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Gritzner VZ Old Design — User manual

User manual for Gritzner VZ Old Design. 82 pages in German. Read the original PDF, download or print a copy without registration.

82 pagesGerman18.9 MB PDF
Gritzner VZ Old Design manual cover
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Document details

Brand
Gritzner
Model / document
Gritzner VZ Old Design
Document type
User manual
Language
German
Pages
82
File size
18.9 MB
Category
Sewing machines
Document date
Not specified in catalog

Contents

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Geb ro u eh sa·nwe is u n g

für die
                                                                                                                                                        /
     Fami.lieri-
     Zickzack-.
    Z~ntralspulen- ·
    Nähmaschine

     '     KI. 116


          (Unterklassen siehe· Rückseite)


 G R 1 T Z N E R - K A Y S E R A. -G.
 K A R L S RUH E - D U R LA C H.

s 370.  3. 40.   • vz·  d'tsdi. m.

    kostenlos mit lieben Grüßen nicole.boening@web.de
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Unterklassen:

Kl. 116 -  a für normale Näharbeiten und Zick-
           zacknähte   für  Familiengebrauch
          und Weißnäherei.

Kl. 116 -  b ·'wie  Kl.  116 -  a,  außerdem  mit
            Einriditung für Lodistickerei.

Kl. 116 -  c wie  Kl.  116 -  a,  außerdem   als
           Zweinadel-Masdiine  für  Biesen-
            näherei.





  kostenlos mit lieben Grüßen nicole.boening@web.de
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Inhaltsverzeichnis.
                                             Seite
A. Behandlung der Masdtine           1-22
Nützliche Winke                                3
Allgemeines                                    4
Das· Treten der Masd1ine                              ~
Einfädeln des Oberfadens                                                f\
Zweck der Fadenspannungen                 6
Einfädeln des Unterfadens                     7
Einsetzen der Spulenkupsel
Aufspulen des Unterfadens                                            \l
Einsetzen der Nadel                            10
Nadeltabelle und Garnstärke            10:-11
Heraufholen des Unterfadens                      "   11
Nähen
Regulierung der Fadenspannungen
Regulierung des Druckes auf den Stoff-
   drückerfuß                                   15
Einstellen der Stichlünge                       Hi
Herausnehmen der Arbeit aus der Maschine  16
Reinigen und Oelen der Maschine            17
Auseinandernehmen und Reinigen der
   Greifer bahn                                         ~ 1
B. Arbeiten mit dem geraden Stepp~tich 23-;m
C. Arbeiten mit dem ZiCkzaCkstich     37-65
Einstellen  der Masdiine hierzu                           ::18
fl. Klasse 116 -  b mit Einrichtung für
   LochstiCkerei                              66
E. Klasse 116 -  c als Zweinadel-Maschine
   für Biesennäherei                         ß8
F. Praktische Winke zur Beseitigung
   von Störungen                              70




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A.
       Behandlung
                der
        Zickzack-
Zentralspulen-Nähmaschine
        für Familiengebrauch
        und Hausindustrie





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NützJiche ·Winke.

  Nähmaschinenöl kauft man am zuverlässig-
sten in jener Nähtne.schinenhandlung, in der
die Maschine  gekauft wurde. Man  verlange
harz-  und  säurefreies,   wasserklares  Näh-
maschinenöl.  Bei Verwendung einer anderen
Ölsorte  tritt Verharzung der Maschine ein.
   Nadeln. Zu der Zickzack-Zentralspulen-Näh-
maschine werden Nadeln System 705 verwen-
det.  Von der Nadel hängt zum großen  Teil
das einwandfreie Arbeiten der Maschine  .ab.
Man überzeuge sich beim Einkauf von Nadeln
~·on  der Qualität  derselben,  d.  h. man  ver-
gleiche   sie  mit  jenen  der  Maschine  ur-
sprünglirh  beigelegten.
  Die Nähfähigkeit und der geräusrhlose Gang
erfordern  es,  <lall an der Maschine  nichts ge-
schraubt und verstellt wird.  Sollte aus irgend
einem  Grunde  die  Maschine  versagen,     o;o
wende man sich stets an den Händler, bei dem
sie gekauft wurde. Er wird gerne bereit sein,
etwaigen Übelständen abzuhelfen. Nur er hat
das Interesse, die Maschine wieder in Gang zu
setzen.  Audi  kaufe man  nur  bei ihm  pas-
sende Nadeln, Spulen,  Zubehör und  Ersatz-
 teile.
  Der  Qualität  des Fadens wende man  be-
sondere ;ufmerkamkeit zu.
                                                  3


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Allgemeines.
   Bei  1 n geb rau eh n a h m e  der  Masd1ine
 beaehten, damit keine Fehler entstehen!
  1. Wie der Oberfaden eingefädelt und über-
    all geführt  ist.
  2. Wie die Nadel (Nr. 705) eingesetzt  ist.  (Die
   lange Nute steht nad1 vorne, der nähenden
   Person zugewandt.)
  3. Wie  die Spulenkapsel eingefädelt  ist.
   Nichts  an  der  Masehine   ver-
    s «;lt r a u b e n  u n d  v e r s t e 11 e n ,  abge-
   sehen von der Spannungsregulierung!


         Das Treten der Masehine.
     1.  Nähfuß  mittels  des  Zeugdrückerhebels
 hochheben,  Nadel  auf dem  höd1sten  Stand
 stehen  lassen und  die Nähprobe  nach  rück-
 wärts herausziehen.
     2. Den beigegebenen Riemen  auseinander-
 haken,  ihn  durch  die Schnurlauflöcher  d~r
 Tischplatte mit beiden Enden nach unten  zie-
. l!en und den Riemen wieder zusammenhaken.
    3. Den  Riemen  auf  den  Schnurlauf  des
 l{andraäes und dann unter Rechtsdrehen auf
 das Gestellrad der Maschine legen, vorher  je-
 -doch das Handrad  auslösen.  (Seite  8.)
   Die Nadel  darf beim üben der Tretbewe-
 gung  nicht  eingefädelt  sein,  und  der  Stoff-
 drücker muß, solange sich kein Stoff unter der
 Nadel befindet, nach oben gehoben sein, damit
 die Transpork11rzähne  nicht stumpf werden.



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Einfädeln des Oberfadens.
     1.  lkn  Faden  von  der  auf  dem  Garn-
 rollstift  aufgesteckten  Garnrolle  nach  der
Spannung·ssd1eibe  führen· und  zwar  bei  Be-
 nijtzung   der   rechten   Oberfadenspannung
 vorher  durch  das   rechte  Loch  der  Füh-
 rung  „I"  (Abb.  1)  und  von  da  von  links
 her unter den Haken „2" zwischen die rechten
 Spannungsscheiben  „3".
   Bei Beni.itzung  der  linken Oberfadenspan-
 nung wird der Faden durch das linke Loch der
 Führung „l" und von da von rechts het unter
 den  Haken  „2"  zwischen  die  linken  Span-
 nung~scheihen „4" geführt.
    2. Hierauf den Faden hinter· dem Bügel  .Ji"
 um die Rolle des Fadengebers „6" von  rechts
 nach links in den vorderen Schenkel der Rc-
 gulatorfecler „7" führen.
    3. Dann unter dem Fadenregulierhaken  .,S"
 nach oben nochmals hinter dem Bügel  „.'l" von
 rechts nad1  links  durch  das obere Loch  des
 Fadenhehels  „9".
     4.  Jetzt  den  Faden  durch  die  Öse  „11"
 führen, und durd1 die Öse „12" des Nadelhal-
 ters von vorne nach hinten durch das Nadel-
 öhr einfädeln.
    5. Bei Höchststellung des Fadenhehels mufi
 zirka 6-7 cm Faden durch das Ohr gezogen
 sein, bevor mit  eiern Nähen angefangen wird.
        Zweck der Fadenspannungen.
  Um ein allzuhäufiges Spannungsändern aus-
 zuschließen,  sind  die Zickzackmaschinen  mit
 zwei Fadenspannungen ausgestattet.
   Eir.~ Spannung  benützt man  für  normale
 Niiharheiten,  die  andere Spannung  für  Spe-
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Page 9 · Read text
zialarbeiten, die  eine  besonders starke Ober-
fadenspannung  erfordern,   z.  B.  bei  hochge-
zog·enen Knopflöd1ern.
   Einfädeln des Unterfadens.
             t. Spulenkapscl herausnehmen.
  Das Sc.hwungrac;l gegen  sich drehen  bis  die
Nadelstange in der Höchstlage steht, mit dem
Daumen  und  Zeigefinger  der  linken Hand
die kleine Klappe der Spulenkapsel erfassen,
diese  aufklappen und  Spulenkapsel  mit der
Spule herausziehen.
   2. Die Spule aus der Spulenkapsel entfernen.
indem die offene Seite der Spulenkapsel nad1
unten gehalten wird, sodaß bei niedergelegter
Klappe die Spule in die Hand fällt.
      Das Einfädeln der Spulenkapsel.
   1.  Oie  Spulenkapsel  beim  Einsetzen  der
Spule  (Abb.  2)  mit dem  offenen Ende  nad1
oben  halten.





                                   Abb. 2

                                                      7


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2. Die Spule so in die Spulenkapsel hinein-
  lcgcu,  dafi die Spule sich in der llichtung des
  Pfeiles  (Abb.  2)  abwickelt.
      3. Den Faden in den Schlitz „a" der Spulen-
 kapsd und  längs  der Spannungsfedes unter
  diese und unter den Haken „b" durchführen.
       ·oas Einsdzen  cler Spulenkapsel.
     1. Die Spu lcnkapsel samt  Spule'  auf  den
  Stift  in  der  Mitte  des  Greifers  (Schiffchens)
  a11fsdiieben, und zwar  so, daH der Halter „c"
  (Abb.   2)  in  die  Aussparung  der  Schiffbahn
  greift.
     2. Die Sp11lcnkapsel  so  hineindriicken,  dall
  sie   mit  einem   leichten  Klang  einspringt,



                                 Cl                                                                                               I
                                       ,,/





                    Abb.  3
8


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Das Aufspulen des Unterfadens.

  Beim Spulen  soll. nicht das ganze Werk der
Maschine mitlaufen, daher zunächst das Werk
auslösen:
   1. Handrad mit der linken Hand festhalten
und mit der rechten Hand die Auslöserscheibe
„a"  (Abb.  3)  soweit  als  möglich  nach  links
in der Pfeilrichtung drehen.
   2. Den Faden von der Garnrolle durch die
vor  den  Spannscheiben  befindliche Ose  „d?'  .
(Abb.  1)  ziehen und von  links  zwischen  die
beiden  Spannungsscheiben  „a"  (Abb.  1) und
dann dnrch die Fadenführungsöse „b" am Rie-
menschutz  über  den  Fadenführer  „c"  zur
Spule „e"  führen.

    3. Den Faden von rückwärts einigemale um
die Spule wickeln, sodaß er über den Faden-
führungssteg, der auf der Spulenklappe  sitzt,
läuft.
    4. Spuler gegen das Handrad drücken.  bis
er einschnappt, und anfangen zu spulen.
   Tst die Spule voll, so sd1altet sich der Appa-
rat von  selbst aus.  Hört der Spuler zu früh
oder zu spät  a11f, dann ist die seitlich sitzende
Schraube des Ausrückhakens zu lösen und der
Haken ein wenig nach vorn oder nach hinten
zu  verschieben.
   Es  ist notwendig, den Spuler hin und wie-
der an der Schmierstelle etwas einzuölen.
   Das Wiedereinschalten des Werkes  erfolgt

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durdi  Rechtsdrehen  der  Auslöserscheihc,   liis
  sie  festsitzt.

       Das Einsetzen der Nadel (Nr. 705).
      1. Das Handrad in der Richtun~ des Pfeiles
  (Ahh.  3)  drehen,  bis  die  Naclelstang.~  ihren
  höchsten Punkt erreicht hat.
      2. Mit der rechten Hand die Flügelschraube
  111n Nadelhalter  lösen und  die einzusetzende
  NadPl  so zwischen Daumen  un.i  Zei5cfinger
  der linl<e11 Hand erfassen, daß die lang~ Rinne
  der   J'\adel  nach   vol"ne, dem Nahenckn  zu,
  sh-ht.
     3. Nadel in die Nute der Nadelstange unter
 dem Nadelhalter soweit in die Höhe schieben,
 ·bis sie oben anstößt und dann mit der rechten
 Hand  die Nadelhalterschraube  recht  fest  an-
  ziehen.


      Wahl der Nadel und Garnstärke.
   Die Schönheit der Näharbeit hängt viel von
  der richtigen Wahl des Nähfadens und der da-
  zu passenden Nadel ab.  Mürbes, ungleichmä-
  ßiges dickes oder knotiges Garn kann ebenso-
  wenig zu einer guten Naht gebraucht werden
  wie eine stumpfe, krumme oder mit schlechtem
 Öhr versehene Nadel.  Als Unterfaden wähle
 man  stets ein weicheres Garn, welches etwas
  schwächer  ist als der Oberfaden. Spröde und
  starkdrillige Fäden lassen  sich nicht gut ver-
  nähen.

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Der Unterfaden kommt  alsdann  in Form
  einer Schlinge aus dem Stichloch (Abb.  4).   ·
       . Der Fadenhebel mufl hochstehen, damit der
  Faden nicht aus der Nadel gleitet.





                    Abb. ·4
       3. Beide Fäden. werden nach hinten· unter
  den Stoffdrückerfufi  gelegt.
                Das Nähen.
    · · 1. Stoff unter die Nadel legen.
     2. Nähfufl  durch  Se;nken  des  Stoffdrücker-
  Hebel,s herunterlassen und anfangen zu nähen„

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Bei  clen  ersten 5-6  Stichen  müssen  beide
Vadenenden  festgehalten  werden, damit  sid1
kein Faden i 11 die St:hiffchenbahn schlagen kanu.
  Arbeit darf nnr geleitet, nicht aber gezogen
oder geschoben werdenwegen der Gefahr des
Nadelbrechens.
  Bei harten oder dicken  Stellen
ü b·e r Kreuz nähte drehe man  das
Ha n cl r ad    l a n g s a m m i t  de r Ha n d,
b  j s d i es e vorüber  s·i n d, um das Br e-
ch e n oder Verbiegen der Nadel zu
v e r h ii t e n.  Bei  s eh a r f e n  E ck e n - N ä-
h e n oder Ketteln zieht man vorher
m i tt e l s  e i n e r Näh n a d e l. e i n e n Fa-
d e n d  LI r eh d i e E ck e d e s s t 0 f f e S,  l ä ß t
beim Nähen die Nadel der Maschine
a n d e r E ck e s t e ck e n, d r e h t d e n S t o f f
u m, z LI m W e i 't e r n ä h e n u n d h ä l t d i e
beiden Enden des durchgezogenen
Fadens fest.                  ·
  Hierdurch  vermeidet  man  das
Hineinziehen des  Stoffes  in  die
S t i eh p l a t t e.
   Das Regulieren der Fadenspannungen.
              ·  a) Die Oherfadenspannung.
  Die Maschine  besitzt  zwei Oberfadenspan-
11ungen, siehe auch Seite  5.
  Die linke Spannung Nr.  t  (Abb. t)  wi.rcl  in
cler Regel für normale Näharbeiten verwendet.
  Die  rechte Spannung  Nr:  1  (Abb. 2)  wird
brim Knopflochnähen  benutzt„
  Die Spannung  des Oberfadens  wird  durch
Drehung einer  der an  clen  zwei Oberfaden-
spannungen befindlichen· Muttern, welche mit
Einstellskalen versehen  sind, bewirkt.  Durch
Drehung nach  rechts wird die Spannung ver-
stärkt, nach links schwächer.

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b) Die Unter(adenspannung.
   Die  Spa11111111g des Unterfadens wird durd1
 f)rchung·  der  kleineu Srhraube „d"  (Abb.  2)
  reguliert.  Dreht man  diese  Schraube  nad1
 rechts, so wird die Spannung stärker, dreht man
 nach links, so wird sie schwächer.  Spannungs-
 änderungen an  der Spuleukapsel  sind  nad1
 Möglichkeit zu vermeiden.
    Das Regulieren während der Näharbeit.
   Da eine tadellose Arbeit nur durch  richtige
 Fadenspannung·en zu erzielen ist, empfiehlt es
  sich, dem Regulieren besondere Aufmerksam-
  keit zu widmen.
   Nad1dem man auf dem untergelegten Stoff
 eine Naht von einigen Zentimetern Länge ge-
  näht  hat, halte man ein und prüfe die Naht
 oben und  unten.  Sind  die Fäden auf beiden
 Seiten  gleidi.rnäfüg eingezogen und  hat eine
  richtige Verschlingung beider Fäden, wie aus
 Abb.  5 ersid1tlidi  ist. stattgefunden,  so kann
 · weitergenäht werden und es soll an den Span-
 nungen nichts geändert werden.



                                                                                                                                                                                        f. '

                     Abh. 5
   Die Spannung bedarf der Regulierung, wenn
  sich auf der Unterseite Knoten oder Schlingen
  zeigen. Der Unterfaden liegt cann gerade auf.
  (Abb.  6.)




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In diesem Falle ist entweder die Oberfadeu-
spannung zu loS'e oder die Unterfadenspannung
zu stark.  Abhilfe schafft man entweder durd1
Drehen an der Spannungsmutter nach  rechts,
 wodurch  die Oberfadenspannung stärker ge-
madit wird, oder durch Drehen an der kleinen
Sdiraube „d"  (Abb.  2)  nad1  links, wodurch
die Unterfadenspannung leichter gemacht wird.
Es mul! solange reguliert werden, bis die Ver-
schlingung genau in der Mitte des Stoffes liegt.
   Liq,\·t dagegen der Faden flach auf der Ober-
seite  (s. Abb.  7), oder zeigen  sich da Knoten
 tmtl Sd1lingen, so ist entweder die Oherfadcn-
spannung zu  stark oder die Unterfadenspan-
 nung zu  lose.



                   Abb. 7
   Abhilfe sc.hafft man entweder durch Drehen
an der Spannungsmutter nad1  links, wodurch
die Obcrfadcnspannung  loser  gemacht  wird,
oder durch Drehen an der kleinen Sdiraube
„d„ (Abb. 2) nach rechts, wodurch die Unterfaden-
spannung stärker gemacht wird. Auch in die-
sem  Falle mul! solange reguliert werden, bis
die Verschlingung genau in der Mitte des Stof-
 fes  liegt.
  Das Regulieren des Druckes auf den Stoff-
                   drückerfuff.
  übereinstimmend mit der Fadenspannung. ist
der  Druck  des  Stoffdrückerfufies  zu  regu-
lieren. Dicke und harte Stoffe erfordern einen
starken Drude, während bei dünnen Stoffen,




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Seide und  dergl.  ein  ziemlich  leichter Druck
 genügt.  Durch Drehen an dm-  Stoffdrücker-
 sduaube,  die  sich  vorn oben auf dem Kopf
 neben  der Nadelstange  befindet, nach  rechts
 wird der Druck  des Fußes  verstärkt.  Durd1
 Drehen an  dieser  Stoffdrückerschraube  nach
 links wird der Druck des Fußes vermindert.
        Das Einstellen der Stichlänge.
   Rechts vom  Arbeitenden  an  der  vorderen
 Seite des Armes befindet sich der Stichsteller-
 hebel mit Knopfsdiraube „f" (Abb. 1). Um den
 Stkh auf eine bestimmte Länge einstellen  711
 können,  löse man   clie  Knopfschraube  durch
  leid1tes Drehen von  rechts nach  link~.
  Zum Yorwärtsnähen srhiebt man den HebPI
 mit  der  Knopfsdiranbe  in   l~r  !'fp1Jrid1tung-
 nach  unten, ausgehend  v1Jn der mi'  Null  be-·
  zeidrneten   Mittelstellung   der   Skalaplatte.
 Der  Stirh  wird  liinger,  je  tiefer  die Knopf-
 sd1ruube geschoben wird,  111n bei der l1öchs!Pn
 ZPhl den größten Stich zu  err<'id1~~n.
    /11rn Hiickwärtsnähen  sd1iebt man   d·.:11 He-
  J,EJ  mit  ,;r"r Knopfsd1raube voa  d•]r  >T·1lbtd-
  \u11g aus nach oben. Der Hiickw;irtsstid1 wircl
  länger,  .ie weiter man die Knopfsd1rn11h,~ nach
  ob_en  schiebt, um  ebenfalls  bei der  höchsten
  Zn'1i  die  gri.ill!P  T.:111~e   ~11  C';re1d1t"L
   Hat man  rlcn  rid1tig·c:n  V1lrw<ino,;~tich  Prrni'.-
  telt.  so srhraube man  die Knopfschraube  ,.f"
  (Ahh.  1) zu bis sie gegen die Stichstellerplatte
 stößt.
     Das Hnunternehmen der Arbeit von
                 der Maschine.
   Bei der Herunternahme der Arbeit von der
  Maschine  bringe man  die  Nadel  auf  ihren
16


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höchsten Stand und den Stoffdrückerhebcl in
die Höhe, wodurch  sich die Fadenspannschei-
hen  öffnen,  so daß man ohne weiteres den
Stoff genügend weit nach hinten von der Nadel
entfernen kann, um die beiden Nähfäden ab-
zusdmeiden,  die. ,jedoch ungefähr 7 cm lang
in der Maschine bleiben müssen, damit man
ungehindert wieder mit Nähen anfangen kann .





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Das Reinigen und ölen der Maschine.
  Bei allen Nähmaschinen ist das sachgemäl.le
ölen eine unerläl.lliche Bedingung. Es kommt
hierbei nicht darauf an, v.iel öl zu verbrauchen,
sondern zur rechten Zeit einen Tropfen öl an
die richtige Stelle zu bringen.
  Zum ölen darf nur bestes, l1arz- und säure.
 freies  „Nähmascllinenöl"  verwendet  werden.
  Um die Teile vorn am Kopf der Maschine





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gründlich ölen zu können, löse man die beiden
Befestigungsschrauben  vorne am  Kopfdeckel
und nehme den Kopfdeckel ab.
  Nachdem man die Maschine mit einem sau-
beren Lappen abgeputzt  hat, bringe man an
si.imtliche mit  Pfeilen bezeichnete  Stellen et-
was öl. Hat man ferner den Zeugdrücker hoch-
gehoben, so läßt man die Maschine kurz ohne
Faden laufen. Bei andauerndem Gebrauch muß
öfter  geölt  werden,  sonst  vor  jeder   In-
betriebnahme. Nach längerer Zeit des Stillstan-
des  ist vorher an die Stellen ehvas Petroleum
zu bringen, die Maschine ohne Faden bei hoch-





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gelwbenem Zeugdrückerhebel kurze Zeit laufen
    1.\1 lassen, gut abzuputzen und. mit Nähmaschi-
  nenöl  nachzuölen.
    Bei dauerndem Gebrauch der Maschine set-
  zen sid1 Stoffasern, Appretur- und Fadenreste
  zwischen Stichplatte und Stoffschieber, die mit
   l'ett vermischt sich so verhärten. können, daß si<'
  die Masdiine in ihrem leid1ten Lauf hemmen.
   In  diesem  Zustand  darf  die  Maschine  · nkht
  weiter  benutzt,  sondern  diese  Reste  müsse11
  rechtzeitig entfernt werden.
   Beim Oien der unten gezeil'hneten Teile des
  umgelegten  Oberteils  (Al,b.  10)  ridüe man
  sein besonderes Augenmerk auf die Schiffd1en-
  Lahn, welche steis sauber und frei von Faden-
  resten, Appretur usw .. gehalten werden  mul!.
  weil soust die freie Bewegung des Schiffd1ens
  gehemmt wird, wodurch lauter Gang und son-
  stige Störungen  auftreten.  ·       .                          ·
    /.um gründlidwn Reinigen der Maschine  ist
  es weite.r erforderlid1,  d1;1l! die Stid1platte ab-
  geschraubt wird. Dadurd1 lassen sich bequem
  Apprehlr, Fadenreste  usw., die  sid1 zwisd1en
  Stichplatte und Stoffsdlieber ansammeln, ent-
  fernen. Zur Vermeidung jeder Sdiädigung der
  Maschine  ist  ein  zugespitztes Stückchen Holz
  zur  Entfernung  der  Fasern  zu  verwenden,
  keinesfalls Schraubenzieher, Nadel oder ähn-
  liches.
     Ist nach eben beschriebener Weise alles geölt;
  setze man den ganzen Mechanismus eine Mi-
  nute lang  in schnelle Bewegung und  reinig.e
  die Maschine von dem überflüssigem öl, bevor
 man zu nähen anfängt.
     · Man übersehe  nicht, audl den Spuler und
  das Gestell an allen Teilen, wo eine Reibung
  stattfindet, zu ölen.                              ·
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