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Canon F-1 Pt-1 User manual

User manual for Canon F-1 Pt-1. 58 pages in German. Read the original PDF, download or print a copy without registration.

58 pagesGerman4.3 MB PDF
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Document details

Brand
Canon
Model / document
Canon F-1 Pt-1
Document type
User manual
Language
German
Pages
58
File size
4.3 MB
Category
Film cameras
Document date
Not specified in catalog

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Das Canon-F-l -System
Die F-1 wurde von Anfang an als Systemkamera konzipiert.
Konstruktionsziele  waren dabei nicht nur eine absolute Spitzen-
leistung, sondern auch die Schaffung eines Systems, das prak-
tisch jeder fotografischen Aufnahme gewachsen  ist. So wurde
das System von vornherein auf 10000 Bestandteile festgelegt,
vln denen jedes einzelne mit so hoher Genauigkeit  gefertigt
wird, daR seine absolute Austauschbarkeit gewdhrleistet  ist.
Ulerbittliche Priifungen unter extremen Umweltbedingungen
bieten die Gewahr frir die Zuverldssigkeit der Canon F-1 und
ihres Zubehors selbst unter den hdrtesten Einsatzbedingungen.
Aus dem reichen Zubehorprogramm der F-1 wdren zu nennen
zwei verschiedene Kameramotoren, der Servosucher EE  f rir Auf  -
nahmen mit Belichtungsautomatik,  der Verstdrkersucher T fur
Aufnahmen unter extrem schlechten Lichtverhaltnissen,  das
1O-m-Filmmagazin und die Reihe der FD- Hochleistungsobjektive
fur alle nur erdenklichen Anwendungen der Fotografie.
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Technische Daten
Kameratyp: Einaugige Kleinbild:Spiegelreflexkamera mil SchlitzverschluB. Bildfo rmat 24 mm ' 36 mm.Wechselobjektive   : Canon-FD-Objektive  mit Blendensimulator.
Normalobjektiv:  Canon-Objektiv FD 1:1,2/55 mm SSC, FD 1:1,4/50 mm SSC, FD 1:1.8/50 mm SC.
Sucher: Dachkantprismensucher,  auswechselbar gegen Servosucher EE, Verstdrkersucher  T, optischen Sportsucher
und Lichtschachtsucher.
Sucherzubehcir: Winkelsucher A2 und B. Einstellupe R, Augenkorrekturlinsen, Augenmuschel R.
Einstellscheiber SerienmdBig Vollmattscheibe mit Stufenlinse, zentralem Mikroprismenraster und geteilter Kon-
densorlinse mit Strahlenteiler. Austauschbar gegen drei weitere Einstellscheiben.
Gesichtsfeld:91% des effektiven Bildfeldes. VergroBerung mit Normalobjektiv 5O mm bei Unendlich-Einstellung
O,77Iaeh.
Sucheranzeige: MeRnadel und Nachfrihrzeiger, feststehender lndex fur Arbeitsblendenmessung und Batterie-
prufung, eingestellte VerschluBzeit, Fehlbelichtungs-Warnfelder,  Warnzeichen fiir Uberschreitung des Kupplungs-
bereiches.
Augenkorrekturlinsen:  R+3, R+2, R+1, RO, R-2, R-3 und R*4 dpt. lieferbar. SerienmdBige Sucherabstimmung
auf -1,2 dpt.Spiegel: Erschtitterungsfreier, feststellbarer Schnellrricklaufspiegel.  Blendeneinstellung bei festgestelltem  Spiegel
von Hand.
Objektivwechselfassung:  FD-Bajonett. Essind auch Objektive der Baureihe FL und R verwendbar.
Kupplungsfunktionen der Objektiver FD-Objektive: Offenblendenmessung, automatische Springblende. FL-
Objektive: Arbeitsblendenmessung, automatische Springblende. R-Objektive: Arbeitsblendenmessung bei manueller
Blendeneinstellung.
Verschf uR; Sehr leiser SchlitzverschluB aus ultradunner Titanfolie, fur Zeiten von 1*1 /2000 s und B. X-Kontakt  bei
<60>. Feststellbarer Ausloser.
VerschluRzeitenknopf : Nicht umlaufend, mit gleichabstandiger VerschluBzeiten- und ASA-Filmempfindlichkeits-
skala. Mit zwei Kupplungsstiften fur Zubehorsucher.
Filmempfindlichkeitsskala:  Von 25 bis 2000 ASA (15-34 DIN).
Vorlaufwerk: Eingebaut. Wird rlber Gehduseausloser  in Gang gesetzt. Vorlaufzeit etwa 10 s. Selbstausloserhebel
dient gleichzeitig als Abblendhebel.
BelichtungsmeBsystem: Eingebautes InnenmeBsystem  mit CdS-Fotowiderstand. Gekuppelt mit Verschlul3zeiten-
knopf, Filmempfindlichkeitseinstellung und Blendenring. Fur Offenblendenmessung nach dem Nachfrlhrprinzip uber
ein zentrales Feld von 12o/o der Bildflache. Arbeitsblendenmessung mit feststehendem lndex riber verriegelbaren
Abblendhebel moglich.
Funktionsbereich des Belichtungsmessers: Von Lichtwert 2,5 (Blende 1,2 bei 1/4 s) bis Lichtwert 18 (Blende 11

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beil/2000 s) bei 21 DIN (100 ASA). Bei Uberschreitung des Kupplungsbereiches  verfiirbt sich das Datenfenster  rot.
Spannungsquelle  : Eine Ouecksilberbatterie 1,3 Volt M20 (Nr. 625).
Batterieprtifer: Eingebaut. Die Priifung erfolgt bei Einstellung auf 100 ASA und 1/2000  s.
Belichtungsautomatik  bei Offenblendenmessung;  ln Verbindung mit Servosucher EE und Batteriebehdlter.
Automatische Belichtungsregelung  bei VerschluBzeitenvorwahl und Offenblendenmessung mit FD-Objektiven.
Arbeitsbereich von Lichtwert 2,5-18 bei 21 DIN (100 ASA).
Lichtmessung bei extrem niedrigen Leuchtdichten: In Verbindung mit Verstiirkersucher T von Lichtwert 15
(Blende 22bei 1/60 s) bis Lichtwert -3,5 (Blende 1,2bei 15 s) bei 21 DIN (100 ASA) moglich.Blitzlichtsynchronisation: FP- und X-Kontakt. Automatischer Ausgleich der Ziindverzogerung,
SynchronanschluB: Auf der linken Kameraseite. Zwei Kontakte am Sockel des Rtickspulknopfes  ftir Blitzgerdte
mit Mittenkontakt und CAT- Blitzautomatik.
CAT-Blitzautomatik: Blendeneinstellung mit Hilfe elektrischer Ladungs- und Entfernungssignale. Die richtige
Blendeneinstellung erfolgt in Verbindung mit Speedlite 133D, Blitzkupplungsring A2/82, Blitzkuppler L und eines
der Objektive FD 1 :1,4150 mm SSC, FD 1 :1,8/50 mm SC, FD 1:2/35 mm SSC oder FD 1 :3,5/35 mm SC.
Synchronisationsbereich: Fur FP-Lampen 1/2000--11125 s und 1/30 s oder ldnger. Frir Elektronenblitzgerdte  1/60 s
oder ldnger. Fiir M- und MF-Lampen 1/30 s oder ldnger.
Filmeinlegen  : Mittels Mehrschlitzspule.
Filmtransport: Mit Hilfe eines Schnellschalthebels. Schwenkbereich 180", Freistellwinkel 15'. Betetigung in meh-
reren Einzelschwlingen moglich.
Filmr0ckspulung : Mittels Freilaufknopf und Rrickspulkurbel.
Doppelbelichtungen : Durch Filmrrickspulung moglich.
Rilckwand: Unter gleichzeitigem Drr.icken eines Sperrknopfes durch Herausziehen der Riickspulkurbel zu offnen.
Zum Ansetzen des 10-m-Filmmagazins abnehmbar.
Bodenplatte: Kann zum Ansetzen eines Kameramotors abgenommen werden.
Bildzdhlwerk;  Stellt sich beim Offnen der Rrickwand selbsttdtig auf <S> zuruck.
Zubehrirschuh: Blitzkuppler D und L konnen auf den Sockel des Ruckspulknopfes aufgeschoben werden.
Abmessungen: 98,7 mm x 146,7 mm x 43 mm.
Gewicht; 820 g (Gehduse)  . 1205 g (mit FD-Objektiv 1 :1,4/50 mm SSC).

                                                                                                                    A,nderun gen vorbehalten
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Der Canon-Verstdrkersucher                                                            T mit elektronischer Zeitschaltuhr  fi.ir Auf-Das Hauptzubehiir der F-l          nahmenr                                                                unter ungiinstigen Lichtverhdltnissen.
                                     o Der Canon-Servosucher EE fiir Aufnahmen mit automatischer Belich-
                                                    tungsregelung bei VerschluBzeitenvorwahl.
                                     o Der Canon-Motorantrieb und der Motorantrieb MF fiir Aufnahmen mir
                                                     Zeituhrsteuerung und hohen Auf nahmefrequenzen.
                                     o Das'10-m-Filmmagazin  f rir 250 Aufnahmen.
                                                       Eine Kombination dieser verschiedenen  Bauteile gestattet unbeaufsichtigte.
                                                   automatische Auf nahmen.
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Kurzanleitung fiir normale Aufnahmen



1 Film einlegen (Seite 31 32)





2  Filmempfindlichkeil  in ASA einstellen (Seite 21).

3 Schnellschalthebel betdtigen (Seite 14).
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5 Durch den Sucher blicken und scharfstellen (Seite 26)
6 Bildausschnitt wehlen.


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7 Belichtung mittels lnnenmessung einstellen (Seile 22 24)





8 Ausloser weich durchdrucken
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Einlegen und Priifen der Batterie

Der eingebaute Belichtungsmesser  der Canon F-1 wird von einer
Ouecksilber-Knopfzelle gespeist. Geeignete Knopfzellen M20
von 1,3 V sind z.B. Mallory PX-625 und Eveready EPX-625.
Zum Einlegen der Batterie verfdhrt man wie folgt:
1 Batteriefachdeckel  mit Hilfe einer Mr.inze durch Linksdrehung
abschrauben.
2 Kontakte der Knopfzelle mit einem trockenen Tuch abwi -
schen, da Fingerabdrucke und Verschmutzung zu Korrosion
flihren und die Batteriekontakte in der Kamera beschddigen
konnten.
3 Knopfzelle mit Pluspol nach auBen einsetzen (siehe Schema
im Batteriedeckel). Bei falsch eingelegter Knopfzelle laBt sich
der Deckel nicht voll aufschrauben, und der Belichtungsmesser
kann nicht ordnungsgemdB  arbeiten.
4 Deckel wieder aufsetzen und durch Rechtsdrehung  fest-
ziehen.
o Bei langerem Nichtgebrauch der Kamera sollte die Batterie
herausgenommen und an einem trockenen Ort auf bewahrt
werden.
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Batteriepriif u ng
                                     Sowohl nach dem Einlegen der Batterie als auch in gewissen
                                             groBeren Abstiinden sollte der Ladezustand gepruft werden.
                            1 Filmempfindlichkeit durch Anheben und Drehen des Randel-
                                            rings um den VerschluBzeitenknopf auf 100 ASA einstellen
                                               (Seite 21). VerschluBzeitenknopf durch Drehen auf <2000>
                                                   stellen. Nur in dieser Einstellung ist eine genaue Batterrepru-
                                          fung moglich   !
                            2 Hauptschalter der Kamera auf <C> drehen.
                             3 Schwingt die Me8nadel auf den feststehenden Index im
                                                  Datenfenster, so reicht die Batteriespannung  aus. Bleibt sie unter
                                 dem Index stehen, muB die Batterie ausgewechselt werden.
                            4 Hauptschalter wieder in Ausgangsstellung zurtickbringen.
                                             Bei der Lichtmessung darf sich der Schalter keinesfalls in Stel-
                                              lung <C> befinden   !
                                               r Die Lebensdauer der Batterie betragt bei normaler Benutzung
                                         etwa ein Jahr.





                          Ausreichend

MeBnadel                    I U ngenigend
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VerschluBaufzug und Fi lmtransport

 lvlit dem Schnellschalthebel werden durch eine einzige Bewe-
gung der Film transportiert, der VerschluB gespannt und Blende
sowie Schwingspiegel auf die nachste Auslosung  vorbereitet.
AuBerdem wird das Bildzahlwerk weitergeschaltet.
Beim Drucken des Auslosers klappt der Spiegel nach oben,
gleichzeitig schlieBt sich die Blende auf den vorgewdhlten Wert,
und der VerschluB lauft ab. AnschlieBend kann der Schalthebel
erneut betatigt und damit die nachste Aufnahme vorbereitet
werden.
Zum Aufziehen kann der Schalthebel entweder bis zum rechten
Anschlag gef uhrt oder mehrmals kurz betatigt werden, bis ein
Widerstand anzeigt, daB der Mechanismus seine Endstellung
erreicht hat.
Wurde die Endstellung nicht erreicht, so laBt sich der VerschluB
nicht auslcisen, und der Hebel muB nochmals kurz betatigt
werden.
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Bildzdhlwerk
Mit jedem VerschluBaufzug wird das vorwdrts zdhlende Bild-
zdhlwerk um einen Schritt weitergeschaltet. Es zeigt somit die
Zahl der belichteten Aufnahmen an. Beim Offnen der Kamera-
rrickwand springt es automatisch in die Ausgangsstellung <S>
zuriick.

Ausl ciserverri egel u ng
Um eine versehentliche Auslosung beim Transport der Kamera
zu vermeiden, kann der Ausloser mit Hilfe des konzentrisch zu
ihm angeordneten Feststellers verriegelt werden. Die Verriege-
lungsstellung ist mit <L> gekennzeichnet. Zum Fotografieren
wird der Feststeller auf <A> gestellt.

Anbringen eines Drahtausliisers
Der als Zubehor lieferbare Canon-Drahtausloser kann durch
Einschrauben in das Gewinde des Ausloseknopfes an der F-1
angebracht werden. Eine Auslosung ist damit pelbst dann mog-
lich. wenn der Feststeller auf <L> steht.
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Einstellen von VerschluBzeit und Blende

Die Belichtung wird durch die Wahl der VerschluBzeit und der
Blendenoffnung bestimmt. Der VerschluB regelt dabei die Be-
lichtungszeit, die Blende die Menge des einfallenden Lichts.

VerschluRzeitenknopf
Mit Ausnahme der t handelt es sich bei den Zahlen auf dem
VerschluBzeitenknopf um Bruchteile von Sekunden. Somit steht
1000 ftir 1/1000 s usw.
Die gewunschte VerschluBzeit wird durch Drehen des Knopfes
eingestellt. Dabei ist zu beachten, daB der Knopf gegenitber dem
Indexstrich einrasten muB. Die Rastung  f tir B befindet sich an
der Stelle des kleinen weiBen Punktes. Eine Drehung des Knopfes
i.iber 2000 bzw. B hinaus ist nicht moglich.
Bei Einstellung auf B bleibt der VerschluB geoffnet, solange
der Ausloser gedrutckt wird. Diese Stellung dient somit fir  Zeit-
aufnahmen uber 1 s hinaus. In diesem Fall empfiehlt sich die
Verwendung eines Drahtauslosers.  Fijr Langzeitaufnahmen leistet
ei n Drahtausloser mit Feststeller gute Dienste. Gegebenenfalls
ldBt sich auch der Feststeller der F-1 fr.ir Langzeitaufnahmen
verwenden. Hierzu wird der Ausloser bei Einstellung des Ver-
schluBzeitenknopfes  auf B gedruckt und in dieser Stellung ver-
riegelt. Die SchlieBung des Verschlusses kann dann durch
Ruckstellen des Feststellers auf A herbeigef uhrt werden.
Zur Messung sehr geringer Leuchtdichten und automatischen
Steuerung der ermittelten VerschluBzeit dient der als Zubehor
lieferbare Verstdrkersucher  T.



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Blendenskala
Ku pplu ngsstift     AuBer ihrer normalen Funktion dient die Einstellung (60) zur
fi.ir Blitzring        Synchronisierung von Elektronenblitzen, wie beispielsweise des
Az/ Bz             Canon-Speedlite. Die effektive Belichtungszeit entspricht  hier-
                   bei der Leuchtdauer des Blitzes. ist also sehr kurz.

               Blende

                  Die Menge des einfallenden Lichts und die Schdrfentiefe werden
      Grune       durch Drehen des Blendenringes  auf den gewr.inschten Blenden-
       Kreismarke   wert bestimmt.          fiir Blenden-         a utomatik   Je hoher die Blendenzahl, desto kleiner ist die Blendenoffnung
              und umgekehrt. Je kleiner die Blendenoffnung, um so weniger
       Sperrknopf    Licht erreicht den Film. Dabei entspricht jede Blendenstufe einer
          fiir Blenden-  Verdoppelung bzw. Halbierung der einfallenden Lichtmenge.
      automatik   Wenn wir annehmen, daB das Objektiv auf Blende 8 eingestellt
                      ist und Sie die Blende um eine Stufe weiter offnen. also auf
               5,6 stellen. so verdoppelt sich die einfallende Lichtmenge
               Umgekehrt wtirde ein SchlieBen der Blende um eine Stufe.
                 also z.B. von 8 auf 11, zu einer Halbierung der Lichtmenge
                                             f [i hren.
                Bei den Blendenzahlen 1,8 und 3,5 handelt es sich um Zwi-
                schenwerte, die dieses Verdoppelungsprinzip durchbrechen.
             Wenn man Blende 2 als Ausgangspunkt annimmt. so ergibt sich
                 folgendes Verhdltnis zwischen Blendenoffnung und der einfal-
                 lenden Lichtmenge:
                 Blende
               1,2 1,4 1,8 2 2,8 3,5 4   5,6  8111622
                Lichtmenge
           3  2  1,25 1112 1/3 1/4 1/8  1t16 1/32 1/64 1/128
                    Natrirfich ist es moglich. den Blendenring auf beliebige Zwi-
                schenwerte ei nzustellen.

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Blendenvorwahl
Die Objektive der FD-Reihe sind mit einer automatischen Spring-
blende ausgerilstet. Mit anderen Worten. die Blende bleibt auch
nach Einstellung des Blendenringes auf den gewunschten Wert
stets geoffnet, so daB die volle Helligkeit des Sucherbildes
erhalten bleibt. Erst bei Betetigung des Auslosers schlieBt sich
die Blende unmittelbar vor dem VerschluBablauf auf den vor-
gewdhlten Wert. Sofort danach offnet sie sich wieder voll.
Schd rf entief enkontrolle
Durch Drr,icken des Abblendhebels und Drehen des Blenden-
rings laBt sich die Blende auf jeden gewr.inschten Wert schlies-
sen, so daB die Schiirfentiefe auf der Mattscheibe beurteilt                   FD 1:1.4i 50 mm SSC
werden kann. Gegebenenfalls kann der Abblendring auch in
dieser Stellung verriegelt werden. indem der unter ihm befind-
liche kleine Hebel auf L gestellt wird. Die Blende geht wieder
auf volle Offnung zuriick. sobald der Abblendhebel losgelassen
bzw. entriegelt wird.





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Manuelle Blendeneinstellung
                                      Mit einem FD-Objektiv an der Kamera ist eine manuelle Blenden-
                                     einstellung durch Driicken und gegebenenfalls Verriegel n des
                                 Abblendhebels moglich.
                                     Die Notwendigkeit zur manuellen Blendeneinstellung ergibt sich
                               auch bei Nah- und Makroaufnahmen, sobald ein Zubehor ohne
                                  Springblendenkupplung  zwischen Kamera und Objektiv ge-
                                       schaltet wird. In diesem Fall muB der Springblendenhebel des
                                   FD-Objektivs gegen Federkraft an das entgegengesetzte Ende
                                      seines Bewegungsbereiches  geschoben werden, wo er einrastet
                                 Damit wird der Blendenvorwahlring zum direkten Blendenein-
                                              stellring. Diese Moglichkeit  ist ferner von groBer Bedeutung fur
                                      die Verwendung des Objektivs in Retrostellung mit Hilfe einesFD 1:1.8/50 mm SC                                  Umkehrrings. In diesem Fall ist dartiber hinaus die mit dem
                                 Umkehrring gelieferte Makroblende in das Wechselbajonett des
                                     Objektivs einzusetzen und der Bajonettring voll bis zu seinem
                                 Anschlag zu drehen.
                                           Soll das Objektiv nach einer solchen Verwendung wieder normal
                                    in die Kamera eingesetzt werden, so ist unbedingt darauf zu
                                       achten, daB der Springblendenhebel in seine urspriingliche  Stel -
                                                                                                                                  I u ng zurrickgebracht wird.
                                         Ein einziges Objektiv der FD-Reihe bildet eine Ausnahme bei der
                                   U mschaltu ng auf man uelle Blendeneinstellun g : das F D -Objektiv
                                   1:1,8/50 mm SC. Hier rastet der Springblendenhebel am ent-
                                    gegengesetzten Ende nicht ei n, sondern muB durch einen zusdtz-
                                    lichen Hebel in Stellung L verriegelt werden. Vor dem Wieder-
                                      einsetzen des Objektivs zum normalen Gebrauch in die Kamera
                                          ist der Verriegelungshebel auf den weiBen Punkt zuriickzu-
                                              stellen.


Springblenden hebel
                                                                                                     19
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Der eingebaute Bel ichtungsmessel
 Die Canon F-1 ist mit ei nem hochempfindlichen InnenmeB-
 system ausgerustet, das gleichbleibend hohe Genauigkeit  der
 Belichtungsmessu ng garantiert.
 Das verwendete MeBelement ist ein CdS-Fotowiderstand,  der
 sich in unmittelbarer Nahe der Filmebene befgrdet. Eine teil-
verspiegelte Fldche in der Kondensorlinse [iber der Einstell-
scheibe firhrt diesem Fotowiderstand einen Teil des durch das
Objektiv einfallenden Lichts zu. Diese MeBfldche wird im Sucher
als leicht dunkleres Rechteck in der Bildmitte sichtbar. Dieses
 nur 12To des gesamten Bildfeldes umfassende MeBfeld gestattet
eine sehr selektive Messung, d. h., die Belichtung kann genau
auf bestimmte Stellen im Motiv abgestimmt werden. Gemessen
wird in jedem Fall nur die Helligkeit des Objekts, das sich
innerhalb des leicht dunkleren Rechtecks  befi ndet.
Wie jeder CdS-Fotowiderstand, so hat auch der in der F-'l ver-
wendete die Eigenschaft, auf geringe Lichtmengen entsprecheno
langsamer anzusprechen. Unter sehr schlechten Lichtverhiilt-
nissen muB deshalb abgewartet werden, bis die Nadel vollig zur
Ruhe gekommen ist.
Eine Messung bei Einstellung des Verschlusses auf B ist nicht
moglich, da diese Stellung ausschlieBlich    f ur Langzeitauf nahmen
vorgesehen  ist.
Die jeweilige Anfangsoffnung des Objektivs wird automatisch
in den MeBkreis eingegeben. Mit FD-Objektiven  ist die Licht-
messung sowohl bei voll geoffneter als auch bei Arbeitsblende
moglich. Objektive mit der Bezeichnung FL erfordern Arbeits-
blenden messu ng.
Wird die Kamera nicht benutzt, sollte sie stets ausgeschaltet
werden, um ei ne unnotiqe Spannungsentnahme zu vermeiden.

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Bei Arbeitspausen genugt es auch. den Objektivdeckel  aufzu-
selzen.
Fi.ir Gegenlichtaufnahmen  sollte stets eine Gegenlichtblende
verwendet werden.

Einstellen der Fil mempfindlichkeit
Die Empfindlichkeit des verwendeten Films wird durch An-
heben und Drehen des Randelrings um den VerschluBzeiten-
knopf eingestellt. Dem internationalen Gebrauch folgend  si nd
die Empfindlichkeitswerte nur in ASA angegeben.  In dem kleinen
Fenster uber der Bezeichnung ASA auf dem VerschluBzeiten-
knopf muB jene ASA-Zahl erscheinen, die auf der Filmpackung
bzw. in der dem Film beiliegenden Gebrauchsanweisung ange-
geben ist.
Die geringste einstellbare Empfindlichkeit betragt 25 ASA
(:15  DIN), die hochste 2000 ASA (= 34 DIN). Bei 2000 ASA
erscheint im Einstellfenster ein kleiner weiBer Punkt am Ende
des Einstellbereichs.
lm einzelnen konnen folgende Filmempfindlichkeiten einge-
stellt werden, wobei die Ziffern in Klammern die als weiBe
Punkte gravierten Zwischenwerte bezeichnen     :
          (32) (40) (64) (80)   (1 25) (1 60)  (250) (320)ASA  25        . 50     100     200         400DIN  15    .18212427           (16) (17) (1e) (20)  (22) (23\  (25) (26)
        (500) (640) (1000) (1250)  (2000)ASA              . 800                  1 600 DIN        .3033          (28)  (2s)    (31 )  (32)      (34)



                                                                      21
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Einstellen der Belichtung

Of  f enblenden messu ng
Die F-1 ist ftir Offenblendenmessung mit FD-Objektiven kon-
struiert. Zur Belichtungsmessung verfdhrt man wie folgt:
1 Hauptschalter auf ON stellen.
2 Gewr.inschte VerschluBzeit  einstellen.
3 Durch den Sucher blicken und die Kamera so ausrichten, daB
das rechteckige MeBfeld auf dem bildwichtigsten Teil liegt, der
optimal belichtet werden soll.
4 Durch Drehen des Blendenvorwahlringes die MeBkelle des
Nachf iihrzeigers mit der MeBnadel zur Deckung bringen.
o Der Bewegungsbereich des Nachfrihrzeigers im Datenfenster
 ist je nach der Lichtstdrke des Objektivs unterschiedlich groB. Der
Ausschlag der MeBnadel wird durch die Einstellung der Ver-
schluBzeit und der Filmempfindlichkeit  beeinfluBt. Je ldnger die
eingestellte Zeit und je empfindlicher der verwendete Film. desto
hoher der Zeigerausschlag.
o Erreicht die MeBnadel das obere Ende des Datenfensters, so
ist eine kr-irzere VerschluRzeit  einzustellen. Sinkt sie bis an das
untere Ende des Datenfensters ab, ist eine ldngere VerschluB-
zeit zu wahlen.
o Wird eine zu lange VerschluBzeit  eingestellt. bei der der Kup-
plungsbereich uberschritten wird, so verfdrbt sich das Daten-
fenster im Sucher zur Warnung rot. In diesem Fall muB eine
kijrzere VerschluBzeit eingestellt werden. lst auch dann eine
Koinzidenzeinstellung zwischen MeBnadel und Nachfrlhrzeiger
nicht moglich, so muR der Verstdrkersucher T verwendet werden.
(Siehe <Kupplungsbereich des eingebauten Belichtungsmes-
sers>, Seite 25.)
                                                   h"
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o Selbstverstiindlich  ist auch eine Offenblendenmessung  mit
                                      Blendenvorwahl moglich. In diesem Fall erfolgt die Koinzidenz-
                                            einstellung zwischen MeBnadel und Nachf uhrzeiger durch Dre-
                                hen des VerschluBzeitenknoofes. Da bei den VerschluBzeiten
                                           keine Zwischenwerte eingestellt werden konnen, empfiehlt sich
                                     gegebenenfalls eine anschlieBende Feineinstellung mit der
                                           Blende.

                             lzeiger                Arbeitsblenden messu ng
                                    Eine Lichtmessung bei abgeblendetem Objektiv ist mit FD-
                                         Objektiven moglich, mit Objektiven der FL-Reihe erforderlich.
                                     Hierzu wird der Abblendhebel auf das Objektiv zu gedri.ickt
                  U nterbelichlungs-        und gegebenenfalls mit Hilfe des unter ihm befi ndlichen Ver-                   Warnfeld
                                           riegelungshebels  in Stellung L blockiert. Zur Ruckstellung genugt
                                       es dann, den Verriegelungshebel wieder in seine Grundstellung
                                    zu schieben.
                                        Ein Druck auf den Abblendhebel schwenkt den Nachfuhrzeiger
                                im Datenfenster des Suchers aus, so daB beim Einschalten der
                                   Kamera nur noch die MeBnadel in Funktion ist. Durch Drehen
                                    des Blendenringes bei VerschluBzeitenvorwahl bzw. durch Dre-
                              hen des VerschluBzeitenknopfes bei Blendenvorwahl ist die
                                  MeBnadel auf den feststehenden Index im unteren Drittel des
                                        Datenfensters auszurichten. Die richtige Belichtung ist einge-
                                                          stellt. sobald dies geschehen  ist.
                              Wegen der eingebauten Korrekturvorrichtung frir Offenblenden-
                                 messung sollte die Arbeitsblendenmessung bei FD-Objektiven
                                           nicht mit einer groBeren Blende als 2,8 vorgenommen werden.3ffiffi
250            250       E


                                                                                           23
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Motivbetrachtung und Scharfeinstel lung

Der Reflexsucher der F-'l zeigt das Bild ohne jede Parallaxe so,
wie es auf dem Film festgehalten wird. Dies gilt ohne Aus-
nahme fur jedes der FD-Objektive ungeachtet seiner Brenn-
weite. Zur leichteren Scharfeinstellung  befi ndet sich in Sucher-
mitte ei n kreisformiges Einstellraster aus mikroskopisch kleinen
Prismen. Diese <flimmern> bei unscharfer Einstellung und ver-
schwinden bei genauer Scharfeinstellung auf das betreffende
Objekt praktisch vollig.
Zur Scharfeinstellung wird der Entfernungsring des Objektivs
gedreht.
o Sollte in gewissen Fdllen eine Art Kurve im unteren Teil des
Suchers sichtbar werden, so handelt es sich dabei lediglich
um die Kittfldche der Kondensorlinse, uber die der Fotowider-
stand das Licht zur Messung erhalt. Diese Erscheinung betrifft
nur das Sucherbild und hat keinerlei EinfluB auf die Auf nahme.

Sucher
Der serienmaBige Prismensucher ist auswechselbar. Zum Ab-
nehmen druckt man die beiden seitlichen Sperrknopfe und zieht
den Sucher nach hinten aus seiner Ftihrung. Das Wiederein-                                                                                                                                                                                ,ltr
setzen desselben oder eines anderen Suchers erfolgt sinngemdB.
Bitte achten Sie darauf, daB der Sucher beim Einschieben voll
er nrastet.
An Suchern, die gegen das Dachkantprisma  ausgewechselt
werden konnen, stehen zur Verf i.igung: Verstdrkersucher  T,                  rpdFServosucher EE, optischer Sportsucher und Lichtschachtsucher(Seite 52).             -


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E instellscheiben
Die serienmdBig gelieferte Einstellscheibe mit Mikroprismen-
raster ist gleichfalls auswechselbar. An weiteren Scheiben kon-
nen geliefert werden: eine Vollmattscheibe mit Schnittbild-
indikator, eine reine Mattscheibe und eine Vollmattschei be mil
Gitterteilung (Seite 53).
Zum Auswechsel n der Einstellscheiben verfdhrt man wie folqt:
1 Sucher abnehmen.
2 Einstellscheibe mit dem Fingernagel an der Hinterkante an-
heben und nach oben herausziehen.
3 Neue Einstellscheibe vorn unter die Haltenase stecken und
hinten herunterklappen, bis sie vollig eben im Sucherschachl
sitzt.
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