8 ist Tweckm?i6ig.
      SctrluBlrzorl
         In jedom Rollfilm stecken sechs schcine, saubere         ,
      Negative. Diese herauszuhoren, das ist die Kunst.
      Kunst ist, hat einmal jemand gesagt, wenn man's kann.
      Auch in der Photographiet w"r ii"h bei seinen Auf,
     nahmen wohl bewu8t ist, warum er hier mit voller
       offnung arbeitet und dort abblendet, weshalb er hier
      kurz belichtet und dort lrnger, der wird natiirlich aus
       cinem Rollfilm mehr brauchbare, schdno Negative heraus,
       lolen als der, der nur auf den Knopf driiclt urrA -"irrt,      die Kamera wird's schon allein machen. Es wiircre        natiirlich iiber den Rahmen dieser Gebrauchsanweisung
      hinausgehen, hier ein Lehrbuch der photografhie zu
       schreiben, aber wir miichten gern, da8 jedJs mitgti"a
       der ,,VoigtliinderrGemeinde" dai Beste aus seiner Kamera
       herausholt. und deshalb empfehlen wir Ihnen, ein kurz,
      gefa8tes Lehrbuch fiir die Amateur,photographie,-wie
        z. B. das kleine Handbuch von Vogel ode-r i-rrri  zu
      studieren. Fiir diese kleine Miihe werden sie durch
      die schiinheit Ihrer Aufnahmen reichlich entschadigt.

      Arbeilen Sie sqton mit dern
        SoIrop-RoIIfiIm?
                              www.butkus.us
                                 23                   A
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