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Pfaff A B - German — User manual
User manual for Pfaff A B - German. 36 pages in German. Read the original PDF, download or print a copy without registration.
36 pagesGerman5.7 MB PDF

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Document details
- Brand
- Pfaff
- Model / document
- Pfaff A B - German
- Document type
- User manual
- Language
- German
- Pages
- 36
- File size
- 5.7 MB
- Category
- Sewing machines
- Document date
- Not specified in catalog
Contents
- Folie 11
- Folie 22
- Folie 33
- Folie 44
- Folie 55
- Folie 66
- Folie 77
- Folie 88
- Folie 99
- Folie 1010
- Folie 1111
- Folie 1212
- Folie 1313
- Folie 1414
- Folie 1515
- Folie 1616
- Folie 1717
- Folie 1818
- Folie 1919
- Folie 2020
- Folie 2121
- Folie 2222
- Folie 2323
- Folie 2424
- Folie 2525
- Folie 2626
- Folie 2727
- Folie 2828
- Folie 2929
- Folie 3030
- Folie 3131
- Folie 3232
- Folie 3333
- Folie 3434
- Folie 3535
- Folie 3636
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In Cur
Jabrik-Marke.
36
Jede Pfaff• Maidine Jede Pfaff- Mafdine
muß auf dem 21rm muß auf dem 21rm
dent Z7ament den Ziamen
Ufaft- Vfaft®
int großer Soldatift int großer Gol drift
tragen und mit Gas tragen und mit Gas
rantiedein der fabrif tantiefein der fabrif
verieben jein. verfeben feint.
Geleglid geldgift.View original page 2Page 3 · Read text
Die
ohne Tehrer.
Illuftrirte 2Inleitung,
den Gebrand der Mafigine und ihrer @heile
[agnell und leidt zu erlernen.
Zadorud wird geriatlid verfolgt.View original page 3Page 5 · Read text
— 3 -
Anleifung zum Gebrauch der Machine.
A. Befondere Beftimmungen.
Die Pfaff-Magmaidine wird geliefert als Eretmajdite
figur 1; als Sandmaidine figur 2; fowie als Sano- unò 8u-
majdjine figur 3.
Bat man eine
Cretmafchine figur 1
getauft, fo beachte man folgendes:
Ladydem man die Derpadung entfernt, giebe man die Schteb-
lade etwas beraus und nehme den Derfd lugfaften ab.
Jede 2MTafchine wird richtig aufgeftellt, eingefädelt uno zum
Gebrauch fertig verfandt, bevor man jedoch zu nähen anfängt,
muß man gründlic
Das Creten
erlernen.Damit hierbei das 28crf der Diadine nidt mmithig
in Bewegung gejett wird, löft man bas obere Edmungrad Der
Miafdine aus, wie auf Seite Z genau befrieben. 2Man rüde
Sen Stuhl dicht vor die 2Mafchine, febe den rediten fuß fo auf
den Tritt, daß man mit der ferfe und den Sehen ganz gleidhe
Kraft im Treten entwidelt, bringe mit der rechten Band das
obere Sawungrad in der Richtung gegen fich in Bewegung und
halte es darin durch leifes Creten.Diefelbe Bewegung mache
man dann mit dem linten und zulett mit beiden füßen; man
begiune nidts anderes, bis man die Wladine ftetig und langfant
in Bewegung fegen, nad Gelieben anhalten und wieder in 2c=
wegung feben fann, obue es je in bertehrter Midtung zu thun.
Lach längerem Gebrauch ftredt fich der Treibriemen und
wird dadurd der Bang der 2Mafdhine erfchwert, man hale inView original page 5Page 6 · Read text
- 4-
diefem fall den Riemen auseinander und fayneide ein Stüdchen
bis zum nächten Gatenloch ab.
Wird nach einigen Jahren einmal ein neuer Riemen nöthig,
fo faufe man nur einen folden von genau 5 Millimeter Dide,
da ein diderer Riemen nicht verwendet werden fann.
Schwungrad und HolgEnecht des eftelles find fo einge:
richtet, daß fie, wenn etwas abgenüst, mit Schraubenzieher und
Schraubenfchlüffel leicht nachgeftellt werden Fönnen. Der neu
verbefferte fuftritt geht itets gefchloffen und fehr leidit, das
läftige 2Taditellen mittelft Conus oder Spikenichrauben wie ant
anderen Mähmacinen ift gans in Wegfall gebracht. Das
Sawungrad läuft auf 2 conifchen Spigen.
Das Geftell foll an beiden Seiten des Crittes, an beident
Enden der Golzugitange und an den Spigen der Sawungrad.
adife ftets gut geölt werden.
Diefes neuverbefferte Geftell ift bas leichteftgehende Gdung-
rab-Geftell, das bisher gemacht wurde.
Im falle man fich eine
Fandmaichine figur 2
PFAFF
Figur 2.
gewählt hat, nehme man nach Entfernung der Derpadung Den
vorher aufgefaloffenen Derflugfaften ab. hierauf ziehe manView original page 6Page 7 · Read text
— 5
Die umgeflappte Drehe des Drebapparates heraus und ftelle
Siefelbe mittelit des leicht einfpringenden federpiftons feft. Zach.
dem man noch das obere Schwungrad, wie auf Seite 7 und 8
befdrieben, eingerüdt hat, fann man mit Ltähen beginnen, da
Sie Mafchine richtig aufgeftellt, eingefädelt unò zum Gebrauc
fertig verfandt wird.
Der Drehapparat iit ftete fehr gut geölt zu balten.
Gat mant eine
Fand und fußbetrieb 2tafchine figur 3
Figur 3.
gefauft, fo nehme man nach Entfernung der Derpadung den
vorher aufgeidloffenen Dericluftaften ab.View original page 7Page 8 · Read text
-0 —
Gierauf siehe man die umgeflappte Drehe des Drehapparates
heraus und befeftige diefelbe mittelft des leicht einfpringenden
federpiftons. Zaddent man noch den Ziemen vom Samungrad
entfernt und das in die Speichen des oberen Schwungrades
eingreifende Gelent ausgerüdt bat, fit die 2Majdine eine baud:
mafdjine, die man auch vom Geftelltic abbeben und auf jeden
andern Cifch gebrauchen Fann.
Will mant die 2Mafgine als Eretmafdine gebrauden, fo
giehe man den Riemen wieder auf, indent man beachte, daß er
nirgends ftreift.
Bezüglich des Cretens beachte mant die auf Seite 3 gegebene
ZInleitung.
Dor Benitung der Wlafdine nisGretmaidine muf mtant
barnad feben, daß bas in die Speiden des Erwungrades cin=
greifende Gelenfitüd des Sandapparates anggeridt ift, da fouit
cin Grudy Des Sandapparates unvermeiblid) ift.
Bei der in der @faffldien Fabrik herr/denden
ftrengen Controle ilt es unmöglidh, daß eine (dimergebende
aldine verfandt wird. Zenn es mmt vorkommt,
daf eine afdine fid famer tritt, lo febft es nur am
@elen und einigen. Si au beachte genau die auf Seite
18 gegebenen diesbezüglichen Dorfchriften.View original page 8Page 9 · Read text
-- 7
B. Allgemeine Beftimmungen.
(Diefelben haben für alle %faff-Wafc)inen Seltung.)
Das fchon auf Seite 5 erwähnte
AuslöTen des Eduantgrades
gefchieht einfach auf folgende Weife: man ziehe, wie die 21b-
bildung (figur 4) zeigt, den Knopf aus dem Schwungrad beraus,
drehe ihn ein wenig herumt, fo daß das fleine Stiftagen fich
auf den 2nfats des Schmungrades auffetst. Will man die 2tafchine
wieder einrüden, fo drehe man den Knopf fo weit herum, daß
das fleine Stiften in den Schlit einfpringt.
Zunt beginne mant
Die feitung des Stoffes
fich zu eigent zu machen.
2Tan entferne zunächft den untergelegten Stoff, indem man
Die Zadel Surd Drehung des oberen Schwungrades auf den
höchften Duntt ftellt, und den Stoffdrüderhebel A (figur 5) in
Die Eöhe hebt. Zlt die Stelle des weggenommenen Stoffes lege
man nun einen Stoff- oder Papierftreifen, laffe den Steppfuß B
mittelit des StoffSrüderhebels A wieder herunter, ziehe den
faden aus der Zadel und nehme das Schiffchen beraus. LestereView original page 9Page 10 · Read text
~ 8 -
Sigur 4.
Auslülung des oberen Srimgrades.
(Siehe Seite z.)View original page 10Page 11 · Read text
- 9 -
Arbeit wird jebt bedeutend erleichtert durd den neupatentirten
Ediffden-Muswerfer, welcher beim Oeffnen des linfen Saiebers C
Sieid8 Katent 9ico. 15,549.
das Sagiffchen fo aus feinem Lager hebt, daß man es be.
quent faffen Pann. Jetst fange nant ant, die 2Tafchine zu be=
wegen. 2Man leite den Stoff zuerft nach vorgezeichneten geraden,
dann nach frummen Einien, vermeide aber dabei, am Stoff 3u
ziehen oder zu fagieben.
Das Stellen der Machine auf
große und kleine Stide
gefchieht mittelft der Stichfteller Knopffdraube D (fig. 5);
dreht man diefelbe ein wenig beraus und (diebt fie nach)
rechts, dann werden die Stiche größer, fchiebt man fie nad)
lints, fo merden diefelben Fleiner. Bat man die gewünfate
Stichgröße, fo fahraubt mant die Stichitellicraube wieder feft.
Mun faffe man den oberen faden ein, indem man von
der Garnrolle, die auf den Stift E ftedt, denfelben zuerft in
Die Defe F, dann wie 2tbbildung zeigt, wifchen die Spannungs:
fcheiben, darauf in den Schlits des fadenlegers G, alsdann in
den Zadelhalter H falingt und faließlich von porn nach hinten
durch die Zadel fädelt.View original page 11Page 12 · Read text
Figur 5.
Anficht Der Pfaff-Waldine ton oben, die Ginfallung des Dberfadens geigend.View original page 12Page 13 · Read text
- I1 -
Das Einfädeln des Jdifidyens.
2Man betrachte, ehe man an dem Schiffeen etwas macht,
genau den Lauf des fadens, nehme bierauf das Schiffeen in
Die linte Band, die Spitze gegen fich, brüde mit dem Zagel
des Zeigefingers der rechten Gand das zunächt der Spitze lies
gende 2Mteffingiceibchen des Spüldens gegen Sie Spite des
Schifichens,dann fpringt das Spülchen beraus. Um das
Spülden wieder einzulegen, bringe man die eine Spite des:
felben in das Centrum des federpiftons, brüde die andere Spite
langfam in die Pleine Kafte am binteren Ende des Sdiffchens,
bis fte mit einemt leichten Klang einfpringt.
Das Spülden muß immer fo eingelegt werden, daß der
faden an der Seite, wofelbft fish der runde Steg befindet, von
untent berausfommt.
Der faden wird, wie die 2ibbildung deutlich geigt, querft
Sigur 6.
in den Einfamitt bei a um das Ende des Steges gelegt, fo daf
der faden über den Steg zu liegen Fommt.
2ant führe mu den faden über die Spule hinweg und
giebe ihn feft in den Schlit bei b nach der Spise des Schiffchens
ju, bann in den Schlig bei e nach dem ftumpfen Ende des
Schiffagens und fahlinge ihn unter das lofe Ende der äuferen
Schiffenfeder.
Das Schiffshen ift jet vollftändig cingefäbelt und jum
Gebrauch fertig.
Die Spannung des fadens wird mittelft des beigegebenen
Fleinen Schraubenziehers an der Saraube d reguliet, eine DrebungView original page 13Page 14 · Read text
- 12 -
der Schraube nach rechts oder links erzeugt fofort eine härtere
oder leichtere Spannung des fadens.
Es ift gut, von Seit zu Seit an die Spilsen des Spüldens
etwas feines Del zu bringen.
Das Aufrideln des Edgifdyenfabene
gefchieht mittelft des patentirten Univerfal-#faff-Epulere.
Figur 7.
UniverTal-Pfaff-Spuler.View original page 14Page 15 · Read text
- 13 —
Jede 2Mafdine wird mit eingefädeltem Spulapparat und
halbgefüllter Spule verjandt, man betrachte fich die Einfaffung
genau, ehe man an dem 2Ipparat etwas madt und man wirò
dann die Befchreibung leichter verftehen.
Nachdent man das Sawungrad der Mafchine, wie bereits
erflärt, ausgelöst bat, fett man mit der rechten Banó eines
der Spülden (durch Jurüdziehen des federpiftons mit der linten
Gand) fo in den Spulapparat, wie in figur 7 deutlich fichtbar.
2Man hat babei darauf zu achten, daß das fleine Stiftchen in
der Spulfcheibe in das 2Mitnehmerloch des 2Meffingicheibchens
eingreift.
Die Garnrolle, von weldher abgepult werden foll, ftede
mant auf den Stift I (figur 5), wofelbit diefelbe auch fpäter
Derbleiben Pann, idlinge den faden genau wie die vorher:
gehende figur 7 zeigt, in die auf dem Riemenfchützer fifende
Drahtöfe, dann von vorn zwifchen die beiden Spannungsplatten,
hierauf in dent obern Einfchnitt der fadenführungsitange, zuletst
in den etwas tiefer und rechts liegenden Einfanitt in derfelben
Stange. Die Einfaffung ift noch leichter, wenn fie in um•
gefehrter Rethenfolge gemacht wird. Sieht man jetst mit ber
linten fand das Spülden etwas nach lints, fo Eann man mit
der rechten band bequent das Ende des fadens zwifden
effingfcheibden und Spulericheibe bringen und dafelbit feft-
flemmen.Machdem man den lofen faden durch Zurüdwideln
auf die Garnrolle ftramm gezogen hat, brüde man, wie fig. 7
deutlich geigt, den Spuler mittelft des unter dem 2pparat liegen-
den Gebels fo feit gegen das Schwungrad, daß derfelbe nicht
mehr zurüdfällt, und beginne zu fpulen, indem mant das
Schwungrad wie gemöhnlid in Bewegung fest.
Der faden gleitet über den fein polirten Steg der faden•
führungsitange und widelt fich mit großer Genauigfeit auf das
Spülden auf.
Sobald die Spule genügend gefüllt ift, rüct fid) der Spul-
apparat von felbit aus. Diefe Zusrüdeinridtung macht es
möglich, daß man während des Ltäbens zugleich fpulen fann,
es empfieblt fich jedoch, das Spulen ftets für fich zu beforgen,
weil Zähen und Spulen zu gleicher Zeit felbitvertändlich immer
den Bang der 2Majchine erichwert.View original page 15Page 16 · Read text
- 14 -
Geht während des Spulens zufällig einmal das Garn ju
Ende, ehe das Spülchen voll ift, fo muß man, um das Spül
chen herausnehmen zu fömten, die fadenführungsftange zurück:
Srüden, bis der Spuler niederfällt.
Jit der Gummiring foweit abgenütst, daßer nicht mehr
gebraucht werden fann, und durd einen neuen erfelst merden
muf, fo lege man die fadenführungsitange nad) vor, und
mant Fann dent neuen Gummiring nun bequem aufsieben; ift
dies gefchehen, dann fatebt man die fadenführungsftange wie
der an die frühere Stelle.
Sämmtliche reibende Cheile des Spulapparates find ftets
fehr gut geölt zu balten.
Der Muiberal-Pfaff-Epuler ift durch Reidspatent por
Lachahmung gefchütt.
Die Zadel
wirdauf folgende Weife eingefekt: mant ftelle die Zadelftange
an den höchiten Punft, löfe mit der rechten band die Zadel:
halterfchraube K (fig. 5) und nehme nun die 2tadel heraus.
Diefelbe hat auf der einen Seite eine lange, auf der anderen
eine Furze Kinne, man nehme diefelbe fo zwifchen Daumen und
Zeigefinger der linfen Band, daß Sie lange Rinne Sem Zähen-
dent zuftebt, bringe den Kolben der Zadel unter den Zadelhalter
(H) in das Zadellager und {graube mit der rechten hano die
Ladelhalterfcraube K feft.
Darauf drebe man die Zadelftange fomeit abwärts, bis
der Einfamitt oben an der Zadelftange (Das Zadelzeichen L
fiebe fig. 5) mit der oberen fläche des Kopfes gleich fteht, löfe
Sie Zadelbalterfchraube undfebe die Zadel jo, dag das Zadel-
öhr mit der oberen fläche der Stichplatte abfdnetdet, was man.
dadurch fehr erleichtern fann, daß man die Spite einer feinen
Madel in das Oehr einfübrt. Laddem mant nod) beachtet hat,
daß das behr genau gerade fteht, ziehe man Sie Zadelbalter:
fahraube fo feft wie möglic) an.
Gebogene oder ftumpfe Stadeln dürfent midt verwendet
werden.
Die Beidaffenfeit und das ridtige Eigen der Zadel find
Dont allergrößter Wichtigleit für die Geiftung der 2Mafdhine,
follte die Maidgine jemals nicht ganz tadellos arbeiten, foView original page 16Page 18 · Read text
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unterfude man zuerft die Zadel und der fehler wird faft immer
fogleich gehoben fein.
Zur Pfaff-2Maichine Darf man nur Pfaff-Stadeln verwen-
Dual. 339 zur Pfaff A- u. B-Ma(chine,
361 Pfaff C. u. D-2Maichine.
Lachdem man die Ladel eingefädelt hat, öffnet man den
Schieber C (ftg. 5) und legt das Schiffchen in den Schiffeyen:
forb fo hinein, daß die Spibe nach der 2tadel deutet und die
feder nach obent zu liegen fommt.
Bevor man zu nähen beginnt, muß der Schiffchenfaden
durch das foch der Stichplatte nach oben gebracht werden; dies
erreicht man dadurd), daß man den oberen faden, wie 2lb-
bildung (fig. 8) zeigt, mit dem linlen Zeigefinger fefthält, mit
der rechten Band das obere Sawungrad einmal herumdreht,
bis die Ladel wieder auf dem höchten Punfte fteht. 2Tan
ftreide nun mit dem Schraubenzieher oder einent fonftigen
paffenden Gegenftande die bereits fichtbare Schlinge des Unter:
fadens unter dem Steppfuß hervor und lege nun beide fäden
nad) hinten.
Bierauf bringe man den zu nähenden Stoff unter den
Steppfuß, laffe denfelben mittelft des Bebels A (fig. 5)
herab und beginne zu
Hülyen,
Beim Zähen über Dide, barte Stellen drehe man das
Sawungrad langfam mit der Band, damit die Ladel fid nicht
biegen oder abbrechen fann. Um fcharfe Eden zu nähen, laffe
man die Zadel im Stoff, bebe den Steppfuß mittelft des Eebels
in die föhe und drehe den Stoff um die Itadel, laffe dann den
Gebel wieder berab. Will man nach vollendeter Waht den
Stoff berausnehmen, fo ftelle man die 2tadel hoch, hebe den
Stoffdrüderhebel in die Höhe, ziehe den Stoff nach lints heraus
und fahneide die beiden fäden, wie 2ibbildung (fig. 9) zeigt,
ant dem Fleinen fadenfcneider ab.
Behufs Erzielung eines tadellofen Steppftides ift es noth•
wendig, daf
Die Spannung
ftets gut regulirt ift, untòzwar foll die Spannung des oberenView original page 18Page 20 · Read text
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fadens ftets fo ftart fein, note die Spannung im Schiffchen.
Leber die Spannung des Schiffenfadens ift bereits früher das
2töthige gefagt. Die Spannung des Oberfadens gefchiebt mittelit
der Spannungsichraube M (fig. 5); dreht man Diejelbe hinein,
fo wird die Spannung ftärfer, durch Gerausdrehen
fchwächer.
Jit die Spannung zu leicht, dann sieht der Schiffenfaden
den oberen faden nadunten und bildet fleine Knöpften oder
Schlingen. Jit die obere Spannung zu ftart, fo wirò der untere
fadent nad) oben gezogent, oder der obere faden reift. Didere
Stoffe erfordern eine härtere Spannung des Ober: und Unter:
fadens, als dünne, weiche Stoffe.
Bei täglichem Bebrauch der 2Mafdgine follte diefelbe
aud) täglid)
Geölt und gereinigt
werden. Das Delen gefchieht mittelit der beigegebenen Delfanne,
welche nach 2lbichrauben der Spige mit Del gefüllt werden
Pann, an ben auf nebenftehender 2lbbildung (fig. 10) durch die
Jahlent 1, 2, 3, 4, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 15 begeidhneten Södern.
Durd bas Lod 7 wird der widtigite Zheit der Maidine, Das
Serz, geölt, indem man das Emmgrad jo lauge Gerumoreft,
bis fid) in bem god eine blaufe Molle geigt, auf weide man
einige Eropfen Del bringt. Zluch die Ladelftange bei 6 und
der fadenleger bei 5 müffen ftets gut geölt werden.
Um die reibenden Cheile unter der Cifchplatte ju ölent,
lege man das Obertheil, nachdem man vorber den Riemen vom
Getellrad heruntergemorfen und die Golfaraube vor dem
Sticiteller herausgenommen bat, nach rüdwärts um, wie aus
der 2ibbildung (fig. (1) erfichtlich, und öle noch an den Stellen,
welche durch die Sahlen 14, 15. 16, 17 und 18 bezeidnet find.
Sit ber Gang der Majdine in Folge längeren Stehens ein
{aueter geworden, fo bringe man an bie vorgenannten Edmier=
ftellen Petroleum, lafje die Maidine einige Wale leer Gerum-
laufen, bamit fid) das Petroleum bertheilen und das iteifges
worbene Del auflöfen faun. Das Petroleum bewahre man in
einem zweiten Delfännchen, welches man in der Lähmachinen:
handlung, aus welcher die Mafdine ftammt, faufen Fann, auf.View original page 20Page 23 · Read text
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Die Mafchine wird nun fehr leicht laufen, doch barf man,
da fich das Petroleum leicht verflüchtigt, nicht verfäumen, fogleid)
mit gutem Samieröl an allen Stellen nachzuölen. Ladhdent
man mit Delen fertig ift, muß das etwa abgelaufene Del weg.
gewicht werden, damit die Näharbeit nicht befdmutt wird.
Das befte Schmieröl für Zähmafdinen ift gebleichtes Epermöl,
weldes mant womöglich in der Zähmadinen handlung, aus
welcher die 2Mtafchine ftammt, Faufen follte.
Erft nachdem man das einfache 2tähen auf der 2Majaine
gründlich verfteht, foll man zur Erlernung der verichtedenen
2Ipparate
übergehen; die Gandhabung derfelben ift in dem folgenden fo
genau befrieben und durd deutliche 2lbbildungen illuftrirt,
daß die Erlernung feinerlei Sehwierigleiten bietet.
Die den Upparat Gifchen hier beigefetten Zummern find
auch in die betreffenden füßchen eingefchlagen, damit fie die
Gernenden auch obne Sebrer leicht finden und benüben fönnen.
Der Tamale Säumerfuf. (2Tr. (.)
21/2 mm breit fäumend.
2l Stelle des gewöhnlichen Zähfußes befeftige man den
Säumerfuß, bringe das Ende des zu fäumenden Stoffes, nadent
mant es vorher etwa 2 Centimeter lang auf Saumbreite umgebogen
hat, vorn in die federfanede des Säumerfufes bis zur Ztadel,
laffe nun den Stoffdrüder herunter und beginne zu nähen, dabei
beachtend, daß der Stoff immer gleichmäßig und fo in die
Saynede einläuft, wie die 2lbbildung (fig. (2) deutlich zeigt.
Bei weichen, unappretirten Stoffen ift das Einführen des
Stoffes in die Schnede fahwierig, man ziehe deßhalb den Stoff
mittelit eines fadens, den man porher in das Ende desfelben
befeftigt hat, in die Saynede binein.
Es läßt fidh auch durch diefen Säumer eine fchöne Kappnaht
erzeugen und zwar in einer Dollfommenheit, wie fie bislang von
Feiner Lähmafcine geliefert worden ift; zu diefem Ewede werden
die beiden zu vereinigenden Chetle des Stoffes, wie bei Eand-
näherei üblich, aufeinander gelegt und in Säumerbreite zufammen•
genäht, fo baf die 2taht ftets in gleidmäßiger Entfernung vom
Rande bleibt; man (aneide nun die Kante des aufgenähten Stoffes
etwas fahmäler und laffe die Kante des untergenähten StoffesView original page 23Page 25 · Read text
- 23 -
durch den Säumer gehen, was mit der größten 2Iccurateffe ge-
fateht, fo daß man den Stoff nicht einmal zu leiten braucht.
Der breite gäumerfuf. (2tr. 2.)
4 mm breit fãumenò.
Derfelbe wird auf gleiche Weife gebraucht wie obenbeid riebener
{amaler Säumerfuß, er fft ein vorgüglicher Dolant-Säumer, eignet
fich auchfebr zum Gäumen und Sappen Sider Seinen-Stoffe.
Der veritellbare Saumer.
2Tan befeftige den Säumer, wie 2tbbildung (ftg. (3) zeigt,
mittelft der der Machine beiliegenden Knopfid raube.UIm den
Stoff hineinzubringen, biege man die Kante am 2nfang etwa
10 em lang in balber Saumbreite einmal um, fchiebe die um•
gebogene Stelle von der Seite fo int den Säumer, daß fich die
umgebogene Kante nochmals nac) oben in Saumbreite um•
falägt, bringe den Stoff richtig unter die 2tadel, laffe den
Steppfuß herunter, und fete die Machine in Bewegung.Sollte
Sie Waht nicht auf die richtige Stelle des Saumes fommen, fo
Pann man durch Söfen der Knopffchraube den Säumer nach)
rechts oder nad) linfs rüden und dadurch die Zaht auf die
richtige Stelle bringen.
Um Siefen Säumer für Säume perfdpiedener Breite zu ftellen,
löst man die Sdraube in dem Salits des Säumers ein wenig,
wodurd) die Platte mit der Eintheilung perichiebbar wird. Die
Eintheilung umfaßt genau 30 2Itillimeter und der Saum wird
ftets fo breit wie der Zeiger angibt; fteht 3. B. der Zeiger auf
8 21tillimeter, fo wird aud der Saum 8 Millimeter breit. Die
gelöste Schraube muß vor dem Zähen wieder befeftigt werden.
Der Rapper (2tr. 3.)
wird auf diefelbe Weife befeftigt wie der Säumerfuß. Beim
Kappen lege man die beiden zu Fappenden Stoffe fo aufeinander,
daß der unten liegende Stoff etwa 4 mm vorfteht, laffe den
vorftehenden Stoff wie beim Säumerfuß in den Kapper ein•
laufen, wodurch der untere Stoff einmal umgefchlagen und auf
den oberen Stoff feftgenäht wird.
Lun lege man die Stoffe, wie 2ibbildung (fig. 14) zeigt, aus.
einander, ftreiche die 27abt etmas aus, unó laffe die Kante, welde
fich gebildet hat, nod einmal, wie aus der 2lbbildung erftatlich,
durch den Kapper laufen, um fie nieder zu nähen.View original page 25Page 28 · Read text
— 26 —
Das Jineal
welches, wie 21bbildung (fig. (5) zeigt, mittelft der beigegebenen
Knopffchraube befeftigt wird, dient zur herftellung einer Zaht,
Sie mit der Kante des Stoffes gleid) laufen foll. Je nach der
Entfernung der Waht von der Kante des Stoffes rüde man
das Eineal mehr oder weniger von der Zadel ab. Das Eineal
Fann auch zum 27ähen von Sängsfalten (Säumden) vortheilhaft
benütst werden, indent mant die zuerft genähte Längsfalte nach
unten umbiegt und dann den Stoff wie zuerft am Lineal
vorbeilaufen läft.
Der Mantenttepper (2t. 4.)
Sient zum Mähen einer Ztaht, welche didt an der Kante hinläuft;
der UIpparat ift derfelbe wie der gewöhnliche Steppfuß, nur ift einer
der Fleinen Jinfen auf der rechten Seite weggelaffen, wodurch es
möglich wird, während des Ltähens die Kante des Stoffes zu fehen.
Der Zipparat fannt auc fehr portheilhaft zum Zähen gang
famaler Längsfalten unter 2lnwenoung des Lineals benütst werden.
Das Zuatti-lineal.
Das Mattirlineal, Seffen Gebrauch aus der 2lbbildung (fig. 16)
erfichtlich, ift von Werth bei dem 21bfteppen aller möglichen wattirten
Saden, da man mit deffen hülfe gleid breite Reihen und gleich-
mäßige Dierede nähen fann, ohne fie erit vorzeichnen zu müffen.
Das Eineal wird, wie 2lbbildung geigt, befeftigt, und läßt
fid) famal und breit von der zu machenden Zaht abftellen,
wonad) fich damt die Größe der Dierede rid)tet.
Beim Gebrauch macht man zuerft eine gerade Steppnaht nach
Dorgeichnung, faiebt dann den Stoff fo weit rechts von der tadel
ab, als die einzelnen Reihen pou einander entfernt fein follen uno
ichiebt hierauf das fineal ebenfoweit nach rechts, jo daß fein
unterer Cheil genau auf die erfte Zaht zeigt. Beim WDeiternähen
bat man dann darauf zu achten, daß fich die betreffende Ztaht
nad) dem Cineal führt. Ebenfo ift bei den ferneren Ztähten
uno den zu nähenden Diereden zu verfahren.
Die {dönften Dierede wird man erzielen, wenn man den
Stoff ohne futter, nur auf Watte geheftet, abfteppt.
Der Eduaraufnäher, (Ir. 5.)
welcher wie jeder füßchenapparat angefchraubt wird, ift auf
der untern Seite mit einer großen Runne verfehen; nachdemView original page 28Page 32 · Read text
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der Kleiderftoff mit dem Stoßfutter mittelft einer einfachen Zabt
verbunden ift, werden beide Stoffe fo auseinandergebreitet, daf
Sie rechte Seite des Kleiderftoffes nach oben fommt. Gierauf
wird die anzunäbende Saur unter die Xinne des Drüders
gelegt und genau auf der ZTaht (fiebe 2tbbildung fig. 17), alfo
wifchen Kleidertoff und futter mit ziemlich großen Stiden
angenäht. Beim Ummäben des Stoffutters wird die Sanur
dant an der untern Kante des Kleides füßen.
Der Bordel-Ginnülyer. (2r. 6.)
Der Kordeleinmäher, welcher an Stelle des Steppfußes be-
feftigt wird, dient zum Einnähen von Schnüren in GemoFragen,
2Tanfchetten etc. Diefer Zipparat hat an feiner untern fläche zwei
Rinnen, welche die Schnur leiten und auch den obern Stoff um
die Sanur herumbrüden, damit die 2rbeit ichön erhaben wird.
Die Schnur wird mit der band eingelegt und mittelit eines
beliebigen Inftrumentes eingeftrichen. 2Man beachte, daß die ein•
zunähende Eite ftets in Diejenige Dertiefung des Sanureinmähers
hineinfommt, welche fich der Zadel zunächt befindet, &. G., welche
unmittelbar unter der Ladel fteht. Beim Eimähen bon
mehreren Eibent nebeneinander fommt die zuletst genähte in die
rechte, die einzunähende ftets in die linte Dertierung.
LInderfeitige 2lbbildung (fig. 18) zeigt deutlich die 21n•
wendung diejes 2ipparates.
Der Soutade-Aufnäler. (It. z.)
2Mant Derwendet zum Derzieren am beften ganz idmale
Site, da fich diefelbe beffer nerarbeitet als die harte Soutadhe.
Diefelbe wird, nachdem man fie glatt auf eine folgrolle gewidelt
und diefe auf den oben befindlichen Stift I (fig. 5) geftedt, in
den Soutache 2ufnäber geführt, welder vor dem Tabellod) eine
zweite fahräge Definung hat, durch welche die Site nach ab:
wärts gezogen wird, fo daß fie während des Itähens gerade
unter die Madel zu liegen fommt.
2Man hat nur die 2rbeit darnach zu leiten, um Sie Soutache
in jeder beliebigen figur aufzunähen.
Ju der 2äbmachinen Handlung, welche die Pfaff-27äh-
machine lieferte, find Dergierungs-Zeidungen Fäuflich; man
ichneide die Derzierung, die man zu nähen wünicht, heraus,
hefte diefelbe auf den zu verzierenden Stoff unò nähe nun genauView original page 32From the ISMACS International. Original publisher and archive notices are retained.
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