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Fotografieren mit Leica m3 User manual

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40 pagesGerman16.3 MB PDF
Fotografieren mit Leica m3 manual cover
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Document details

Brand
Leica
Model / document
Fotografieren mit Leica m3
Document type
User manual
Language
German
Pages
40
File size
16.3 MB
Category
Film cameras
Document date
Not specified in catalog

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           ,,^" r:Iegt   in rhren Hiinden                                -
         wir hoffen, da8 sie so viel Freude daran haben, wie die vielenA Freunde der LEICA in aller Welt.
         Mit der LEICA M 3 verfiigen Sie iiber das hiichste Potential an fy'togra-
            fischer Leistung, Schnelligkeit und Komfort, das wir als Spezialiten ftir
          hochentwickelte optische PriizisionsgerZite bieten ktinnen. r/""  solche                                                                                            t
         Kamera entsteht nicht von heute auf morgen. Sie vereinigt /fi gli.icklicher
         Weise die Erfahrungen einer langen Tradition i^  *irr"n/rh.aftlichen  In-
         strumentenbau mit den letzten Erkenntnissen der *oj,6.nen Optik und                                                                                  t
          hat Ihre Reife durch vieltausendfache Erprobun gen eyfralten, zu denen die
           fotografische Elite der Welt wesentlich beigetrag                                                   "n{ur.
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r-k--tRat r  j               q
                                ___ 1 Sdralthebel fiir VersdrluBaufzug und
   Filmtransport
 2 Ausliiseknopf 3 Bildzlihluhr                     il
 4 VersdrluB-EinstellknoPf
 5 Umsdralthebel  fiir das Rii&spulen
   des Filmes                             A. Aufnahme
 6 Rote Punktmarklerung  der Baionett-                   L. Blende (L1) und Verschlu8zeit
   Verriegelung des Obiektivs                          einstellen (4).
 7 Selbstausliiser mit Vorlaufwerk                                                            2. Motiv im Sucherausschnitt er- 8 Rastknopf der Baionettwedrslung      '                                               fassen (Suchereinblick 2o).
 9 Einstellhebel des Obiektivs                      Objektiv auf bildwichtige Ent-
10 Bildfeldwiihler                             fernung scharf einstellen (g),11 Blendenskala des Obiektivs                                                also Doppelbild im Me8sucher
12 Sdriirfentiefeskala                                  (2o\ zur Deckung bringen.
13 Ausblid<fenster des Entfernungsmessers
14 Beleudrtungsfenster des Bildfeld-                      3. Auslcisen (2).
   rahmens                                             4. Filmtransporthebel (f) zweimal
15 Ausblid<fenster des Sudrers                          schalten: Die LEICA ist bereit
16 Riidcspulknopf                                    zur nAchsten Aufnahme.
77 Zubehdtklemme                                    Adrtung: Immer den Obiektivdeckel
                                                  abnehmen! Ausziehbare Objektive bis18 Kontakt fiir Kolbenblitz                                            zum Ansdrlag verriegeln.ts Kontakt fiir Rdhrenblitz
2o   Sudrereinblidc                                 {      B.1. RastknopfWechseln des(s) Obiektivsam Bajonettring21 a    und b: Usen fiir Tragriemen
22 VersdrluBknebel                              der LEICA niederdri.icken, Ob-
23 Filmmerksdreibe                                  jektiv nach links drehen und
24 Stativgewinde                         herausnehmen. (Kameraiiff-
25 Abklappbare Riidcwand                      nung zum Kdrper halten).
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2. Wechselobjektiv einsetzen                       5. Film um 3- Bildbreiten weiter-
   roter Punkt (6) auf roten Punkt                 schalten, so da8 die Bildziihl-
  neben dem Rastknopf (s)               uhr (3) arJf ,,1" steht. Die Ka-
  und bis zum hcirbaren Einra-                    rirera ist dann aufnahmebercit.
  sten nach rechts drehen.                                                            6. Filmart und Filmempfindlich-
C. Einlegen des films                              keit einstellen (23).
1. Bodendeckel abheben, Kamera-
  riickwand aufklappen und Auf-
  wickelspule herausnehmen.              D. Herausnehmen des Films
2. Filmanfang unter die Klemm-                 1. Umschalthebel (5) auf ,,R" stel-
  feder der Aufwickelspule schie-                    len.
  ben.
                                                           2. Riickspulknopf (16) ausziehen3. Filmpatrone (Kassette) u. Auf-                               und solange in  Pfeilrichtung  wickelspule in die Kamera ein-                                           drehen, bis der Film    nach  fiihren. Schemazeichnung be-                                          -                                         Uberwinden eines leichten Wi-  achten (ausfiihrliche Anleitung                                               derstandes beim Lcisen aus der  Seite 24-26).                                                 Aufwickelspule    zurtickgespult4. Kontrollieren, ob Zahnrad fiir                                 -
 den Filmtransport richtig in                       ist.
  die Perforation eingreift, dann                 3. Bodendeckel abheben und Pa-
  Riickwand zuklappen, Boden-             trone oder Kassette 1-reraus-
  deckel aufsetzen u. verriegeln.               nehmen.
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I                                         www.butkus.us
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I


            Was eine LEICA bietet, mit welcher PrHzision sie arbeitet   und noch                                                                                    -
                 nach vielen ]ahren arbeiten wird, exakt und sicher wie heute - das werden
                   Sie selbst erfahren und erleben.
               Als LEICA-Besitzer sind Sie Teilhaber eines universellen fotografischen
                 Systems, das auch die technische und wissenschaftliche Fotografie um-
                   fa8t. Im weiteren Sinne gehdren dazu auch die bekannten LEITZ-Ver-
                    grci8erungsgeriite und die LElTz-Kleinbildprojektoren vom,,PRADO"-
               Typ. Gerade die Miiglichkeiten der Projektion werden oft noch viel zu
              wenig genutzt, denn erst im Projektionsbild, metergro8, leuchtend und
                                      greifbar nahe, werden Ihre Fotos   vor allem aber                                                                              -
                                  Ihre Farbaufnahmen    ihre volle Schiinheit zeigen                                                                -
                                     kcinnen und immer wieder zurr. faszinierenden Erleb-
                                                   nis werden   das wir Ihnen
                                                     \t\...           recht oft wiinschen durch Ihre
         1NE:C{
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Die LEICA ist i.ibcrall in der Welt ein
begehrtes Wertobjekt. Notieren Sie darum
die Nummer der Kamera und der Objektive,
und schreiben Sie uns im Verlustfalle. Wir
konnten schon vielen hundert LEICA-
Besitzern auf diese Weise wieder zu ihrem
Eigentum verhelfen.


                                                       Ihr Photoh?indler:





                                                          Printed in Germany         xtsT lAy lB                            Liste                                 I r1-3r  1
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Diese Anleitung
enthlilt alle wissenswerten Angaben iiber die LEICA M 3. Nehmen Sie sich bitte die Zeit,
sie zu lesen und die einfachen Handgriffe -  zuers! ohne Film -  zu iiben. Das geht schnellerals es sich liest. Die LEICA ist zwar eine hochentwickelte Qualitatskamera, aber sie ist trotz-
dem - oder vielmehr gerade deshalb - so einfach zu bedienen.
                                    I)er Sehalthebel
                                         Fassen Sie die Kamera mit beiden Hdnden,
                                 und bewegen Sie den Schalthebel mit dem
                                               rechten Daumen bis zum Anschlag nach rechts.
                                       Wiederholen Sie das noch einmal bis zum
                                            deutlichen fiihlbaren Halt. Dieser doppelte
                                         Hebelschwung spannt den Schlitzverschlu8 der
                                 LEICA und transportiert den Film um eine
                                                   Biidbreite weiter.
                                    I)er Ausliisekr.opf
                                            Driicken Sie mit dem rechten Zeigefinger auf
                                    den Auslciseknopf -  ganz weich, nicht ruck-                                                          artig ! Es klickt .     der Verschlu8 ist ab-
                                               gelaufen. Ein eingelegter Film wire nun be-
                                                         lichtet worden, d. h. Sie hiitten eine Aufnahme
                                               gemacht.
                                           Erst wenn der Auslciseknopf   f reigegeben ist
                                               (Finger abheben!), k6nnen Sie den Schalthebel
                                           wieder bewegen, um den Verschlu8 zu spannen
                                      und den Film weiterzuschalten.
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                                  I)rahtausl6ser1t"                                Der Verseblu.lS.
                                        Einstellknopf
                                                                steuert die Belichtungszeiten. Die
                                                                         auf gravierten Zahlen entsprechen
                                                                 Bruchteilen von Sekunden - zum                                                                Beispiel ist 1000:1/rooo Sekunde,
                                                  725 =  l/rzs Sekunde, 4 =  1/q Se-                                                   kunde und 1 :   1/r Sekunde, also
                                                                  1 Sekunde. Der I(nopf rastet fiihl-
                                                          bar ein, wenn die eingestellte Zeit
                                           dem kleinen Index-Strich gegen-
                                                                       iibersteht, und beh2ilt diese Ein-
                                                                    stellung. Es ist daher gleichgiiltig,
                         Bildztihluhr  tB4g-1       ob Sie dieBelichtungszeitvor oder
                                                          nach dem Spannen des Verschlus-
                                                      ses einstellen oder ablesen. Bei  Ffir Aufnahmen mit ldngeren Belichtungszeiten       Stellung auf ,,8" bleibt der Ver- braudten Sie natdrlidt einen festen Halt. Sie wetden       schluG offen, solange der Aus- dazu zwed<mtiiigerweise ein Stativ und einen       lciseknopf niedergedriickt wird.
 D rahtausl 6 s er mit F e stste I lv o | il dltun g b enutze n  ( d e n       In denBereichen vonl bis 1/e Sek.,
 Drahtausloser ohne Drudi einsdtrauben). Auf Reisen         1/rs bis 1/zo Sek. und von 1/eo bis                                                                                                                   , hat sieh das kleine LElTZ-Tisdtstativ  sehr bewahrt.           r/rooo Sek. (bzw. tt                                                                                 bis 1/rooo Sek.)
  Ilie Bildziihluhr                                    kcinnen auch Zwischenwerte fiir
  ist mit dem Schalthebel gekuppelt. Wenn der Film      Beidie Belichtungden andereneingestelltZeiten sollwerden.der
  richtig eingelegt wurde (5. 24-26 beachten), stimmt       Einstellknopf einrasten.
  die Zahl der belichteten Aufnahmen mit der Bild-
 ziihluhr iiberein. Bei 4o zlihlt sie nicht mehr weiter                                                               Der Verschlu8einstellknopf  lli8t sich mit und springt beim Herausnehmen der Aufwickelspule     dem aufsetzbaren Beiichtungsmesser
 automatisch auf die Ausgangsstellung  zuriick.              LEICAMETER'MCSeile 20  22 gezeigtkuppeln,wird.   wie es auf                                                                               -
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Die Blend.e
Wenden Sie das Objektiv Ihrer LEICA zum Arge, und drehen Sie am Blendenring. Durch
die Linsen hindurch kcinnen Sie sehen, wie sich die Irisblende erweitert und verengt. Es ist
ganz iihnlich wie beim Auge, dessen Iris ja auch eine weite oder enge Pupille frei l?iGt,,.um
sich geringer oder groBer Helligkeit anzupassen. Auch die Irisblende hat den Zweck, durch
Einstellen engerer Offnungen    ,,Abblenden"    groGe Helligkeit zu diimpfen bzw. durch                                  -                  -
Ubergang auf weitere Offnungen    ,,Aufblenden"   bei schwacher Beleuchtung geniigend                                       -                  -
Licht auf den Film gelangen zu lassen. Gleichzeitig veriindert sich damit die Schiirfentiefe.
Die Blendenzahlen   2    2,8   4    5,6   8    11-        22   32*)   geben ein MaB fiir                     -    -      -    -      -    -     -'J-6 -     -        -die Lichtmenge, die auf den Film gelangt. Sie sind so gewAhlt, da8 die Helligkeit beim Ab-
                                                     blenden von Blendenzahl zu Blenden-
                                                     zahl jeweils auf die H?ilfte vermin-
                                                   dert wird. Beim. Aufblenden steigt
                                                         sie entsprechend auf das Doppelte.
                                         Merken Sie sich daher bitte: Eine
                                                 groGe Blendenzahl deutet auf enge
                                                      Blendenciffnung hin   und umge-                                                                                      -                                                              kehrt.
                                                    Ahnlich wie bei den VerschluGzeiten
                                                          rastet der Blendenring am Objektiv
                                                             bei jeder Zahl fiihlbar ein. Sie kcinnen
                                                       sich also nach einiger Ubung auch
                                       im Dunkeln iiber die Blendenskala
                                                              orientieren.
                                                                       *) Je nach Objektivtyp ist diese Reihe ver-
                                                                      schieden lang.
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Die Se hiirfentiefe. S lcaaf,
Mit hcichster Schiirfe wird diejenige   dem Film parallele   Ebene abgebildet, auf die das                                         -                        -Objektiv eingestellt ist. Diese Hijchstschiirfe nimmt nach vorn und nach hinten nur all-
miihlich ab, so da8 sich ein gewisser Tiefenbereich ergibt, der ebenfalls mit ausreichender
Schlirfe wiedergegeben wird. Die Ausdehnung dieser ,,Schiirfentiefe" hiingt ab von der Auf-
nahmeentfernung, der Brennweite und der eingestellten Blende. ,Abblendung erhijht die
Schiirfentiefe, was ftir die meisten r?iumlich ausgedehnten Motive erwiinscht ist. Das er-
klArt auch die wichtige Rolle, die das Abblenden in der Fotografie spielt.
Um festzustellen, wo jeweils die Grenzen der Schiirfentiefe liegen, werfen Sie einen Blick
auf die Schiirfentiefe-Skala Ihres Objektivs. Scharf abgebildet wird der Bereich, der zwischen
den Marken zweier gleicher Blenden-
zahlen liegt. Haben Sie beispielsweise
das objektiv SUMMICRON  f = 5cm
auf 5 m eingestellt, so reicht die
Sch2irfe bei Blende 4 (siehe rote Pfeile
in der Abbildung) von 4 m bis etwa
7 m. Blenden Sie dagegen a:uf 1L ab,
reicht die SchArfe von 3 bis 20 m.
(Bei Verdnderung des Blendenwertes
auf  die  richtige Belichtungszeit
achten).
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. IWe B su.ehenDer Leu.e htrq.hnt en
der LEICA M g ist so konstruiert, daB er mit dem Objektiv als gekuppelter Entfernungsmesser
und zugleich als besonders hochwertiger Sucher arbeitet. Alles was Sie innerhalb des hellen
Leuchtrahmens erblicken, kommt bei der Aufnahme mit der Standardbrennweite 5 cm auf
den Film, auch wenn Sie in der Eile einmal schr2ig durch den Sucher geblickt haben sollten.
Dieser Leuchtrahmen ist mit der Entfernungseinstellung gekuppelt und die helle Bildfeld-
begrenzung verschiebt sich automatisch im gesamten Einstellbereich. Damit wird die Parallaxe
 (der Unterschied zwischen der Objektivachse und der Sucherachse) ausgeglichen.
Der Sucher zeigt das Motiv in fast natiirlicher Grd,Ge. Wenn Sie auch das freie Auge ab und
zu 6ffnen, um das ,,GelHnde" zu i.iberblicken, wird Ihr Blick nicht durch einen jiihen Bild-
grd,Benunterschied gestcirt werden. Die Helligkeit der eingespiegelten hellen Bildfeldum-
rahmung ist selbst bei dunklen Motiven so gro8, da8 Sie den Ausschnitt immer deutlich er-
kennen. Daz;u kommt als weiterer Vorzug: Auch im Augenblick der Aufnahme bleibt das
Motiv sichtbar.
In der Mitte des Sucherfeldes liegt das rechteckige, scharf begrenzte Me8feld, das heller als
 das umliegende Bildfeld gesehen wird. Wenn Sie mit einem Finger die kleine Ausblickijffnung
des Me8suchers abdecken, verschwindet das Me8feld. Das ist zu empfehlen, wenn das Sucher-
bild allein wirken soll.
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So sehen Sie das Motiv im Leuchtrahmen-Me8sucher  bei eingesetztem 5 cm-Objektiv.


7
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I)as Eirtstellen der Entferr.ur.g

                                       kann nach der auf dem Objektiv aufgravierten
                                          Skala oder iiber das im Sucher sichtbare MeB-
                                            feld vorgenommen werden. Einige Objektive
                                                rasten bei der Einstellung ,,Unendlich" ein. Um
                                           auf n2ihere Entfernungen einstellen zu kcinnen,
                                  mu8 diese Arretierung durch Niederdriicken des
                                               Verriegelungsknopf  es gel<ist werden.
                                          Vergessen Sie nicht, die versenkbaren Objek-
                                                   tive auszuziehen und zu verriegeln (vgl. S. 16).
                                       Drehen Sie nun am Einstellhebel oder Einstell-
                                             ring des Objektivs, so gleitet eine Zahlenskala
                                      an der feststehenden Einstellmarke vorbei und
                                               zeigt die Entfernung an (in Metern oder feet
                                                 je nach Ausftihrung.). Diese alte Art der Ent-
                                              fernungseinstellung ist fiir Sie allerdings wenig
                                             wichtig, weil Sie mit Hilfe des. eingebauten
MeBsuchers viel sicherer einstelleni sie ist aber wertvoll zur Ablesung der Sch?irfentiefe und
bei Aufnahmen besonderer Art, bei denen der MeGsucher nicht benutzt werden kann.
Ubungen im Entfernungsmessen sind Voraussetzttng  lijr eine spdtere elegant-sichere Auf-
nahmetechnik     und sie machen zudem viel SpaG. Stellen Sie das Objektiv auf rc ein,
und blicken Sie durch den MeBsucher auf ein wenige Meter entferntes Fensterkreu.z. Sie
werden in Suchermitte ein helles, scharf begrenztes Rechteck sehen. Halten Sie die LEICA
so, daG der senkrechte Mittelsteg des Fensters durch dieses Rechteck, das ,,Me8feld" geht.
Innerhalb des Me8feldes sehen Sie aber ein Doppelbild, das heiGt, der Steg erscheint links



                                                                                                                                                                  )
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                      noch einmal. Das ist das Zeichen, da8 das Objektiv nicht
                      auf das Fensterkreuz scharf eingestellt ist. Verstellen Sie
                      nun - wdhrend Sie durch den Sucher blicken - das Objektiv:                      Das Doppelbild wandert nach rechts und deckt sich schlieBlich
                        mit dem Teil, der im MeGfeld feststeht. Damit haben Sie dieNN                Entfernung gemessen, und zwar wie es in der Fachsprache
                              hei8t, nach dem Mischbildverf ahren.

 w
                                   ffi'w                            Fiir alle senkrechten Linien, die das MeGfeld schneiden,
                          kcinnen Sie aber den MeBvorgang auch nach dem Schnittbild-
                          verfahren vornehmen. Diese Einstellung ist durch die scharfe
                      Begrenzung des Me8feldes besonders eindeutig. Der im
                       MeGfeld seitlich verschobene senkrechte Abschnitt des Motivs
                      wandert beim Einstellen, bis sich die Bildteile an der Be-
                           grenzllng genau decken. Mit der Entfernungsmessung haben
                        Sie zugleich das Objektiv auf diesen Abstand exakt ein-
                                  cestellt.
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Au,tontatisehe
Bild.feld,
steuerung
fiit  9ent.
otnd 7315ern
Bretttttrseite





                                                    9 cm Brennweite

                                            Setzen Sie ein Obiek+i{ELMAR 9 cm in Ihre
                                   LEICA M 3-ft16 blicken Sie nach Einrasten des
                         G wieder durch den Me8sucher: Sie sehen
                                                 jetzt eine zusdtzlich helle Bildfeldbegrenzung, die
                                    den Ausschnitt anzeigt, den die Brennweite 9 cm
                                      aus dem Bildfeld der Standard-Brennweite 5 cm
                                              ,,herausgreift" und auf dem Film l-,8-fach ver-
                                                  grii8ert wiedergibt. Wichtig ist, daG im Sucher das
                                      Umfeld sichtbar bleibt, so da8 auch bewegliche Ob-  Sucherfeld  fiir ELMAR 9 cm. Das Bildfeld  der liingeren Brennweite wird durch den zu-       jekte leicht verfolgt und in das 9 cm-Bildfeld g"-
                              des be-             Raum innerhalb  siitzlichen hellen
                 groGen                         Leuchtrahmens  stehenbleibenden                                                             fiir       bracht werden kdnnen. In gleicher Weise wird das
  das 5 cm-Bildfeld angezeigt.
                                                                                          t0
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Hebel in Normalstellung:                    Hebelstellung nach innen:                   Hebelstellung nacK auBen:
   Bildbegrenzung fiir                        Bildbegrenzung  fiir                        Bildbegrenzung  fiir
    5 cm Brennweite                        9 cm Brennweite                                   1.3,5 cm Brennweite
 Der Bild.feld.tts  li hler
 Mit dem kleinen Hebel an der Vorderseite des Kameragehiiuses ktjnnen Sie z. B. bei einge-
 setztem Standardobjdktiv S cm die Bildfeldbegrenzungen fiir die Brennweiten 9 cm und
 13,5 cm in den Me8sucher einspiegeln. Sie sehen dann sofort, ob es besser ist, das jeweilige
 Motiv mit einer anderen Brennweite aufzunehmen. Lassen Sie den Hebel los, geht er sofort
 in seine Ausgangsstellung zuriick: Die eingespiegelte Bildfeldbegrenzung  verschwindet wieder.
 Befindet sich kein Objektiv in der Kamera, erscheint innerhalb der 5 cm-Bildbegrenzung
 der Ausschnitt  fiir die Brennweite 13,5 cm.
 Ille richtige Ealtu.ng dor l{annera beirn Ausldsen
 Eine gute Kamerahaltung ist die beste Sicherheit gegen verwackelte Aufnahmen. Umfassen
 Sie die LEICA M 3 so, da8 die unteren Kanten in den beiden Handfllichen ruhen. Der Daumen
 liegt am Schalthebel, d,er Zeigefinger am Ausliiseknopf (jedoch vtillig drucklos!). Die linke
 Hand bedient den Einstellhebel am Objektiv. Das rechte Auge liegt mdglichst dicht am
 Me8sucher-Okular, so da8 das linke, zeitweilig oder dauernd ge6ffnet, das gesamte Motiv-
 gebiet iiberblicken kann. Uben Sie eine Stellung, bei der die Kamera mtiglichst viel Halt
 am Kopf findet: Kamera, Kopf und Hiinde sollen eine Einheit bilden. Das alles dient dazu,

                                                                                             L2
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der LEICA einen sicheren, festen und vibrationsfreien Halt
2u geben. Sie werden dann die Aufnahme nicht ,,verwackeln"
und in Ihren Negativen die gestochene Schiirfe finden, die
das Kennzeichen der hochkorrigierten LEICA-Objektive  ist.
Driicken Sie den Knopf sanft und ziigig durch, nie ruckartig.
Nur den Zeigefinger bewegen, nicht die ganze Hand.
Versuchen Sie zundchst Aufnahmen mit Belichtungszeiten
von l/eo Sek. und kirzer, spiiter mit etwas mehr Praxis
werden Sie dann auch ldngere Zeiten verwacklungsfrei aus-
lcisen. Vielleicht erscheint es Ihnen angenehmer, mit dem
linken statt mit dem rechten Auge in den Me8sucher zu
blicken. Auch das ist natiirlich mdglich.
Woilen Sie vom Quer- zum Hochformat iibergehen, so
drehen Sie die LEICA um die Me8sucherachse nach oben. An
der Handhaltung dndert sich dabei nicht viel. Fassen Sie die
Kamera so, wie Sie es auch bei Aufnahmen im Querformat tun.
Schlie8lich kdnnen Sie beim Hochformat auch die rechte
Hand nach unten nehmen und mit dem Daumen auslcisen.
Umfassen Sie die Kamera so, da8 die Daumenspitze auf dem
Auslciseknopf liegt und die Finger einen Gegendruck aus-
iiben kijnnen. Die linke Hand bedient die Objektiveinstellung.
Oben liegt die Kamera an der Stirn an. Diese Haltung er-
mciglicht ein besonders ruhiges Auskisen.
Ob Hoch- oder Querformat: Wichtig ist, daG die LEICA auch
bei Serienaufnahmen nicht vom Auge genommen werden
mu8.
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,',





I)ie ulr-rtteeftselbure n Obi e ktiue der LEI(A    tuI:l
Sie kcinnen wiihlen zwischen den Brenn-      Sie kcirlnen die bildmii8igen Mciglichkeiten
zeiten von 3,5 bis 40 cm; auch die au8er-       voll ausschcipfen.
ordentliche Lichtsterke 1:1,5 steht Ihnen    SUMMARON 3,5 cm 't :3,5  ELMAR 5 cm                                                                                 -                                                    '!.:3,5  SUMMICRON 5cm 1:2   SUM-zur Verfiigung. Durch die verschiedenen                                                         -                               -Brennweiten sind Sie frei in der Wahl    MARIT Scm 1:L,5  ELMAR 9cm'J.:4                                                                         -                        -des Aufnahmestandpunktes und be-    HEKTOR 1-2,5 cm a z 2,5  HEKTOR 'J.3,5 crn                                                                             -
herrschen Ausschnitt und Perspektive.     1:4,5-TELYT 20cm A24,5-TELYT 40cm L:5.

                                                                                                         1A
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Weehseln der Objektioe         Neben dem Bajonettrastknopf ist ein roter
                                     Punkt (Tastmarke) sichtbar. Soll ein anderes
                                          Objektiv eingesetzt werden, so mu8 der rote
Zum Herausnehmen des Objektivs um-      Punkt an der Objektivfassung dem roten punkt
fa8t die linke Hand die Kamera, und der     am Kamerakiirper gegeniiberstehen. Eine kurze
Daumen driickt den Bajonettrastknopf      Rechtsdrehung lii8t das Objektiv im Bajonett
nieder. Die rechte Hand greift das Ob-       hiirbar einrasten.
jektiv am Einstellring, miiglichst dicht      Wechseln Sie die Objektive nicht im direkten
am Kamerakiirper und fiihrt eine kurze       starken Licht! Wenden Sie sich von der Sonne
Linksdrehung aus. Das Objektiv ist nun       ab, und halten Sie die Offnung des Kamera-
entriegeltund kannleicht herausgehoben       gehduses gegen den eigenen Kdrper. Wenn Sie
werden. Die mit Unendlich-Rastung aus-     Kamera und Objektiv getrennt voneinander
gestatteten Objektive sollen dabei ein-       aufbewahren, verwenden Sie fiir beide die pas-
gerastet sein.                               senden Schutzdeckel.
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IDie oer sen kbaren Obj ektioe
                                                                Verschiedene Objektive zur LEICA (2. B. ELMAR
                                                               5 cm 1 : 3,5 und ELMAR 9 cm L; 4 ILNOO) lassen
                                                                         sich auGer Gebrauch durch eine kleine Linksdreh-
                                                   ung entriegeln und in den Kamerakdrper hinein-
                                                                schieben. Fiir die Benutzung wird das Objektiv
                                                                   bis zum Anschlag herausgezogen und durch eine
                                                          kleine Rechtsdrehung bis zum Anschlag ge-
                                                                            sichert. (Das versenkbare ELMAR 9 cm 1: 4 l2i8t
                                                                sich nur dann einstellen, wenn es richtig ver-
                                                                         riegelt ist). Vergessen Sie nicht, bei allen Ob-
                                                                   jektiven den Schutzdeckel abzunehmen.


u Ver g iite te.s ObJ e ktto e
Ein blau-violetter Schimmer kennzeidrnet die modernen ,,vergiiteten" LEICA-Objektive. Durch diese reflex-
freien Schichten wird die Heliigkeit und Brillanz des Bildes auBerordentlich gesteigert. Die AuGenfl2ichen sind
hart belegt und daher wischfest.
Jedes LEICA-Objektiv  trigt an der Frontlinsenfassung auGer der Typenbezeichnung seine ,,pers6nliche" Fabri-
kationsnummer.  Notieren Sie diese Zahl ebenso wie die Nummer Ihrer LEICA: es kann im Verlustfalle eine
Rettung bedeuten.
Pflege den Objektioe
Jedes Hochleistungsobjektiv kann nur dann das Beste leisten, wenn sich die beiden Au8enfliichen der Linsen
in einem tadellosen Ztsland befinden. Dabei ist es wesentlich besser, die Fllichen vor Schmutz zu schiitzen, als
sie zu hiiufig zu reinigen. Ein helles Gelbfilter (bei Schwarz-wei8-Aufnahmen)  oder ein farbloses UVa-Filter
(bei Farbaufnahmen), das Sie immer auf dem Objektiv belassen, bewahrt die Linsen vor liu8eren Einfliissen
(2. B. feiner Sand bei einem Aufenthalt an der See). Auch die Gegenlichtblende schiitzt das Objektiv vor un-
beabsichtigtem Beriihren, vor Wasserspritzern und Regen. Staub auf LinsenflSchen entfernen Sie mit einem
weichen Haarpinsel. Benutzen Sie im Notfall einen sauberen, trockenen Leinenlappen, der vorher mit reiner
Kernseife ausgewaschen wurde. (Wegen mdglicher chemischer Riickstiinde keine sonstigen Waschmittel oder
Reinigungsmittel  verwenden).


                                                                                                                                                                                  '1.6
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