Film cameras
Agfa Silette User manual
User manual for Agfa Silette. 56 pages in German. Read the original PDF, download or print a copy without registration.
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Document details
- Brand
- Agfa
- Model / document
- Agfa Silette
- Document type
- User manual
- Language
- German
- Pages
- 56
- File size
- 12.9 MB
- Category
- Film cameras
- Document date
- Not specified in catalog
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DER ENTFERNUNGSMESSER
Ein Blick durch den grofien und hellen MeB-
sucher: In der Bildmitte ein kreisrunder Aus-
schnitt. In diesem Ausschnitt sieht man den
anvisierten Gegenstand doppelt. Man dreht
an der Entfernungseinstellung des Objektivs
(Hebel oder Ring), dabei bewegt sidr das
eine der beiden Doppelbilder. Rasdr lassen
sie sich zur Deckung bringen, iibereinander-
stellen. Schon ist scharf eingestellt.
.l
trkDas also sind die Vorteile der gekuppelten
Entfernungsmessung. \[ie funktioniert es
tedrnisch? Der \(itz ist, da8 man das Ob- ten Ausblicl<s-Fenster das Objekt ein zweires
jektiv von zwei verschiedenen Punkten aus Mal, und an scheinbar anderer Stelle.
betrachtet: den beiden Sucherfenstern. DurcI Diese beiden Bilder bringen wir zur Ded<ung.
den Meflsucher-Einblick sieht man einmal Praktiscl geschieht das durch Verlnderung der
durch das linke Ausblid<s-Fenster direkt zum Einstellung des Objektivs. Gleichzeitig mit
Objekt. Uber zwei Spiegel der eine ist der Objektiv-Einstellung bewegen wir auto- -halbdurchllssig erblicken wir aus dem rech- matisch durch eine Kupplung unserer Super -
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l-
Silette bzw. Ambi Silette eine Linse. Je nach
der Entfernung des Objektivs hat diese Linse
eine andere Stellung.
Der \Vitz ist die Verbindung der schwenk-
baren E-Messer-Linse mit der Objektiv-Ein-
stellung. Im gleichen Moment, da die beiden
Bilder der Sucherfenster durch Schwenkung zur
Deckung gebracht sind, also als e i n Bild er-
scheinen, im gleichen Moment ist auch schon
auf den anvisierten Gegenstand scharf ein-
gesteilt. Und zwar mit griif3ter Prlzision'
Das \(tjrtchen ,,Super" vor Silette hat also
seinen Grund! Und bei der Ambi setzt man
,,Super" einfach als selbstverstindlich voraus'
Nicht jedem fellt es von Anfang an leicht,
mit dem Entfernungsmesser umzugehen. Man-
cher tut sich hart, beide Bilder zur Deckung
zu bringen. Glilcklicherweise ist es jedoch
nicht so wie mit dem Radio. Es soll ja Leute
geben, die das nie ,,scharf" einstellen kijnnen
(daher dann das ,,Magisdre Auge", auch eine
Art gekuppelter Scharfsteller). Bitte keineView original page 2Page 3 · Read text
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I falsche Scham, wenn das E_Messen oder Mef3_ haft. Selbsr wenn man sich daran gewcihnt
lr Suchen nicht soforu funktionieren will. Ubung hat und das Scharfeinstellen im Haniumdre-
macht bekanntlich Meister. Es gibt auch giin_ hen klappt, wird es immer Fllle geben, bei
stige Objekte und weniger giinstige. Stellt denen Itoinzidenz d. h. das Zusammen_ - man z. B. auf einen Zaun ein, dann weif3 man treffen beider Bilder schwierig zu erreichen
nicht, ist die rechte Zaunlatte nun die nichste ist. Bewegt sich unser- Motiv rasch von der
Zaunlatte oder das Doppclbild? In diesem Stelle, ist es fast unmciglich, noch darauf
Fall: \7ink mit dem Zaunpfahl. Also auf den scharfzustellen. Sicherer ist es dann, die ge_ nrassiveren pfahl einstellen, bei dem eine wiinschte Aufnahmeentfernung vorher abzu_
Verwechslung nicht mciglich ist. Gut geeignet sch;itzen und diese auf dem Meter-Index ein_
zum Uben sind iiberhaupr ldngliche Gegen_ zustellen. Man folgt dann der Bewegung des
stinde mit ,,kontrastreichem profil,., also Motivs mit dem Sucher und lcist die Kamera
helle Schnur vor dunklem Grund, dunkle vor aus, wenn sich die Doppelbilder decken.
hellem usw. Bei sehr rasch bewegten Aufnahmeobjekten
Manche sehen dasMe8bild nicht. Abhilfe: Mit mi{3t man die Entfernung eines punktes, der
dem Finger das rechte Fensrer abdecken _ in der Bahn des Objektivs liegr. Natiirlich
schon ist das kreisrunde eingeflrbte Me8bild lcist man dann aus, wenn das Motiv den ge_
weg. Nimmt man den Finger vom E_Messer_ messenen Punkt,,iiberfdhrt...
Fensrer, springt einem das Me8bild fcjrmlich Bei Portrits auf die Augen scharfeinstellen!
ins Auge. Die Lider als Mef3objekt wdhlen. Sie heben
Die gro8e Darstellung der Silette_Sucher ist sich ja fast immer deutlich vom \il/ei8 des fiir das Entfernungsmessen ebenfalls vorteil_ Auges ab.
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i LView original page 3Page 4 · Read text
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DIE FILME UNSERBR SILETTE
tr/''i'
,* t&t, Schon vom Filmeinlegen her wissen wir, dafl Silette zur Fland hat, der Film aber schon
-.3 die Filme unserer Silette in Metallpatronen nach einer Belichtung oder gar vor einer Auf-
$,.tt manche sind auch aus Kunststoff gefertigt nahme zu Endc ist! Eine unangenehme Mcig- .)t - eingelegt werden' Kdnnte man solchen lichkeit, die beim 1,60 m langen Film viel - scltener auftritt. Erlebt haben das iibrigens Film aus der Patrone herausziehen miifSte - Ein schon vielc, auch prominente Fotografen. man die Arme ordentlich ausstrecken'
Filmstreifen |f,r 36 Aufnahmen ist rd' 1,60m ,,Am Anfang nur Patronen" - es gibt also
lang. \flir lassen ihn natiirlich in seiner Pa- noch andcre Miiglichkeiten. Die Agfa Isopan-
,,Pa- trone, da ist er am besten vor Licht geschiitzt' Filme (Schwarzweifs-Filme) gibt es in
Am Anfang sollte man nur Patronen ver- tronen", als,,Tageslicht-Spulen", als,,Einlege-
wenden. Ob eine mit 36 oder mit 20 Auf- Packung" und als ,,Meterware" in Rollen.
nahmen, hingt von unserem Fotografier-Eifer \Wer geniigend Praxis im Umgang mit Kame-
diese ab. \ilirtschaftlicher ist ein Film mit 35 Auf- ras und Filmen hat, kann spiter u. U.
nahmen. Es sei aber nicht verschwiegen, da8 Packungsarten verwenden. Sie alle sind zum
man sich jede einzelne Aufnahme mehr iiber- Laden leerer Patronen bestimmt. Das kann z'T' das legt, wenn man ,,nur" 20 Bilder auf dem bei Tageslicht geschehen, natiirlich wie
Filmstreifen hat. Andererseits ist es schade, Laden der Kamera: im Schatten! Mit unent-
'wenn man bci einem groflartigen Motiv die wickelten Filmen im direkten grellen Licht
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Beim Aufwickeln des Films auf die Patronen- Patrone herausragen. Die Patrone wird ver-
spulc mu8 deren Knopf links liegen, wie die schlossen und am Papiervorspann so lange
Abbildung ebenfalls zeigt. Die Patronen- vorsichtig gezogen, bis der Filmanfang aus - Film in der Patrone kommt. Der Papier-Vorspannspuie wird mit dem aufgewickelten
die Patrone eingeschoben. Dabei mu{3 ein wird entfernt - die Patrone ist bereit zum
Teil des schmalen Filmanfangs (fiir die Silette- Einlegcn in die Silette. - Tageslicht-Spulen
Aufwickel-Spule) aus der Patrone heraus- gibt es f]f,r 36 und fiir 20 Aufnahmen.
ragen. Die geladene und geschlossene Patrone Meterware ist Film in Rollenform. Er ist in
wird mit Tesafilm o. d. zugeklebt, damit sie 5 und 17 m Lange lieferbar. Nattirlich kann
nicht beim splteren Flerausnehmen aus der man sicJr hier jede beliebige Filmlinge bis
Kamera versehentlich aufgeht. 1,60 m zum Einlegen in dic Patrone abschnei-
Wesentlidr einfacher ist die Handhabung der den. Auf sauberen Beschnitt des Filmendes,
Tageslicht-Spwle. Ylie ihr Name schon sagt, das auf die Patronenspule gewickelt wird,
macht sie die Dunkelkammer beim Einlegen achten. Auch keine nt langen Filmstreifen
in die Patrone tiberfliissig' Bei ihr ist der Film mit Gewalt in die Patrone einzwingen! Film-
auf eine Patronenspule gewickelt. Uber dem anfang markieren (welcher Filmtyp).
Film liegt ein PapiervorsPann, der lichtdicht
ist. Zum Einlegen wird der Klebstreifen des Alle diese Verpackungsarten kosten zunldrst
PapiervorsPanns aufgerissen und die Spule weniger als die Patronen. Zu bedenken ist:
in die Patrone eingeschoben. Auf richtige Lage Fabrik-gefiillte Patronen sind am sichersten -
des Spulenknopfes achten! \(enige Zenti- gegeniiber Lichteinfall. Sie wurden auch unter
meter des Papier-Vorspanns miissen aus der denkbar giinstigen (und kostspieligen) Vor-
5tView original page 7Page 9 · Read text
ficrte Objekt wiedergcgeben, nur cbcrr mit
,,umge kehrtcn" Lichtcrn, Mittcltcinen und
Schatten.
Nicht alle Emulsionen sind glcich lichtcmp-
findlich. Entsprcchcnd sind sie untcrschiedlich
zu bclichten. Ein hochcmpfindlicher Film wird
bci knappcr Bcl,chtung (nicdrigercr Lichtwcrt
oder kleincrc Blendc oder kiirzcrc I3elichtungs-
zcit) genauso stark gcschwirzt wic ein nied-
rigcr-empfindlicher Film bei reichlichcr Be-
lichtung.
Das MaB f i;r dic Empfindlichkcit unscrer
Filme sind hicrzulandc dic DIN-Grade' Pri-
gen wir uns das gleich arn Beispiel dcr in
Deutsdhland mcist gcbrauchten Isopan-Fihlre
ein. Es gibt Isopan FF, F, ISS und Ultra' Dcr
FF hat l3ll}a I)IN, der F 77110" DIN,
2311'0"dcr ISS 2Il1'Oa DIN und der Ultra
DIN. 3/10" DIN mehr oder wcnigcr bedcutct
doppeltc bzw. halbc Empfindlichkeit.
Dinkclsbi.ihl (Solinar, Gclbhltcr)View original page 9Page 10 · Read text
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Da wir ja unsere Belichtung meist nach dem Teilchen liegen eng aneinander. \Wird ein
Belidrtungsmesser oder der Tabelle bestim- Negativ srark vergriif3ert, werden die Zwi-
men, gehen wir hier stets nur von der E-p- schenrlume zwischen den einzelnen Silber-
findlichkeit des eingelegten Films aus. Es ist kdrnchen im Papierbild sicfitbar. Das sieht un-
damit belanglos, ob der Isopan F nun dop- sclr<jn aus. Fhchen einheitlichen Tons (2. B.
pelt so empfindlich wie der Isopan FF ist, Himmelspartien) wirken dann,,zerrissen...
oder ob der ISS halb so empfindlich wie der Audr feinste Einzelheiren und Tonnuancen
Ultra usw. kiinnen auf diese \Weise nidrt imrner deutlich
Dringend sei geraten, sich zunichst immer wiedergegeben werden.
nur einen Filmtyp in die Silette zu legen und Je empfindlicher ein Film ist, um so grd8er
bei dem zu bleiben. Und zwar den Isopan F. sind seine Silberteilchen und deren Zwischen-
Er isr der Standardfilm: der vielseitigste und r;iume. Mit anderen \(orten: um so ,grob-
am hd.ufigsten verwendete. kiirniger" fallen die Vergrci8erungen davon
aus.
Offensichtlich haben niedrigempfindliche Filme
Vorteile gegeni.iber hochempfindlichen. Denn Zum Teil als Folgc der feineren Kdrnigkeit,
sonst wiirde man ja nur die ganz,,schnellen.. auch aus anderen Gri.inden fallen die auf
nehmen, weil man bei ihnen am kiirzesten niedrigempfindlichen Filmen gemachten Fotos
belichten und am std,rksten abblenden kann. schd,rfer aus. Doch mu8 hier gesagr werden,
So ist es auch. Die entwickelte Schich eines da8 die Schlrfeleistung des schnellsten Agfa-
fotografischen Films besteht aus mikroskopisch
kleinen Silberteilchen, dem ,,Korn... Diese (Isopan Ultra)View original page 10Page 12 · Read text
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Films, des Isopan Ultra, und auch seine Fein- Friiher konnte man in Fotobi.ichern im Ka-
kdrnigkeit trorz seiner hohen Empfindlichkeit pitel ,nFilm" eine ganze Reihe Stichworte
ungewcihnlich gur sind. finden wie: Panchromasie, Orthochromasie,
Lichthoffreiheit, Schleierneigung, Auflcisungs-
Der 17110o DIN-Fitm ltropon-f 1 ;st fiir die vermcigen, Kontrast-lViedergabe u. a. m.
allgenreine Foto-Praxis der ricbtige Film. Nur Das k6nnen wir uns schenken. Uber die Far- in Sonderfillen leisren die anderen Typen benempfindlichkeit, d. h. die tonwenrichtige bessere Dienste. Bei starken Vergrci8erungen \Tiedergabe, wird im nlchsten Kapitel unter ist der Isopan FF am geeignetsten. Fiir Foros ,,Farbfilter" noch gesprochen. \Tichtiger alsdokumentarischen Charakters, fiir prazise profunde Kenntnisse fotografischer Theorie\Tiedergabe feinster Einzelheiten, Arclitek- ist es fi.ir den Amateur, einen Grundsarz zutur-, Sach- und Fernaufnahmen ist der Isopan beachten; wir lasen ihn eben schon, er hei8t:FF der gegebene Film. Er mu8 erwa doppelt
so stark belichtet werden wie der Isopan F, Bleib bei einer einmal erprobten Filmsorte!also doppelte Belichtungszeit bzw. Blende um
ein Intervall tjffnen (einenLichtwert abziehen). So ist man vor Fehlresultaten am sichersten
FIat man mit schwachem Licht zu rechnen, so gewappnet. Dieser Standardfilm ist der Iso-
trotzdem kurz belichten: Bei Fotos im Thea- pan F. FIat man mit ihm geniigend Erfah-
ter, Kino, Sportveranstaltungen (besonders in rung gesammelt, kann man fi.ir Sonderzweche
Hallen), fiir Sdrnappschiisse in Innenrdumen wenn wenig Licht zu erwarten sein wird -u. d. sind die schnellsten Isopan-Filme ISS und zvm Fotografieren gelegentlich auch mal zu -Ultra die geeignetsten Filmsorren. Isopan Ultra greifen.View original page 12Page 13 · Read text
Die Agfacolor-Filme color - Umkehranstalten au8erhalb unserer
Landesgrcnzen ztJ entnehmen.
Die Isopan-Filme sind die bewlhrten Helfer Der Farb-Umkehrfilm ergibt also die 24X36
fiir Schwarzweif3-Fotos. Ihr Gegenstiick fi.ir mm grofien Diapositive (Durchsichtsbilder)'
die Farbfotografie sind die Agfacoror-Filme. die man am vorteilrraftesten im verdunkelten
Hier mijssen wir zwei Typen unterscheiden: Raum mit einem Projektionsgerit an die
Agfacolor - umleebrfrl- ,rrrd Agfacolor - Ne- eigene ,,Kino-Leinwand" wirft.
gatirfilm.Der Umkehrfilm *irJ nach der Be- Den Agfacolor-Negativ-Film gibt man nach
lichtung an eine aurorisierte Agfacolor-Um- seiner Belichtung wie einen Schwarzwei8-Film
kehrar,ltalt geschicpt, die den Film kostenlos seinem Fotohlndler. Natiirlich wird man an-
zu farbigen Durchsichtsbildern entwickelt und geben, da8 es sich um einen Agfacolor-Nega-
uns zuriickschickt. \(er in einer der Grofl- tivfilm handelt' Man sieht zwar schon an der
stidte des In- und Auslandes wohnt, die eine Patrone, um welchen Filmtyp es sich handelt er jedodr kommt Angabe der genauen mit Mauern in ihrenAgf".olor-Umkehranstalt - Entwicklungs- richtige in die schnellsten am selbst dort birgt, kann den Film natiirlich
hifrirrg"r, u'd wieder abholen. So kann u. Abteilung. Dort wird er zv farbigen Nega-
U. der Film nach seiner Entwicklung um ein tiven entwickelt.'wie beim schwarzweifl-Film
bis zwei Tage schneiler in den Hlnden seines sind diese Bilder gleichfalls in ihren Hellig-
,wo man seine nichste Um- keitswerten umgekehrt. Jedoch auch die Far- Fotografen sein.
kehranstalt findet, geht aus dem jedem Agfa- ben finden wir beim entwic}elten Film ge- vor' Die Physiker color-umkehrfilm beigegebenen Flandzettel wissermaBen,,negativ"
hervor. Ihm sind ,.r"rtirli.h auch die Agfa- sprechen in solchem Fall von,,Gegenfarben"'
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Das Farbnegativ besitzt also die Gegenfarben \fler schwarzwei( und farbig auf einem Film
des fotografierten Objekrs. \7ird es auf Agfa_ fotografieren will, wer Farb-papierbilder ins
color-Papier kopiert oder vergrci8ert (belich_ Album kleben oder in Kassetten zu sammeln tet und entwickelt, dhnlich wenn aucJr in beabsichtigt, regelmdf3ig von einer Farbauf_ - anderer Technik Schw wie beim arzwei{!- nahme mehrere Bilder haben will - Film), dann entsteht ein farbiges positiv, ein greift am vorteilhaftesren zum Agfacolor_Ne_der
Farbpapierbild in natiirlichen Farben. gativ-Film.
Damit nidrt genug! Man kann selbstversrend-
lich von einem jeden guten Farbnegativ be- Beim Farbumkehrfilm gewinnt man direkt
liebig viel Kopien oder Vergrci8erungen ma- aus dem in der Silette belichteten Film Farb_
auch nicht chen lassen. Und man kann sie farbig wie diapositive. Hiervon kcinnen, wenn
so einfach wie beim Negativ-positiv-Verfah_ auch schwa r zw ei{l anferti gen. S chliel3lich k6n- ren, Zweitdiapositive, auch farbige und nen auf Agfacolor-Positivfilm farbige Dia-
positive erneut in beliebiger Menge von schwarzweiBe Papierbilder gemacht werden. - -Farbnegativen gewonnen werden. Ebenso Viele Fotoamareure bevorzugen das farbige
SchwarzweiB-Diapositive. Diapositiv, mit dem projektionsgerit vorge_
Das Agfacolor-Negativ-positiv-Verfahren ist ftihrt. Ihnen geniigt im allgemeinen das eine
mithin das vielseitigste Verfahren. Der Film in der Silette entstandene Farbdia. Nur ge_wird zum komplementirfarbigen Negativ legentlicJr lassen sie sich mal ein papierbild
entwickelt, aus dem farbige und schwarz_ davon machen oder ein Zweitdia be_
wei{3e Papierbilder und Dias direkt gemacht sonders gut gelungenen Agfacolor-Aufnahme."irr",
werden k6nnen. Fiir sie ist der Umkehrfilm das richtige.
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In ihrer Empfindlichkeit sind sich beide Filme sprlche dem Sonnenlicht. Beide haben Recht'
annihernd gleich. Der Agfacolor-Umkehrfilm So wurde weiten Kreisen offensichtlich, "rrt ist das Licht unserer Gliihlampen andersist wie 18/1Oo DIN zu belichten, der Agfa- da8 'Wir
color-Negativfilm wie 17lt0o DIN. (Die als das Tageslicht. Es ist viel rtjter' wer-
DIN-Grade wurden fiir Schwarzwei8-Filme den uns dessen blo8 nicht recht bewu8t, weil
gesdraffen. Zt ihrer Bestimmung ist ein ziem- wir die Dinge so sehen, wie wir es (bei
lich kompliziertes Belichtungs-, Entwicklungs- Tageslicht) gewohnt sind. Ein wei8es Blatt
und Meflverfahren erforderlich' Da Farbfilme Papier erscheint uns immer ,,weif3", ob unter
anders entwickelt werden, kann man, um wis- der Petrolcumlampe, der Gliihlampe oder in
senschaftlich genau zu sein, nicht sagen: der der Sonne betrachtet. In \ilahrheit ist es ein-
Agfacolor-Umkehrfilm hat 18/1OoDIN. Da- mal weitaus mehr rot, das andere mal weit-
her die Formulierung: zu belichten wie 18/10o aus mehr blau. Das bei normalem Sonnen-
DIN. Praktisch ist das das gleiche. Im Kapitel licht betrachtete Biatt Papier empfinden wir
uns diesBelichtungsmessung werden wir noch einiges als ,,wei8". Merkwiirdigerweise flllt
unsin diesem Zusammenhang Interessierende im Farbfoto stijrend auf, wdhrend wir
lesen. dessen in der \firklichkeit nicht bewufit wer-
den. Deshalb gibt es Agfacolor-Umkehrfilme
18 18CUT und Agfacolor-Umkehrfilme Tageslicht fiir - CUK kann man nur fiir die Jeden fiir Kunstlicht. Leuchtstoff-Lampen ein- die vor Als Jahren
gefi.ihrt wurden, gab es viele kritische Stim- eine Beleuchtungsart verwenden. Der Kunst-
men. Sie riigten, ihr Licht sei so ,,kalt"' Die lichtfilm ist gegeniiber Rot viel weniger
Hersteller der Lampen behaupteten, es ent- empfindlich als der Tageslichtfilm' So erschei-
59View original page 15Page 16 · Read text
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nen die mir ihm im Kunstlicht fotograficrten die Rede war, jedoch nic}t von Negativ-T-
Dinge normai, d. h. in den gewohnten, als und K-Film. Es gibt nimlich nur einen
,,richtig" empfundenen Farben. Auf der Pak- Negativ-Film. Er kann ftir alle Beleuchtungs-
kung und der Patrone unserer Agfacolor- arten verv/endet werden. Beim Kopieren und
Filme ist vermerkr, ob es sich um einen Tages- Vergrd'Bern der Papierbilder kann die Farbe
lichd- oder Kunstlichtfilm handelt. Auch in des Bildes gefiltert, also blau- oder rotbetont
den schmalen Teil unseres Filmanfangs, den werden. Dann wirkt das Bild nati.irlich.
wir in die Aufwickelspule der Silette hingen, Zurid< zum Umkehrfilm. Auf Tageslicht-ist die Bezeichnung eingesranzr: Agfacolor Farbfilm kann man Elektronenblitz-Aufnah-UT bzw. UK. T bedeutet Tageslicht, K Kunst- men machen und Fotos mit blaugefirbtenlicht.
Blitzlampen. Ftir Umkehr-Kunstlichtfilm gibt
Der aufmerksame Leser hat sich vielleicht ge- es gelblich gefirbte Blitzlampen. Bei Negariv-
wundert, u,'ieso hier nur von Umkehr- Farbfilm kann man alle Blitzlicht-Arten ver-
Tageslicht- und Umkehr-Kunstlichtfilm wenden.
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Objektiv mit einer Sonnenblende schttzen. diesem tjmstand kann die Sonnenblende nicht
Sie ist nicht allein gegen Fremdlicht eine 'r'oll wirksam sein. (Jedoch ist Vorsicht ge-
wirksame tVaffe, sondern auch gegen Regen, boten, da8 man nicht versehentlich die Hand
spritzendes \Tasser am Meer u. a. m. des,,Objektiv-Beschiitzers" mirfotografiert.)
Ftir das Color-Solinar und das Color-Telinear
der Ambi Silette dient die gleiche Sonnen- Zwed<miiflig ist das auf der vorhergehenden Seite ab-
blende. Beim \(eitwinkel-Objektiv, dem taschen-Riemengebildete Etui. Esbefestigenl;if3t sic.hundbequementhihamdreiFiltcrBereitschafts-neben
Color-Ambion, dagegen mu$ dessen Spezial- der Sonnenblende.
Sonnenblende verwendet werden. Die Normal-
Sonnenblende schneidet die Ecken griil3eren Die Farbftlter
IJlickwinkels vom Color-Ambion ab! Den Unerfahrenen mag es iiberraschen: Farb_
Vie bei anderen Kameras auch ist es bei der filter braucjrr man ftir Schwarzweifi-Aufnah_
Silette bei Gegenlicht-Aufnahmen mit starkem men. In der Farbfotografie dagegen sind sie
Gegenlicht mitunter vorteilhaft, durch die aus- nur fiir seltene Sonderfille Spezialfilter er_
gestred<te Hand eines Helfers das Objektiv forderlich. I7ozu Farbfilter bei ScJrwarz_ -abzuschaten. Natiirlicl kann man auch, wenn wei8-Fotos? Die Antwort heifJt: zur Kon_
es die Umstlnde erlauben, im Schatten eines trasrsreigerung. Jede Schwarzweif3_Aufnahme
Baumes usw. fotografieren. Dies als zusatz- ist eine Ubersetzung des farbigen Motivs in
liclrer Sdrutz vor Reflexen innerhalb des Ob- Grauwerte. Dabei entsprechen diese Grautcjne
jektivs. Dieses scheinbar i.ibervorsicltige Ver- in ihrer Helligkeir etwa der Virkung der
fahren ist dann angebracht, wenn die Sonne Farbe auf unser Auge. Das war nicht immer
knapp aufierhalb des Bildfeldes steht. LJnter so! Betrachrer man Fotos aus der Zeit d,er
6z
I
IL^View original page 18Page 19 · Read text
Jahrhundertwende, fallen einem z. B' die
meist eintcinigen Bilder a:uf . Sie sehen so aus'
als ob sie alle bei bedecktem Himmel gemacht
worden sind. Dabei hat es damals im gro8en
und ganzen genausooft blauen Himmel und
wei8e Volken gegeben wie heute. Die llteren
und auch einige noch heute produzierte Filme
zeigten Blau im Schwarzweifl-Foto zu hell
und Rot z1r dunkel. Erst die modernen
SchwarzweiB-Filme sind allfarben-empfind-
lich. Von Blau bis Rot geben sie alle Farben
unserem Augeneindruck entsprechend wieder'
Man nennt sie ,,panchromatisch". Die Isopan-
Filme vom FF bis zum Ultra sind aus- - - ihnen auf- panchromatisch. Die mitnahmslos
genornmenen Fotos sind',tonwert-richtig"'
Manchmal will man jedoch den Kontrast stei-
gern, also keine tonwert-richtigen, sondern
Bci Gcgenlichtaufnahmcn, wie bci nebcnstchcndcm
Bild in Ktiln aufgenommen an der Hohenzollcrn- -
briic'kc - ist cinc Sonncnblcnde uncntbehrlich'
6jView original page 19Page 20 · Read text
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tonwert-gesteigerte Fotos erzielen. Hierzu Bereitschaftstaschen lassen sich bei aufgesetz-
dienen die Farbfilter. tem Filter nicht schliefJen. Sie haben einen
Eine Faustregel iiber die Filterzeirhang: entspredrenden Vermerk in der Innenseite des
Dinge in der Farbe des Filters erscheinen im Klappdeckels! Bitte das Filter nur am Metall-
Scbusarzwei$-Foto beller. Dinge in der Ge- ring anfassen! Das Glas stets peinlicb sauber
gent'arbe werden dunbler wiedergegeben, halten. Staubige und versc}rmutzte Filter ver-
Rot derben die Aufnahme.
violett orange Das Gelbftlter :.1,2 dies hdufigsten das am ange- nr"' /l\ wendeteMit Rec}tFarbfilter.ist blauer \7ird Himmel mit
Gri.in ".,0 ins Bild einbezogen, dann ist die ,,Gelb-
Hier ein kleines Schema tiber die wichtigsten scheibe" angebracht. Der Himmel wird so
Farben und ihre Komplementlrfarben. Sie dunkler wiedergegeben. So sieht das Foto
stehen sich jeweils gegeniiber, z. B. Rot und schcjner aus. Nicht zuletzt, wenn weifje Vol-
Gri.in. V/ird mit einem Rotfilter fotografiert, ken mit ins Bild kommen. Bei Gelbfiker-Ver-
so flllt das rote Zregeldach eines Flauses in wendung wird der Konrrast zwischen ihnen
seiner Aufnahme hell aus. Die umgebende und dem nun dunkleren Himmel grci8er.
griine \iliese um das Flaus jedoch relativ Auch bei Portrits steigert ein Gelbfilter
dunkel. manchmal die Bildwirkung. Es schmeichelt
Das Filter wird mit seiner Metallfassung auf nimlich ein wenig, es unterdriidrt nati.irlich
das Objekriv der Silette aufgesetzt. Dabei nur im Foto kleine Teintmlngel,- macht die -auf korrekten Sitz achten. Achtung! Einige Lippen heller und blaue Ausen dunkler. -
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Blauer Himmel ist ein hijchst fotogener Hin-
tergrund fiir Portrlts. Ein weiterer Grund fiir
dieses Filter, denn dann hebt sidr der hellere
Kopf besser vom dunkleren Himmel ab' - lWiesen,Das Grtin in der Landsc}aft Bl[t- -ter zeigt sich in der gelb gefilterten Auf- - heller. Das ist audr beinah ausnahms-nahme
los erwiinscht.
Das Griinftlter
Ihm wesensverwandt ist das Griinfilter' Es
dzimpft ebenfalls das Himmelsblau, hellt das
Crtin llandscJraft!) nodr etwas stdrker auf'
Bei Portrits wirkt es aber dem Gelbfilter ent-
gegengesetzt: kleine Unebenheiten der Haut
*.td"t betont, die Lippen dunkler' Bei Kin-
der- und Frauenfotos also lieber gelbfiltern'
Nur bei Mlnnerk6pfen ist ein Griinfilter nidrt
im'Wege, ja mitunter sogar forderlicl' Zwi- 'Wirkung schen beiden Filtern liegt in seiner
das Gelbgriinfilter. Das Gelb- und das
Am Mittelmeer (Gelbfilter).
65View original page 21Page 22 · Read text
www.butkus.us Griinfilter gibr es mit der Bezeichnung ,,hell., Gelb- und Griinfilter hat Verldngerungsfak_ und ,,mirrel". In beiden Flllcn ist das mitt_ 1 L\f. Folglich einen Lichtwert abzie_ lere Filter in der Virkung stdrker als das hcn oder ndchstgrcif3ere Blende wd.hlen. helle. Man braucht aber nicht beide Varian_ ten das mittlere geni.lgt. Das Orangefflter - Leider hat cin Filter nicht die eine \Wirkung Dem Gelbfilter dhnlich in seiner \firkung ist allein, bei iiberlegter Anwendung unsere Foros das Orangefilter. Der Effekt ist iedoch stlr_ zu verschcinern. Es hat auch noch einen zwei_ ker: noch dunklerer Himmel. Griin wird hcl- ten, meistens unerwi.jnschten Effekt. Es hilt ler, jcdoch nur das Griin von pflanzen (das nlmlich Licht zuriick. (Licht der Filterfarbe Pflanzengrijn strahlt auch rores Licht zuri.icJr, lil3t es passieren. Andere Farben, besonders wir sehen cs blo8 mit unserem Auge nicht, die Gegenfarbe werden mehr oder weniger weil das Griin viel stirker ist). Fiir por_ blockiert. Daher die Tonwert-Anderung unse- tr;its ist das Orangefilter kaum -geeignet. Es rcr Bilder.) Das zuri.jckgehaltene Licht macht macht die Haut unnati.irlich hell und ,,bleicht.. sich in einer schw;icheren Belichtung bemerk- die Lippen. Bei Femaufnahmcn wird mir - bar. Das miissen wir ausgleichen, also reichlicher vorgeserztem Orangefilter der Dunst ein beiichten - kleineren Lichtwert nehmen oder wenig durchdrungen. Das kann ffir die Bild_ eine grci8ere Blende. Der Verlingerungsfaktor wirkung vorteilhaft sein mu$ es aber nicht. ist fiir das hellc Gelb-, Gelb-Griinfilter und Denn mirunrer ist es gerade- das Reizvolle Griinfilter: 0,5 Lichtwert. Bei Kameras eines Motivs, etwas ,,Atmosphire,, zv habcn. ohne Blende-Zeit-Kupplung die Blende urn Erklzirung: Rote Lichtwellen sind langwelli_ eine halbe Stufe n-rehr ciffnen. Das mitrlere ger und durchdringen den feinen rVasser_View original page 22
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dampf der Luft besser. Daher die ,,Fernauf- kldrungswirkung des Orange-Filters". - DerVerllngerungsfaktor: 2 L\f. Oder um zwei - Stufen aufblenden. Das Rotftlter Abermals stdrker ist das Rotfilter' Hier kann bei Fernaufnahmen im Positiv manchmal mehr an Einzelheiten sichtbar sein als mit dem blofien Auge erkennbar, noch dazu, wenn die Ambi Silette mit dem Color-Telinear ver- wendet wird. Das Rotfilter ist ein ausgespro- chenes Effektmittel' In der Hand des Ge- iibten kann es zu schcinen Erfolgen verhel- fen. Im Siiden, im Hochgebirge und bei -steilem Sonnenstand bei klarem Himmel droht hier die Gefahr der Uberfilterung' Der Himmel ist im Foto unnatiirlich dunkel' ja sogar schwarz. Manche ,,Nachtaufnahme" im Spielfilm wurde mit einem geeigneten Rot- Die Vaiolettiirme im Rosengartcn, Dolomitcn (Rotfilter).View original page 23
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Hochgebirge in Hcihen ab 2 OOO m, mandrmal Tips fiir's Filtern
auch am Meer. Und zwar gerade dann, wenn
fiirder Himmel ziemlich gleichmif3ig schwach be- Die hier gegebenen Verldngerungsfaktoren
dedrt ist. \(enn dic Sonne ein wenig durch Farbfilter sind Annlherungswerte. Streng ge-
die Dunstschicht gebremst ist. So entsteht eine nommen hlngt die \(irkung eines Filters auch
difiuse Ultraviolett-Strahlung die mit von der Beleuchtung mit ab. Auch ist es un-
einem UV-Filter unschedlich gemacht werden m6glich, alle Filter eines Typs stets in glei-
kann. Das Filter ist fast farblos, schwach cher Dichte herzustellen. Eigene Versuche sind
gelblich oder schwach rosa geflrbt. Die Be- bei sehr kritischen Anspriichen unumglnglich'
lichtung braucht nicht verlndert zu werden. Der Verlingerungsfaktor eines Filters ist
Ihm ihnlich ist das DunstfiIter fiirAgfacolor- keine feststehende Grijf3e. Er hingt mit von
Umkehraufnahmen. Beim Fotograficren um der Farbenempfindlichkeit des Films ab. Vor
die Mittagszeit, imHochgebirge und an der See, Jahren hergestellte Filme waren gegeniiber
bei Fernaufnahmen und wolkenlosem Himmel Rot so gut wie unempfindlich. Man nannte sie
sollte es immer verwendet werden. Unter den ,,orthochromatisch". Fotografierte man bei
genannten Umstdnden ist das Tageslicht be- ihnen mit einem Rotfilter, dann war auf dem
sonders blau. Auch der Dunst der Ferne wirkt Negativ trotz versterkter Belichtung so wenig
blaulich. Hier schafft das Dunstfilter einen zu sehen, daf3 man fast kein Positiv davon
wirksamen Ausgleich. Eine Anderung in der machcn konnte, weil das Rotfilter beinahe nur
Wiedergabe der anderen Farben tritt indirekt ote Lichtwellen passieren lief3. Rot aber ,,sah"
ein: sie erscheinen durch den Wegfall des der Film nicht. - Umgekehrt kann man allzu viel an Blau um einiges kriiftiger. natiirlich Filter und Filme fein aufeinanderView original page 25From the M. Butkus Camera Manual Library. Original publisher and archive notices are retained.
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PDF verified 2026-10-10.






