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Leitz Leica-KameraGebrauchs-Anleitung II User manual
User manual for Leitz Leica-KameraGebrauchs-Anleitung II. 25 pages in German. Read the original PDF, download or print a copy without registration.
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Document details
- Brand
- Leica
- Model / document
- Leitz Leica-KameraGebrauchs-Anleitung II
- Document type
- User manual
- Language
- German
- Pages
- 25
- File size
- 9.3 MB
- Category
- Film cameras
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- Not specified in catalog
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A. Die quswechselboren
Obiektive der leicq.
Jede Leica-Kamera ist heute mit einem ObJektiv-Wechsel-
ring versehen, der es ermoglicht, Objektive verschiedener
Brennweiten ohne weiteres gegeneinander auszuwechseln, da
sowohl die Kamera als auch die Objektive normalisiert sind.
Die Objektive werden einfach mdBig fest in den Wechselring
eingeschraubt. Von der Anbringung eines Bajonetts haben
wir abgesehen, um auch auf die Dauer grdBte Genauigkeit ge-
wiihrleisten zu kdnnen. Beim Wechseln des Objektivs setze
man die offene Kamera nicht dem hellen Licht aus, sonderrr
halte sie in der Zwischenzeit mit der Oeffnung gegen den
Korper.
S?imtliche Leica-Onjektive sind hochwertige Leitz-Anastig-
mate und in ihren optischen Daten den verschiedenen Ver-
wendungszwecken nach Mdglichkeit angepaBt, so daB es
kaum noch ein Gebiet der Photographie gibt, auf welchem
die Leica nicht mit Erfolg verwandt werden kdnnte.
ffi@- ffi#
@@@@ffi Fig. 31.
. Die zur Leica lieferbaren Objektive sind folgende:
Leitz-Elmar f 5 cm 1:3,5 (Standard-Objektiv), -Leitz-Elmar f -_ 3,5 cm 1:3,5 (Objektiv pesteigerten Bild-
winkels),
Leitz-Elmar f 9 cm l:4 (Portrdt'- und Fernobjektiv), -
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II
I
I
Leitz-Hektor f 7,3 cm l:1,9 (ultralichtstarkes Obiektiv J = ldngerer Brennweite),
13.5 cnr 1:4,5 (Fern-Objektiv hochster Auf-Leitz-Hektor f - losung),
Leitz-Hektol f 2,8 cnt 1:6,3 (Weitwinkel-Objektiv), -L.eitz-summar f 5 cm l:2 (ultralichtstarkes Universirl-Ob- jektiv), -
Leitz-Telyt f 20 cm 1:4,5 (Tele-Obiektiv mit Spiegelreflex- - einstellung),
Leitz-Thambar f 9 cm l:2.2 (weichzeichnendes Portrzitob- - jektiv hochster Lichtst?irke).
Das Standard-Objektiv ,,Leitz-Elmar" f 5 cm l:3,5 ist -infolge grinstiger Wahl von Brennweite und LichtstZirlie alsdas zwecl<mdBigste Universalobjektiv einfacher Bauart ftir die
Kleinbildphotographie anzusehen. Im Hinblick auf seine her-
vorragende Korrektion, die groBe Lichtstzirke und sellle
Preiswiirdigkeit wird das ,,Leitz-Elntar" 5 cm auch weiterhin
Itir die .iVlehrheit der Amateurphotographen das geeigrietste
Objektiv bleiben.
Der 'fubus des ,,Leitz-Elmar" 5 cm ist durch Linksdrehenin die Kamera hinein versenkbar. Nach detu Herausziehen
dreht man ihn rechts herum (im Uhrzeigersinn) in den Bajo-
nettverschlulS f est.
Das ,,Leitz-Ehnar" f 3,5 cm l:3,5 ist in erster Linie fiir -Architekturaufnahmen bestimurt. Bei diesen kommt es hiiufig
vor, dalS der mogliche Abstand vom Bauwerk nicht gentigt,
um es in seiner vollen Ausdehnung auf das Negativ zu brin-
gen. Da der Aufnahmewinl<el bei dem Objektiv von 3,5 cm
Brennweite etwa 640 gegeniber 47o beim Objektiv von 5 cnt
Brennweite betrzigt, so ist damit ein erheblicher Vorteil ge-
boten. Auch f iir Innenauf nahmeu ist das kleinere Objektiv,dessen Tubus im tibrigen nicht ausziehbar ist, gut verwend-
bar. Es sei noch darauf hingewiesen, daB Innenaufnahmen
auch mit lAngerer Belichtungszeit ohne Stativ moglich sind,
indem rnan die Kamera mit ihrer Riickwand gegen eine feste
Wand andri.ickt. Zur Ernrittlung der GroBe des Bildfeldes
dient der Weitwinkelsucher ,,'Weisu" oder der Universal-
sucher. (NAhere Angaben dari.iber siehe Seite 15-19 und 22.)
Auch ftir Aufnahmen allgemeiner Art liiBt sich dieses Ob- lrt
jektiv verwenden und zwar ganz besonders dann, wenn man
Aufnahmen von Objekten schnell wechselnder Entf ernung
zu machen hat. Man kann sich hierbei das stiindige Verdndern
der Objektiveinstellung ersparen, da die durch die liurze
Ilrennweite bedingte groBe Tiefenscheirfe es gestattet, bei
konstanter Entfernungseinstellung einen groBen Tiefenbereich
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scharf abzubilden. Beispielsweise reicht die Tiefenschiirfe bei
Blende tr.:4,5 q4d einer Einstellung auf 7 m von 3,8 m bis 49 m; weitere Einzelheiten enthzilt unsere Tiefensch?irietabelle.
Um den hohen Leistungsgrad des cm 3,5 Leitz-Elmars f - z_11. ganz ausnutzen empfehlenswert, bei konnen, ist es wie
allen Weitwinkel-Objektiven, die volle Oeffnung nur dort an-
zuwenden, wo ungunstige Lichtverhiiltnisse dies bedingen.
Das ,,Leitz-Elmar" f := I crn | :4 dient hauptsiichhch zLr Fernaufnalry.n, ist aber auch frir die Portriit-Photographie
nitzlich, um das Leica-Format ftir Brust- und Kbpf- lg.nr bilder besser auszunutzen, ohne da8 man zu nahe an das
Objekt - heranzugehen braucht. Durch den gro8eren Auf- nahme-Abstand rvird auch eine perspel<tivisc[e verzerrung
Fig. 32.
der Proportionen vernrieden. zur Bestimmung des Bildfeldes
dient der Universalsucher (vgl. Seite 1b). Dei fiir das Leica-
Format benutzte Aufnahmewinkel betriigt beim,,Leitz-Elmail,I cm 27o.
l3,b cm die- I :4,b erfa8t etwa .. Das ,,Leitz-Hektor" f -se.f.p^en g das wie cm, i.iber- ,,Leitz-Elmar,, .Anwendungsgebietetrifft dieses_ jedoch noch an Auflcisilngsvermdgen und bildet
um die H?ilfte groBer ab als dieses.
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Beim Arbeiten mtt diesem langbrennweitigen Objektiv
ist eine ruhige Haltung besonders notwendig. Verwendet
derman das ,,Le1tz-Hektor" 13,5 cffi, so halt man mitlinken Hanci den Objektivstutzen von unten wie ein
Gewehr, wiihrend die rechte Hand die Auslosung besorgt, die
nicht ruckweise geschehen darf, sondern indem man langsam
Druckpunkt nimmt, iihnlich wie beim Gewehr. Nach Moglich-
keit sollte man fiir Aufnahmen mit diesem Objektiv ein festes
Stativ benutzen. oder die Kamera auf einen Sttitzpunkt auf-
legen, um ,,verwackelte" Bilder zu vermeiden.
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I'ig. 34.
Leitz-Hektor f cm 1:1,9. -7,3
ist ein ausgesproche- cm 1:6,3 Das ,,Leitz-Hektor" f -2,8 Bildwinkel von 760. Es mit einemnes Weitwinkel-Objektiv
zeichnet das Leicaformat schon bei der fi.ir diesen Bildwinkel
bemerkenswert hohen Oeffnung 1:6,3 vollig verzeichnungsf rei
mit beachtlicher Sch?irfe aus. Besonders hervorzuheben ist, daB
auch dieses Objektiv mit dem Enfernungsmesser gekuppelt
ist, was bei Objektiven derart kurzer Brennweite bisher noch
nicht gelungen war.
Der groBe Bildwinkel, den das Leitz-Hektor f - 2,8 cmumfaBt, bedingt nattirlich, um dieses Objektiv in seiner Lei-
stung vorteilirafl zur Geltung zu bringen, noch mehr eine
sachgenrdBe Anwendung der Blende als bei Obiektiven gerin-
geren Bildwinkels. Die volle Oeffnung wurde demgemdB denr
Objektiv in erster Linie ftir Aufnahmen mit weniger giin-
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stigen Lichtverhiiltnissen belassen. Die Auswirkung einer
sachgemd8en Blendentechnik wird durch eine reichlich ge-
w:ihlte Belichtungszeit noch begiinstigt.
Von der Anwendung strenger Filter sollte man bei die-
sem Objektiv nach Moglichkeit absehen, weil die infolge des
groBen Brldwinkels das Filter sehr schriig durchlaufenden
seitlichen Lichtstrahlen viel stiirker geschw?icht werden als die
senkrecht auftreffenden Mittenstrahlen und somit zu einem
gewissen Lichtabfall fiihren. Rei der vorziiglichen Tonwert-
wiedergabe des heutigen Negativmaterials wird man jedoch
auf die Anwendung solcher Filter nur selten zuri.ickgreifen
miissen.
Das ,,Leitz-Summar" f - 5 cm l:2 ist ein Universal-Objektiverster Crdnung. Schon bei voller Oeffnung weist es eine
iiber das ganze Bildfeld hin gieichmziBig hohe Schiirfe auf,
die bei miiBiger Abblendung rasch weiter ansteigt. Die be-
1:2. l'-ig. 35. Leitz-Summar, versenkbar, f - 5 cm
sonders gute chromatische Korrektion ist in Verbindung mit
den modernen panchromatischen Filmen wichtig. Der all-
mzihliche sanfte lJebergang der Schzirf engrade, der der gut
durchdachten Summar-Konstruktion zu verdanken ist. verleiht
dem Bilde eine deutlich gesteigerte plastische Bildwirkung.
Das Objektiv ist daher ftir jede Art von Kunstlicht- und Re-
portage-Photographie ebenso gut geeignet wie fiir die Ama-
teurphotographie im allgemeinen.
Das Leitz-Summar wird mit versenkbarem Tubus geliefert.
Es ist auf dem Objektivstutzen mit zwei im rechten Winkel
zueinander eingravierten Pfeilen versehen, die zur Orientie-
rung beim AuJziehen und Verriegeln des. Objektives dienen.
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Auf dem Ring, der den ob.iektivstutzen umfaBt befindet sich
ein kurzer lVtii't<ierungsstrich. Dieser Strich muB sich mit dem
pfeil in der Liingsrichtung des Stutzens decken. Ist dies der
Fall, so kann das objektiv ohne weiteres vollstzindig ausge- zogen werden, und es erscheint der zweite Pfeil qu-er zum
Stiltzen (siehe Fig. 3b), der die Drehrichtung zur Verriege-
lung anzeigt. Man dreht das Objektiv einfach bis zum An-
schlag nach rechts herum und hat es damit fest verriegeit.
Auch-die Blendenzahlen sind jetzt von oben bequem ablesbar.
Beim Verriegeln des objektives greife man nur den vorderen
geriefelten Rand an, ohne den dahinter lie_genden Blendeltring
iu beriihren, da man sonst gleichzeitig die Blende verstellt.Man sollte tibrigens die Blende regelmziBig erst nach dem
Verriegeln des Objektives einstellen.
Das ,,Leitz-Hektor" f -7,3 cm 1:1,9 (Fig. 34) ist infolgeseiner extremen Lichtstiirke von besonderer Bedeutung fiir
den Reporter, und zwar gerade da, wo eine etwas idngere
llrepnwbite fiir grolJeren Abstand wtinschenswert ist. Bei vol-
ler Oeffrrung ist auf genaue Einstellung zu achten, um inner-
halb der Tiefenschrirfe zu bleiben. Bei Abblendung nimmt die
Zeichnung des Obiektives schnell an Schdrfe zu, so daB es
dann auch fiir die Landschaftsphotographie verwendbar ist.
Bei voller Oeffnung stellt es infolge seiner harmonischen
Zeichnung ein vorztigliches Portriit-Objektiv dar, ntmal die
infolge der ldngeren flrennweite und grolSen Oeffnung ge-
ringe Tief enschiirfe ein rn?iBiges Unterdrticken des Flinter-
grundes rnit sich bringt, was in der Portr?itphotographie er-
strebenswert ist.
das wie 36) dient cm 1:4,5 (Fig. f Das ,,Leitz-Telyt" - 20 Fern' ftir haupts?ichlich Brennweite cm von 13,5Fern-Obj6ktivaufnahnretr, kann jedoch mit bestem Erfolge auch f{r Portriit-
aufnahmen (groBe Kopfbilder usw.), Sport- und Reportage'
Aufnahmen auf groBe Entfernungen, Tieraufnahmen in zoolo-
gischen Giirten und in freier Wildbahn benutzt werden. Der
AbbildungsmaiJstab ist bei dem ,,Leitz-Telyt" noch etwa umdie Hilfte groBer als bei dem ,,Leitz-Hektor" 13,5 cm:dementsprechend ist der Bildwinkel bei dem ,,Leitz-Telyt"
nur 72o. Bei diesem geringen Bild'*'inkel wird sowohl eine
genaue Abgrenzung des Bildfeldes als auch der exakte Aus-
gleich der Parallaxe eines der iiblichen Bildsucher schwierig.
Das Objektiv ist daher mit einer Spiegelreflexeinrichtung aus-
gestattet, bei der die Parallaxe von vornherein fehlt und das
Bildfeld genau auf der Mattscheibe tiberblickt werden kann.
Mit Hilfe dieser Spiegelreflexeinrichtung wird auch die
Scharf einstellrrng des Objektivs vorgenommen, sodaB die
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Kupplung mit dem Entfernungmesser in Fortfall kommen
konnte. Die Betrachtung des Mattscheibenbildes und die
Scharfeinstellung wird durch eine Sfache, die iiuBerste Fein-
einstellung durch eine 30fache Lupe erleichtert.
Zweckmii8ig ist €S, das Objektiv stets auf einem Statil
zu benutzen, um Verwackelung zu vermeiden. Die Auslosung
geschieht durch einen Doppelausloser, der in unmittelbarer
Folge den Spiegel aus dem Strahlengang entfernt und sodann
den VerschluB zum Ablauf bringt. Eine ausfi.ihrliche Be-
schreibung und Gebrauchsanweisung ftir dieses Objektiv ist
in der Sonderdruckschrift ,,Leitz-Telyt" f 20 cm 1:4,5 ent- - halten.
Digitally signed by mike butkus
DN: cn=mike butkus,
o=orphancameras, ou=29,mike butkus email=mike@butkus.org, c=US
Date: 2020.07.30 19:42:38 -04'00'
7:4,5. Fig. 36. Leitz-Telyt f - 20 cm .
eineni Auch das ,,Leitz-Hektor" f - 13,5 cm I :4,b kann inkirzeren Stutzen ohne Kupplung (,,Ohebo") geliefert und
auswechselbar gegen das ,,Leitz-Telyt" in Verbindung mit der
spieg'elreflexeinrichtung verwandt werden. Bereits gelieferte
Objektive _ ,,Leitz-Heklor" 13,5 cm unter Nr. 241000, deren
Optik in den kurzen Stutzen eingeschraubt werden soil. mtis-
sen in unserem Werk umgebaut werdeq. Umgebaute oder mit
kurzem Stutzen gelieferte Objektive konnen durch Verwen-
dung eines Zwischenstutzens mit l{upplung (,,Zooke',) auch irr
riblicher Weise benutzt rverden.
9View original page 10Page 11 · Read text
Das,,Leitz-Thambar" f I cm l:2,2 ist bei voller Oeff' - ein Weichzeichner undnung unci bei miiBiger Abblendungeignet sich daher hauptsiichlich frir Portr?its und fiir gewisseLandschaftsaufnahmen: bei stdrkerer Abblendung (ab etwa
Blende 9) wird die Zeichnung des Obiektivs scharf, sodaB es
auch ftir scharfe Landschafts- und Fernaufnahmen verwandt
werden kann.
Die Starke des Weichzeichnungseffektes ist durch An-
wendung der normalen Irisblende und einer zusdtzlich ein-
schraubbaren Zentralblende in weiten Grenzen dosierbar. Er
ist am groP"'ten bei voller Oeffnung der Irisblende und bei ein-
geschraubter Zentralblende. Etwas schwdcher wird er, wenn
Fig. 37. Leitz-l'hanrbar f 9 cm 7:2,2. -
man bei voll geoffneter Irisblende ohne Zentralblende arbeitet.
Bei Abblendung det' Irisblende nimmt der Weichzeichttungs-
effekt weiter ab, jedoch nur dann gleichm2iBig tiber das ganze
Bildfeld, wenn matt die Zentralblende einschraubt.
Die weiBe Blendenskala auf dem ,,Leitz-Thambar" 9 cm
ist giiitig, wenn man ohne Zentralblende arbeitet, die rote,
wenn die Zentralblende eingeschraubt ist. Wird die Irisblende
weiter als 1:6,3 zugezogen, so mu8 . die Zentralblende abge-
schraubt wercien, um eine gleichmzil3ige Belichtung des ganzen
Bildfeldes zu ermoglichen. Daher sind die Blendenzahlen von
1:9 ab nur weiB angegeben.
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Die Abbildungsgr0Be der verschiedenen Objektive verhiilt
sich wie ihre Brennweiten, niimlich wie 28 : 35 : 50 : 73 : 90 : 135 : 200.
Der Schneckengang. Jedes Objektiv ist mit eigenem
Schnecl<engang zur Scharfeinstellung versehen. Bei den Ob-
jektiven von 5 cm Brennweite und weniger erfolgt die
Betiitigung an einem Hebel (vgl. Fig. 38), bei den iibrigen
Objektiven dagegen an einem breiten bequemen Rdndelring
(vgl. Fig. 32-34 sowie 36 und 37). Die Entfernung wird anr
Indexsirich abgelesen.
R-lndex fiir Inf rarot. Die Schneckengdnge der Leica-Objektive x) tragen neuerdings au8er dem Hauptindex-
strich einen zweiten, mit R bezeichneten Indexstrich. welcher
Fig. 38. Der Unendlich-Riegel.
ftir die Scharfeinstellung bei Inf rarot-Aufnahmen bestimmtist. Die Einstellung erfolgt hierbei auf verschiedene Weise,je nachdem, ob das Objektiv mit dem Entfernungsmesser
gekuppelt ist (Leica lI, III und IIIa, Leica 250) oder nichi(Leica I und Standard). Bei nicht gekuppeltem Entfernungs-
messer liest man von diesem die Entfernung des Objektes ab
und stellt das Objektiv mit dem mit R bezeichneten Index-
*l nun.. A* beiden kurzbrennweitigen Objektiven, bei denen die gr-ci8te
Schiirfe auch von Infrarot-Aufnahmen stets innerhllb des Tiefenschiirl'eberiiches
der vollen Offnung bleibt.
tlView original page 12Page 13 · Read text
strich auf die ermittelte Entfernung ein. Bei gekuppeltem
Entfernungsmesser und bei dent Zusatzgerat fLir Ernzelaufnah-
men (,,Oleyo", ,,Oligo") sowie bei Benutzung des Einstell-
Revolvers wird das Ob.lektiv zunlchst auf die gewohnte Weise
ischarfgestellt und sodann der Schneckengang so weit her-
ausgedreht, bis der mit R bezeichnete Indexstrich auf die-
lenige Stelle der Entfernungsskala des Objektives weist, auf
die nach der oben vorgenommenen Scharfstellung der Haupt-
indexstrich zeigte.
Der Unendlich-Riegel. Hat der Schneckengang die Lage
,,unendlich" (oo) erreicht, so schnappt er selbstttitig ein und
ist verriegelt. Durch Druck auf den Knopf des Hebels erfolgt
die Entriegelung. Diese Einrichtung (vgl. Fig. 38) ist an den
Obleiitiven von 5 cm Brennweite und darunter vorhanden.
Die Kupplung. Mit der Schnecl<engangbervegung des Ob-
jektivs tst durch besondere Uebertragungsmittel (DRP. und
DRtra.) der Einstellmechanismus des Entf ernungsmessers ge-
kuppelt. Durch Einschrauben des Objektivs in die Kamera ist
die Verbindung zwangsl2iufig hergestellt.
Die Blende wird bei den Objektiven ,,Leitz-Elmar" 3,5und 5 cm sowie ,,Leitz - Hektor" 2,8 cm an einem mit
Indexstrich verselienen Nocl<en betZitigt. Bei den andern Ob-
jektiven dient ein schmaler Riindelring zur Einstellung der
Blende. Abgelesen werden die relativen Oeffnungen des Ob-
jektivs. Das Verhdltnis der Belichtungszeit gegeniiber der
vollen Oeffnung ist folgendes:
Relative Oeffnung 1,9 2,0 2,2 2,5 3,2 3,5 4,5 6,3 I 12,5 18
Belichtungsverhiiltnis 0,9 | 1,2 1,6 2,5 3 5 10 20 40 80
Die ausgezeichneten Leistungen unserer photographischen
Objektive sind neben gesteigerter Rechenkunst und erhohter
Qualitiit in der Ausfiihrung auch auf die Benutzung spezieller
Glastypen ntrickzuftihren. Wir verarbeiten, entsprechend dem
Rufe unseres Werkes, optisches Glas von nur allererster
Qualit2it, aber die I echnik ist nicht imstande, die neuen Glas-arten spezieller optischer Lage ganz frei von kleinen Bl?is-
chen herzustellen. Ihr Auftreten gerade in unseren hochwer-
tigen Objektiven kann daher keinen berechtigten AnlaB zu
einer Reklamation geben, sondern ist das Kennzeichen der
Verwendung von Gliisern spezieller optischer Lage. Verein-zelte Bliischen beeinflussen die Bildqualitiit iiberhaupt nicht, t
und die EinbuBe an Lichtstiirke ist vollig unbeachtlich.
Die Tiefenschdrfenskqls.
Um den Bereich der Tiefenschiirfe bei den verschiedenen
Objektivoffnungen diretr<t an der Leica-Kamera ableseu zu
t2View original page 13Page 14 · Read text
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kcinnen, haben wir am Objektivstutzen eine besondere Skala
angebracht (beispielsweise 1,9 bis 36 oder 3,5 bis 18 oder
lihnlich. Vgl. Fig. 39). Bei der Ablesung der TiefenschZirfe
verfiihrt man folgendermaf3en:
Man stellt zuerst den Flauptindexstrich der Tiefenschiirfe-
skala auf diejenige Entfernungszahl ein, welche durch Mes-
sung oder Sch?itzung des aufzunehmenden Gegenstandes er-
mittelt wurde, z. B. 2 m. Fiir die Blende 6,3 ergibt sich dann
durch Ablesen an den beiden indexstrichen 6,3 der Tiefen-
schiirfeskala ein Tiefenschiirfebereich von 1,7 bis 2,4 m, bei
Blende 4,5 demnach ein solcher von 1,8 bis 2,3 m.
Fig. 39. Die Tiefenschzirfenskala.
Sucht man fiir eine Fernaufnahme mit Vordergrund die
grdBtmdgliche 'tiefenschdrfe zu erreichen. so stellt man nicht
den l{auptindexstrich auf ,,unendlich", sondern denjenigen Blen-
denteilstrich der Tiefenschiirfenskala, welcher der gewtinschten
Objektivabblendung entspricht. Bei Blende 18 wird dieTiefenschiirfe dann von 2 m bis ..unendlich" reichen und bei
Blende 6,3 von 6 m bis ,,unendlich".
Diese ,,Nah-Einstellung auf Unendlich" soll aber nicht an-
gewandt werden, wenn die groBte Sch?irfe in weiter Ferne
liegen soll.
Selbstverstiindlich findet die Ablesung des Tiefenschiirfe-
bereiches an den beiden Grenzen der Entfernungsskala bei I m
bzw. 1,5 oder 3 m und ,,unendlich" ihre natrirliche Begren-zung. Alle Blendenteilstriche, die iibei diese beiden Index-
striche hiniiberreichen, sind also ftir die Ablesung nicht ma{J-
gebend. Bei Stellung des Hauptindexstriches beispielsweise des
t3View original page 14Page 15 · Read text
Standard-Elmars auf I m kann also der Nahpunkt des Tie-
fenschiirfebereiches nicht abgelesen werden. Bei Stellung auf
20 m liegt fiir Blende 3,5 der Irernpunkt dgs Tiefensch?irfe-
bereicheJ bereits in ,,unendlich", bei allen kleineren Blenden
erst recht.
Die Ablesung der Tiefenschiirfe an der Tiefenschiirfenshala
ist fiir praktischl Zwecke ausreichend genau. Eine besondere
von uns herausgegebene Tabelle enthelt noch gertauere Zah-
len, deren Ber-echnung ein Zerstreuungskreis - Durchrnesser
von 1/go mm zu Grunde liegt.
Der Anfzinger wird freilich zundchst gut tun, sich um den
Tiefenschiirfering und erst recht um die Tabelle tiberhaupt ruch!
2zv ktimmern. Er wird vielmehr zundchst versuchen, mitEinstellungen auszukommen: Fiir Fernaufnahmen Abblendun_g
auf 6,3 unO Einstellung auf ,,UnendlicLl', fiir Portriits volle
Oeffnirng des Objektivs und genaue Entfernungseinstellung
auf die aufzunehmende Person. Erst bei wachsender Schwie-
rigkeit der Aufnahmen wird er sich zundchst des Tiefenschiirfe-
ringes und schliefilich, falls genaueste Arbeit erforderlich ist,
der Tabellen bedienen.
B. Die Sucher zur Leiccr-Kqmero.
Leitz -Winkelsucher
fiir die Leico-Komero mit 5 cm Obiektiv.
Der Leitz-Winkelsucher,,Wintu" ermoglicht es, unauffiillig
Aufnahmen zu machen, da die Visierrichtung im rechten Win-
lrel zum Aufnahme-Objekt liegt, man also gewisserma8eu
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Fig. 40. Der Winkelsucher.
,,uffi die Ecke" photographiert. Die Befestigungsgabel desWinkelsuchers wird in die auf dem Gehiiuse des Entfernungs-
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messers angebrachte Klemme eingeschoben und das seitlich
an einem kurz.en beweglichen Arm befindliche Prisma vor die
_Oelf n_ung des Entf ernungsmessers geschaltet (vgl. Fig. 40).
Die Kamera wird dann bei der Aufnahme so gehalten, wie aus Fig. 4l ersichtlich. Man erleichtert sich die Auffindung des
Objekts im seitlichen Prisma des Winkelsuchers. \,venn man
vorher das Objekt im Okular des Suchers anvisiert und dann
im Prisma in der gewohnten Weise scharfstellt.
Fig. 41. Gebrauch des Winkelsuchers.
Der Winkelsucher kann nur fiir die Objektive von 5 cnrBrennweite in Verbindung mit der Leica benutzt werden. Das
in-r Sucher sichthare Bild ist seitenverkehrt.
Fiir die Standard-Leica wird der Winkelsucher in einer'
zweiten Ausftihrung (ohne den Prismenarm ftir den Ent.
fernungsmesser) geliefert.
[eitz - U n iversq ls ucher
frir die Leico-Kqmerq mit ouswechselboren Obiektiven.
Um bei Benutzung der ,,Leica" mit auswechselbaren Ob-jektiven das von derr verschiedenen Objektiven aufgenommelre
Sehfcld zu Lrestimmen, haben wir einen besonderen Sucher. den
sogenannten Universalsucher, herausgebracht, der in zwei Aus-
I'rihrungen geliefert wird.
U niversq lsucher'Vidom"
ftir olle Leico-Obiektive von 3,5 bis 13,5 cm Brennweite.
Dieser Sucher, der f tir alle Leica-Objektive von 3,5 bis
13,5 cm Brennweite verwendbar ist, besitzt eine rechteckiee
t5View original page 16Page 17 · Read text
-Bildfeldblende,'verkleinertdie mittels des geriindelten Drehringes vergrof.rert oder werden kann. Das Seitenverhziltnis
nteint dabei immer 2:3, wie es dem Leicaformat entspricht. Aui
dem Drehring ist eine Skala mit Angabe der verschiedenen
Fig. 42
Objektivbrennrveiten eingraviert. Die Blende zeigt also jeweils
genau das Bildfeld fiir die Brennweite an, auf die der Index-
strich eingestellt wurde, und zwar ftir Objektabst?inde von ca'
l0 m bis oo (unendlich).
Ein zweiter, kleinerer lndexstrich gilt ftir Nahaufnahmen
bei 1,5 bis 2 m Abstand er zeigt den dabei entstehenden Bild-
felds6hwund (Verkleinerung des Bildfeldes) an, und zwar fiir
alle Lerca-Objektive mit Ausnahnte des Weitwinkelobjektives
von 3,5 cm Brennrveite. Bei Aufnahmen auf Entfernungen
zwischen 2 uncl 10 m stellt Inan zweckm?iBig auf die Mitte
zwischen den beiden Teiistrichen ein.
Die Parallaxe zwisclten Sucher und Obiektiv (Versetzune
der optischen Achse) wird durch Neigen. des Sucherstutzensausgeglichen. Dadurch erreicht man, daB fiir alle Abstiinde ein
in Suchermitte anvisierter Punkt auch wirklich in die Bildmitte
des Negativs kommt. Der Parallaxenausgleich geschieht durch
Drehen eines kleinen Hebels unterhalb des Okulars. Bei gros-
seren Entfernungen von etwa 4 m ab macht sich die Parall-
axe nicht mehr bemerkbar. Unter 4 m muB sie jedoclr zur
Erreichung genauer Bildbegrenzung durch Neigen des Sucher-
stutzens ausgeglichen werden. Die jeweilige Stellung des
Hebels fiir die verschiedenen Entfernungen unter 4 m sowiefiir oo ist auf einer Skala erkennbar.
Eine GrofSportrzit-Aufnahme z. B. erfolgt ietzt in der
Weise, daB zuerst die Entfernung gemessen, dann der kleine
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lndex des Drehrings auf den Brennweitenstrich (entsprechend
dem verwandten Ob.iektiv) gerichtet und zuletzt der Parall-
axenhebel (entsprechend der Entfernung) eingestellt wird.
Betreffend den Uebergang von Quer- zu Hochformat und
un-rgekehrt s. S. 18.
Universqlsucher
ftir besfimmte Obiektivzusqmmenstellung.
Im Gegensatz zu dem Universalsucher ,,Vidom" ist die zweite Ausfiihrung des Suchers nur ftir bestimmte Objektiv-
zusammenstellungen vorgesehen, und zwar
Fig. 43. Der Universalsucher ,,Vifur" auf der Leica.
Ausfiihrung I ,,Viuna" ftir 3,5 5 7,3 cm Brennweite, - - Ausfiihrung II ,,Vizwo" 3,5 5-9cmBrennweite, - 5 10,5 cm Brennweite. Ausfiihrung III ,.Vitre" 3,5 _- - Ausfiihrung IV ,,Vifur" 3,5 5 13,5 cm Brennweite. - -
Die verschiedenen Bildfelder sind auf einer Strichplatte
eingezeichne_t. Die Figur 43a zeig,t eine derartige Strichplatte,
wie sie bei Durchsicht durch den Sucher erscheint.
Die iiuBere dicke Umrahmung zeigt das vom Weitwinket-
objektiv,,Leitz-Elma1" 3,5 cm aufgenommene Bildfeld, das zweite
kriiftig gezeichnete Feld ist fiir das Standardobjehtiv von b cm
Brennweite und das dritte fiir das Fernobjekriv ,,Leitz-
Hektor" 13,5 crn bestimmt. Diese Felder gelten siimtlich fiir
Aufnahmen auf tiber 10 m Entfernung. Die diinn gezeich-
neten Rahmen innerhalb der einzelnen Felder gelten da-
gegen frir Nahauf nahmen (bei etwa 2 m) und
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zeigen die dabei entstehende Verkleinerung des Bild-
feldes (Bildfeldschwund) an. Das kleine Kreuz in der Mitte
des Sehfcldes erleichtert das
genaue Anvisieren der Bildmitte.
Die Parallaxe zwischen
Sucher und Objektiv wird durch
Neigen . des Sucherstutzens ausgeglichen. Dies geschieht
ebenfalls durch Drehen des
kleinen Hebels unterhalb des
Okulars. wie es bereits auf
Seite 16 beschrieben wurde.
Beide Sucher-lltodelle sind
nach dem Prinzip eines kleinen
astronomischen Fernrohres in
Fig. 43a. Das Sehfeld im Uni- Verbindung mit einem bildauf-
versalsueher ,,Vifur" (Aus- richtenden Prisma konstruiert. ftihrung IV)' Eine Seitenrichtigstellung des
Bildes findet jedoch nicht statt. Rechts und links erscheinen
also beim Durthbticken durch den Sucher gegeneinander ver-
tauscht. Durch diese Anordnung wird erreicht, daB bei einer
dasauch nur geringen seitlichen Neigung der XameraBild irn Sudher stark schr?iggestellt wird. Die Neigungdes Bildes im Sucher ist doppelt so stark wie die Neigung
der Kamera selbst, wodurch eine Kontrolle tiber die genaue
horizontale bezw. vertikale Haltung der Kamera ermdglicht wird.
Bei Drehung der Kamera fiir Aufnahmen im Hochformat
erscheint das Sucherbild auf den Kopf gestellt. Um es wieder
900aufzurichten, ist das im Okular eingebaute Prisma umgegen einen'harten Anschlag drehbar angeordnet. Zw leich'
ieren Orientierung sei bemerkt, daB die rechteckige Okular-
blende in der Gebrauchsstellung der Kamera immer quer
stehen muB.
Bei der Verfolgung von sich schnell bewegenden Obiekten
ist es wegen der Seitenverkehrung des Sucherbilde,s eqnJeh-
lenswert, beide Augen offen zu halten, um das Objekt leichter
im Gesichtsfeld zu behalten.
Auch als Motivsucher wird der Universalsucher gerne ver-
wendet. Man braucht dann nicht jedesmal die Kamera aus der
Tasche zu nehmen, wenn ein Motiv sich zeigt, sondern priift
das Bild erst durch einen Blick in den kleinen Sucher auf
seine Wirkung. Bei Verwendung der langbrennweitigen Ob-
jektive bedeutet dies eine groBe Annehmlichkeit.
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Befestigung: Der Universalsucher wird in die Sucher-
klemme der ,,Leica" eingeschoben. Er tr?igt auf seiner oberen
Seite eine iihnliche Klemnre. so daB man ihn auch in Verbin-
dung mit einem Entfernungsnlesser benutzen kann. Man achte
darauf, daB der Llniversaisucher stets bis zum Anschlag in die
Klemme eingeschoben wird.
Bei nachtr?iglichem Bezug eines Universalsuchers ni einer
frtiher geiieferten Kamera ist eine besondere Abstirnmung der
Klemme fiir den dafiir bestimmten Sucher im allgemeinen nicht
erforderlich. Sollte in besonderen Fiillen das Sucherbild nicht
mit dem von der Kamera aufgenommenen Bild tibereinstim-
men, so ist es empfehlenswert, Sucher und Kamera zum Ab-
stimmen einzusenden.
Leitz-Sportsucher.
Fig. 44.
Fiir die Objektive von 7,3 bis 13,5 cm (nicht jedoch 10,5
cm) Brennweite wird je ein ,,Sportsucher" geliefert, durch den
ein schnell bewegtes Objekt bereits beobachtet werden kann,
ehe es in das eigentliche Bildfeld der Leica eintritt. Das
Bildfeld wird durch ein deutlich sichtbares helles Rechteck ab-
gegrenzt, in dem das Objekt aufrecht, seitenrichtig und in
nattirlicher Gro8e erscheint. Es kann daher mit beiden Augen
beobachtet werden. Auch der Sportsucher ist mit einer Vor-
richtung zum Ausgleich der Parallaxe ausgertistet.
Aus der Beschriftung des Suchers geht hervor ,
ftir welche Objektivbrennweite er geeignet ist. Der
Sucher wird mit seinem FuB derart in die Sucherklemme der
Karnera eingeschoben, dalJ die mit den Entfernungszahlen1- 1.5 4 oo versehene Metallscheibe iiber derKamerarrickwand-2- liegt.- Zum Gebrauch wird der oben liegende
Deckel des Suchers hochgeklappt, wobei der Spiegelrahmen
gleichfalls aufspringt. Nach der Scharfeinstellung des Objek-
tivs wird die eingestellte Entfernung abgelesen und die er-
wiihnte Metallscheibe aui dieselbe Entfernung eingestellt, um
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die Sucherparallaxe auszugleichen. Bei Entfernungen iiber 4 mbis 10 m ist etwa auf die Mitte zwischen 4 m und oo ein-
zustellen. Die Einstellung muB umso sorgfdltiger geschehen,
je l?inger die Brennweite des verwandten Obiektivs ist. Wird
der Sucher nicht benutzt, so wird er zweckm2i8igerweise wie-
der zusammengeklappt, um die Sucherlinsen vor Druck und
StoB zu schiitzen.
Rqhmensucher
zvr Leicq-Komerq.
Dieser Sucher kann besonders fiir
den Sportphotographen und ft-ir
Aufnahmen aus dem Flugzeug
empfohlen werden.
Vor allem ist die Universalitiit sei-
ner Anwendungsmdglichkeit her-
vorzuheben, denn er ist nicht allein
fiir das Standard-Obiektiv 5 cm
zu verwenden, sondern zeigt auch
das Bildfeld fiir die Objektive
,,Leitz-81mar" 3,5 und 9 cm sowie
Fig.45 das ,,Leitz-Hektor" 7,3 cm an.
Zu diesem Zweck ist der Bildrahmen drehbar ausgebildet,
und zwar schwenkt er um l80o gegen zwei Begrenzungs-
anschldge, wobei die Normalsteliung wie in der Abbildung das
Bildfeld von 5 und 9 cm anzeigt, wdhrend sich bei herumge'
schwenktem Rahmen, der infolge der exzentrischen Drehung
entsprechend herangenickt wird, der Bildausschnitt von 3,ir
und 7,3 cm ergibt. Eine besondere einsteckbare Bildfeldblende
dient auBerdem in Normalstellung fi.ir 13,5 cm, in Nahstellung
fiir 10,5 cm. Um bei den langbrennweitigen Objektiven 13,5und 10,5 cm genaues Anvisierefl zr ermdglichen, ist am vor-
deren Visierrahmen eine vorklappbare Lochblende vorgesehen.
Ftir die anderen Obiektive darf diese Blende jedoch nicht be-
nutzt werden, weil der Bildausschnitt dabei zt gro$ erscheiuen
wiirde.
Die Parallaxe bei Nahaufnahmen wird durch Verstellung
des Visierrahmens ausgeglichen. Es' sind dafiir die Strich'marken a, 2 und I m angebracht.
Bei Verwendung der Objektive 3,5 bis 9 cm ist allgemein
darauf zu achten, da8 der Durchblick durch den Visierrahmen
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des Suchers zentral geschieht; dann stimmen Bildausschnitt
und Bildmitte gut mit dem Filmbild iiberein. Der Visierrahmen
wird stets dicht ans Auge gehalten.
Der Rahmensucher ist vollig zusafilmenklappbar.
Aufsichtssucher
zur Leicq-Komero.
Im Gegensatz zu den bisherigen Leica-Suchern, welche
sdmtlich in der Durchsicht und dicht am Auge benutzt wertlerr,
ist dieser Sucl.rer als Aufsichtssucher konstruiert und wird in
Fig. 46. Der Aufsichtssucher auf der Leica.
llinlicher Weise wie die bekannte.n Brillantsucher verwendet.
Das Bild wir"d also nicht in Aueenhohe. sondern etwa 20 cnr
tief er von oben her anvisiert. Diesen Sucher wird man dem-
nach haupts?ichlich da als besonders bequem empfinden, wo
ein tieferer Blickpunkt wtinschensrvert ist, 'uvie z. B. bei Kin-
der- und Kleintier-Aufnahnren.
Der Sucher besteht aus einem Gehiiuse. in welchern ein
sogenanntes Pentaprisma in Verbindung mit einer Negativ-
linse (Newton-Sucher) angeordnet ist. Diese neuartige Kom-
bination ergibt ein klares, helles und scharf abgegrenztes
Bild. Das Hoch- und CJuerformat ist in der iiblichen Weise
durch Abdecken der 4 Ecken gekennzeichnet. Das Bild er-
scheint aufgerichtet und seitenrichtig.
Der Bildausschnitt entspricht in der gewohrrlichen Aus-
liihrung den Objektiven von 5 cm Brennweite (,,Leitz-Elmar"
und,,Leitz-Summar") auf das Leica-Format 24X.36 mru.
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Ferner sind Sonderprospekte erschienen iiber:
Leica, die Kamera der Zeit,
Die auswechselbaren Leica-Objektive,
Die Leica 250,
Leica-Zubehor,
Standard-Leica,
Reproduktionsgeriite in Verbindung mit der Leica,
Spezialsucher zur Leica-Kamera,
Entwicklungs- u. Kopiereinrichtungen fiir Leica-Filrne,
Hilfsger?ite fiir die Aufnahme l<leiner Objel<te,
VergroBerungs-Appa rate,
Kleinbild -Proi ektoren.
E.LEITZ
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