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Gritzner TSk — User manual
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Document details
- Brand
- Gritzner
- Model / document
- Gritzner TSk
- Document type
- User manual
- Language
- German
- Pages
- 19
- File size
- 3.7 MB
- Category
- Sewing machines
- Document date
- Not specified in catalog
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GRITZNER
Fabrik- Marke
Anweisung
zum Gebrauche der
GRITZNER
Schwingschiff-
Familien-Nähmaschine
Maschinenfabrik Gritzner A.-G.
Durlach
J. 354. R.View original page 1Page 2 · Read text
Wenn das Vaselin an
Zur besonderen Beachtung!
Jede Maschine wird gut ausprobiert versandt; sollte sie im Gebrauch nicht Beim Versand der Maschine ist die Nadel eingelädelt und die Maschine zum Die Maschinen werden vor Abgang von der Fabrik an allen blanken Teilen mit Beim Nähen muß stets der vordere Schieber geschlossen bleiben, da das Schill-
richtig nähen, liegt die Ursache meistens in einer lalschen Handhabunges ist daherderselbenratsam, unddaß man zuvor untersucht, ob die Nadelund dieordnungsgemäßSpannung richtigeingesetztgestellt ist, ehe man an der Maschine selbst vornimmt.eine Anderung Gebrauch fertig. Nachdem man die Maschine sorglältig von der Verpackunghat,befreitbeachte man genau, wie der Faden im oberen Werk eingelädelt ist, damit man die Einfädelung später auf gleiche Weise wieder vornehmen kann. Vaselin eingefettet, als Rostschutz beim Transport undreibendeLagern.Stellen kommt, entsteht leicht Schwergang. Dann ist das VaselinnahmeuntervonZahill-Petroleum zu entfernen, die Teile sind zu säubernsäurefreiemund mit harz-Oelundnachzuölen. Keinesfalls dürfen Pflanzenöle, wie Leinöl, Rüböl, Salatöl usw. verwendet werden. chen bei reölinetem Schieber leicht gegen die Stichplatte geschleudertBruchwird, wasder Schwingachse zur Folge haben kann.View original page 2Page 3 · Read text
Anweisung
zum Gebrauche der
Schwingschiff-
Familien-Nähmaschine.
Die Nähmaschine wird um so bessere Resultate erzielen, je
vertrauter die das Nähen ausübende Person mit der Maschine ist
und je sorgfältiger und richtiger sie die Maschine zu behandeln
versteht.
Es empliehlt sich daher, im eigenen Interesse, die nachstehende
Anleitung, bevor man die Maschine berührt, aufmerksam durch-
zulesen, um sich mit allen in der Anweisung benannten Teilen der
Maschine genau bekannt zu machen, und wird sich die geringe
Mühe, die das Lesen verursacht, reichlich lohnen.
Zweckmäßig ist es, wenn die lernende Person an der Maschine
die in jedem Paragraph enthaltene Anweisung vollführt, während
eine andere Person dieselbe vorliest. Man übereile sich jedoch
dabei nicht, führe jeden Abschnitt erst gründlich praklisch durch,
ehe man mit dem folgenden beginnt.
Um das untere Werk (das Gestell) mit dem oberen Mechanismus Der
der Maschine in Verbindung zu setzen, bedient man sich des Treib- Treibriemen.
riemens. Derselbe wird in die kleine Vertiefung (Rille) am oberen
Schwungrad unter der Riemenkappe durch die beiden Löcher ab-
wärts um das untere Schwungrad gelegt. Er muß stets lest genug
gespannt sein, wobei jedoch zu beachten ist, daß die Spannung
nicht übermäßig stark sein dari, weil sonst die Maschine schwer
gehen würde. Im Laufe der Zeit kann es vorkommen, daß der
Riemen durch Ausdehnung zu lose wird und dann auf dem SchwungradView original page 3Page 4 · Read text
gleitet, ohne die Maschine richtig zu treiben.In diesem Falle
muß er an einem Ende etwas abgeschnitten und mit dem daran
befindlichen Haken von neuem zusammengehängt werden.
Das Treten. Vor dem Nähen muß man sich im Treten üben und darin
vollständig sicher sein. Man löse zu diesem Zweck - um den
oberen Mechanismus zu schonen - vor Beginn des Tretens das
obere Werk durch die am oberen Schwungrad angebrachte Aus-
lösung (vergl. Seite 4 Fig. 1 e) aus. Der Nähende muß die Maschine
sowohl mit einem wie mit beiden Füßen ganz nach Belieben in
Tätigkeit setzen, ohne Schwierigkeiten anfangen und nach Wunsch
schnell oder langsam treten können. Die Füße stelle man flach
auf den Tritt, die Fußspitzen so, daß man mit ihnen genau dieselbe
Kraft ausüben kann wie mit der Ferse. Das kleine Schwungrad
am oberen Werk ist mit der Hand so in Bewegung zu setzen,
daß es sich von oben gegen den Nähenden zu dreht. Niemals
darf die Bewegungsrichtung eine entgegengesetzte sein, da bei der
Rückwärtsbewegung während des Nähens der Faden reißen würde.
Ist man vollständig im Treten geübt, kann man, ohne daß sich das
Rad rückwärts bewegt, im Treten anfangen oder aufhören, die
Maschine schnell oder langsam gehen lassen, so schalte man durch
die Schwungradeinlösung den oberen Mechanismus in der auf
Seite 4 beschriebenen Weise ein und setze die Maschine wieder
in Bewegung. Dabei ist zu beachten, daß die Nadel nicht ein-
gelädelt ist und der Stoffdrücker, solange sich kein Stoff
unter der Nadel befindet, stets nach oben gehoben ist, damit
sich die Zähnchen des Stoffschiebers nicht am Stoifdrücker
reiben können.
Nach richtiger und vollständiger Erlernung des Tretens nehme
man ein Stück Shirting, lege dasselbe unter den Stolidrücker, lasse
diesen mittels des Hebels herab, bringe das obere Schwungrad
durch die Auslösungsvorrichtung wieder in Verbindung mit dem
oberen Mechanismus des Werkes und setze die Maschine in Be-
wegung, jedoch ohne die Nadel eingefädelt zu haben, damit man
sich die Leitung des Stoffes zu eigen mache.
Zuerst versuche man nach vorgezeichneten geraden und später
nach krummen Linien den Stoff genau zu leiten.
2View original page 4Page 5 · Read text
Das Einselzen der Nadel geschieht auf folgende Weise: Man Das Einsetzen
drehe das Schwungrad von oben gegen sich, bis die Nadelstange der Nadel.
auf ihrem höchsten Punkt angelangt ist und beim Weiterdrehen
sich wieder nach unten bewegen würde. Hierauf löse man mit der
rechten Hand die Flügelschraube am Nadelhalter. Man erlasse
die einzusetzende Nadel so zwischen Daumen und Zeigelinger der
linken Hand, daß die gerade Fläche oben am Kolben der Nadel
der Nadelstange zugekehrt ist, bringe den Kolben der Nadel unter
den Nadelhalter in das Nadellager und führe die Nadel soweit wie
nur möglich nach oben, worauf man mit der rechten Hand die
Nadelhalterschraube recht fest anzieht.
Es ist von großer Wichtigkeit, beim Nähen jederzeit Nadeln
von vorzüglicher Qualität zu verwenden, da verbogene oder stumpfe
Nadeln niemals ein gutes Resultat erzielen können, auch ist sehr
daraul zu achten, daß die Nadel weder zu dick noch zu dünn ist,
sie muß immer im richtigen Verhältnis zu dem benutzten Faden
und dem zu nähenden Stolf stehen. Zu diesem Zwecke ist auf
Seite 13 eine Tabelle angelügt, die jeweils anzeigt, welche Nadeln
zu den betreffenden Faden und Stoffen zu benutzen sind.
Wohl die meisten Klagen über unrichtiges Nähen sind auf
mangelhaften Sitz der Nadel oder unrichtige Auswahl derselben
zurückzulühren, weshalb es in jedem Falle geraten erscheint, stets
zuerst diesem Punkte besondere Aulmerksamkeit zu widmen.
Das Auslösen des Schwungrades erfolgt, um den Mechanismus Das Ruslösen
der Maschine während des Spulens nicht mit in Tätigkeit zu des Schwung-
setzen. Man hält das obere Schwungrad mit der linken Hand rades.
lest, während man die hinter dem Rade angebrachte große blanke
Scheibe (Fig. 1e) mit der rechten Hand von oben gegen sich
dreht, in der gleichen Richtung, wie sich das Schwungrad dreht.
Die Schwungradeinlösung erfolgt durch Vornahme der gegenteiligen
Drehung.
Man führe die kleine Stahlspule derart zwischen die beiden Das Spulen.
Lager des Spulapparates, daß die mit einer Spitze versehene Scheibe
nach links und die mit 5 Löchern versehene Scheibe nach rechts
gerichtet ist. Jetzt führe man den Faden von der Garnrolle Fig. 1
„a* nach links durch die beiden Spannungsscheiben an dem Faden-
hebeldeckplättchen, s. Fig. 2., von da nach hinten durch den SchlitzView original page 5Page 6 · Read text
Fig. 1 „b" des Spulersteges und von hier aus über den Steg „c"
durch das Loch in der Spule, indem man den Faden außerhalb
der mit Löchern versehenen Spulenscheibe festklemmt.
Durch einen Druck auf den kleinen Hebel Fig 1 „d" nach oben
springt der Gummiring an das Handrad und jetzt kann mit dem
Spulen begonnen werden, indem man die Maschine langsam in
Bewegung setzt. Sobald die Spule genügend gelüllt ist, löst der
Apparat selbsttätig aus.
d
•- e
Fig. 1.
Man darf keine Knoten im Faden mit aufspulen, und es ist
darauf zu achten, daß der Faden sich immer zuerst rechts auf die
4View original page 6Page 7 · Read text
SpulenSpule aufzuwinden,aufwickelt. Esdamitist zweckmäßigman, wenn eineundleerbequem,gewordenstetsist,mehreresolche
durch eine volle ersetzen kann, ohne die Arbeit zu unterbrechen.
Fig. 2.
Eine Zeitersparnis gewinnt man durch das Spulen während des Das Einfädeln
Nähens. Beim Spulen ist die linke Spulenseite etwas zu ölen, des
Von der auf einen der Garnrollenstifte aufgesteckten Garnrolle Oberfadens.
führe man den Faden bei hochgestelltem Fadenhebel Fig. 2 „d«
5View original page 7Page 8 · Read text
durch den Einschnitt „a" der Stirnplatte, von hier abwärts zwischen
die Spannungsscheiben „b", um diese herum in den gefederten Faden-
anzugshaken „c*, sodann nach oben durch das Loch des Fadenhebels
„d", von da nach unten durch die Fadenöse „e", dann durch den
halbrunden Haken „|* und fädele ihn schließlich von links nach
rechts durch das Nadelöhr „g" ein.
Der Faden muß ungefähr 7 cm durch das Nadelöhr gezogen
werden, wenn der Fadenhehel auf seinem höchsten Punkt steht,
ehe man mit dem Nähen beginnt.
Um das Schiffchen bequem einfädeln zu können, lasse man
Das Einfädeln dasselbe mit der linken Hand derart, daß die Öllnung oben liegt und
des
der von oben nach unten eingefräßte Schlitz sichtbar ist und lege
Schiffchens.
die Spule so ein, daß die mit 5 Löchern versehene Scheibe nach
oben zu liegen kommt. Der Faden muß dann so von der Spule
abgezogen werden, daß er von links her in den Schlitz eintritt. Man
führe nun den Faden über die untere Ecke des Schlitzes, soweit, bis
er hinter der kleinen Zunge der Feder liegt. Um bei diesem Vor-
gang das Herausfallen der Spule aus dem Schiffchen zu verhindern,
verdecke man die Ölfnung des Schilfchens mit dem Zeigelinger.
Die Veränderung der Schilfchenladenspannung wird durch
Regulieren der in der Nähe der Schilfchenspitze sitzenden Schraube
bewirkt. Dreht man diese Schraube nach links, so wird die Spannung
locker, dreht man sie nach rechts, so wird der Faden fester gespannt.
Wenn man den über dem Schiffchen liegenden vorderen Schie-Das Ölen der
ber auszieht, so wird ein Loch freigelegt, das zur Aulnahme eines
Schiffbahn.
mit Öl getränkten Stückchens Watte dient. Das dort eingebohrte
Loch führt zur Schiffbahn, und die darin belindliche ölgetränkte
6View original page 8Page 9 · Read text
Watte bewirkt durch das hin- und herschwingende Schilichen eine
dauernde Schmierung der Schilfbahn. Man achte darauf, daß die
Watte nie trocken wird, weil sonst der Verschleiß des Schillchens und
der Schiffbahn ein zu großer wäre; andererseits darf aber auch nicht
zu viel Öl eingespritzt werden, da dadurch der Oberladen mit Öl
getränkt und die Arbeit unsauber ausfallen würde. Es empfiehlt
sich, die Watte, wenn sie zu sehr beschmutzt ist, zu erneuern.
Man öllne den vorderen Schieber, führe den Schillkorb durch Das Einlegen
Drehen des Handrades ganz nach vorne und lege das Schiffchen so und Heraus-
in den Schilfkorb ein, daß die Feder nach oben zu liegen kommt nehmen des
Schifichens. und die Spitze dem Nähenden zugekehrt ist.
Um das Schiffchen herausnehmen zu können, bringe man
den Schilikorb wieder in die gleiche Lage und drücke auf den
kleinen in der Mitte des Schillkorbs rechts vom Schiffchen an-
geordneten Hebel, wodurch das Schiffchen gehoben wird und
leicht herausgenommen werden kann.
Der Stoffdrücker dient dazu, den zu nähenden Stoff auf der Der
Stichplatte und dem Stoffschieber fest zu führen. Durch den hinten Stoffdrücker.
am Kopf befindlichen Hebel (Fig. 2) wird der Stoffdrücker ge-
hoben und gesenkt; an seinem unteren Ende werden die ver-
schiedenen Hilfsapparate befestigt. Dicke und harte Stolfe er-
fordern einen stärkeren Druck als dünne oder weiche. Soll der
Druck vermindert werden, so drehe man die oben auf dem Kopf
neben der Nadelstange befindliche dicke Schraube nach links (aul),
soll er verstärkt werden, nach rechts (zu).
Sind beide, der obere und der untere Faden, eingelädelt, so Das Nähen.
lasse man mit der linken Hand den oberen Faden, ohne ihn fest
anzuziehen, lasse das Schwungrad von oben gegen sich herum-
gehen, bis die Nadel einmal herunter und wieder auf ihren höchsten
Punkt gegangen ist, wodurch der Spulenfaden gelaßt wird. Dann
zieht man vermittelst des oberen Fadens den Spulenladen durch das
Stichloch herauf, erlaßt ihn mit einer Nadel oder mit einem beliebigen
Instrument und legt beide Fäden nach hinten über den Transporteur.
Hierauf bringe man den Stoff unter die Nadel, lasse den Stoff-
drückerfuß wieder herunter, halte die beiden Fadenenden
7View original page 9Page 10 · Read text
fest und drehe mit der rechten Hand das kleine Schwungrad
langsam gegen sich, bis 5 oder 6 Stiche gemacht sind, dann prüfe
man die Naht, worauf man die Maschine gleichmäßig in Bewegung
setzt, leite die Arbeit, hüte sich jedoch daran zu ziehen oder zu
schieben, da sonst die Nadel leicht abbrechen würde. Wenn man
sehr harte Stellen oder über eine Kreuznaht zu nähen hat, so
drehe man das obere Schwungrad vorsichtig mit der Hand, damit
die Nadel nicht breche oder sich verbiege.
Soll die Arbeit herausgenommen werden, bringe man die
Nadel auf ihren höchsten Punkt und den Stolfdrücker in die Höhe,
wodurch sich die Bremsscheiben öffnen, sodaß man ohne weiteres
den Stoff genügend weit nach links von der Nadel entfernen
kann, um die beiden Nähfäden abzuschneiden, die jedoch ungefähr
7 cm lang in der Maschine bleiben müssen, damit man ungehindert
wieder mit Nähen anfangen kann.
Die Um die folgende Anleitung möglichst verständlich zu machen,
Stichbildung. sei hier kurz erklärt, wie die Stichbildung vor sich geht. Durch
die Abwärtsbewegung der Nadel wird der obere Faden durch den
Stoff geführt und wird lose, sobald die Nadel ihren tiefsten Punkt
überschritten hat. Dadurch erhält das Schiffchen Gelegenheit, den
Unterfaden durch den Oberladen zu leiten, und auf diese Weise
wird eine Schlinge gebildet, die durch den Fadenhebel nach oben
gezogen und im Stolf fest verknotet wird.
Die Zur Erzielung eines schönen, gleichmäßigen Perlstichs ist es
Spannungen. vor allen Dingen erforderlich, sowohl die obere als auch die untere
Spannung gut zu regulieren. Nachdem man sich durch Abziehen
des Fadens davon überzeugt hat, daß oben und unten eine nicht
zu feste, aber auch nicht zu lose Spannung vorhanden ist, nähe
man ein kurzes Stück und betrachte die Naht sowohl oben als
auch unten. Sind auf der oberen Seile Knoten sichtbar (s. Ab-
bildung 4), ist entweder die obere Spannung zu hart oder die
untere zu lose. Im ersten Falle drehe man die vor den oberen
FigView original page 10Page 11 · Read text
Spannungsscheiben liegende Mutter nach links, im letzteren Falle
die im Schiffchen befindliche kleine Schraube nach rechts. Liegen
die Knoten unten (s. Abbildung 5), ist die untere Spannung zu
hart oder die obere zu leicht. In diesem Falle reguliere man die
Fig. 5.
Spannung durch Linksdrehen der Spannungsschraube im Schilfchen
oder durch Rechtsdrehen der an der oberen Spannung sitzenden
Mutter. Wenn der Stich tadellos sein soll, so muß die Verknotung
im Innern des Stoffes liegen und darf weder oben noch unten
sichtbar sein (s. Abbildung 6). Bei dünnen Stolfen müssen beide
Fig. 6.
Spannungen möglichst leicht gehalten werden, da bei harter
Spannung die Arbeit zusammengezogen wird. Hier ist es nament-
lich, wenn der verwendete Faden nicht sehr lein ist, unvermeidlich,
daß die Verknotung sowohl oben als auch unten sichtbar ist.
Auf der rechten Seite der Maschine, neben dem Handrad, Die Länge der
belindet sich ein kleiner mit gerifter Schraube versehener Hebel. Stiche.
Derselbe dient zur Regulierung der Stiche und zum Umschalten
der Stichstellung auf Vor- bezw. Rückwärlstransportierung.
Vorwärtstransportierung wird bewirkt, wenn der Hebel unter-
halb des mit 0 bezeichneten Striches liegt, und Rückwärtstrans-
portierung, wenn er über diesen Strich hinaufgeschoben wird.
Der Stich wird größer, je weiter der Hebel von der Nullstellung
entfernt liegt, und kleiner, je mehr er nach der Mitte der Stich-
stellerskala gebracht wird. Liegt der Hebel in der Nullstellung,
so hört die Transportierung des Stolfes auf.
9View original page 11Page 12 · Read text
Um den Hebel verstellen zu können, ist es erforderlich, die
Schraube je nach Bedarf herauszudrehen. Der Anschlag der
Schraube an der Stichstellerskala bietet Gewähr für gleichlangen
Stich beim Vor- und Rückwärtsnähen.
Sollte der Hebel sich im Laufe der Zeit lockern, kann derselbe
durch Anziehen der auf der Rückseite der Stichstelleinrichtung
im Gußkörper sitzenden Schraube wieder festgestellt werden.
Jede Nähmaschine, gleichviel, ob sie viel oder wenig benützt
Das
Reinigen und wird, bedarf einer regelmäßigen Reinigung, denn es ist unver-
meidlich, daß sich in dem Werk der Maschine Schmutz und Staub
Ölen der
festsetzen, die in Verbindung mit dem Öl eine schleifende Wirkung
Maschine.
auf die beweglichen Teile ausüben. Dies muß unter allen Um-
ständen vermieden werden, da sonst die Abnützung der einzelnen
Teile, auch wenn beste Materialien dafür verwendet worden sind,
eine sehr große sein würde.
Das Schmieren der Maschine darf nur mit bestem, harz- und
säurefreiem Nähmaschinen- Öl geschehen und muß bei regelmäßigem
Gebrauch täglich, bei sehr starker Inanspruchnahme noch älter
wiederholt werden. Um die einer Reibung unterworfenen verdeckten
Teile zugänglich zu machen, sind in dem Gullkörper der Maschine
Löcher angebracht, in welche mittelst des jeder Maschine bei-
gegebenen Ölkännchens das Öt bequem eingespritzt werden kann.
Zu ölen sind alle an der Maschine befindlichen reibenden Teile,
ganz besonders kommen folgende Stellen in Betracht:
1. oben am Kopideckel rund um die Nadelsfange,
2. die drei Lücher rechts und links vom hinteren Garnrollenstift,
3. die Löcher aul der oberen Seite des Armes links vom vor-
deren Garnrollenstift,
4. das Loch links vom Handrad neben dem Riemenschutz,
5. das Loch, das ca. 6 cm oberhalb der Oberladenspannung
liegt, nur bei Kurvenladenhebel,
6. das Loch in der Nabe des kleinen Schwungrades,
7. das mit Watte gefüllte Loch unter dem vorderen Schieber
beim Schillchen,
8. der Schlitz über dem Zeugdrückerhebel, ferner alle auf nach-
10View original page 12Page 13 · Read text
stehender Abbildung mit Pfeil bezeichneten Stellen des
unteren Werkes,
9. die Rolle des Schilftreibers,
10. das Loch im Schilftreiber,
11. die an beiden Enden der Zugstange angebrachten Löcher,
12. der Bolzen der Verbindungsstange zwischen Oberachse und
Transporteurwelle,
13. die beiden Enden der Transporteurwelle,
14. die Achsenlager des Spulapparates,
15. alle beweglichen Teile des Untergestells:
die Lager, worin das Schwungrad läuft,
die Lager des Fußtritts und die beiden Enden der Ver-
bindungsstange.
Ist durch längeres Außerbetriebsein der Maschine oder durch
Verwendung ungeeigneten Öls der Gang der Maschine ein schwerer
geworden, so spritze man an , allen vorstehend beschriebenen
Stellen Petroleum ein, setze die Maschine stark in Bewegung, reinige
die Maschine gründlich und schmiere mit gutem Nähmaschinenöl nach
Bei sorglältiger Behandlung und Beachtung der notwendigen
Vorschriften hält die Maschine des Schwingschilf-Systems mehr
als ein Menschenalter aus.View original page 13Page 14 · Read text
Es verläßt keine Maschine die Fabrik, ohne daß sie einer mehr-
fachen peinlichen Kontrolle unterzogen ist, eine gründliche Nähprobe
bestanden hat und auf höchste Beanspruchung geprült wurde.
Wenn somit kurz nach Lieferung Störungen eintreten, dürite
in den meisten Fällen der Fehler in unrichtiger Behandlung zu
Die
suchen sein. Sehr häulig kommt es vor, daß die Nadel unrichtig
'Beseitigung
eingesetzt wird, oder die Spannungen schlecht reguliert sind. Man
kleiner
richte deshalb sein Augenmerk zunächst auf diese beiden Punkte.
Störungen
Die hauptsächlich vorkommenden Störungen bestehen in
Fadenreißen und Stiche auslassen.
Reißt der Unterladen, so können folgende Ursachen
vorliegen:
1. die Spannung der Schilfchenfeder ist zu stark,
2. es befindet sich eine rauhe Stelle oder ein ¡Grat an der
Stichplatte beim Stichloch,
3. die Kanten des Schiffchens sind zu scharf, oder es befindet
sich ein Grat am Schiffchen.
Reißt der Oberladen, so kommen folgende Möglichkeiten
in Betracht:|
1. Die Spannung des Oberfaden ist zu stark,
2. Die Nadel ist für Garn und Stoff zu fein,
3. Die Nade! ist stumpf oder das Öhr derselben ist zu scharf,
4. der Stoffschieber bewegt den Stoff nicht sicher fort.
Derselbe kann durch Schmutz, Fadenreste oder Mangel an
Öl in seiner Bewegung gehemmt werden.
Die Nadel sitzt zu tief, oder sie bewegt sich nicht frei im
Stichloch. Man achte darauf, daß die Stichplatte immer gut
angeschraubt ist.
Die Nadel muß so sitzen, daß sie bei ihrer Abwärtsbewegung
weder das Schiffchen berührt, noch von demselben zu weit absteht.
Das Auslassen von Stichen kann folgende Ursachen haben:
1. die Nadel sitzt zu tief,
2. die Nadel ist verbogen,
3. die Nadel ist zu lein für das verwendete Garn,
4. die Maschine hat einen ungleichmäßigen Gang, verursacht
durch ungenügendes Schmieren.
12View original page 14Page 15 · Read text
Folgende Tabelle gibt das Verhältnis an, in welchem Nadel
und Faden zu den verschiedenen Arbeiten zu wählen sind:
Nr. Nr. des Fadens, der Nadel Arbeiten Zwirn oder Seide
Sehr feines Leinen oder Shirting, 150-300
Batist, Mull, Tüll usw. Baumwolle
Feiner Kaliko, Leinen, Weißzeug,
feine Seidenstoffe, für Plisse- 80-150 Baumwolle
oder 30-36 Seide Sauarbeiten
10 Für Leinen, Tuch, Kaliko, Seide, 60- 80 Baumwolle,
gewöhnliche Stoffe 24- 30 Seide
Für alle Sorten dicken Kaliko,
Cretonne, Wollstolfe, dicke Seiden- 40- 60 Baumwolle,
stoffe, Soutache 20-30 Seide
Steppdecken, Wolltuch, Hosenstolfe, 24-40 Baumwolle, 12
Kinderkleider, Korsetts und Mäntel 16-24 Seide
Dicke Wollstoffe, Decken, Säcke,
13 Beinkleider, dicke Kleiderstolfe, 10-24 Baumwolle,
60-80 Leinen Ueberzieherstoffe
40 60 Leinen, Für sehr dicke Kleiderstoffe
Baumwolle oder und alle schweren Arbeiten
sehr starke Seide
Es empliehlt sich, die Nadeln nur aus Fachgeschälten zu be-
ziehen, möglichst aus dem Geschäft, woher die Maschine stammt.
Man verlange la Qualität Nr. 705.
13View original page 15Page 16 · Read text
Anleitung zum Gebrauch der Hilfsapparate
für Original-Gritzner-Familien-Nähmaschinen
(Bei Handwerksmaschinen werden keine Säumer beigefügt)
Jeder Gritzner- Nähmaschine werden Hilfsapparate beigegeben, welche die
Auslührung besonderer Näharbeiten erleichtern. In der nachstehenden Anleitung
ist die Handhabung der einzelnen Apparate genau beschrieben, doch empliehit
es sich, die Handhabung der Hilfsapparate erst dann zu erlernen. nachdem
man sich mit dem einfachen Nähen und der allgemeinen Behandlung der Näh-
maschine in jeder Beziehung vertraut gemacht hat.
Der Säumer.
Das zu säumende Ende des Stoffes wird, nachdem man dasselbe ca. 3 cm
zu Anlang umgebogen hat, mittelst eines daran befestigten Fadens von vorn
durch die Schnecke des Säumers gezogen (wie nachstehende Asbildung zeigt),
wodurch der Stoff gegen die Nadel als ein doppelt zusammengelegter Saum
herauskommt, dessen in-
nere Kante gerade unter
die Nadel geführt wird;
manlasse den Stoffdrücker
herab und fange vorsichtig
an zu nähen
Während des Nähens
muß der Stolf so geleitet
werden, daß die Mündung
des Säumers vollständig
ausgefüllt wird, damit der
Saum hinreichend umge-
schlagen werden kann, je-
doch darf nie zu viel ein-
laufen; dieses geschieht
sehr leicht dadurch, daß
man den Stoff mit der
Hand vor der Mündung
des Säumers mehr oder weniger nach einwärts drückt. Versuche werden bald
die richtige Handhabung zeigen. Der Säumer muß stets die Naht knapp am
Rande des Saumes nähen.
Um einen breiten Saum zu nähen, biege man den Stoff in der gewünschten
Breite einmal um (den Einschlag abgerechnet) und lasse die umzunähende
Seite auf eben besprochene Weise durch den Säumer gehen.
Um dickere Stolfe breit zu säumen, benutze man den Kantennäher (ge-
wöhnlicher Nähluß). Man biege den Stoff zweimal um, in der Breite, wie
man den Saum zu haben wünscht, bringe denselben nach innen so unter die
schmale Zunge des Fußes, daß die Kante als Lineal dient und so der Saum
gleichmäßig an der Kante genäht wird.
14View original page 16Page 17 · Read text
Der Kappsäumer.
TeileWilldesmanStolleseinederartKappnahtaufeinander,herstellen,daßsoderlegeunteremanTeildieetwazu vereinigenden3 er min liber
denobenliegenden Stoff
vorsteht, führe beide Lagen
in den Schlitz des Kappers
ein und verbinde sie durch
eine einfache Saumnaht.
Man lege nach Vollendung
der Naht die beiden Stoff.
lagen auseinander, streiche
die hervorstehende Kante
nach links, lasse sie noch-
mals durch den Kapp-
säumer gehen und nähe eine
zweite Saumnaht, durch
welche die Kante auf die
linke Seite des Stoffes aufge-
näht und die sogenannte
Kappnaht vollendet wird.
Der Kantenstepper und das Lineal.
Dieser Apparat muß an Stelle des gewöhnlichen Nählußes an die Stoff-
drückerstange angeschraubt werden, wenn man eine Naht dicht an der Kante
des Stoffes nähen will. Bei einer solchen Arbeit dari die Kante des Stolles
natürlich nicht verdeckt
sein, und es fehlt deshalb
an diesem Apparat die
rechte Gabelseite, so daß
man die Naht und die Kante
des Stoffes ungehindert im
Huge behalten kann.
Will man parallel zu
einer Kante des Stolles eine
Naht anfertigen, so bediene
man sich des Lineals,
welches vermittels der bei-
gegebenen Rnopischraube
auf die Grundplatte der
Maschine aufgeschraubt
wird, wie nebenstehende
Abbildung zeigt. Je nach
die Naht von der Stolkante ab angefertigt werden soll, ist ras Linear haber
oder weniger nach rechts einzustellen. Flat man die gewünschte Entfernung
festgestellt, so muß die Knopfschraube gut angezogen werden, damit sich
das Lineal während des Nähens nicht selbst verstellen kann.
15View original page 17Page 18 · Read text
Der verstellbare Säumer.
Der verstellbare Säumer wird zum Säumen von Handtüchern, Servietten
etc. verwendet und können die Säume in beliebiger Breite gemacht werden.
Man stellt den Apparat
zuerst für die gewünschte"
Breite des Saumes, schraubt
inn mit der Linealschraube
fest auf die Maschinen-
platte, biegt den Rand des
Stolfes einmal und führt den
so vorgebogenen Stoff in die
Schnecke des Apparates
ein. so daß in letzterem
der zweite Bug entsteht.
Befindet sich die Naht nicht
in richtiger Entfernung vom
Rande des Saumes, so löse
man die Schraube etwas,
mittelst welcher der Apparat
auf der Maschinenplatte
befestigt ist, und schiebe ihn nach Bedürinis etwas rechts oder links und
befestige die Schraube wieder.
Der Wattierer.
Der Wattierer wird auf folgende Weise befestigt: Man bringe den Bügel
des Wattierers über die Zeugdrückerstange, secke des Wattierlineal durch
die beiden Löcher des
Bügels und ziehe die
Schraubeim Bügel an.
Dann nähe man die erste
Steppnaht. Hieraul schiebe
man den Stoff nach rechts,
bis die Entfernung der
Naht der gewünschten
Breite der Absteppung
entspricht, dann stelle man
den Apparat nach rechts
oder links, bis das gebogene
Drahtende auf und in der
Richtung der ersten Sterp-
naht liegt, und nun nähe
man die zweite Naht indem
man daraul achtet, daß
die erste Naht stets genau unter dem Drahtende läuft. Die zweite Naht dient
dann in gleicher Weise als Führerin für die dritte ust.
16View original page 18From the ISMACS International. Original publisher and archive notices are retained.
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PDF verified 2026-10-11.


