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Leitz Leica-KameraGebrauchs-Anleitung III User manual
User manual for Leitz Leica-KameraGebrauchs-Anleitung III. 25 pages in German. Read the original PDF, download or print a copy without registration.
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Document details
- Brand
- Leica
- Model / document
- Leitz Leica-KameraGebrauchs-Anleitung III
- Document type
- User manual
- Language
- German
- Pages
- 25
- File size
- 2.4 MB
- Category
- Film cameras
- Document date
- Not specified in catalog
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lnholtsverzeichnis.
Seite
A. Zusatzgerdte fiir Einzelaufnahmen 3
l. Sondergeriit fiir Einzelaufnahrnen mit Mattscheibe
und Kassette 3
2. Einzelfilmhalter 5
B. Weiteres Zubehdr zu den verschiedenen Leica-Modellen 6
l. Aufsetzbares Hemmwerk 6
2. Yorsatzlinsen 8
3. Gelbfilter. Griinf ilter, Rotfilter u. U. -V.-Schutzfilter l0
4. Sonnenblenden t7
5. Schnellaufzug l8
6. Tischstativ . 19
7. Abstechmesser l9
8. Panoranra-Stativkopf und Dosenlibelle 20
9. Kugelgelenkkopf 22
10. Stativkopf mit Druckraste 22
I l. Stereoschieber 23
Teil I der Gebrauchsanleitung behandelt s?imtliche Kamera-
Modelle, Teil II die auswechselbaren Objektive und Sucher
der Leica.View original page 3Page 4 · Read text
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A. Zusotzgeriite fUr Einzel-
qufnqhmen.
l. Ein Sondergerdt fUr Einzeloufnqhmen
mit Mottscheibe und Kossetten.
Dieses Gerzit besteht aus einem schwarzlackierten Leicht-
metallgehziuse, in welchem an der Rtickseite die Mattscheibe
oder die Kassette sitzt und vorne ein Leica-Objektiv einge-
Fig. 47a.
schraubt wird. oben liann eirrer der bekannten Leica-sucher
aufgeselzt werden; an der Seite und unten tr?igt das Geh?iuse
l^e ein Stativgewinde fiir Hoch- und Queraufiahmen mittels Stativ.
Einen verschlulJ enthiilt das Gehiiuse nicht. vielmehr
wird ein auf das objektiv aufsteckbarer lbsor-VerschluB fiirMomentaufnahmen von I bis 1/rgsn Sek. und Zeitaufnahmen be.
liebiger Dauer mitgeliefert. Dieser verschlu8 kann in 2 Grris-
sen von uns bezogen werden. Die kleinere Ausftihrung paBt
alrf die . Objektive ,,Leitz-Elmar" B,b cln l:3,b (\,\,eil;ir;kel) .,,Leitz-Elmar" 5 cm^ 1:3,b_ lStandard) und ,,Leitz-Elmar,, l0,b
cm^ l'6,q. . Die_ groBere Ausfiihrung paBt auf alle Objektive
3u8.9r^,,Leitz-Hekt9r" 7,! cnt und lB,5- cm sowie ,,Leitz-Thanr-!qr" 9 cm und ,,Leitz-Telyt" 20 cm. Bei Mikroairfnahmen inVerbindung rnit unserem Mikroansatz wird ein verschlug
iiberhaupt nicht gebraucht, da dieser Ansatz selbst einen ver-
schlu8 enth?ilt. Das 'felegrammwort des Gerzites mit dern
kleinen IbsorverschluB ist ,,oleyo", mit dem groBen verschluB
,,Oligo".
3View original page 4Page 5 · Read text
Als Filter konnen bei diesem Gerzit nur die einschraub-
baren Filter Verrvendung finden.
Die Benutzung des Gerdtes ist denkbar einfach' Man lii<lt
die Kassette nac[ Abnehmen des VerschluBdeckels in der
Dunkelkamtner mit einem Filmsttickchen von normaler Breite
und etwa 40 mm Lzinge, das man von einer Kino-Normalfilm-
Rolle (oder von dem in einer Leica-Kassette enthaitenen Fihnl
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I'ig. 47b.
abschneidet. Die Breite des Kassettenschiebers betrdgt genau
40 mm, kann also als Ma6 fiir die Liinge des abzuschneiden-
den Fifmstiickchens dienen. Dann driickt man den Deckel fest
in die Kassette hinein, wobei daraul zu achten ist, da6 dereingelegte Film sich nirgends kientmt. Die Kassette ist damit
gebrauchsf ertig.
Vor der Aufnahtle wird die Mattscheibe in den Kasset-
tenfalz hineingedriickt, wo sie federnd festsitzt, und vorne das
Objektiv eingeschraubt. Auf 'der Mattscheibe werden Bildaus-
schnitt und Entf ernungseinstellung kontrolliert. Dann wird
die gewi"inschte Blende eingestellt und der Verschlu8 aufge-
setzt.
Zur Aufnahme wird die Mattscheibe gegen die Kassette
ausgewechselt. Man drtickt dabei die Schnapper vorsichtig
einwdrts, worauf sich die beiden Teile bequem und ohne
Klemmung einsetzen bzw. herausnehmen lassen. tlat matl
dennoch durch unvorsichtige Handhabung den richtigen Bild-
ausschnitt verloren, so gentigt ein Blick in den Sucher, um
ihn wieder einzustellen. Man vergesse nicht, vor der Belich-
tung den Kassettenschieber aufzuziehenl
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2. Der Einzelfilmhqher.
Noch einfacher und auch billiger, jedoch weniger univer'
sell verwendbar als das eben beschriebene Sondergeriit ist der
Einzelfilmhalter ,,Fhkoo" fiir die Leica. Es handelt sich dabei
um einen einfachen Metallrahmen mit 2 Schlitzen, durch wel-
che ein 8 cm langes Filmstiick festgehalten wird. Man kann
dieses F'ilmsttick nur in der Dunkelkammer in den Einzelfilm-
halter einftihren und auch nur dort den Halter in die Leica
einschieben.
Beini Einschieben des Halters mu8 man eine gewisse
Vbrsicht walten lassen. um den Film vor Verkratzen zu
schiitzen. Zuniichst diirfen nur Filme mit Emulsionsschutz-
Irig. 48.
schicht veru,andt werden, die also iiber der Enulsion noch
eine besondere Schicht tragen. Bei den meisten Filmen des
Marktes ist dies der Fall, nicht jedoch beispielsweise bei Dia-
positivfihn und Infrarotfilm. AuBerdem schtitzt man die Emul-
sion noch dadurch. daB man beim Einschieben des Halters ein
Sttickchen Blankfilm mit einschiebt, das man vor die zu
schiitzende Emulsion hiilt. Hat man den Halter fast ganz ein-
geschoben, so zieht man das Stiick Blankfilm langsam wieder
hera us.
Urngel<ehrt verfiihrt man beim Herausziehen des Halters
aus der Leica, das auch nur in der Dunkelhammer vor sich
gehen kann. Man hebt zundchst den Halter art seinem kleinen
Handgriff ein wenig an, schiebt ein Sttickchen Blankfilm lang-
sam vor die dem Objektiv zugekehrte Emulsion, um sodann
den llalter ganz herauszuziehen.
Zum Festhalten der Filmstiickchen, die in einem der vor-
stehenden Geriite belichtet wurden, kann man bei der Ver-
arbeitung rnit Vorteil unseren Filmhalter ,,Fialt" verwenden.
5View original page 6Page 7 · Read text
B. Weiteres Zubehiir zu den
Yerschiedenen Leicq-Modellen.
Aufsetzbqres Hemmwerk
zur Leico-Komero.
Das aufsetzbare Hemmwerk ist auf den Ausloseknopf der
Leica-Kamera Modell I, Standard und Modell II aufschraubbar
und gestattet auch mit diesen Modellen, ohne daB ein Umbau
notwendig ist, dieselben langsamen Momentgeschwindigkeiten
von 1 , %, %, und l/e Sek. wie unser Modell lil.
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Fig. 49.
Die Anwendung ist folgende: Man spannt zundchst den
Aufzugknopf der Kamera und stellt den Schlitzstellknopf aufZ (- Zeit). Darauf wird das Hemmwerk gespannt, indem man
mit Daumen und Zeigefinger die beiden Kndpfe am Drehbal-
ken fa6t und diesen im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag dreht.
Erst nach diesem Spannen liiBt sich die gewiihlte Zeit eln-
stellen, und zwar durch Anheben des einen Rdndelknopfes
iiber der Lochstellscheibe und nachfolgendes Drehen des Dreh-
6View original page 7Page 8 · Read text
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balkens, bis der Indexstrich am Rand die gewiinschte Zeit an-
zeigt. Lii8t man den Knopf jetzt los, so rastet ein dahinter
sitzender Stift in das entsprechende Loch ein.
Die Auslcisung erfolgt an dem seitlich am Hemmwerk an-
gebrachten Ausloseknopf entweder direkt durch Fingerdruck
oder mittels angeschraubten Drahtauslosers.
Da bei 2ilteren Kameras die Hohe des Ausldseknopfes
nicht immer der heutigen Norm entsprach, kann es vorkom-
men, da8 beim Drticken des Knopfes am Hemmwerk der Ver-
schluB der Kamera nicht richtig ausgelost wird. In solchem
Falle ist folgende Nachjustierung leicht ausfiihrbar: Der hohle
Schaft, der innen das Gewinde zum Aufschrauben des Hemm-
werkes auf den Auslcjseknopf tr?igt, zeigt den groBen Kopf
einer Justierschraube. Mittels eines geeigneten Schrauben,
ziehers wird sie %-% Umdrehung nach rechts oder links ge-
dreht, bis bei der Probe die Auslosung sicher erfolgt. Ist der
Kamera-Ausloseknopf zu niedrig, so drtickt die Justierschraube
des Hemmwerl<s nicht gentigend, um den VerschluB auslosen
zrr krinnen. Also muB die Justierschraube entgegengesetzt
der Uhrzeigerbewegung geschraubt werden. Ist dagegen der
Karnera-Ausloseknopf zu hoch, so schwingen die inneren
Hebel des Hemmwerks nicht aus, was zur Folge hat, daB der
Schlitzverschlu8 sich nur halb offnet und offen stehen bleibt.
In solchem Falle muB die Justierschraube im Sinne der Uhr-
zeigerbewegung geschraubt werden. Diese Nachjustierung
braucht natiirlich bei einer bestimmten Kamera nur einmafvorgenomnren zu rverden.
7View original page 8Page 9 · Read text
leitz -Vorsqtzlinsen
zur Leicq-Komerq.
Fig. 50. Gelbfilter, Vorsatzlinsen und Sonnenblende.
( % nat. GroBe).
Diese Vorsatzlinsen sind achromatische Sammellinsen und
werden benutzt bei der Aufnahme kleiner Tiere, Pflanzen,
Kunstgegenstdnde usw. auf kiirzere Entfernungen als 1 . fii, -ftjrsowie Reproduktionen von Schriften, Abbildungen, Doku-
menten usw. Sie werden in die vordere Linsenfassung des
,,Leitz-Elmars" f cm 1:3,5 bezw.,,Leitz-Summars" f -5cml:2 eingeschraubt-5und nur leicht angezogen'
Wir liefern sie in drei St?irken. und zwar:
Nr. I fiir Entfernungen von 100 cm bis 55 cm,
fiir ObjektgroiJen von 42X63 cm bis 21X31 cnr,
zur Verl<leinerung auf das 17,5 bis 8,6fache;
Nr. 2 ftir Entfernungen von 54,5 cm bis 39,5 cm.
ftir ObjektgrofJen vcln 21,5),(32,0 bis 14,0X20,5 cnr,
zur Verkleinerung auf das 8,9 bis 5,8 fache;
Nr. 3 fiir Entfernungen von 31,2 cm bis 26,8 cm,
fiir Objektgro8en von 10,72(16,1 bis 8,4X12,5 cn,
zur Verkleinerung auf das 4,5. bis 3,5 fache.
Die Entfernungen sind von der Filmebene (hintere Kanle-
lawand) bis zum Objekt gemessen.View original page 9Page 10 · Read text
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Zur Ergdnzung sei bemerkt, daB die 5 cnr Objektive
,,Leitz-Elmar" und,,Leitz-Summar" der Leica-Kamera ohne Vorsatzlinse die Einstellung bis auf 1 m Abstand erm69-
lichen und dann von einer ObjektgroBe 44X66 cm eine Ver-
kleinerung von 1:18 ergeben. Ueber weitere Methoden zLrl'
Nahaufnahme kleiner Objekte vergl. die Spezialdrucl<schriften
,,Leitz-Telyt",,,Optisches Naheinstellgerdt" sowie,,Reproduk-
tionsgereite".
Durch Vergro8erung des mit cler Vorsatzlinse erhaltenen
Negativs lii8t sich dann ein Bild in nattirlicher Objektgrof3e
und, vornehrnlich bei Vorsatzlinse Nr. 3, noch dariiber hinaus
erreichen.
Genauere Angaben tiber Einstellung des Objektiv-Schneli-
kengangs, Entfernung und zul?issige Ausdehnung des Objekts,
sowie erreichte Verkleinel ung und Tiefenschdrfe sind den von
uns herausgegebenen ,,Taltellen zur Leica-Kamera" zri ent-
nehmen.
Die ,,Leitz-Elmar"-Vorsatzlinsen Nr. 1 und 2 sind selbstftir Momentaufnahmen ltis zur vollen Oeffnung verwendbar.
Fiir Reproduktionen wird man sie zweckmdBigerweise immer
etwas abblenden. Insbesondere empfiehlt es sich, bei Ver-
wendung der Vorsatzlinse Nr. 3, schon wegen der sehr ge-
ringen Tiefenschiirfe, stets nrindestens auf 6,3 abzublenclen.
Die Vorsatzlinsen sind in Verbindung mit einem Zwischen-
ring ,,Vmcoo" auch fLir das ,,Leitz-Summar" 5 cm verwendbar.
Freilich bedingt der gegentiber der Objektivoff nung etwas
geringere Durchmesser der Vorsatzlinsen eine gewisse Ab-
blendung, die aber bei derartigen Aufnahmen sowieso ange-
zeigt ist.
Die Belichtungszeit ist die gleiche, ob man beispielsweise
dasselbe Objekt mit dem ,,Leitz-Elmar" allein auf 1 nr Ent-
fernung oder mit der Vorsatzlinse Nr. I auf 55 cm Entfer-
nung, oder rnit Vorsatzlinse Nr. 2 auf 39,5 cm, oder mit Vor-
satzlinse Nr. 3 auf 26,8 cm aufnimmt. Ftir die Gelbfilterbe-
nutzung in Verbindung mit den Vorsatzlinsen wird ein Zwi-
schenring i"Firgi") gelielert.
Die Arbeitsweise bei der Herstellung von Reproduktionen,
wofiir die Vorsatzlinsen besonders geeignet sind, wird in un-
serem Katalog tiber Reprodul<tionsgerdte in Verbindung mit
der Leica besprochen. Auch unsere Liste ,,Hilfsgeriite zur Auf-
nahme kleiner Ohjekte" behandelt die Vorsatzlinsen ausfiihr-
lich.View original page 10Page 11 · Read text
Leitz-Filter zur Leiccl - Kclmerq.
Filter dienen zwei verschiedenen Zwecken, einmal der ton-
wertrichtigen Wiedergabe farbiger Objekte, zum anderen der
Erzrelung bestimmter Bildwirkungen. GemtiB der Verschieden-
heit dieser Zweckbestimmungen
konnen auch in jedem Einzel'
falle verschiedene Filter am
Platz sein.
Sortnen- Wenden wir uns zundchst der 'blen,de tonwertrichtigen Farbenwieder-
gabe zu, so ist von der Ver-
6elb- wendung dichter (dunkler) Fil- s&ebe ter abziraten, da durch sie
zptschen- ?J'1.li #[?1?1.?:r:"'tl.t:'j
- nng In der praktiJcti'.n Photogra
r"t:{' i*;lf i'f":iiif#tf,ffi1: r# dem -"- lct:ca- . Ueherhaupt soll man unter 001et/itt Gesichtspur-rlit der tonwertrich-
tigen Fa rbrviedergabe die Dich -
te des Filters dem Objekt, dem Abb. 51 Filmrna terial, der Tageszeit und
Anwendung des Vorsch?lt- der Beleuchtung enlsprechendZubehors ('lt natiirl. Grotle). wdhlen, ur' die besten Resultate
T.u erzielen. Es muB beachtet werden, daB das verwendete
Filter umso heller seirr darf, je farbenrichtiger der Prlrn sen-
sibilisiert ist; so wird man fiir einen panchromatis:hen Film
ein lichteres Filter wdhlen als ftir einen orthochronratischettund f ii r diesen u'ieder ein umso helleres Filter, je mehr er
fiir Gelb-Grtin empfindlich ist. Es sei ferner daran erinnert,
dafl lnorgens und abencis die Himmelsstrahlung mehr gelb-
rotliche Strahlen und nur wenig violettes Licht enthdlt, so-
da8 um diese Tageszeit wiederum ein schwdcheres Filter zu
verwenden oder ein Filter eventuell ganz unnotig ist, wtih-
rend mittags das Licht blauvioletthaltiger ist und ein etwas
strengeres Filter erfordert. Ebenso benotigt man ltei tief-
blauem Hirrmel ein strengeres Filter als bei Vorhandensein
sta rk r ef lektierender weiBer Woltrien.
Aber nicht nur, um Ueberfilterung zu vermeiden, sondern
auch aus einern anderen Grunde ist von der Verwendung
eines Gelb- oder Griinfilters unnotig groBer Dichte abzuraten.
Unter ungtinstigen Umstdnden kann nzimlich bei Filmen gros-
se r Emulsionsschichtdicke ein strenges Gelb- oder Grtjnfilter
die gestochene Schdrfe der Negative ein wenig beeintriich-
roView original page 11Page 12 · Read text
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tigen. Zwar wird durch den einwandfreien Schliff und die
Planparallelitiit unserer Filter eine Verzerrung des Bildes ver,
mieden, doch kann die Zerstreuung des Lichtes in einer dicken Emulsionsschicht zu e!.!nem geringen Schdrfeverlust fijhren,
wenn dre gelb-griinen Strahlen auf Kosten der blau-violetten
allzusehr bevorzugt werden. Ihre Erkldrung findet diese
Tatsache darin, daB die kurzwelligen blau-violetten Strahlen
das Bild auf der oberflziche der Emulsiorr erzeugen, ins Innere
der Schicht kaum eindringen und dort daher auctr nicht zer-
streut werden kcinnen; Strahlen grdBerer Wellenliinge (Grtin
und Gelb) dringen aber tiefer in die Schicht ein und erieiden
eine Zerstreuung, die umso grd8er ist, ie dicker die Schicht ist Durch dieses etwas diffuse Bild im Schichtinneren wird
das oberfliichenbild in seiner hohen Schiirfe etrvas beein- triichtigt. Je strenger die Gelb- oder Griinfilter sind. umso
stiirker -bevorzugen sie die grtin-gelben Strahlen, und umso grciBer l<ann unter sonst gleichen Umstiinden der.schiirfever-
lust sein. Freilich soll man diesen Sch?irfeverlust auch nicht
iiberschdtzen. Bei Filmen mit diinner Schicht ist er tiberhauptzu vernachliissigen.
wiihrend zur Erzielung tonwertrichtiger Farbwiedergabe
bei orthochromatischen F'ilmen reine Gelnfilter am pratzesind, da nur die Blau-Ueberempfindlichkeit dieser Filme zuddmpfen ist, kommen ftir gewisse panchromatische Fihne mit
zu hoher Rotempfindlichkeit Griinfilter in Frage,'schwdchen.die nichtnur die blauen, sondern auch die roten Strahren
Bei neueren Typen panchromatischer Filme, deren Farben-
empf-indlichkeit derjenigen des menschlichen Auges rechtnahekonrmt, kann in vielen F?illen auf den Gebrairch eines
Filters tiberhaupt verzichtet werden; allenfalrs ist der in der
Regel noch verbleihende geringe BlauiiberschuB durch das
hellste Gelbfilter oder das U.v.-Schutzfilter herabzudrticken.
zur Yerhtitung von Ueberbelichtungen einzelner Bildteile
bei Aufnahmen mit besonders heller Firnsicht und dunkrem
Vordergrund empfehlen wir die Benutzung von Gelb- oder
Griinliltern verlaufender Dichte. Diese Filter werden in fester
Aufstecirfassung ftir s?imtliche objektive der Leica-Kamera
geliel'ert. Beim Aufsetzen des Filters auf das objektiv achte
Tqn qarquf, daB der auf dem du8eren Fassungsrand befind-liche Pfeil oben liegt. Umgekehrt konnen die Gelb- und
Griinfilter verlaufender Dichte auch ftir Aufnahmen mit be-
sonders hellemvordergrund(Schneeaufnahmen bei tiefblauem
Hochgebirgshimmel usw.) verwandt werden. wobei dann der
auf der Fassung befindliche Pfeil unten liegen muB.
. Zut .Erzielun& beslirnmter Bilclwirkungen, die von dertonwertrichtigen Farbwiedergabe mehr oder'weniger atrwei-
(Fortsetzung auf Seite l4).
tlView original page 12Page 15 · Read text
chen, sind allerdings ganz andere Gesichtspunkte ma8gebend.
Im Hochgebirge erscheint n?inrlich der Himmel bereits so
dunkel, daB man auf die tonwertrichtige Wiedergabe ver-
zichtet, um das Bild des Ilimmels nicht zu schwarz werden zu
lassen.*) Man verwendet daher in solchen Fiillen kein Gelb-
filter, sondern nur das U.V.-Schutzfilter. Will man dagegcn
dem stark verweiElichten Morgen- oder Abendhimmel, ins-
besondere im Friihjahr oder Herbst, den Charakter eines tief- I
blauen Himmels geben, urn etwa ein weiBleuchtendes Ge- t"
1'bdude besser gegen einen dunkler erscheinenden Himmel ab-
zuheben, so wird man ein strengeres Filter bevorzugen, ob-
wohl dadurch die Farbentonwerte etwas verfeilscht wiederge-
geben werden. Derselbe Grund leBt auch zur Betonung
schwacher Wolken ein strengeres Filter angezeigt erscheinen,
wenn nran die sonst leere Himmelsfliiche beleben will. Hier
l<ann man sogar zu einem hellen Rotfilter greifen, das aller-
dings nur bei panchromatischen Filmen mit Erfolg verwandt
werden kann. Ein Rotfilter diimpft nicht nur die blau-violet-
ten Strahlen stark, sondern in hohem Ma{3e auch die gelb-
grtinen, und kann daher als ein besonders strenges Filter
angesehen werden. In der Reihe unserer Filter bilden daher,
wie die in Abbildung 5la wiedergegebenen Durchl?issigkeits-
kurven zeigen, das U.V.-Filter auf der einen, die verschiede-
nen Rotfilter auf der anderen Seite die foleerichtise Fort-
setzung.
Abb. 5l a.
Das helle und in verstdrktem MaBe das mittlere und
dunkle Rotfilter machen es weiterhin moglich, bei Fernauf-nahmen tjber groBere Entfernungen den blauen Luf tdunst
und sogar Nebel zu durchdringen, da die von den Rotfiltern
hauptsdchlich durchgelassenen roten und inf raroten Strahlen
auch durch Dunst und Nebel leichter hindurchgehen. Das
nrittlere und dunkle Rotfilter soll aber, um allzu lange Be-
.) Besonders krasse Beispiele sind uns von den letzten Himalaja-Expeditionen
bekannt geworden.
t4View original page 15Page 16 · Read text
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lichtungszeiten zu vertneiden, itn allgemeinen nur in Verbin-
dung rnit Inf rarotfilm verwandt werden, der auBer filrden Bereich des sichtbaren Spektrums zusdtzlich fiir die dem
Atrge unsichtbaren inf raroten Strahlen empfindlich ist. Die
eigenartige Wirkung dieser Inf rarot-Aufnahnten hat fiir die
allgemeine Arnateurphotographie wohl weniger Bedeutung
als vielmehr fiir bestirnmte rvtssenschaftliche Zwecke, wie z.
B. anatomische und Gemdlde-Aufnahmen, ferner zur klaren
Wiedergabe alter vergilbter Schriften, aber auch fiir Flieger-
aufnahmen und dergl., ufl durch Dunst und Nebel noch klare
Gebirgs-, Landschafts- oder Stiidtebilder zu erhalten.
Die Infrarotaufnahme weicht abet' in jedem Falle von dem
mit dern Auge gesehenen Bilde mehr oder weniger ab. Bei
wolkenlosem Himmel und hellem Sonnenlicht wird unter Ver-
wendung des mittleren und dunklen Rotfilters das Blau des
Himmels schwarz rviedergegeben; die Gegenst?inde der Land-
schaft (Laub und Gebiiude) reflektieren dagegen die infra-
roten Strahlen stark und werden daher im Bilde hell. Zu-
sarnmen ergibt das eine Wirhung ?ihnlich einer Nachtaufnah-
me. Einer wirklichen Nachtaufnahme kommt ein solches Bild
jedoch nicht gleich, weil die griinen Tone der niichtlichen
Landschaft dem Auge wesentlich durtkler erscheinen.
Bei Objekten, die auBer dem Blau des Himnrels nur helle
rvei8liche Tone enthalten, wie z. B. Architekturen und olfene
weite Landschaf ten, kann eine besonders gute Bildwirkung
durch Verwendung des hellen Rotlilters in Verbindung mit
panchromatischen Filmen erzielt rverden. Man braucht hier
eine tseeintriichtigung der Bildschiirfe durch Benutzung des
Rotfilters trotz seiner verhiiltnisrniilJig grolSen Dichte nicht
zu beftirchten, da rote Strahlen in der Emulsion des Films
weniger stark zerstreut werden als gelb-griine, obwohl sie
tiefer in die Schicht eindringen als diese. Diese Tatsache be-
ruht auf den physikalischen Gesetzen der Lichtstreuung und
kann an dieser Stelle nicht genauer erl?iutert werden. Es
darf aber darauf hingewiesen werden, daB die AuBenaufnah-
men in der Berufskinematographie heute zumeist mit hellen
Rotfiltern gemacht werden.
Die Leitz-Filter werden haupts?ichlich in Aufsteckfassurlg
geliefert. Die Abbildung 51 zeigt, wie sie sowohl fiir sich
allein als auch in Verbir-rdung mit Vorsatzlinse oder Sonnen-
blcnde anwendbar sind. Ftir die gleichzeitige Anwendung von
Vorsatzlinse und Filter ist ein Zrvischenring erforderlich
(Firgi). Auf Wunsch konnen die Filter jedoch auch in Ein-
schraubfassung geliefert werden. Man kann clann ohne wei-
teres eine Verstellung der Irisblende vornehrnen, hat aber
nicht die Moglichkeit der Kombination von Vorsatzlinse nnd
Filter. was hier erwiihnt sei.View original page 16Page 17 · Read text
t.
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t.t.I
I lnfrorot-Aufnohmen mit Rotfilter.
Die Schnechengdnge der Leica-Objektivex) tragen neuer-
dings iruBer dem Hauptindexstrich einen zweiten mit Rbczeichneten Indexstrich, welcher fiir die Scharfeinstellung bei
lnfrarot-Aufnahmen bestimmt ist. Die Einstellung erfolgt hier-
bei auf verschiedene Weise, je nachdent, ob das Objektiv mit
dem Entfernungsmesser gekuppelt ist (Leica II, III und IIIIa,
Leica 250) oder nicht (Leica I und Standard). Bei nicht ge-
kuppeltem Entfernuugsmesser liest man von diesem die Ent-
fernung des Objektes ab und stellt das Objektiv mit dem rnit
R bezeichneten Indexstrich auf die ermittelte Entfernung ein.
Bei gekuppeltem Entfernungsmesser und bei dem Zusatzgertt
ftir Einzelaulnahmen (,,Oleyo", ,,Oligo") sowie bei Benutzung
des Einstellrevolvers wird das Objektiv zundchst auf die ge-
wohnte Weise scharfgestellt und sodann der Schneckengang
so weit herausgedreht, bis der mit R bezeichnete Indexstrich
auf diejenige Stelle der Entfernungsskala des Objektives weist,
auf die nach der oben vorgenommenen Sclra rfstellung der
Hauptindexstrich zeigte.
Bei iilteren Objektiven, die den zweiten Indexstrich noch
nicht tragen, bedient man sich bei der Einstellung nicht des
Hauptindexstriches, sondern desjenigen Blendenstriches des
Tiefenschdrfenringes, der in der folgenden Tabelle ftir jedes
Objektiv angegeben ist. Da jeder Blendenstrich zweinral auf
dem Tiefenschdrfering vorhanden ist, nruB noch hinzugefiigt
werden, daB von den beiden gleichbeziff erten Strichen der-
jenige nach oo zu als neuer Index dient. Der Schneckengang
des Objektivs wird hierbei herausgedreht, als ob man auf
l<iirzere Entfernungen einstellen wollte.
Anstelle des Hauptindex-
striches verwende Verwendetes Objektiv rnan folgenden Strich des
Tiefensch ri rfen ringes
Leitz-Elma r 5cm 6,3 naclr @ zu
Leitz-Hektor 5 cnt 613 t' t\ ', Leitz-Summar 5 cur 2,,,,,,
Leitz-Hektor 7,3 cm 4,5 ,, " Leitz-Elmar 9 crn 6,3 ,, ,, ,, Leitz-Elma r 10,5 cm 9,,,,,,
Leitz-Elmar 13,5 cnt 6,3 ,, ,' [-eitz- IJeltto r 13,5 cm 613 ',rt tr ,t
*) Au8er den beiden kurzbrennweitigen Objel<tiven, bei denen die grciBte
Schiirfe auch von lnfrarot-Aufnahmen stets innerhalb des Tiefenschiirfebereiches
der vollen Offnung bleibt.
t6View original page 17Page 18 · Read text
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Ilie Arbeitsweise ist folgende (auf E,lnrar 5 cnr angewandt):
Man stellt z.undchst mit Hilfe des Entfernrlngsmessers die
Entfernung fest, z. B. 5 m. Dann dreht man den Schnecken-
gang des Objektives Elnrar 5 cm So, daB statt des Index-
striches der nach oo zu liegende Tiefenschdrfestrich 6,3 auf
5 rn zeigt, unt nun die Aufnahnre vorzunehmen. Hat man da-
gegen die Entfernung als oo genressen, so ergibt sich beiStellung des Striches 6,3 arrf oo, daB das Oltjektiv nicht
ganz bis zunr Anschlag hineingedreht ist.
Iin allgerneinen empfiehlt es sich, bei Infrarotaufnahmen
abzublenden, wenn nran auf gute Schdrfe gro8en Wert legt.
Dies hdngt in besonderem MaBe rnit der Eigenart der Ent-
stehung des Bildes in der Filmschicht zusammen" Eine Grenze
ftir die Abhlendung gibt es natrirlich nur, wenn man Zeitauf-
nahmeu verm eiden muB.
Da der Infrarotfilm ziemlich grobkornig ist, wende man
Feinkornentwicklung an. Z. B. mit Agfa Final-Fntwickler be-
trlgt die E,irtwicklungszeit 10 Minuten, mit Hauff-Microlin-Entr,vickler l0-12 Minuten. Ldngere Entwicklungszeit ver-
meide man, um das Korn nicht noch nrehr in die Erschcinung
treten zu lassen.
Die Sonnenblende (Fie. 52), die nran tiber den duBeren Ob-
jektivrand steckt, ist niitzlich bei Aufnahmen schrdg gegen die
Sonne, um direkte Strahlen nroglichst vonl Eintritt in das Ob-
jektirr abz.tthalten und so unliebsame Reflexersclteinungen zLl
Fig. 52. Die Sonnenblenden.
vernreiden. Sie wird in vier Ausf iihrungen gelief ert. Die erste
ist in ihrer Ldnge unverrlnderlich und fiir das ,,Leitz-Elmar"
5 cnr bestimnrt. Die zweite dhnelt der ersten, ist aber kirzer
und ftir das ,,Leitz-Elmar" 3,5 cm (Weitrvinkel) bestirnmt. Die
dritte Form hat einen ausziehbaren Tubus, dessen Lringe sich
der Brennweite anpassen lAllt. Ueber den Objektivrand ge-
-setzt, wrrd sie, ebenso wie die beiden anderen, rnit Klemnr
t7View original page 18Page 19 · Read text
schraube befestigt. Auch der Tubusauszug ist durch Schraube
in der gewiinschten Stellung f eststellbar.
Die Spezialgegenlichtblende fiir das ,,Leitz-Summar" f -5 cm l:2 triigt an ihrer Riickseite einen liinglichen Ausschnitt,
damit das Sucherbild rnoglichst nicht beeintr?ichtigt wird.
Dementsprechend ist die Gegenlichtblende so auf das Objektiv
aufzusetzen, da8 der Ausschnitt oben dem Sucher der Leica
gegenii berliegt.
Leicq-Schne|Io ufzug.
Der normale BodenverschluBdeckel der Leica wird gegen
den Schrrellaufzugdeckel ausgetauscht. Hierbei ist zn beachten,
daB der auf der Seite der Kamera befindliche Haltestift fiir
den Bodenverschlulldeckel bei den Kameras bis Nr. 1 I I 450
einschlie8lich nicht die heute iibliche Dicke hat; ferner muB
die Achse der Aufwickelspule mit einem Mitnehmerschlitz ver-
sehen sein, der nur bei den Kameras mit Nummern iiber
159 000 vorhanden ist. Soll der Schnell aufzug also fiir Kame-
ras mit dlteren Nummern verwandt werden, So miissenuns die Kamera - Nummern mitgeteilt werden. Bei denKameras unter Nurnmer 159 000 muB f erner eine neuel
Aufwickelachse eingebaut werden. Es empfiehlt sich, vor
Benutzung des Schnellauf zugs den normalen Aufzugknopf
der Kamera einmal bis zum Anschlag aufzuziehen, damit-
-der ^Nlitnehmer des Schnellauf zuges die Achse der Aufwickelspule richtig erfaBt. Ferner soll man den Hebel des
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Fig.53.
Schnellaufzuges nicht ruckweise, sondern moglichst ruhig be-
tritigen, damit die Filmperforation nicht rei8t. Das Anziehen
und der Rti cklauf des Hebels mtissen stets bis zum f esten An-
schlag erfolgen, um den einwandfreien Filmtransport ulu eine
t3ildliinge und den vollstzindigen VerschluBa uf zug zu gewzihr-
leisten.
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Das Leica-Tischstativ kann durch eine geriindelte Stell-
schraube sowohl horizontal gestellt als auch weitgehend ge-
neigt werden. Zusammengelegt nimnrt es einen sehr geringen
Raunr ein.
Fig. 54.
Das Filmabstechmesser gestattet das Abschneiden desFilms bei Dunkelkammerlicht oder volliger Dunkelheit
innerhalb der Ka mera, was besonders bei der ,,Leica 250" zu-
weilen notwendig werden dtirfte. Man f{ihrt z,u diesem Zweck
das Abstechnr esser zundchst so zwischen Film und Kamera -
riickrvand ein, daB seine Schneide der Kamerawand anliegt.
Hierdurch wird der Film etwas von der Kamerawand wegge-
driickt. Sodann zieht man das Messer wieder soweit zuriick,
bis die Schneide sich wieder tiber dem Film band befindet,
dreht das M esser um 900 herum, soda8 die Schneide nun
senkrecht tiber dem Film steht und kann jetzt den Filrn
ohne Schwierigkeiten abstechen. ZweckmziBig geschieht dies
Abschneiden an der Seite der Aufwickelspule, nachdem zwei-
mal blind ausgelost und transportiert wurde, um das letzfe
Bild niclrt zLt beschddigen.
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Po n o rcr m cr - Slqtiv ko pf
mif ouswechselborem Teilungsring.
Der Panoramakopf ermoglicht eS, mit der Leica zusam-
menhdngende Aufnahmen eines Panoramas bis zum vollstdn-
digen Rundblick herzustellen, wobei nach Belieben Hoch- oder
Querfo rmat gewdhlt werden kann. Der Teilungsring des Pa-noramakopfes ist auswechselbar und ftir jede Brennweite der
Leica-Obj ektive ertrriltlich.
Fig. 55. Kugelgelenktrropf, Dosenlibelle, Winkelstijck,
Panoramakopf und auswechselbare Teilungsringe.
Fiir Pano rama-Aufnahmen mit der Leica ist jedes kriiftige
Stativ verwendbar. Zweckmii8igerweise schraubt man den
Panoramakopf nicht direkt auf das Stativ, sondern auf einen
Kugelgelenkkopf , darnit die Kamera leichter in die erforder-liche horizontale Lage gebracht werden kann. Zuniichst mu8
niimlich die Kamera und damit die Objektiv-Achse genau
horizontal ausgerichtet werden. Die hierftir erforderliche
Dosenlibelle ("Doolu") wird in die Klemme am Winkelstiick
eingeschoben. Ist die Kamera nun genau horizontal ausge-
richtet, dann erfolgt ciie erste Aufnahme bei Stellung des
Panorarnakopfes auf Teilstrich 7, worauf die Kamera vorsich-
tig gedreht wird, bis die Rastf eder auf dem Teilstrich mitGravierung 2 einschnappt. In dieser Stellung erf olgt die
zweite Aufnahme usw. Es ist hierbei jedoch zu beachten, .daB
der Teilungsring zwei Zahlenreihen tr?igt. Die obere Reihe gilt
fiir Hochaufnahmen, die utttere ftir Queraufnahmen.
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Das Auswechseln des I'eilungsringes geht folgendermaBen
vonstatten:
Wenn die Rastfeder auf dem Teilstrich l eingeschnappt
ist, wird der untere glattgedrehte Teil des Kopf es mit derrechten Hand festgehalten und der Teilungsrlng mit der
linken einfach abgezogen. Der neue Ring wird wieder so auf-
gesetzt, daB die Rastfeder iiber die Auskerbung des Ringes
am Teilstrich I gleit et. Schnappt die Feder dabei noch nicht
vollends ein, so dreht man den unteren, zffi Panoramakopf
selbst sitzenden R iindelring so lange, bis sich der Teiiungs-
ring ganz niederdrtjcken laBt, wobei zwei Fixierungsstifte in
entsprechende Kerben des Ringes eingreiferr
Fig. 56. Fig. 57.
Anordnung fiir Quer- unci ftir I{ochaufnahmen.
Bei Panorama-Aufnahmen rnit den schweren langbrenn-
weitigen Objektiven empfehlen wir, unt den BodenverschluB
der Leica zu entlasten, die Benutzung der besonderen Be-
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f estigungskappe ,,V ezuk". Beim ,,Leitz-Hektor" 13,5 cm wirdder Panoramakopf in das Stativgewinde am Objektivstutzen
selbst eingeschraubt. Die Bef estigungskappe sowie das Win -
kelsttick sind also hier nicht erf orderlich.
Fig. 58. Kugelgelenkkopf
(ca. 'lz nat. G roBe )
Die Dosenlibelle (Fig. 55) wird benotigt bei den Panorama-
Aufnahmen und ist auch ftir Architektur-Aufnahmen empfehlens-
wert- Sie ist zum Einschieben in die Klemme fiir den Ent-
fernungsmesser eingerichtet.
Der Kugelgelenkkopf (Fig. 58) wird ebenfalls f tir Pano-
rama-Aufnahrnen benutzt und ist au8erdem ftir alle Hochauf-
nahmen vom Stativ aus erforderlich, da die Leica-Kamera
nur ein Stativgewinde fiir Queraufnahmen besitzt. Man ver-
urendet ihn aber arn besten zusammen mit dem Winkelsttick,
insbesondere bei Architektur-Auf nahmen, bei welchen gleich -
zeitig die Dosenlibelle benutzt werden soll. Der Kugelgelenk-
kopf wird in 2 Ausftihrungen geliefert. Die stdrkere Aus-
fiihrung ist besonders empfehlen bei Benutzung von Ob-jektiven ldngerer Brennweite.^t
Stativkopf mit Druckraste. Um die Leica sehr schnell auf
einem Statirr anbringen und von diesem abnehmen ztr konnen,
kann unser Stativkopf nrit Druckraste benutzt werden. Das
Fig. 59. Stativl<opf mit Druck raste.
Unterteil dieses Stativkopfes wird auf das Stativ, das Oberteil
in das Stativgewinde der Leica geschraubt. Drtickt ntan die
beiden Teile aufeinander, so wird eine feste Verbindung vorr
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Kamera und Stativ hergestellt. Beim Abnehmen der Kamera
vom Stativ drtickt man die beiden seitlichen Knopfe zusam-
tnen, worauf sich die beiden Teile ohne weiteres voneilrander
losen lassen.
Der Stereoschieber wird auf das Stativ geschraubt uncl
dient dazu, die Kamera seitlich zu verschieben, sodaB die bei-
den zusammengehorigen Stereo-Aufnahmen kurz hintereinan-
der gemacht werden konnen. Natiirlich sind solche Aufnahmen
nur von unbeweglichen Objekten ausfiihrbar. Der Schieber,
F ig. 60. Stereoschieber (ca. % nattirl. GroBe).
welcher die Kamera trdgt, la8t sich in beliebiger Lage fest-
klemmen. Im allgemeinen wird man eine seitliche Verschiebung
von etwa 65-75 mm vornehmen. Bei 75 mm ist die Schiene
mit einem Markierungsstrich versehen. Ftir Fernaufnahmen
ohne nahen Vordergrund kann man die seitliche Verschiebung
bis auf 150 mm erweitern, um eine befriedigende stereo-
skopische Wirkung zu erzielen. Es sei noch erwdhnt, daB eine
der Anschlagschrauben am Ende der Schiene mit R?indel ver-
sehen und abscltraubba r istr um den Lauf schieber mit dem
runden Teller und Bef estigungsgewinde f iir die Ka mera her-ausziehen und in entgegengesetzter Richtung wieder ein-
schieben zu konnen. Dies ist notwendig, da die Drehbewegung
des Tellers nicht immer ausreicht, um die Kamera der
Schwerpunktlage entsprechend befestigen. Bei der linkenTeilaufnahme ragt die Kamera^tlinks tiber den Schieber hin-
aus, wiihrend sie bei der rechten Teilaufnahme ganz auf deln
Schieber ruht, Der kleine runde Teller ist ftir sich drehbar,
rvodurch sich die Kamera genau in Richtung der Schiene fest-
schrauben laBt. Natiirlich braucht die richtige Lage des Lauf.
schiebers nur einmal dem Gewinde der Kamera in der be-
sch riebenen Weise angepaBt zn werden
Ueber den Leica-Stereo-Vorsatz,,Stereoly" siehe beson
dere Druckschrift.
23View original page 24From the M. Butkus archive. Original publisher and archive notices are retained.
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PDF verified 2026-10-10.

