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Rolleiflex 2.8C In Der Praxis User manual

User manual for Rolleiflex 2.8C In Der Praxis. 57 pages in German. Read the original PDF, download or print a copy without registration.

57 pagesGerman5.7 MB PDF
Rolleiflex 2.8C In Der Praxis manual cover
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Document details

Brand
Rollei
Model / document
Rolleiflex 2.8C In Der Praxis
Document type
User manual
Language
German
Pages
57
File size
5.7 MB
Category
Film cameras
Document date
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Digitally signed by Mike Butkus
                             DN: cn=Mike Butkus, o=Butkus
                             camera manuals, ou=butkus.org,Mike Butkus  email=mike@butkus.org, c=US
                                  Date: 2020.09.28 19:15:09 -04'00'
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 /t,4/7r lit dem Hochleisfungs  - Obiekfiv Schneider-
Xenotar l:2,8 verfilgt die Rolleiflex 2,8 C liber
eine gesteigerfe phofogrophische  leisfung, die
sich mil ollen Annehmlichkeilen der bewcihrfen
Rolleiflex- Automatik verbindef. Konslruklive Be-
son derh eilen erfiillen weilere Speziolwiinsch e der
beruflichen Praxis und slellen diere Komerq on
die Spifze der Rollei-Modelle.

Aufgobe derfolgenden Seilen isl es, dem Rolleifl ex-
Besitzer zur Besdtreibung seiner Komero eine
ousfijhrliche Gebrouchsonweisung zv geben und
mit den fechnischen Abbildungen die begueme
Schnellinform  qtio n zu erleichfern.

Grundsiitzliche  Regeln und spezielle Hinweise be-
anlworten ouch spcifere Frogen der proklischen
Rolleiflex-Photogrophie.  So m6chle diese Schrift
dozu beitragen, die reichen Mciglichkeiten der
Rolleiflex2,8 C rosch und umfossen d auszunutzen.
     FRANKE & HEIDECKE
      BRAUNSCHWEIG
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        DAS WICHTIGSTEb        SCHNELL ZU FINDEN'

Seile                                                   Seite                                                Seife
                                                                                                                                                  4t]  Spiegelnde  Flcichen 6  l. KurzgefoRte                28 ttl. Loden und Fiimtronsport                                                                                                                                   Pf lo nzen    Rolleiflex-Anqlomie             28 RUckwond                                 49
10 Automotik des FilmtronsPorts      30 Filmspulen einsetzen                  49  Forboufnohmen                                                                                          50  Mehrfochbelichtungen                                                 einsponnen                                         Film                           32                                                                                    Ponoro mo-Auf nohmen                                                                                                               5t12 ll. Rolleiflex2,8C im Gebrouch                                                Filmtronsport                           32                                                                                                   Rolleigrid-Linse                                                                                                        5l12 Bereitschoftstosche                                                                              5r  Mikrooufnoh men
12 Trogriemen                  35 lV. Blitzlicht-Technik                   52   Pf lege
12 Obiektivdeckel                38 Blitzlicht-Tips                        52  Beschcidigungenl4 Holtung der Komero
16 Lichtschocht                  40 V. Tips zur Aufnqhme                    Tobellen:
16 Sucherlupe                  40 Londschoft                                                                                                          21   Tiefenschcirfe17 Rohmensucher                42 Portrcits
l8  Schorfeinstellung              43 Kinder                                 23  Bewegungstempo
18 Blende                      43 Tiere                 %  undB litzlicht-KontoVerschlu0zeitkt19 Tiefenschdrfe                 44 SchnoppschuB                    und VerschlufJzeit
24 Verschlu0 und Ausloser          45 Sport                 n  Empfindlichkeiten26 Selbstousloser-Vorlouf           46 Brlhne und Voriet6                   53  Proktische Ergcinzungen
26 Belichtung                   46 Nocht                                  54   Rollei-Filter
27 Filmonzeige                 47 Reproduktionen                        55  Rolleinore


    Diese Rolleiflex-Gebrouchsonweisung  bietet lhnen gleichzeitig: die erste Einfrjhrung in die Hondhobung
   der Komero, Technik und Tobellen zur Proxis, schliefJlich ober ouch in Stichworten die Tips
     frir die wichtigsten Aufnohmegebiete. Sie soll lhnen dodurch wertvoll bleiben ols stcindiger Beroter.
    Wichtig: Ehe Sie die Kqmerq in die Hond nehmen, lesen Sie bitle zuerst die Seilen 12, 16, 24, 28.
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I. KURZGEFASSTE
  ROLLEIFLEX-ANATOMIE

Der Rolleiflex-Automot  ist ols Komerofyp vor ollem
durch zwei konslruklive Merkmole  chorokterisiert:
dos storre Prinzip der zweidugigen Spiegelreflex-
komero und die Automotik des Filmtronsports. Diese
leihnischen Besonderheiten bilden nicht nur die
Grundloge der hohen Leistung, sond'ern bestimmen
zugleich, ouch die einfqche und sichere Bedienung
der Rolleiflex.
Ein Blick in den Aufbou der Komero ld3r in gro3en
Z0gen bereits die Houptpunkte der proktischen Hond-
hobung erkennen.
Aufbou der zweiiiugigen Spiegelreflex
In der Rolleiflex sind zwei getrennle Komeros zu
einer Zwillingskomero mit gemeinsomem, sforrem
Druckgu9k6rper vereinigt: unten die
Aufnqhmekqmero, in der lediglich der Film belichtet
wird, und dqriiber die
Sucherkomero, oufgebout nqch dem Spiegelreflex-
 Prinzip. Sie erfUllt die besondere Aufgobe, ouf ihrer
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 Mottscheibe den Einstellvorgong sichtbor zu mochen
 und ein originolgleiches Kontrollbild der spdteren
 Aufnohme zu liefern.

 Durch dqs stdndig voll geofinete Sucherobiektiv ge-
 longen die Lichtstrohlen iiber den Spiegel ouf die
 Mqttscheibe und entwerfen hier ein oufrechtes, seiien-
 verkehrtes Mottscheibenbild  in voller Originolgr6Be
 der Aufnohme. Dieses Sucherbild ist stdndig sichtbor
 und konn in ollen Einzelheiten des Bildou'fbous noch
wdhrend des Belichtens 0berwocht werden.

Domit ouch Bildfehler wie st0rzende Linien oder
 schiefer Horizont rechtzeitig erkqnnt und vermieden
werden, ist die Mottscheibe in quodrotische  Felder
 unterteilt. Noch diesen Hilfslinien ld0t sich die
Komero schnell und bequem ousrichten.

Vor ollem ober dient die Mottscheibe der unmittel-
boren Schqrfeinstellung des Bildes. Sie erfolgt durch
Drehen des Triebknopfes. Beide Obiektive, durch die
gemeinsome Frontplotte storr miteinonder verbunden,
werden dqbei gleichzeitig eingesteilt: Schdrfe des
Sucherbildes bedeutet qlso die sichere Gorontie  fiir
eine ebenso schorfe Aufnohme. Dq die Rolleiflex ein
lichtstorkes Sucherobiektiv besitzt und die Mottscheibe
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optisch geschliffen ist, verfOgt dos Sucherbild 0ber hohe
Einstellempfindlichkeit, Helligkeit und Deutlichkeit.

Der versenkbore Iichtschqcht, fUr Einhondbedienung
eingerichtet und in beiden Endstellungen durch Feder-
kroft geholten, trdgt eine schwenkbore, ouf Sehschdrfe
einstellbore Sucherlupe: Sie gesto'ttet bei etwo 2,5-
focher Vergr6flerung des gesomten Mottscheibenbildes
eine noch genouere Schorfeinstellung der Komero.

Wird dos Vorderteil des Lichtschochtes nqch innen
eingekloppt, verwondelt er sich in einen Rohmen-
sucher, durch den mon dos Obieki in  notiirlicher
Gr6Be beobochten und schnellen Bewegungen be-
quem fo,lgen konn' Eine zweite, ebenfolls einstellbore
Lupe on der Riickwond des Lichischochtes erm6glicht
Uber einen schrdg geneigten Spiegel ouch in diesem
 Foll die genoue Schdrfenkontrolle des Mottscheiben'
 bildes. Ein geringes Heben oder Senken der Rolleiflex
 geniigt, um wechselnd einen zentrolen, ko'pfstehenden
Ausschnitt des Mottscheibenbildes oder dos volle Bild-
 feld des Rohmensuchers vor dos Auge zu bringen'
Die Ndhe beider Einblick6ffnungen erloubi noch er-
 folgter Schorfeinstellung ein rosches Anvisieren des
 Oblekrs, wodurch der Rohmensuch'er erh6hte Bedeu'
 tung bei Sportoufnohmen gewinnt'
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 Die Einslellung der Frontplotte mit den Obiektiven
 erfolgt 0ber den Bereich von oo    I m (Entfernungen                                    - gemessen von der Filmebene bis zum Obiekt) mit
einer vollen Umdrehung des Triebknopfes. Durch die
 Speziolform des Antriebs (Kurventrieb noch dem
 Prinzip der orchimedischen  Spirole) verdndert sich der
 Komerqouszug  in ieder Richtung spielfrei und gleich-
 f6rmig.
Gleichzeitig verschiebt sich beim Einstellen eine be-
wegliche Moske unterholb d'er Mottscheibe. Sie
bewirkt den oulomotischen Pqrqllqxenousgleich:
Sucherbild und Aufnohme zeigen somit in iedem
Foll gleichen Bildinholt.    Bei Nohoufnohmen  mit                            -Rolleinor-Vorsotzlinsen wird diese Bedinrgung durch
den im Heidosmot-Rolleinor eingebouten Rolleipor-
keil erf0llt.
Blende und VerschluRzeil werden durch Kegelrddchen,
die durch eine Sperrtoste gegen unbeobsichtigtes
Verstellen gesichert sind, on der Frontplotte  ein-
gestellt und im gemeinsomen Blickfenster vor der
Mottscheibe ongezeigt. Sdmtliche Hondgriffe werden
olso in Gebrouchshollung der Komero ousgef0hrt und
mit einem Blick Uberwocht.
Zur schdrfengleichen Einstellung von Sucherkomero
und Aufnohmekomero hoben beide Obieklive gleiche
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Brennweite  (f :80mm). Dts Xenoior  I :2,8 isr ein    Die Automotik des FilmtronsPorls
viergliedriger F0nflinser (modifizierter GouB-Typ) von                                            Die notUrliche Schu0bereitschoft der Rolleiflex, be-hervorrogender Korrektur fOr SchworzweiB' und Forb-                                                   dingt durch die Vorteile des zweiciugigen  Prinzips,
oufnohmen, wdhrend dos Sucher-Heidosmot 1 ' 2,8    wird durch den outomotisch'en Filmtronsport noch-ols Speziol-Obiektiv  f0r die Motischeiben-Schorfein-                                                mols gesteigert. Hier stellt die Kurbel den kombi-
stellung konstruiert  ist. Beide Oblektive trogen wisch-                                                              nierten Bedienungsgriff  fiir Filmtronsport und Sponnen
festen Antireflexbelog. Die Doppelboionettringe der                                               des Verschlusses dor.Obiektivfossung sind zur Befestigung der Sonnen'
blende und optischen Vorsotzteile bestimmf, die do-    Insgesomt sind es ftjnf wichtige Funktionen, die bei
durch in optisch korrekter Loge geholten werden und    iedem Pendelschwung der Kurbel durch ein outo-
eine fesie Einheit mit der Komero bilden.              mqtisches Scholtwerk gesteuerl werden:
Die obnehmbore Zweiformotriickwond ist in  zwei         1. Filmtronsport um ie eine Bildldnge,                                                                     2. Vorriicken des Bildzcihlers,Gelenken on der Komero befestigt und trdgt om                                                                3. Sponnen des Verschlusses,
Boden dos Stotivgewinde und den gesicherlen Ver-         4. Auslosestop,
schluBriegel. Die Verwendborkeit f0r die beiden         5. Filmstop.
Aufnohmeformote 6 X 6 cm und 24 X 36 mm ergibt                                                 Ausl6ser und Kurbel werden dobei wechselweise sich ous der Einstellborkeit der Filmondruckplotle:
 Sie konn sowohl f0r B ll8  (120)-Film (mit Schutz'     blockiert und geben volle Sicherung gegen Bedie-
 popier) ols ouch-in Verbindung mit der Rolleikin 2 C-     nungsfehler, Doppelbelichtung oder leere Filmfelder.                                              Bei beobsichtigter Doppelbelichtung ld0t sich die Einrichtung      fiir Kinefilm (ohne Schutzpopier) ein'              -                                           Kurbel om Kurbelgelenk entsperren: Durch eine volle gestellt werden. In beiden Fdllen entsieht ein Film-                                                      Linksdrehung der Kurbel konn der VerschlufJ o h n e
 konol, dessen DurchloB der Stdrke des verwendeten                                                             Filmtronsport erneut gesponnt werden' Films entsprichf. So wird erreicht, do3 der Film
 einerseits plon in der Einstellebene liegt, onderer-    Automotische Anschlcige begrenzen die Weglcinge
 seits beim Filmtronsport reibungslos  gleite't.            der Kurbel. Mit zunehmendem Durchmesser des ouf-
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 gespulten Films verkUrzt sich der Kurbelweg von
 onfongs lA bis schliefJlich ouf knopp r/2 Umdrehung.
 So rOckt der Film bei iedem Kurbelschwung gleich-
 mciBig um eine reichliche Bildldnge we,iter, wdhrend
 ouch die Zohl im Bildzcihler wechs.elt und die ncichste
 Aufnohme onzeigt.

 Dos Einstellen des Films ouf die Bildnummer 1 ge-
 schieht ebenfolls outomotisch. Zundchst mu0 noch
dem Einlegen des Films der Popiervorlouf oufgespult
werden. Domit hiernoch die Kurbel rechtzeitig
 stoppt, ermittelt dos Filmtostwerk den eigentlichen
 Filmonfong t Zwei Gleitrollen tosten dos dijnne
Schutzpopier ob, bis sie die dickere Klebestelle des
Filmonfongs ftihlen und erst ietzt den Mechonismus
des Zdhlwerks einscholten. Wenig spciter schldgi
die Kurbel on    der Film hot die Stellung f0r                   - Bild I  erreicht.   Beim Durch,loufen des Klebe-
streifens l6st sich von selbst quch der Tostdruck der
Rollen, so doO die Filmschicht frei om Toslwerk vor-
beigleifet.

Noch der 12. Aufnohme scholtet sich die Automqtik
qb: Bereits om Fehlen des Anschloges erkennt mon,
doB der gesomte Film belichtet ist und nun mit
vollen Kurbelumdrehungen gdnzlich oufzuspulen  ist.
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Achlung: Nicht versehentlich den niederhcingenden    dos ist die normole Sicht der meisten Aufnohmen.
Deckel der Bereitschoftstosche  durch folschen Griff   Der Mottscheibensucher mochf die Rolleiflex iedoch
hochdriicken  !                                   sehr beweglich und gestotiel ohne weiteres ouch
Bei Stotivbenutzung  ist die Kormero ohne Bereit-    Aufnohmen in Bodenndhe, Ober Kopfh6he, senkrecht
schofistosche zu verwenden, domif die erforderliche    noch unten oder    bei Uberroschungsoufnohmen                                                                                  -                                                                                                                      -feste Verbindung zwischen Stotivkopf und Komero-    gelegentlich,um                                                              die Ecke". Die Abbildungen (47)
oufloge gesichert ist.                                zeigen hierf0r verschiedene M6glichkeiten mit wech_
Komero vor der Brust oder Komero in Augenhohe       selnder Hondholtung.                                                        -

                                                                                                                    l5
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  Iichtschochf                                 Sucherlupe
  t)ffnen: Hinterkonte des Lichischqchtdeckels onheben    Offnen: Holtegriff im ge6ffneien Lichtschocht empor'
     der Lichtschqcht springt ouf (I).                     ziehen -  die Lupe federt empor  (3).   -
  SchlieRen: Lichtschocht niederkloppen (2).             SchlieBen (vor dem Schlie9en des Lichtschochts):
                                                          Lupenholter om seitlichen Rond bis zum Einrosten
  Die Drucktoste om riickseitigen Lichtschochtsockel                                                          einkloppen  (4).
   dienl zur Befesiigung der Rolleikin-Mottscheibenmoske
  oder der Rolleigrid-Linse.                              Lupenbenutzung: Lupe direkt om Auge benutzen.

I6
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Die Blende
                     ,o,c- s,,s, s,,s,us,,
                                                     Die Blende verringert die wirksome Offnung  des Auf-
                                                           nohmeobiektivs. Sie hot eine zweifoche  Wirkung:

                                                                              Abblenden
                                                       erh6ht   die Tiefenschdrfe und
                                                   ve rr  i n g ert  die wirksome Lichtmenge

                                                 Doher muB die Belichtung bei kleinerer Blende ent-
                                                   sprechend verldngert werden. Fiir die  Belichtung
                                                           gelfen folgende Verhciltniszohlen:
   Schorfeinsfellung                        Blende       2,8 4 5,6 8   ll  16 22
                                       Belichtuns1248163264   Dos Einstellen der Schcirfe erfolgt d,urch Drehen des
   Triebknopfes unter direkier Schdrfenkontrolle des
    Mottscheibenbildes. Die Meterzohlen om Triebknopf    Der Sprung von Blende zu Blende bedingt olso ieweils
   dienen nur zur Ermittlung der Tiefenschdrfe und    Verdoppelung der Belichtungszeit.
    bleiben zundchst unbeochtet.                                          lm Blickfensler tiber dem Such,erobiektiv erscheinen
   Die Sucherlupe erleichtert die Feineinstellung der    die Einstellwerte ols schworze  Zohlen. Der Punkt
     Schcjrfe. Als Einstellregel gilt:                        vor Blende 22 bezeichnet Blende '16.
        Die Houptschdrfe geh6rt oufs Houptmotiv!          Einstellen der Blende: Kegelrcidchen bei gleichzei-
                                                   tigem Eindriicken der Sperrtosie drehen.

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 fiefenschcirfe
 Hof dos Aufnohmeobiekt eine gewisse Tiefenousdeh-
 nung (2. B. Londsch,off mit Vordergrund), so ist Tiefen-
 schcirfe erwrinscht.
 Mon versteht dorunter die noch ousreichende Schcirfe
 im Roum vor und hinter dem Einslellpunkt. Die Aus-
 dehnung dieser Schdrfenzone wird von zwei Foktoren
 beeinfluBf: von der Aufnohmeentfernung und von
 der Blende.
 lm Gegen,solz zu Aufnohmen im Nohbereich erhcilt
mon ein Vielfoches on Schdrfenroum bei Einstelluno
ouf weite   Entfernunq:
         1...mtr DiederTiefenschcirfeAufnohmeentfernungwcichsr
In iedem Foll ober ld3t sich die Schdrfenzone der    fiefenschci  rf eno n zei g e
Aufnohme noch betrcichtlich ervreitern, indem mon                            Am und neben dem Triebknopf finden sich zweidie Ble,nde schlieBt,
                                                 Skolen: die bewegliche Entfernungsskolo mit den
          ,      Die Tiefenschrcirfe  wcichsi                 Melerzohlen, die fesle Tiefenschdrfenskolo mif den
                 mit der Abblenduno                    Blendenwerten. Die Blenden 4 bis 22 sind poorweise
                                                         beiderseits der Einstellmorke y  symmetrisch onge_Proktisch         benutzt            mon                                  diese                        ollem                                      zweite                   vor                                           M6g-    ordnet, wobei dos Blendenpoor 5,6 durch p'unktelichkeit       und            vergr60ert                                       Aufnohme-                                den                     nur                      im                               Notfoll                                                          gekennzeichnet   ist.obstond (Verlusf on Abbildungsgr63e  !).
Die Ausdehnung der Tiefenschcirfe konn fijr  iede   Als genouer Einstellpunkt gilt stets die Mitte der
Einstellung om Triebknopf obgelesen werden.            Meterzohlen.

                                                                                                                             I9
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Proklischer Gebrauch
                                          Suchf mon    noch erfolgter Schorfeinstellung und                                                                   -                                             Blendenwqhl                                                       die beiden Strichmqrken der be-                                                                     -                                                                    ouf, so findet mon ouf der Meterskolo                                                  nutzten Blende
                                            Anfong und Ende der Tiefenschdrfe. Allgemein gesogt:

                                                 Die von gleichen Blendenmqrken  umschlossenen
                                                 Skofenfelder bedeuten ouf dem Zifrernkronz
                                              des Triebknopfes ieweils die Zone der Schdrfe

                                                                        l. Beispiel: Einstellung quf 4 m und Blende 11 gibt
                                              Tiefenschdrfe 3-6m.  Einstellung ouf 4m  und
                                                                             Bf ende 22 gibt dogegen Tiefenschdrfe  2,5 -N m'
                                             (Abblenden verbessert die Tiefenschdrfe!)
                                                Storkes Abblenden erfordert indessen stork verldn-
                                             gerte Belichtung. Um Tiefenschdrfe sch'on bei m6g-
                                                         lichst gro0er ,Spor"-Blende zu erzielen, ist mitunter
                                        quch die Schqrfeinstellung zu verdndern:
                                                    2. Beispiel: Dos Motiv fordert Schdrfe von 1,5-2 m.
                                           (Durch getrenntes Schorfeinstellen ouf beide Motiv'
                                               punkte wurden diese Werte qm Triebknopf  ermiitelt.)
                                              L6sung: Mon dreht den Triebknopf, bis beide Meter'
                                          werte einer g I e i c h e n Blende gegeniiberstehen,
                                   und erhdlt somit die g0nstigste    Abblendung,
www.butkus.us                                     hier olso Blende  I l.
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Do die Schdrfenzone ir  gita nicht pl6tzlich endet,     perspektivischen  Eindruck zu erhollen, isi eine 3,1foch
   sondern ollmdhlich in Unschdrfe 0bergeht, gentigt     lineore VergroBerung des 6X6-Negotivs ouf l8Xl8 cm
   es meist, die Tiefenschdrfe in runden Zoh lenwerten     erforderlich. Die Schdrfenwiedergobe  bei diesem Bild.
   zu beochten. Auch die Anzeige om Triebknopf  ist    formot setzt ouch beim Negotiv eine gewisse Mindesi-
   in diesem Sinne ouf schnellen proktischen Gebrouch     schdrfe vorous, ous der sich die zulcissige GroBe des
    obgestimmt.                                                 Zerstreuungskreises  bestimmt. Domit erhcilt mon dos
                                                            GrenzmoifJ der Tiefenschcirfe.   Wer genoue Zohlen wUnscht, findet sie in der Tobelle
    Seite 21.                                                  (Dieser Schdrfeneindruck bleibt donn ouch bei g16-
                                                         fJeren Bildformoten bestehen, sofern mon sie ous
                                                        entsprechend g160erem Absiond betrochtet.)   Die liefenschdrfen  - fo belle
    Filr den Normolgebrouch  gilt  die obere   der    Bei h6heren Vergr60erungsmo3stdben   (noch, Rolleikin-                                                  Negotiven oder Ausschnitten des 6 X 6-Negotivs)   doppelt vorhondenen Blendenreihen, sofern dos
    6 x 6-Negotiv spdter in vollem Formot vergr6flerf    wdchst der Schdrfenonspruch. Der Berechnung der
   werden soll. (Diesen Blenden liegt ein Zerstreuungs-     Tiefenschcirfe muB ein noch kleinerer Zerstreuungs-                                                               kreis zugrunde gelegt werden. Mon erreicht ihn f0r    kreis von l/1400 der Brennweite zugrunde.)                                                  die gleich'e Tiefenzone durch stcirkere Abblendung.
   Sind dogegen stcirkere Ausschnitt- oder Rolleikin-
   Vergr6Berungen beobsichtigt, so ist es rotsom, von    Sinngemci0 ldfJt sich ouch die Tiefenschdrfenonzeige
   der u n tere n Blendenreihe ouszugehen (Zerstreu-    der Komero noch diesem strengeren MoB oblesen,
    ungskreis :  ff2n0\.                               indem mon frir die gewrlnschte Tiefenzone stott der
   Zur Erkliirung: Es hdngt qusschlie0lich vom MoBstob    ongegebenen die ncichstkleinere Blende benutzt.
   der spciteren Vergr63erung und vom Betrochtungs-
                                                                                                                         Zer-   obstond ob, welche Schcirfenonsprriche  ein Negotiv    Sind f0r extreme Teilvergr6Berungen  kleinste
   zu erfOllen hoi.                                             streuungskreise  gefordert, so ist die Blende obermols
                                      um einen Wert zu verrringern, sofern mon nicht die
   lm ollgemeinen betrochtet mon Bilder ous der deut-    Tiefenzone noch der hierfOr grjltigen Formel rechne-
    lichen Sehweite von 25 cm. Um hierbei den richtioen      risch ermifteln  will.

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Stotivoufnohmen                                             Freiho ndo ufno hmen
       ZeitbelichtunS  I       Longe Momente                            Kurze Momente
                                                                                  1 125 l/5O         I /100   1 1250  I /500 sec       B           |  1    112  115 r/r0

   Verschfu8 und Auslciser
   Der Synchro  - Compur  - VerschluB ist ein Zenlrolver'    Der Gehiiusequsl6ser  ist bei Aufwdrtsstellung des
    schluB und orbeitet mit den oben ongegebenen Ge'    schwenkboren Sicherungshebels gesichert und bei Ab-
    schwindigkeiten. 1150 sec gilt ols die meistgebrouchte    wdrtsstellung  entsichert. Beim Niederdr0cken des
   und verwocklungssichere  Momentzeit. Ldngere Zeiten
   ols l25 sec sind im ollgemeinen nur mit Siotiv    Ausl6sers 6ffnet sich erst noch Uberwinden des deul-
    m69lich. Vermeidung von Bewegungsunschdrfe, vgl.     lich spiirboren Druckpunktes der VerschluB. -   Der
    Tobelle S. 23.                                            niedergedr0ckte Ausl6ser l<illt sich durch nochtrdg-
   Die Einstellwerte erscheinen im Blickfenster ols r o t e     liches Sichern in dieser Stellung ouch f0r ldngere
    Zohlen :  Nenner des Bruchwerles, z. 8.25 :  1125 sec.    Zeitbelichtungen  feststellen. -  In den Ausl6ser konn
    (Zwischen  l -lnO und zwischen 1125'1i250 sec sind    ein Drohtqusltiser eingeschroubt werden, der im oll-
                                                        Einstellen                                Beim                            einstellbor.)         Zwischenwerte   ouch                                                    gemeinen bei gesichertem Ausl6ser benutzt wird.                                          -                                                             ge-                                           VerschluB                           Zusotzfeder                                 im         l/500   von              sec wird eine
    sponnt, fOhlbor om ouftretenden Widerstond.  l/500 sec    Bei Stotivoufnohmen wird dos Stotiv im Gewinde om
   konn doher nur  bei  ungesponniem     Ver-    Komeroboden eingeschroubt. Dos Stotivgewinde dqrf
    schluB ein,gestellt und wieder verlossen werden!                                                               nicht ldnger ols 4,5 mm sein! Andernfolls geeignete
                                                        Zwischenloge verwenden, domit der Komeroboden
        l/500 sec erst  einstellen, donn  sponnen!         nicht beschcjdigt wird.     Frir Stotive mit englischem                                                                                            -
                                                   Gewinde ist ein Zwischengewinde lieferbor.

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Die Belichfung
                                                  Die richtige Belichtung hdngt ob von der herrschen-
                                        den Beleuchtung (genouer: der Helligkeit des Ob-
                                                                    iekts) und ergibt sich ous der Wohl von Blende und
                                                            Verschlu0zeit. Somit bestehen folgende Zusommen-
                                                         hdnge:
                                                                      Tiefenschd  rfe             Beweg ung sschd rfe
                                                                                                Hellig keit



                                    Wie ouch ous der Belichtungstobelle der Rolleiflex
                                                           hervorgehi,  lossen sich im Normolfoll der Aufnohme
                                                          verschiedene  Einstellungen von Blende und Zeit noch
Selbsfo uslciser  - V orl a ut                            Bedorf kombinieren.  Erst bei ungOnstigen Aufnohme-
Bei gesponntem Selbstousl6ser-Vorlouf 6ffnet sich der     verhdltnissen schrdnken sich diese Moglichkeiten  ein,
VerschluB erst eiwo l0 sec noch dem Auslosen. Mit    so dofJ miiunler in der einen oder onderen Richtung
Ausnohme von B und 1/500 sec k6nnen die VerschluS-    eine KompromiBl6sung notig wird. Jedoch ist zu
zeiten I bis l/250 sec benutzt werden.                bedenken: Unterbelichtung  ergibt unretlbore Detoil-
Bedienung (bei gesponntem VerschluB!) ,  Selbstous-     verluste in den Schotten, wcihrend Uberbelichtung
loser bis zum Anschlog sponnen (l), donoch ousl6sen.    beim Negotivproze8 weitgehend ousgeglichen wer-
                                             den konn. Houpfregel fOr dos Belichten:
  Auch bei Nichtgebrouch der Komero k6nnen
   VerschluB und Vorlouf gesponnt bleiben, ohne                 Stets ouf die Schqlten belichten
  doB die Federkroft nochldBt.                             und lieber reichlich ols zu knopp!
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Die Eelichfungsfobelle
Die Tobelle on der Komeror0ckwond  beriicksichtigt
die beiden gebrduchlichsten Filmempfindlichkeiten.:
Sie wird bei 100 ASA (21ll0o DIN) von oben her,
bei 50 ASA (18/l0o DIN) von unten her obgelesen.
Um die Tobelle fijr ondere ASA (DlN)-Werte umzu-
rechnen, holber ASA-Wert (3/10" DIN weniger) :
holbe Empfindlichkeit  :  doppelte Belichtung erfor-
derlich (vgl. Seite 52).Die Tobelle gilt frjr hohen Sonnenstond  in den hellen  rury
Sommermonoten. In den onschlie3enden beiden Mo-
noten oder  bei tieferem Sonnenslond oder   be-
decktem Himmel wird die Belichtung lout Foktor 2
verdoppeli: olso ndchstgr6Bere Blende oder ncichst-
lcingere Momentzeit. Treffen mehrere verldngernde
Foktoren zusommen, verdoppelt mon entsprechend  oft.
                                          Filmonzeige om Einstellknopf
Belichtung im Winter um die Mitiogszeit: Bei Schnee    Domit mon weiB, mit welchem Aufnohmemoteriol  die
noch den Normolwerten der Tobelle, ohne Schnee   Komero ieweils geloden ist, befinden sich in der
Verlcingerungsfo ktor 4.                                        Siirnseite des Einstellknopfes zwei Merkscheiben, die
                                                  durch einen drehboren Griff in der Knopfmitte  ein-
Die Tobelle will nur einen Anholt geben, hot sich     gestellt werden, durch Rechtsdrehung (l) ouf dieober so gut bewcihrt, do3 grobe Fehlbelichiungen     Filmempfindlichkeiten von I  bis .l60 ASA (:  l0/l0o
koum unterloufen. In schwierigen Fcillen empfiehlr     bis 23/10' DIN), durch Linksdrehung (2) ouf die Film-
es sich, einen elektrischen Belichfungsmesser zu Role    typen Ortho, Pon, Color-Togeslichtfilm g und Color-
zu ziehen.                                                         Kunstlichtfilm a

                                                                                                                       27
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    III. LADEN UND FILMTRANSPORT
    Die Rolleiflex wird mit 6 X 9-Rollfilm ]20 oder B ll8   Rtickwond
    geloden (620 nicht verwendbor) und liefert 12 Auf-
    nohmen 6 x 6. (Vgl. Anmerkung Seite 29.)               Offnen: Sicherungsschieber om Komeroboden in Pfeil-                                                                 richtung seifwdrts drehen (l), den dobei vortretenden
   Dos Loden der Komero beschrrinki sich ouf wen ige    Riegel zur0ckkloppen  (2), R0ckwond 6ffnen (3). Der
     Hondgriffe   Offnen der RUckwond     Einsetzen der    Riegel dient hierbei ols Hondgriff.                            '                           -    Filmspulen    Einsponnen des Films    SchlieBen der    SchlieBen: Riickwond mit der flochen Hond on die                                             -                 -                                              Filmtronsport    Komero onpressen, Riegel vor den Holtedorn kloppen,    Riickwond.          Von nun on erfolgt der
    outomoiisch durch Kurbelschwung.                           Sicherungssch ieber zu rilckschwenken.

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Abgenommen wird die Rrjckwond im ollgemeinen nur    Ge6ffnete Komero vor eindringendem Stoub und
beim Austousch gegen den plottenodopter.             Schmutz sch0tzen und zeitweilig mit einem weichen
                                                                                                                                                                                                                                                                    !Abnehmen: RUckwond voll oufkloppen (4) und om     Stoubpinsel sciubern
rechten Rrickwondgelenk  (Kurbelseite) den Sicherungs-    Filmwechsel nie in greller Sonne durchfilhren, son-
hebel in gleicher Richfung bis zum Anschlo,g schwen_    dern mindestens im eigenen K6rpe.rschotten    !
ken (5). Rilckwond on dieser Seite ous dem Gelenkherousnehmen  (6).                                Anmerkung: Als Adopter-Zubehor steht der Rollei-
                                                                flex ou8erdem zur Verf0gung: Rolleikin 2 C-Einrichtung
Anselzen: Die obgespreizte RUckwond erst in dqs    lnr 36 Aufnohmen 24x36 mm ouf Kinefilm 35 mm,
linke und donn in dos rechte Gelenk (bei hochge-     Plottenodopler f0r Einzeloufnohmen  6 X 6 ouf plotten
klopptem Sicherungshebel) einsetzen und schlie0en.    oder Plonfilm 6,5 X g cm.

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